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00575 Durchzug durch den Jordan (Josua 3) und die Erfüllung im Neuen Testament (Joh 10 sowie Römer–Kolosser–Epheser)

Der Durchzug durch den Jordan – eine erweiterte bibelgebundene Auslegung (EF 1905)

1. Einordnung: Rotes Meer und Jordan – zwei verschiedene Bilder der Erlösung

Die Schrift unterscheidet klar zwei große Durchzüge Israels:

  1. Rotes Meer (2Mo 14)
    – Bild der Erlösung aus Ägypten, aus der Macht des Pharao (Satan),
    – Gericht über den Feind,
    – das Werk Christi für uns (substitutiv).
    → Entspricht besonders dem Römerbrief:
    „… da wir nun gerechtfertigt worden sind aus Glauben, so haben wir Frieden mit Gott …“ (Röm 5,1).

  2. Jordan (Josua 3–4)
    – Bild des Todes und der Auferstehung mit Christus,
    – Hinübergehen in die himmlischen Segnungen im Land,
    – nicht Befreiung aus, sondern Eingang in.
    → Entfaltet im Kolosser- und Epheserbrief:
    „Mit ihm begraben … mit ihm auferweckt …“ (Kol 2,12)
    „… mitsitzen in den himmlischen Örtern in Christus Jesus“ (Eph 2,6).

Israel geht nicht aus der Sklaverei heraus – das war am Roten Meer –, sondern in das verheißene Erbteil hinein. Das ist geistlich das Ergreifen unserer Stellung in Christus.


2. Josua 3 – Die Bundeslade im Jordan: Christus allein trägt den Tod

Jos 3,16–17 (EF 1905)

„… da blieben die von oben herabfließenden Wasser stehen; sie richteten sich auf wie ein Damm, sehr fern, bei Adam …“

Der Jordan ist ein beständiger Fluss, ein starkes Bild:

Die Bundeslade (ein vollkommenes Bild Christi):

Solange die Lade im Wasser steht, ist der Weg frei.
→ Christus steht im Gericht, damit wir hindurchgehen.

„fester Fuß“ – völlige Standhaftigkeit Christi

„… die Priester … standen festen Fußes auf dem Trockenen in der Mitte des Jordan …“

Der Herr Jesus steht fest:

Nichts erschüttert ihn. Unsere Sicherheit ruht in seiner Standhaftigkeit, nicht in unserer.


3. Die ganze Nation geht hinüber – das sichere, vollendete Erlösungswerk

„… bis die ganze Nation vollends über den Jordan gegangen war.“

Keiner blieb zurück, keiner kam um.

Das Werk Christi sorgt nicht nur für den Anfang, sondern für die Vollendung.
→ Hier wirkt bereits das, was Paulus später entfaltet:


4. Die neutestamentliche Erfüllung – besonders in Joh 10,27–30
Der Jordan wird in Johannes 10 zur Heilsgewissheit des Gläubigen.

Joh 10,27–30 (EF 1905)

„… und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie gehen nicht verloren ewiglich, und niemand wird sie aus meiner Hand rauben …“

Das entspricht vollkommen dem Bild aus Josua 3:

Die Wasser des Todes sind zurückgestaut „bis Adam“ – Christus hat die gesamte Macht des Todes gebrochen (Hebr 2,14–15).


5. Paulus entfaltet das Bild ausführlich: Römer – Kolosser – Epheser

5.1. Römerbrief – Befreiung durch den Tod Christi

→ Der Weg durch den Jordan ist geöffnet – keine Rückkehr ins Gericht.

5.2. Kolosserbrief – Mitgestorben, mit auferstanden

→ Christus steht im Jordan, wir gehen mit ihm hinüber in eine neue Stellung.

5.3. Epheserbrief – In den himmlischen Örtern

Nach dem Jordan kommt das Land.

→ Der Jordan öffnet die Tür zu einem ganz neuen Bereich: den Segnungen des Christus im Himmel.


6. Geistliche Zusammenfassung

  1. Rotes Meer → Christus für uns (Erlösung aus der Macht Satans).

  2. Jordan → Christus mit uns (Tod und Auferstehung, Eintritt ins Erbteil).

  3. Bundeslade im Jordan → Christus in seiner göttlichen Standfestigkeit im Gericht.

  4. Die Nation geht sicher hinüber → die völlige Heilsgewissheit der Gläubigen.

  5. Joh 10 bestätigt dieses Bild:

  6. Paulus legt das Geheimnis offen:


7. Kurzer geistlicher Kern

Der Jordan zeigt:
Der Tod Christi ist der Weg in die himmlischen Segnungen.
Christus steht im Gericht, wir gehen trockenen Fußes hindurch.
Und weil er steht – darum bleiben wir stehen.

