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00538
Hat der Herr Jesus den Sabbat gebrochen?



Teil 1 – Das Gesetz über den Sabbat (1–10)

1) Was ist der Ursprung des Sabbats?
A: Gott selbst „ruhte“ am siebten Tag nach dem Schöpfungswerk und segnete und heiligte ihn. (1. Mose 2,2–3)

2) Was gebietet das vierte Gebot über den Sabbat?
A: „Gedenke des Sabbattages, ihn zu heiligen“; keine Arbeit, sondern Ruhe für alle im Haus. (2. Mose 20,8–11; 5. Mose 5,12–15)

3) Wem galt das Sabbatgebot konkret?
A: Dem Israeliten und seinem Haus (Sohn, Tochter, Knecht, Magd, Vieh, Fremdling in seinen Toren). (2. Mose 20,10)

4) Was war das Ziel des Sabbats für Israel?
A: Ein Zeichen des Bundes, Heiligung, Erinnerung an Gottes Erlösung und Schöpfung. (2. Mose 31,13–17; Hesekiel 20,12)

5) Was durfte am Sabbat grundsätzlich nicht getan werden?
A: „Jegliche Arbeit“ (hebr. melacha) war verboten. (2. Mose 20,10; 31,14–15; 35,2)

6) Durfte man am Sabbat Feuer anzünden?
A: Nein. „Ihr sollt kein Feuer anzünden … am Sabbattag.“ (2. Mose 35,3)

7) Gab es ein Beispiel für harte Sanktion bei Sabbatbruch?
A: Ja. Der Holzleser wurde gesteinigt. (4. Mose 15,32–36)

8) Durfte man am Sabbat Lasten tragen und Handel treiben?
A: Nein. Lastentragen und Kaufen/Verkaufen wurden verurteilt. (Jeremia 17,21–22; Nehemia 10,31; 13,15–22)

9) Gab es eine vorgeschriebene Zusammenkunft am Sabbat?
A: Ja. „Heilige Versammlung“ (hebr. miqra qodesh). (3. Mose 23,3)

10) Gab es eine Begrenzung der Wege („Sabbatweg“)?
A: Das Prinzip der Einschränkung ergibt sich aus 2. Mose 16,29; später spricht Apg 1,12 vom „Sabbatweg“ (traditionelle Maßangabe).

Teil 2 – Erlaubte/gebotene Handlungen am Sabbat (11–20)

11) Mussten die Priester am Sabbat dienen (Opfer bringen)?
A: Ja. Zusätzliche Brandopfer wurden am Sabbat dargebracht. (4. Mose 28,9–10)

12) „Entweihen“ die Priester so den Sabbat?
A: Nein; sie dienen im Tempel und sind dabei „unschuldig“ (Worte Jesu). (Matthäus 12,5; vgl. 3. Mose 24,8)

13) Durfte die Schaubrote am Sabbat neu aufgelegt werden?
A: Ja, „Sabbat für Sabbat“ werden sie geordnet. (3. Mose 24,8)

14) War Beschneidung am achten Tag auch am Sabbat geboten?
A: Ja. Die Pflicht des achten Tages hat Vorrang. (3. Mose 12,3; Johannes 7,22–23)

15) Durfte man am Sabbat Gutes tun, z. B. ein Tier retten?
A: Ja. Das Herausziehen eines Schafes aus der Grube ist erlaubt. (Matthäus 12,11–12; Lukas 14,5; 5. Mose 22,4)

16) Durfte man am Sabbat notwendige Lebensrettung/Notfallhilfe leisten?
A: Das Prinzip „zu helfen“ wird von Jesus bekräftigt: Gutes tun ist erlaubt. (Markus 3,4; Lukas 6,9)

17) Sollte man für den Sabbat im Voraus zubereiten?
A: Ja. Manna wurde am Vortag vorbereitet; am Sabbat kein Sammeln/Kochen. (2. Mose 16,22–30)

18) Galt der Sabbat auch dem Vieh und den Knechten als Ruhe?
A: Ja. Der Sabbat ist auch für Knechte, Fremdlinge und Tiere Ruhezeit. (2. Mose 20,10; 5. Mose 5,14)

19) Durfte man am Sabbat essen und sich freuen?
A: Ja. Der Sabbat soll „Lust/ Freude“ sein; Fastformalismus wird getadelt. (Jesaja 58,13–14; vgl. Hosea 2,11)

