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00560 An wen oder was glaubten die Menschen bevor es eine Bibel gab?

Meine Frage
Aus heutigen Verständnis und da wir die Bibel 2000-3000 Jahre alt ist.
Aus der Bibel wissen wir das die Erde seit ca 6000-10000 Jahre existiert.
Die Bibel gibt Aufschluss über die Vergangenheit der heutigen Zeit und über die Zukunftige Zeit.

An wen und woran glaubten Menschen bevor es die Bibel gab.
Wie konnten Sie wissen das woran Sie glaubten die Wahrheit war.
Was war Ihre Sicherheit?

Adolpho

Der Glaube existierte lange bevor die Bibel geschrieben wurde. Gott offenbarte sich den Menschen durch Sein Reden,
die Schöpfung und das Gewissen – und gab ihnen so Gewissheit über Wahrheit und Leben.
Diese Betrachtung zeigt, wie echter Glaube schon vor der Schrift gegründet war.

1. Offenbarung Gottes vor der Bibel

Bevor es eine geschriebene Bibel gab, redete Gott selbst unmittelbar zu den Menschen.
Das sehen wir schon bei den ersten Kapiteln der Schrift:

  • Adam und Eva hörten direkt die Stimme Gottes (1. Mose 3,8–9).
    → Gott offenbarte sich persönlich; kein Zweifel an Seinem Dasein.

  • Kain und Abel wussten, dass Gott Opfer fordert (1. Mose 4,3–5).
    → Diese Erkenntnis kam aus direkter göttlicher Unterweisung, nicht aus einer Schrift.

  • Henoch „wandelte mit Gott“ (1. Mose 5,22–24).
    → Das zeigt eine persönliche, lebendige Glaubensbeziehung, gegründet auf Offenbarung.

  • Noah empfing göttliche Anweisungen und Verheißungen (1. Mose 6,13; 9,8–17).
    → Sein Glaube gründete auf dem gesprochenen Wort Gottes, nicht auf Geschriebenem.

„Durch Glauben baute Noah …, nachdem er einen göttlichen Ausspruch empfangen hatte.“ (Hebr 11,7)

Gott redete also direkt durch Wort, Gewissen und Schöpfung.


2. Das Zeugnis der Schöpfung und des Gewissens

Bevor es Propheten und Mose gab, hatten die Menschen zwei bleibende Zeugnisse:

  1. Die Schöpfung:
    „Denn das Unsichtbare von ihm … wird seit Erschaffung der Welt wahrgenommen, … erkannt durch das Gemachte, sodass sie ohne Entschuldigung sind.“ (Römer 1,20)

    → Jeder Mensch konnte erkennen, dass es einen Schöpfer gibt, der Macht und Weisheit besitzt.

  2. Das Gewissen:
    „Denn wenn Nationen, die kein Gesetz haben, von Natur tun, was das Gesetz fordert …, so beweisen sie, dass das Werk des Gesetzes in ihre Herzen geschrieben ist, indem ihr Gewissen mitzeugt.“ (Römer 2,14–15)

    → Der Mensch wusste also durch sein Inneres, was recht und unrecht ist.
    Dieses innere Zeugnis war eine göttliche Orientierung.


3. Der Glaube vor der Schrift

Der Glaube war nie an ein Buch gebunden, sondern immer an Gottes Wort, wie es der Mensch empfing:

  • Abraham glaubte Gott, „und es wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet“ (1. Mose 15,6; Römer 4,3).
    → Er hatte keine Bibel, aber er glaubte dem, der gesprochen hatte.

  • Hiob, der möglicherweise vor Mose lebte, bezeugte:
    „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt.“ (Hiob 19,25)
    → Er kannte Gott persönlich durch Offenbarung und Erfahrung.

Die Gewissheit beruhte also nicht auf geschriebenem Text, sondern auf Gottes Selbstoffenbarung und dem Vertrauen in Seine Wahrheit.


4. Der Ursprung der schriftlichen Offenbarung

Erst durch Mose begann die systematische Niederschrift des Wortes Gottes (2. Mose 17,14; 5. Mose 31,24–26).
Ab da gab Gott Seinem Volk ein bleibendes, objektives Zeugnis Seines Willens.

→ Die Bibel ist also nicht der Ursprung, sondern die Bewahrung dessen, was Gott schon längst gesprochen hat.
Sie ist das bleibende Fundament, aber der Glaube selbst gründet seit jeher auf Gott und Sein gesprochenes Wort.


5. Zusammenfassung – Sicherheit des Glaubens vor der Bibel

Grundlage Beschreibung Bibelstellen
Gottes direkte Rede Gott sprach persönlich zu den Menschen (Adam, Noah, Abraham) 1Mo 3,9; 6,13; 12,1
Das Gewissen Innere moralische Erkenntnis des Guten und Bösen Röm 2,14–15
Die Schöpfung Sichtbares Zeugnis der unsichtbaren Macht Gottes Röm 1,19–20
Göttliche Offenbarung Gott offenbarte sich durch Träume, Engel, Propheten 1Mo 20,3; 22,11; 4Mo 12,6
Glaube als Antwort Der Mensch glaubte Gott auf Sein Wort hin 1Mo 15,6; Hebr 11

6. Anwendung für heute

Der heutige Gläubige hat weit mehr Licht, da die ganze Offenbarung Gottes in der Bibel vollendet ist und im Herrn Jesus Christus gipfelt (Hebr 1,1–2).
Doch das Prinzip bleibt dasselbe:

Der Glaube gründet nicht in einem Buch an sich, sondern in dem Gott, der durch Sein Wort redet.

So konnte ein Henoch, ein Noah, ein Abraham in voller Gewissheit leben – genauso wie heute der Gläubige, der das Wort Gottes hat und den Geist, der es bezeugt (Röm 8,16).


 

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