„Niemand wird sie aus meiner Hand rauben.“

Der Durchzug durch den Jordan (Josua 3) – ein Bild der Heilsgewissheit und unserer Stellung „in Christus“**

1. Einführung: Zwei große Durchzüge – zwei Seiten des Werkes Christi

Die Schrift zeigt zwei rettende Durchzüge Israels:

1.1. Rotes Meer – Erlösung aus Ägypten

1.2. Jordan – Eintritt ins verheißene Land


2. Josua 3,16–17 – Die Bundeslade im Jordan (EF 1905)

„Da blieben die von oben herabfließenden Wasser stehen; sie richteten sich auf wie ein Damm, sehr fern, bei Adam … Und die Priester, welche die Lade des Bundes Jehovas trugen, standen festen Fußes auf dem Trockenen in der Mitte des Jordan; und ganz Israel zog auf dem Trockenen hinüber, bis die ganze Nation vollends über den Jordan gegangen war.“

2.1. Der Jordan – Bild des Todes

2.2. Die Bundeslade – ein vollkommenes Bild Christi

2.3. „Festen Fußes“ – Christus unerschütterlich im Gericht

Die Priester stehen mit festem Fuß im Jordan:
→ Christus ist in den Wassern des Todes völlig standhaft.
→ Unsere Sicherheit beruht nicht auf unserem Glauben, sondern auf seiner Standhaftigkeit.

2.4. „Die ganze Nation“ – niemand geht verloren


3. Verbindung zum Neuen Testament: Der gute Hirte in Joh 10

Joh 10,27–30 (EF 1905)

„Meine Schafe hören meine Stimme … und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie gehen nicht verloren ewiglich, und niemand wird sie aus meiner Hand rauben. Mein Vater … ist größer als alles …“

3.1. Die Bundeslade – Christus der gute Hirte

3.2. „Ich gebe ihnen ewiges Leben“ – der Weg ist frei

3.3. Doppelte Sicherheit: Hand des Sohnes – Hand des Vaters


4. Die paulinischen Briefe erklären das Bild des Jordan

4.1. Römerbrief – Befreit vom Gericht

4.2. Kolosserbrief – Mitgestorben, mit auferstanden

4.3. Epheserbrief – In den himmlischen Örtern


5. Geistliche Anwendungen für uns heute

5.1. Christus geht vor uns her

Wie die Lade im Jordan voranging, so geht Christus voraus in allen Wegen – auch im Tod, auch im Gericht.

5.2. Wir gehen „trockenen Fußes“

Wir begegnen dem Tod, aber nicht mehr dem Gericht.
Der Tod ist „die Pforte zum Leben“ geworden, weil Christus darin stand.

5.3. Niemand geht verloren

Wie ganz Israel hindurchkam, so kommt jeder Gläubige sicher ans Ziel.
Unsere Sicherheit liegt nicht in unserer Hand, sondern:


6. Schlussgedanke

Der Durchzug durch den Jordan zeigt:
Christus steht im Gericht – wir gehen hindurch in die Segnungen.
Darum sagt er:
„Niemand wird sie aus meiner Hand rauben.“

Das Alte Testament malt das Bild – das Neue Testament gibt die Erfüllung.

Josua 3 & Johannes 10 – eine detaillierte Vers-für-Vers-Auslegung

(Bibeltext: Elberfelder 1905)


I. Josua Kapitel 3 – Der Weg durchs Gericht in die himmlischen Segnungen

Jos 3,1

„Und Josua machte sich des Morgens früh auf, und sie brachen auf von Sittim …“

Gedanke:
Sittim bedeutet „Akazien“, der Baum der Wüste. Das Volk bricht auf aus der Wüste, dem Bild des Wandels auf Erden, hin zu Kanaan, dem Bild der himmlischen Segnungen (Eph 1,3).
Die Bewegung geht immer vom Irdischen zum Himmlischen.


Jos 3,2–3

„… nach drei Tagen … wenn ihr die Lade des Bundes Jehovas eures Gottes seht … so brechet auf.“

„drei Tage“: Immer ein Hinweis auf Tod und Auferstehung (Hos 6,2; Mt 12,40).
Die Lade ist Christus in seiner göttlichen Herrlichkeit.
Sie geht vor dem Volk – niemand kann Gottes Wege vorausgehen außer der Sohn.


Jos 3,4

„… denn ihr seid den Weg bisher nicht gegangen.“

Der Weg durch den Tod ist für den Menschen unbekannt, aber Christus kennt ihn (Ps 16,10; Hebr 2,14–15).
Er geht den Weg als Vorausgehender (Joh 10,4).


Jos 3,5

„Heiliget euch; denn morgen wird Jehova in eurer Mitte Wundertaten tun.“

Das Werk Christi fordert als Antwort Absonderung.
Heiligung ist immer Vorbereitung auf Gottes Offenbarung.


Jos 3,6

„Nehmet die Lade … und geht vor dem Volke her.“

Noch einmal: Christus geht voran.
Wie der Hirte in Joh 10,3–4:

„… er geht vor ihnen her.“


Jos 3,7

„… so wie ich mit Mose war, werde ich mit dir sein.“

Josua = hebr. Jehoschua = „Jehova ist Rettung“ → Name Jesu.
Mose steht für das Gesetz; Josua für Einführung ins Erbteil.
Das Gesetz führt nicht ins Land – Christus tut es.


