Fragen und Antworten
STEM Publishing
https://www.bibelkreis.ch/Darby%20Synopsis%20komplett/ohne_titel_3.html
https://www.bibelkreis.ch/BEGRIFFSERKLAERUNG/kelly_william_at.html
https://www.bibelkreis.ch/BEGRIFFSERKLAERUNG/Kelly%20William%20NT.html
00567 Parallelen zwischen Johannes 11 und Hesekiel 37 Hosea 6 Römer 11
Parallelen zwischen Johannes 11 und
Hesekiel 37
Hesekiel 37 ist das große Kapitel der nationalen Wiederbelebung Israels aus dem
„Grab der
Nationen“.
1. Der Zustand: Tod & Hoffnungslosigkeit
Hes 37,2–3: „Sehr viele, sehr verdorrte Gebeine.“ – „Unsere Hoffnung ist
verloren.“
Joh 11:
Lazarus vier Tage tot (11,17)
„Er riecht schon“ (11,39)
völlige Hoffnungslosigkeit (11,21.32)
Parallele:
➡️ Beide Texte beschreiben hoffnungslose, totale Totheit – Israel im Unglauben.
2. Der Ort: Grab
Hes 37,12: „Ich werde eure Gräber öffnen.“
Joh 11,38: „Es war eine Höhle, und ein Stein lag davor.“
Parallele:
➡️ Israel ist bildlich in seinem Grab – Lazarus steht stellvertretend dafür.
3. Das Wort Gottes als Lebensquelle
Hes 37,4–5: „Ihr Gebeine, höret das Wort Jehova!“
→ Durch das Wort kommt Leben.
Joh 11,43: „Lazarus, komm heraus!“
→ Durch das Wort Jesu (des fleischgewordenen Gotteswortes) kommt Leben.
Parallele:
➡️ Leben entsteht allein durch das göttliche Wort.
4. Die göttliche Macht, Leben aus dem Tod zu schaffen
Hes 37,5: „Ich bringe Odem in euch, und ihr werdet leben.“
Joh 11,25: „Ich bin die Auferstehung und das Leben.“
Parallele:
➡️ In beiden Kapiteln offenbart sich Gott als Schöpfer neuen Lebens.
5. Der Befehl, herauszukommen
Hes 37,13: „Ich werde euch aus euren Gräbern heraufführen.“
Joh 11,43: „Komm heraus!“
Parallele:
➡️ Das Bild des Herausführens aus dem Grab ist identisch.
6. Befreiung nach der Wiederbelebung
Hes 37,14: „Ich werde meinen Geist in euch geben.“
Joh 11,44: „Löst ihn und lasst ihn gehen!“
Parallele:
➡️ Wiederbelebung → Befreiung → neue Existenz in Gottes Nähe.
7. Überrest und nationale Wiederherstellung
Hesekiel 37 spricht von:
Wiedervereinigung Nord/Süd
Königreich unter einem Hirten
Heiligtum in der Mitte des Volkes
Diese Linien folgen in Johannes 11–12 unmittelbar:
Gläubiger Überrest (Martha, Maria)
Ablehnung der Führer (11,53)
Hinweis auf den Hirten aus Hes 34/37 (Joh 10)
Reinigung und Königseinzug (Joh 12)
Parallele:
➡️ Lazarus ist das Mikrobild, Hes 37 die Makroerfüllung.
Parallelen zwischen Johannes 11 und
Hosea 6
Hosea 6 ist eine der erstaunlichsten prophetischen Stellen über Israels
Wiederbelebung
„nach zwei Tagen“, ein Motiv, das direkt in die zwei Tage Verzögerung in Joh 11
hineinleuchtet.
1. „Nach zwei Tagen wird er uns beleben“ (Hos 6,2)
Hosea 6,2:
„Er wird uns nach zwei Tagen beleben, am dritten Tag wird er uns aufrichten.“
Joh 11,6:
Jesus blieb zwei Tage an dem Ort, wo er war.
Joh 11,43–44:
Am „dritten Tag“ (gerechnet vom Eingang der Nachricht bis zur Ausführung) wird
Lazarus
auferweckt.