20) War der Sabbat eine Last oder eine Wohltat?
A: Von Gott als Segen und Zeichen gegeben; Missbrauch machte ihn zur Last. (Hesekiel 20,12; Jesaja 58,13–14)

Teil 3 – Der Herr Jesus und der Sabbat (21–35)

21) Hat Jesus das Gesetz gebrochen?
A: Nein. Er erfüllte das Gesetz vollkommen. (Matthäus 5,17–18; Johannes 8,46)

22) Wer ist der Herr des Sabbats?
A: Der Sohn des Menschen ist „Herr des Sabbats“. (Markus 2,27–28; Matthäus 12,8)

23) Wozu ist der Sabbat da – für den Menschen oder umgekehrt?
A: „Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht.“ (Markus 2,27)

24) Warum rechtfertigt Jesus das Ährenraufen seiner Jünger?
A: Es war keine Erntearbeit, sondern Nahrungsaufnahme; zudem verweist Jesus auf David und die Brote der Darstellung. (Matthäus 12,1–4; 5. Mose 23,25; 1. Samuel 21,4–7)

25) Was lehrt das Beispiel Davids (Schaubrote) im Blick auf Barmherzigkeit?
A: Barmherzigkeit und menschliche Not haben Vorrang vor Ritualen. (Matthäus 12,3–7; Hosea 6,6)

26) Wie begründet Jesus, dass Priester am Sabbat „arbeiten“ und doch unschuldig sind?
A: Der Tempeldienst steht im Dienst Gottes—so ist ihr Handeln recht. (Matthäus 12,5; 4. Mose 28,9–10)

27) Was meint Jesus mit „hier ist Größeres als der Tempel“?
A: In seiner Person ist Gottes Gegenwart in überragender Weise da; daher steht er über ritualistischen Einwänden. (Matthäus 12,6)

28) Was bedeutet „Ich will Barmherzigkeit und nicht Schlachtopfer“?
A: Gottes Herz schlägt für Gnade; rigider Formalismus verfehlt Gottes Willen. (Matthäus 12,7; Hosea 6,6)

29) Warum sagt Jesus: „Es ist erlaubt, am Sabbat Gutes zu tun“?
A: Der Sinn des Sabbats ist Wohltat und Wiederherstellung, nicht Unterlassung des Guten. (Matthäus 12,12)

30) Wie antwortet Jesus auf den Vorwurf in Johannes 5 (Heilung am Teich Bethesda)?
A: „Mein Vater wirkt bis jetzt, und ich wirke.“ Gottes Erbarmung ruht nie. (Johannes 5,16–17)

31) Warum befiehlt Jesus dem Geheilten, seine Matte zu tragen (Joh 5)?
A: Er demonstriert, dass menschliche Tradition (Trageverbote) nicht Gottes Gnade aufhalten darf. (Johannes 5,8–10; vgl. Jeremia 17,21 im Kontext menschlicher Übertreibung)

32) Warum war die Heilung des Blindgeborenen am Sabbat (Joh 9) kein Sabbatbruch?
A: Sie offenbarte Gottes Werke; das Reiben von Ton ist keine „Ernte/Arbeit“, sondern ein Heilakt. (Johannes 9,14; 9,3–4)

33) Wie begründet Jesus in Johannes 7 die Heilung am Sabbat?
A: Wenn Beschneidung am Sabbat erlaubt ist, damit das Gesetz nicht gebrochen wird, „seid ihr zornig, weil ich einen ganzen Menschen gesund gemacht habe?“ (Johannes 7,22–24)

34) Welche Rolle spielt das Motiv der Heuchelei der Ankläger?
A: Sie lassen Tiere am Sabbat trinken, tadeln aber Heilung eines Menschen—das nennt Jesus Heuchelei. (Lukas 13,15; 14,5–6)

35) Hat Jesus je gesündigt, als er am Sabbat handelte?
A: Nein, er war „ohne Sünde“; seine Sabbatwerke waren vollkommen recht. (Hebräer 4,15; Johannes 8,46)

Teil 4 – Heilung am Sabbat ist kein Sabbatbruch (36–45)

36) Ist Heilung „Arbeit“ im Sinn der verbotenen Sabbatarbeit?
A: Nein; Heilung ist Gnade/Barmherzigkeit, nicht Erwerbsarbeit/Produktion. (Matthäus 12,10–12; Markus 3,4)

