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00559 Die
Zukunft der Stadt des großen Königs" von W. J. Ouweneel Zusammenfassung
"Die Zukunft der Stadt des großen Königs" von W. J.
Ouweneel
Diese Zusammenfassung folgt der Struktur des Buches und
hebt die zentralen theologischen Linien und Argumente hervor, die für Ihre
Vorlesung entscheidend sind.
Einleitung: Die einzigartige Stellung Jerusalems
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Zentrale These: Jerusalem ist nicht nur eine historische Stadt,
sondern der von Gott erwählte geographische und prophetische Mittelpunkt
Seiner Heilsgeschichte mit der Erde.
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Biblische Begründung: Stützen sind Verse wie Hesekiel 5,5 und 38,12,
die Jerusalem als "Nabel der Erde" bezeichnen.
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Zweifache Betrachtungsweise für Christen:
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Das himmlische Jerusalem (Galater 4,26; Hebräer 12,22) als
Vorbild für die Gemeinde.
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Das irdische Jerusalem als Schauplatz der zukünftigen Ereignisse
mit Israel.
Kapitel 1: Vorgeschichte
Dieses Kapitel legt das biblisch-theologische Fundament für
die Bedeutung Jerusalems.
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Frühe Vorbilder (1. Mose 14 & 22):
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Melchisedek, König von Salem, ist ein Vorbild auf Christus als
König-Priester.
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Die Opferung Isaaks auf dem Berg Morija weist auf das Kreuz
Christi außerhalb Jerusalems hin.
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Die Erwählung Zions durch David:
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Nach dem Versagen des Priestertums in Silo (1. Samuel 4) erwählt Gott
David, einen Mann nach Seinem Herzen.
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David macht Zion (Jerusalem) zur politischen und religiösen Hauptstadt
und bringt die Bundeslade dorthin.
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Zion wird zum "Berg der Gnade" im Gegensatz zum "Berg des Gesetzes"
(Sinai).
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Der Verfall und das Weggehen der Herrlichkeit:
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Trotz dieser Erwählung folgt der moralische Verfall.
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Ein entscheidender Moment ist das Weggehen der Herrlichkeit Gottes aus
dem Tempel, beschrieben in Hesekiel 10-11. Seitdem steht "Ikabod"
(Nicht-Herrlichkeit) über Israel.
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Die Zeiten der Nationen:
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Mit der Eroberung Jerusalems durch Nebukadnezar beginnt die Zeit der
Heiden (Lukas 21,24).
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Die Weltherrschaft geht von Israel auf die heidnischen Weltreiche über
(babylonisch, medo-persisch, griechisch, römisch).
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Christus, der Mittelpunkt der Prophetie:
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Alle Prophetien finden ihre ultimative Erfüllung in Jesus Christus.
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Selbst in Gerichtspropheten wie Jeremia und Hesekiel gibt es
Verheißungen auf den kommenden Messias und Sein Reich.
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Die 70 Jahrwochen Daniels (Daniel 9):
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69 Wochen führen bis zum Erscheinen des Messias, der "weggetan"
wird (Kreuzigung).
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Die 70. Woche (eine letzte Sieben-Jahres-Periode) ist unterbrochen und
steht noch aus. Sie beginnt mit einem Bund zwischen dem "Fürsten des
römischen Volkes" (dem zukünftigen Herrscher des wiederbelebten
Römischen Reiches) und den Juden.
Kapitel 2: Die Wiederherstellung der jüdischen Nation
Dieses Kapitel beschreibt die Vorbereitungen in der
Endzeit.
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Rückkehr im Unglauben:
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Die Gründung des Staates Israel 1948 wird als Erfüllung von
Prophezeiungen wie Hesekiel 37 (Tal der verdorrten Gebeine) gesehen. Die
nationale Wiederherstellung geschieht zunächst ohne geistliche Buße.
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Dies ist das "Ausschlagen des Feigenbaums" (Lukas 21,29-31).
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Das Bündnis mit dem Tod:
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Aus Angst vor Feinden (v.a. dem "Assyrer", der nördlichen Macht)
schließt Israel einen Bund mit dem "Fürsten des römischen Reiches".
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Gleichzeitig salbt es den Antichristen, einen abgefallenen Juden,
der sich als Messias ausgibt (Johannes 5,43), zum König.
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Diese Bündnisse werden in Jesaja 28 als "Bund mit dem Tod" und "Vertrag
mit dem Scheol" brandmarkt.
Kapitel 3: Die Bildung des Überrestes
Trotz des allgemeinen Unglaubens bewahrt Gott sich einen
treuen Überrest.
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Die "Maskilim" (die Verständigen):
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Eine Gruppe von Gläubigen, die in der Endzeit Einsicht in Gottes Wort
und Wege erlangen (Daniel 11,32-33; 12,3). Sie evangelisieren und weisen
"Viele zur Gerechtigkeit".
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Die Versiegelung der 144.000:
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In Offenbarung 7 werden 144.000 Juden (12.000 aus jedem Stamm)
versiegelt, um sie vor den kommenden Gerichten zu schützen.