Parallele:
➡️ Hoseas „zwei Tage“ = Zeit der Abwesenheit Christi
➡️ „dritter Tag“ = Erscheinen Christi zum Leben (Joh 11; Sach 12)
Prototyp für:
Israels Erneuerung
Wiederannahme
nationale Auferstehung
2. Israel sucht Gott in Drangsal
Hos 5,15:
„Ich werde an meinen Ort gehen, bis sie ihre Schuld erkennen_umkehren.“
Joh 11,6:
Jesus geht NICHT sofort → Abwesenheit als Gerichtslinie.
Parallele:
➡️ Christus zieht sich zurück (Joh 10,40; 11,6),
entsprechend „Ich werde an meinen Ort gehen“.
3. „Kommt, lasst uns zum HERRN zurückkehren“
Israel ruft im Glauben zurück:
„Er wird uns aufrichten.“
Joh 11,27 – Martas Bekenntnis:
„Ich glaube, dass du der Christus bist.“
Parallele:
➡️ Der Überrest erkennt den Messias an – als Vorläufer der nationalen
Umkehr_ umkehren.
4. Der dritte Tag – Leben
In Hosea:
„am dritten Tag“ → Erneuerung.
In Johannes 11:
das Lebenswort des Messias bringt Lazarus am „dritten Tag“ (nach Hesekielzahl)
aus
dem Grab.
Parallele:
➡️ Hoseas Prophetie der Wiederherstellung durchläuft ein Miniaturmodell in
Bethanien.
⭐ III. Parallelen zwischen Johannes 11 und
Römer 11
Römer 11 ist die neutestamentliche Offenbarung über Israels Verstockung,
Ablehnung und
zukünftige Wiederannahme.
Johannes 11 liefert das anschauliche Bild, Römer 11 die dogmatische Lehre.
1. Israel verwirft den Messias → geistlicher Tod
Röm 11,7–10: Israel ist verstockt.
Joh 11,8; 11,46–48; 11,53:
Die Führer wollen Ihn töten – totale Ablehnung.
Lazarus im Grab ist die bildliche Darstellung dieser Verstockung.
2. Ein Überrest glaubt
Röm 11,5: „So ist nun auch in der jetzigen Zeit ein Überrest.“
Joh 11:
Martha
Maria
viele vom Volk (11,45)
Überrestgläubige stehen als Gegenbild zu den verstockten Führern.
3. Die Rettung der Nationen während Israels Fall
Röm 11,12:
„Ihr Fall ist Reichtum für die Welt.“
Joh 11,52:
Jesus stirbt, um „die zerstreuten Kinder Gottes zu sammeln“.
Parallele:
➡️ Israels Ablehnung führt zu universaler Segnung (Joh 1,11–12; 12,20–24).
4. Die Wiederannahme Israels – Leben aus den Toten
Röm 11,15:
„Ihre Annahme wird Leben aus den Toten sein.“
Das ist exakt das Thema von Joh 11:
Israel (Lazarus) ist tot
Christus kommt zurück
und ruft es in neues Leben
Hes 37, Joh 11 und Röm 11 sind wie drei Perspektiven derselben Wahrheit.
5. „Wenn die Fülle der Nationen eingegangen ist…“
Röm 11,25–26:
Israel ist „zum Teil verstockt … bis die Vollzahl der Nationen eingegangen ist.“
In Joh 11:
Die „zwei Tage“ der Verzögerung entsprechen diesem Zeitintervall.
Erst danach handelt Christus wieder an Israel.
6. Die Wurzel ist heilig – und die Zweige werden wieder eingesetzt
Römer 11 endet mit der Wiederherstellung Israels.
Joh 11 endet damit:
dass Lazarus „wieder unter den Lebenden sitzt“ (Joh 12,1–2).