37) Was lehrt die Heilung der verdorrten Hand?
A: „Gutes tun“ am Sabbat ist erlaubt; Christus stellt wieder her. (Matthäus 12,9–13; Markus 3,1–5; Lukas 6,6–10)

38) Was lehrt die Heilung der gekrümmten Frau?
A: „Sollte diese … nicht gelöst werden am Sabbattag?“—Befreiung entspricht dem Sabbat. (Lukas 13,10–17)

39) Was lehrt die Heilung des wassersüchtigen Mannes im Haus eines Pharisäers?
A: Barmherzigkeit hat Vorrang; Schweigen der Gegner entlarvt ihre Härte. (Lukas 14,1–6)

40) Was lehrt die Heilung des Blindgeborenen?
A: Gottes Werke werden offenbar; die geistliche Blindheit der Ankläger wird sichtbar. (Johannes 9,1–16; 9,39–41)

41) Was zeigt die Heilung am Teich Bethesda?
A: Gott handelt in Gnade; religiöser Formalismus widerspricht Gottes Herz. (Johannes 5,1–17)

42) Wie verbinden sich Jesaja 58 und Jesu Heilungen?
A: Der wahre Sabbat ist „Lust“/Freude in Gott; Unterdrückte werden gelöst—Heilungen illustrieren das. (Jesaja 58,6–14)

43) Warum ist „Barmherzigkeit“ der Schlüssel zur Sabbatauslegung?
A: Gott will Barmherzigkeit, nicht Opfer—Gnade interpretiert das Gesetz recht. (Hosea 6,6; Matthäus 12,7)

44) Was bedeutet „Sabbat um des Menschen willen“ praktisch?
A: Der Sabbat dient dem Menschen zum Guten—Heilungen entsprechen diesem Zweck. (Markus 2,27)

45) Was lehrt „Der Sohn des Menschen ist Herr des Sabbats“ über Heilungen?
A: Als Herr definiert Christus die wahre Sabbatpraxis—Gnade, Hilfe, Wiederherstellung. (Matthäus 12,8; Markus 2,28)

Teil 5 – Der geistliche Sinn und die Erfüllung in Christus (46–50)

46) Wovon ist der Sabbat ein Schatten?
A: Von der Ruhe/Erfüllung in Christus; darum soll niemand über Sabbate richten. (Kolosser 2,16–17)

47) Wo finden Gläubige heute ihre eigentliche Ruhe?
A: In Gottes Ruhe, zu der Christus führt; es „bleibt … eine Sabbatruhe“ für das Volk Gottes. (Hebräer 4,1–11)

48) Dürfen Christen einander wegen Feiertagen/Sabbat richten?
A: Nein. „Jeder sei in seinem Sinn völlig überzeugt.“ (Römer 14,5–6; Kolosser 2,16)

49) Wie vereint Christus Gesetz und Barmherzigkeit?
A: Er erfüllt das Gesetz und offenbart Gottes Gnade; Wahrheit und Gnade in Ihm. (Matthäus 5,17; Johannes 1,14.17)

50) Fazit: Hat Jesus den Sabbat gebrochen? Ist Heilen Sabbatbruch?
A: Nein. Jesus ist Herr des Sabbats, tat nur Gutes und erfüllte den Sinn des Sabbats. Heilung ist kein Sabbatbruch, sondern Ausdruck des Sabbatselements „Ruhe/Wiederherstellung“ in der Gnade Gottes. (Markus 2,27–28; Matthäus 12,12; Johannes 5,17)

Bonus: Kurzliste „Was war am Sabbat untersagt/erlaubt?“

Untersagt (Auswahl):
Arbeit allgemein (2Mo 20,10), Feuer anzünden (2Mo 35,3), Holz sammeln (4Mo 15,32–36), Lasten tragen/Handel (Jer 17,21–22; Neh 13,15–22).