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Ihr Dienst: Predigt des Evangeliums des Reiches:
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Ihr Auftrag ähnelt dem von Johannes dem Täufer und den Jüngern in
Matthäus 10: Sie predigen Buße und das nahe Königreich, zunächst in
Israel, dann allen Nationen (Matthäus 24,14).
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Der "Große Auftrag" in Matthäus 28,18-20 wird als jüdischer
Missionsauftrag für die Endzeit interpretiert, nicht als Auftrag für
die christliche Gemeinde.
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Verfolgung und Märtyrertum:
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Dieser treue Überrest wird schwer verfolgt. Viele werden in der ersten
Hälfte der 70. Woche getötet (die "Seelen unter dem Altar" in
Offenbarung 6,9-11).
Kapitel 4: Die Drangsal Jakobs
Dieses Kapitel behandelt die zweite, schlimmere Hälfte der
70. Woche.
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Auslöser: Satan wird auf die Erde geworfen (Offenbarung 12:7-12):
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Dies führt zu einer extremen Steigerung des Bösen auf der Erde.
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Der Antichrist offenbart sich:
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Er bricht den Bund mit Israel und setzt den Opferdienst im Tempel aus.
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Der "Greuel der Verwüstung" (Daniel 9,27; Matthäus 24:15):
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Der Antichrist stellt ein Götzenbild des "Tieres" (des römischen
Herrschers) im Tempel auf und zwingt zur Anbetung.
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Die Große Drangsal:
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Eine beispiellose Zeit der Verfolgung für den gläubigen Überrest
(Jeremia 30,7; Daniel 12,1; Matthäus 24,21).
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Die Flucht des Überrestes:
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Auf die Warnung Jesu hin flieht der Überrest aus Judäa in die Berge und
in die Wüste, wo Gott ihn beschützt (Offenbarung 12,6. 14-16; Jesaja
16,1-5; Psalm 120).
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Der Überrest in Jerusalem:
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Eine zweite Gruppe von Gläubigen bleibt in Jerusalem zurück und harrt
unter der Belagerung durch den Assyrer aus.
Kapitel 5 & 6: Die Kriege und die Wiederkunft Christi
Diese Kapitel beschreiben die militärischen und
gerichtlichen Ereignisse.
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Der erste Angriff des Assyrers:
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Der "König des Nordens" (oft als eine endzeitliche Macht aus der Region
Syrien/Türkei identifiziert) fällt in Israel ein und erobert Jerusalem.
Dies ist Gottes Zuchtrute für das gottlose Volk.
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Die Wiederkunft Christi:
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Wenn die Situation hoffnungslos erscheint, kehrt Jesus Christus sichtbar
und in Macht zurück.
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Die Gerichte:
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Gericht über den Assyrer: Christus vernichtet die Armeen des
Assyrers (Jesaja 10, 33-34; 14,25).
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Gericht über das Tier und den falschen Propheten: Der römische
Herrscher und der Antichrist werden lebendig in den Feuersee geworfen
(Offenbarung 19,20).
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Gericht über die Nationen (Matthäus 25,31-46): Die noch lebenden
Nationen werden nach ihrer Behandlung des gläubigen jüdischen Überrestes
gerichtet ("Schafe und Böcke").
Kapitel 7 & 8: Das Friedensreich
Die Herrschaft des Messias beginnt.
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Die Davidsregierung Christi:
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Christus, der Sohn Davids, regiert vom Thron in Zion aus über Israel und
die ganze Welt.
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Sammlung aller zwölf Stämme:
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Nicht nur Juda, sondern auch die "verlorenen" zehn Stämme werden in das
Land zurückgebracht.
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Der letzte Aufstand (Gog und Magog):
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Am Ende des 1000-jährigen Reiches kommt es zu einer letzten Rebellion
unter der Führung Gogs, die von Gott niedergeschlagen wird (Hesekiel
38-39; Offenbarung 20,7-9).
Kapitel 9: Christus, der wahre Salomo
Die Herrlichkeit des Friedensreiches.
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Der wahre Salomo: Christus herrscht in Frieden und Gerechtigkeit, wie
einst Salomo, aber in vollkommener Weise.
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Wiederaufbau von Tempel und Stadt: Ein neuer, herrlicher Tempel wird
gebaut, und die Herrlichkeit Gottes kehrt dorthin zurück (Hesekiel 43).
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Jerusalem wird zur Segensquelle: Die Stadt erhält neue Namen und wird
zum Zentrum des Segens für die ganze Welt. Die Nationen pilgern nach Zion,
um Gott anzubeten.
Kapitel 10: Die Endgeschichte Jerusalems
Der Blick weitet sich auf die Ewigkeit.
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Sünde im Friedensreich: Trotz der perfekten Regierung Christi bleibt
der sündige menschliche Herzensboden erhalten, was am Ende zur letzten
Rebellion führt.
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Das letzte Gericht (Der Große Weiße Thron): Die Toten werden
auferstehen und nach ihren Werken gerichtet (Offenbarung 20,11-15).
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Der Endzustand: Der neue Himmel und die neue Erde: Nach dem Gericht
wird es eine völlig erneuerte Schöpfung geben. Das irdische Jerusalem hat
seine Rolle erfüllt, und die Ewigkeit mit Gott in der vollendeten
Herrlichkeit beginnt.