Ein Bild des Wieder-eingepfropft-Werdens.
| Zusammenschau: Eine prophetische Triangulation |
| Thema | Johannes 11 | Heseskiel 37 | Hosea 6 | Römer 11 |
| Zustand Israels | Lazarus tot | verdorrte Gebeine | zerschlagen | verstockt |
| Abwesenheit Christi | 2 Tage | Exil | Ich gehe an meinen Ort | Fall Israels |
| Wiederkunft/Wiederzuwendung | Jesus geht nach Judäa | Gott öffnet Gräber | „am dritten Tag“ | „Ganz Israel wird gerettet“ |
| Mittel des Lebens | Wort des Sohnes | Wort des Jehovas | Er richtet auf | Einpfropfen |
| Ziel | Leben / Befreiung | Geist / Land | Heilung | Wiederannahme |
Prophetische Zeitlinie Israels –
Zusammenfassung in 8 Punkten
(Hosea 5–6; Sacharja 12; Hesekiel 36–39; Johannes 11 im Bild)
1. Israels Verwerfung des Messias → Beginn der
Abwesenheit Christi
Hos 5,15: „Ich werde an meinen Ort gehen.“
Israel verwirft den Messias → Christus zieht sich zurück.
Diese Abwesenheit ist die Grundlage der ganzen Zeitlinie.
Bild in Joh 11:
Jesus ist nicht in Judäa (wo Lazarus krank ist).
2. Die „zwei Tage“ – die Zeit der Nationen und der
geistlichen Totheit Israels
Hos 6,2: „Nach zwei Tagen wird er uns beleben.“
Diese prophetische Zeit steht für die ganze Epoche, in der Israel tot, verstockt
und ohne
Christus ist.
Bild in Joh 11:
Jesus wartet zwei Tage, bevor er zu Lazarus geht.
3. Tiefe Drangsal und äußere Bedrückung bereiten Israels
Umkehr vor
Sach 12,2–3: Jerusalem ein „Taumelbecher“ für alle Völker.
Drangsal zwingt Israel dazu, nach seinem Gott zu rufen.
Bild in Joh 11:
Die Not in Bethanien ist groß – menschlich hoffnungslos.
4. Gott beginnt an Israel zu wirken, bevor die Bekehrung
geschieht
Sach 12,8: „Der HERR wird die Bewohner Jerusalems beschützen.“
Gottes Wirken setzt bereits ein, bevor Israel Umkehr_ umkehren tut.
Bild in Joh 11:
Jesus ist unterwegs, bevor Lazarus aufwacht – die Hilfe kommt, ohne dass jemand
es sieht.
5. Der Wendepunkt: Israel schaut auf den Durchbohrten
Sach 12,10: „Sie werden auf mich blicken, den sie durchbohrt haben.“
Dies ist der zentrale Moment der Geschichte: nationale Umkehr_ umkehren.
Bild in Joh 11:
Die Begegnung Jesu mit Martha und Maria – Erkenntnis seiner Person, Bekenntnis:
„Ich glaube, dass du der Christus bist“ (11,27).
6. Die Wiedergeburt der Nation: Reinigung, neues Herz,
neuer Geist
Hes 36,25–27: Wasser, neues Herz, Geist Gottes.
Dies ist die innere, geistliche Wiederherstellung Israels.
Bild in Joh 11:
Lazarus wird durch Jesu Wort lebendig – ein Bild der geistlichen Erneuerung.
7. Die nationale Auferstehung: Israel kommt aus seinen
Gräbern
Hes 37,12–14: Öffnen der Gräber → Israel wird ins Land zurückgebracht.
Die politische und geschichtliche Wiederherstellung vollzieht sich durch Gott
allein.
Bild in Joh 11:
„Lazarus, komm heraus!“ – und der Tote kommt heraus.
Ein exaktes Vorspiel der „Auferstehung“ der Nation.
8. Die messianische Herrschaft: Einheit, Heiligtum und
Friede
Hes 37,24–28:
Ein Hirte (der Messias), ein Volk, ein Land, Gottes Heiligtum in ihrer Mitte.
Dies ist der Abschluss der Zeitlinie: das 1000-jährige Reich.
Bild in Joh 11–12:
Lazarus sitzt wieder am Tisch mit Jesus (Joh 12,1–2) – Gemeinschaft, Leben,
Frieden:
die Vorschau auf das messianische Reich.
�� Kurzfazit für die Bibelstunde
Hosea gibt die Zeitlinie.
Sacharja zeigt den Wendepunkt.
Hesekiel entfaltet die Erfüllung.