Geboten/erlaubt (Auswahl):
Heilige Versammlung (3Mo 23,3), Opferdienst der Priester (4Mo 28,9–10), Schaubrote ordnen (3Mo 24,8), Beschneidung am 8. Tag (3Mo 12,3; Joh 7,22–23), Tier retten/Tränken (Mt 12,11–12; Lk 13,15; 14,5), Gutes tun/Heilen (Mt 12,12; Mk 3,4).

eil 1 – Das Gesetz über den Sabbat (1–10)

1) Was ist der Ursprung des Sabbats?
A: Gott selbst „ruhte“ am siebten Tag nach dem Schöpfungswerk und segnete und heiligte ihn. (1. Mose 2,2–3)

2) Was gebietet das vierte Gebot über den Sabbat?
A: „Gedenke des Sabbattages, ihn zu heiligen“; keine Arbeit, sondern Ruhe für alle im Haus. (2. Mose 20,8–11; 5. Mose 5,12–15)

3) Wem galt das Sabbatgebot konkret?
A: Dem Israeliten und seinem Haus (Sohn, Tochter, Knecht, Magd, Vieh, Fremdling in seinen Toren). (2. Mose 20,10)

4) Was war das Ziel des Sabbats für Israel?
A: Ein Zeichen des Bundes, Heiligung, Erinnerung an Gottes Erlösung und Schöpfung. (2. Mose 31,13–17; Hesekiel 20,12)

5) Was durfte am Sabbat grundsätzlich nicht getan werden?
A: „Jegliche Arbeit“ (hebr. melacha) war verboten. (2. Mose 20,10; 31,14–15; 35,2)

6) Durfte man am Sabbat Feuer anzünden?
A: Nein. „Ihr sollt kein Feuer anzünden … am Sabbattag.“ (2. Mose 35,3)

7) Gab es ein Beispiel für harte Sanktion bei Sabbatbruch?
A: Ja. Der Holzleser wurde gesteinigt. (4. Mose 15,32–36)

8) Durfte man am Sabbat Lasten tragen und Handel treiben?
A: Nein. Lastentragen und Kaufen/Verkaufen wurden verurteilt. (Jeremia 17,21–22; Nehemia 10,31; 13,15–22)

9) Gab es eine vorgeschriebene Zusammenkunft am Sabbat?
A: Ja. „Heilige Versammlung“ (hebr. miqra qodesh). (3. Mose 23,3)

10) Gab es eine Begrenzung der Wege („Sabbatweg“)?
A: Das Prinzip der Einschränkung ergibt sich aus 2. Mose 16,29; später spricht Apg 1,12 vom „Sabbatweg“ (traditionelle Maßangabe).

Teil 2 – Erlaubte/gebotene Handlungen am Sabbat (11–20)

11) Mussten die Priester am Sabbat dienen (Opfer bringen)?
A: Ja. Zusätzliche Brandopfer wurden am Sabbat dargebracht. (4. Mose 28,9–10)

12) „Entweihen“ die Priester so den Sabbat?
A: Nein; sie dienen im Tempel und sind dabei „unschuldig“ (Worte Jesu). (Matthäus 12,5; vgl. 3. Mose 24,8)

13) Durfte die Schaubrote am Sabbat neu aufgelegt werden?
A: Ja, „Sabbat für Sabbat“ werden sie geordnet. (3. Mose 24,8)

14) War Beschneidung am achten Tag auch am Sabbat geboten?
A: Ja. Die Pflicht des achten Tages hat Vorrang. (3. Mose 12,3; Johannes 7,22–23)

15) Durfte man am Sabbat Gutes tun, z. B. ein Tier retten?
A: Ja. Das Herausziehen eines Schafes aus der Grube ist erlaubt. (Matthäus 12,11–12; Lukas 14,5; 5. Mose 22,4)

16) Durfte man am Sabbat notwendige Lebensrettung/Notfallhilfe leisten?
A: Das Prinzip „zu helfen“ wird von Jesus bekräftigt: Gutes tun ist erlaubt. (Markus 3,4; Lukas 6,9)

17) Sollte man für den Sabbat im Voraus zubereiten?
A: Ja. Manna wurde am Vortag vorbereitet; am Sabbat kein Sammeln/Kochen. (2. Mose 16,22–30)

18) Galt der Sabbat auch dem Vieh und den Knechten als Ruhe?
A: Ja. Der Sabbat ist auch für Knechte, Fremdlinge und Tiere Ruhezeit. (2. Mose 20,10; 5. Mose 5,14)

19) Durfte man am Sabbat essen und sich freuen?
A: Ja. Der Sabbat soll „Lust/ Freude“ sein; Fastformalismus wird getadelt. (Jesaja 58,13–14; vgl. Hosea 2,11)

20) War der Sabbat eine Last oder eine Wohltat?
A: Von Gott als Segen und Zeichen gegeben; Missbrauch machte ihn zur Last. (Hesekiel 20,12; Jesaja 58,13–14)

Teil 3 – Der Herr Jesus und der Sabbat (21–35)

21) Hat Jesus das Gesetz gebrochen?
A: Nein. Er erfüllte das Gesetz vollkommen. (Matthäus 5,17–18; Johannes 8,46)

22) Wer ist der Herr des Sabbats?
A: Der Sohn des Menschen ist „Herr des Sabbats“. (Markus 2,27–28; Matthäus 12,8)

23) Wozu ist der Sabbat da – für den Menschen oder umgekehrt?
A: „Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht.“ (Markus 2,27)

24) Warum rechtfertigt Jesus das Ährenraufen seiner Jünger?
A: Es war keine Erntearbeit, sondern Nahrungsaufnahme; zudem verweist Jesus auf David und die Brote der Darstellung. (Matthäus 12,1–4; 5. Mose 23,25; 1. Samuel 21,4–7)

25) Was lehrt das Beispiel Davids (Schaubrote) im Blick auf Barmherzigkeit?
A: Barmherzigkeit und menschliche Not haben Vorrang vor Ritualen. (Matthäus 12,3–7; Hosea 6,6)

26) Wie begründet Jesus, dass Priester am Sabbat „arbeiten“ und doch unschuldig sind?
A: Der Tempeldienst steht im Dienst Gottes—so ist ihr Handeln recht. (Matthäus 12,5; 4. Mose 28,9–10)

27) Was meint Jesus mit „hier ist Größeres als der Tempel“?
A: In seiner Person ist Gottes Gegenwart in überragender Weise da; daher steht er über ritualistischen Einwänden. (Matthäus 12,6)

28) Was bedeutet „Ich will Barmherzigkeit und nicht Schlachtopfer“?
A: Gottes Herz schlägt für Gnade; rigider Formalismus verfehlt Gottes Willen. (Matthäus 12,7; Hosea 6,6)

29) Warum sagt Jesus: „Es ist erlaubt, am Sabbat Gutes zu tun“?
A: Der Sinn des Sabbats ist Wohltat und Wiederherstellung, nicht Unterlassung des Guten. (Matthäus 12,12)

30) Wie antwortet Jesus auf den Vorwurf in Johannes 5 (Heilung am Teich Bethesda)?
A: „Mein Vater wirkt bis jetzt, und ich wirke.“ Gottes Erbarmung ruht nie. (Johannes 5,16–17)

31) Warum befiehlt Jesus dem Geheilten, seine Matte zu tragen (Joh 5)?
A: Er demonstriert, dass menschliche Tradition (Trageverbote) nicht Gottes Gnade aufhalten darf. (Johannes 5,8–10; vgl. Jeremia 17,21 im Kontext menschlicher Übertreibung)

32) Warum war die Heilung des Blindgeborenen am Sabbat (Joh 9) kein Sabbatbruch?
A: Sie offenbarte Gottes Werke; das Reiben von Ton ist keine „Ernte/Arbeit“, sondern ein Heilakt. (Johannes 9,14; 9,3–4)

33) Wie begründet Jesus in Johannes 7 die Heilung am Sabbat?
A: Wenn Beschneidung am Sabbat erlaubt ist, damit das Gesetz nicht gebrochen wird, „seid ihr zornig, weil ich einen ganzen Menschen gesund gemacht habe?“ (Johannes 7,22–24)

34) Welche Rolle spielt das Motiv der Heuchelei der Ankläger?
A: Sie lassen Tiere am Sabbat trinken, tadeln aber Heilung eines Menschen—das nennt Jesus Heuchelei. (Lukas 13,15; 14,5–6)

35) Hat Jesus je gesündigt, als er am Sabbat handelte?
A: Nein, er war „ohne Sünde“; seine Sabbatwerke waren vollkommen recht. (Hebräer 4,15; Johannes 8,46)

Teil 4 – Heilung am Sabbat ist kein Sabbatbruch (36–45)

36) Ist Heilung „Arbeit“ im Sinn der verbotenen Sabbatarbeit?
A: Nein; Heilung ist Gnade/Barmherzigkeit, nicht Erwerbsarbeit/Produktion. (Matthäus 12,10–12; Markus 3,4)