Johannes 11 zeigt die ganze Linie im Bild.
Handreichung – Die prophetische
Zeitlinie Israels (8 Punkte, kompakt)
1. Israels Verwerfung des Messias und die Abwesenheit
Christi
Israel verwarf seinen Messias, und darum sagt der Herr: „Ich werde an meinen Ort
gehen“
(Hos 5,15).
Dies beschreibt die jetzige Epoche, in der Christus im Himmel verborgen ist und
nicht
öffentlich an Israel handelt.
Die Beziehung zwischen Volk und Messias ist unterbrochen – aber nicht
aufgehoben.
Diese Abwesenheit ist der Ausgangspunkt der gesamten Endzeit-Prophetie.
2. Die „zwei Tage“ – die Zeit der Nationen und der Totheit
Israels
Hosea 6,2 spricht von zwei Tagen, nach denen Gott Israel wieder belebt.
Diese Zeit steht für die lange Epoche, in der Israel geistlich tot ist und der
Herr sich den
Nationen zuwendet.
Sie endet erst, wenn Israel wieder nach seinem Messias fragt.
Johannes 11 illustriert dies: Jesus wartet zwei Tage, bis er zu dem „toten“
Lazarus kommt.
3. Die endzeitliche Drangsal – Vorbereitung zur Umkehr
Bevor Israel umkehrt, muss es durch eine Zeit großer Not gehen (Sach 12,2–3).
Diese Drangsal führt das Volk an den Punkt, an dem menschliche Hilfe unmöglich
wird.
Not wird zum Werkzeug Gottes, um das Herz zu öffnen.
So bereitet Gott die nationale Umkehr_ umkehren vor, die ohne diese Bedrängnis nicht
stattfinden würde.
4. Gottes verborgenes Handeln vor der Bekehrung
Noch bevor Israel sich bekehrt, beginnt Gott schon, es zu schützen und zu
sammeln (Sach
12,8).
Sein Wirken ist ein reines Gnadenwerk, das die Umkehr vorbereitet.
Gottes Heil beginnt oft im Verborgenen, bevor das Volk es bemerkt.
Dies zeigt: Gott wirkt souverän – nicht erst, wenn der Mensch reagiert.
5. Der Wendepunkt: Israel schaut auf den Durchbohrten
Sacharja 12,10 beschreibt den Augenblick, in dem Israel seinen verworfenen
Messias erkennt.
Dieser Blick auf den „Durchbohrten“ löst eine nationale, tiefe Umkehr_ umkehren aus.
Jede Familie trauert, jede Person erkennt ihre Schuld vor Gott.
Dieser Moment ist die größte geistliche Wende der Weltgeschichte.
6. Die Wiedergeburt der Nation: Reinigung und neues
Herz
Hesekiel 36,25–27 beschreibt, wie Gott Israel reinigt, ein neues Herz gibt und
seinen Geist in
sie legt.
Dies ist nicht nur individuelle Bekehrung, sondern die geistliche Neuerschaffung
der ganzen
Nation.
Gottes Handeln überwindet Verstockung, Sünde und Geschichte.
So bereitet Gott das Volk innerlich auf das Reich des Messias vor.
7. Die nationale Auferstehung und Heimführung ins Land
Hesekiel 37 zeigt Israel als ein sterbendes Volk, das Gott wie ein Leichnam aus
den Gräbern
der Nationen hervorbringt.
Er öffnet die Gräber, führt sie in ihr Land und gibt seinen Geist in sie.
Dies ist die politische und geschichtliche Wiederherstellung Israels.
Sie folgt auf die geistliche Erneuerung – in genau dieser Reihenfolge.
8. Die messianische Herrschaft und die endgültige
Erfüllung
Hesekiel 37,24–28 zeigt Israel in Einheit, Frieden und unter einem einzigen
Hirten: dem
Messias.
Gottes Heiligtum ist in ihrer Mitte, und das Land ist dauerhaft gesegnet.
Dies ist das 1000-jährige Reich, der Abschluss der ganzen prophetischen Linie.
Die Wege Gottes finden darin ihren sichtbaren Höhepunkt, und Israel wird zum
Zeugnis
seiner Treue.