37) Was lehrt die Heilung der verdorrten Hand?
A: „Gutes tun“ am Sabbat ist erlaubt; Christus stellt wieder her. (Matthäus 12,9–13; Markus 3,1–5; Lukas 6,6–10)

38) Was lehrt die Heilung der gekrümmten Frau?
A: „Sollte diese … nicht gelöst werden am Sabbattag?“—Befreiung entspricht dem Sabbat. (Lukas 13,10–17)

39) Was lehrt die Heilung des wassersüchtigen Mannes im Haus eines Pharisäers?
A: Barmherzigkeit hat Vorrang; Schweigen der Gegner entlarvt ihre Härte. (Lukas 14,1–6)

40) Was lehrt die Heilung des Blindgeborenen?
A: Gottes Werke werden offenbar; die geistliche Blindheit der Ankläger wird sichtbar. (Johannes 9,1–16; 9,39–41)

41) Was zeigt die Heilung am Teich Bethesda?
A: Gott handelt in Gnade; religiöser Formalismus widerspricht Gottes Herz. (Johannes 5,1–17)

42) Wie verbinden sich Jesaja 58 und Jesu Heilungen?
A: Der wahre Sabbat ist „Lust“/Freude in Gott; Unterdrückte werden gelöst—Heilungen illustrieren das. (Jesaja 58,6–14)

43) Warum ist „Barmherzigkeit“ der Schlüssel zur Sabbatauslegung?
A: Gott will Barmherzigkeit, nicht Opfer—Gnade interpretiert das Gesetz recht. (Hosea 6,6; Matthäus 12,7)

44) Was bedeutet „Sabbat um des Menschen willen“ praktisch?
A: Der Sabbat dient dem Menschen zum Guten—Heilungen entsprechen diesem Zweck. (Markus 2,27)

45) Was lehrt „Der Sohn des Menschen ist Herr des Sabbats“ über Heilungen?
A: Als Herr definiert Christus die wahre Sabbatpraxis—Gnade, Hilfe, Wiederherstellung. (Matthäus 12,8; Markus 2,28)

Teil 5 – Der geistliche Sinn und die Erfüllung in Christus (46–50)

46) Wovon ist der Sabbat ein Schatten?
A: Von der Ruhe/Erfüllung in Christus; darum soll niemand über Sabbate richten. (Kolosser 2,16–17)

47) Wo finden Gläubige heute ihre eigentliche Ruhe?
A: In Gottes Ruhe, zu der Christus führt; es „bleibt … eine Sabbatruhe“ für das Volk Gottes. (Hebräer 4,1–11)

48) Dürfen Christen einander wegen Feiertagen/Sabbat richten?
A: Nein. „Jeder sei in seinem Sinn völlig überzeugt.“ (Römer 14,5–6; Kolosser 2,16)

49) Wie vereint Christus Gesetz und Barmherzigkeit?
A: Er erfüllt das Gesetz und offenbart Gottes Gnade; Wahrheit und Gnade in Ihm. (Matthäus 5,17; Johannes 1,14.17)

50) Fazit: Hat Jesus den Sabbat gebrochen? Ist Heilen Sabbatbruch?
A: Nein. Jesus ist Herr des Sabbats, tat nur Gutes und erfüllte den Sinn des Sabbats. Heilung ist kein Sabbatbruch, sondern Ausdruck des Sabbatselements „Ruhe/Wiederherstellung“ in der Gnade Gottes. (Markus 2,27–28; Matthäus 12,12; Johannes 5,17)

Bonus: Kurzliste „Was war am Sabbat untersagt/erlaubt?“

Untersagt (Auswahl):
Arbeit allgemein (2Mo 20,10), Feuer anzünden (2Mo 35,3), Holz sammeln (4Mo 15,32–36), Lasten tragen/Handel (Jer 17,21–22; Neh 13,15–22).

Geboten/erlaubt (Auswahl):
Heilige Versammlung (3Mo 23,3), Opferdienst der Priester (4Mo 28,9–10), Schaubrote ordnen (3Mo 24,8), Beschneidung am 8. Tag (3Mo 12,3; Joh 7,22–23), Tier retten/Tränken (Mt 12,11–12; Lk 13,15; 14,5), Gutes tun/Heilen (Mt 12,12; Mk 3,4).


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