Jos 3,8

„Sobald ihr an den Rand der Wasser des Jordan kommt, bleibt im Jordan stehen.“

Die Lade steht im Jordan – nicht nur tritt sie hinein.
Christus bleibt im Gericht, bis alles vollbracht ist (Joh 19,30).


Jos 3,9–10

„Hieran werdet ihr erkennen, dass der lebendige Gott in eurer Mitte ist …“

Der Jordan wird zum Beweis der Gegenwart Gottes.
Analog Christus:

„Ich bin der gute Hirte …“ (Joh 10,11)
Seine Hingabe beweist, dass er der wahre, lebendige Gott ist.


Jos 3,11

„Siehe, die Lade des Bundes des Herrn der ganzen Erde zieht euch voran.“

Titel Gottes: „Herr der ganzen Erde“ – universale Autorität.
Im NT:
„Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden“ (Mt 28,18).
Der, der Macht über die ganze Erde hat, tritt in den Tod.


Jos 3,12

„Nehmet euch zwölf Männer …“

Zahl der Ganzheit des Volkes.
Das Werk Christi umfasst das ganze Volk Gottes, keiner fehlt (Joh 10,28).


Jos 3,13

„… das Wasser des Jordan wird abgeschnitten werden …“

Der Tod verliert seine Macht.
→ Hebr 2,14: Christus hat dem „die Macht des Todes hatte“ die Kraft genommen.


Jos 3,14–15

„… der Jordan war über alle seine Ufer getreten während der ganzen Erntezeit …“

Der Tod in seiner größten Macht.
Christus begegnet nicht einem abgeschwächten Tod, sondern dem Tod in seiner vollen Stärke – „die Gewalt der Finsternis“ (Lk 22,53).


Jos 3,16

„… die Wasser standen wie ein Damm, sehr fern, bei Adam …“

Tiefe Typologie:

Christus überwindet den Tod für alle, die in Adam sterben.


Jos 3,17

„… die Priester … standen festen Fußes auf dem Trockenen in der Mitte des Jordan … und ganz Israel zog auf dem Trockenen hinüber.“

Die herrlichste Linie:

1. Die Lade steht mitten im Jordan

→ Christus steht mitten im Gericht Gottes.

2. „Festen Fußes“

→ Unerschütterlichkeit seines Werkes.

3. „Trockenen Fußes“

→ Für den Gläubigen bleibt keinerlei Gericht übrig (Röm 8,1).

4. „Ganz Israel“

→ Niemand geht verloren.
→ Johannes 10 erklärt dies vollständig.


II. Johannes 10 – Die Erfüllung des Bildes des Jordan

Joh 10,1

„… wer nicht durch die Tür eingeht … ist ein Dieb und ein Räuber.“

Christus ist nicht irgendein Führer, sondern der wahre, göttlich legitimierte Hirte – wie die Lade im Jordan.


Joh 10,2–3

„Der aber durch die Tür eingeht, ist der Hirte der Schafe … er ruft seine eigenen Schafe beim Namen …“

Er geht befestigten, göttlichen Weg – wie die Lade in den Fluss tritt.
Er kennt seine Schafe persönlich.


Joh 10,4

„… und er geht vor ihnen her.“

Direkte Parallele zu Jos 3,6.
Christus geht voran, auch und gerade im Tod.


Joh 10,7–9

„Ich bin die Tür …“

Er selbst ist der Zugang – wie die Lade selbst der Weg durchs Wasser ist.


Joh 10,11

„Ich bin der gute Hirte; der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe.“

Der Jordan: Christus lässt sein Leben.
Nicht die Schafe tragen die Wassermassen – er tut es.


Joh 10,14–15

„Ich kenne die Meinen … und ich lasse mein Leben für die Schafe.“

Die Bundeslade im Jordan bedeutet:
Der Tod hat keinen Zugriff auf die Schafe, weil er Christus trifft.


Joh 10,17–18

„Ich lasse es von mir selbst …“

Christus tritt freiwillig in den Jordan – kein Mensch konnte ihn hineinbringen.


Joh 10,27–28

„Meine Schafe hören meine Stimme … und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie gehen nicht verloren ewiglich.“

Vier Parallelen zu Josua 3:

  1. Israel folgt der Lade → Schafe folgen dem Hirten.

  2. Jordan bedeutet Tod → Christus gibt ewiges Leben.

  3. Israel ging „trockenen Fußes“ → „sie gehen nicht verloren ewiglich“.

  4. Ganz Israel kam hinüber → kein Schaf geht verloren.


Joh 10,28–29 – die doppelte Hand

„Niemand wird sie aus meiner Hand rauben … niemand kann sie aus der Hand meines Vaters rauben.“

Doppelte Bewahrung:

Das ist die neutestamentliche Entsprechung zu:
„Ganz Israel ging hinüber.“


Joh 10,30

„Ich und der Vater sind eins.“

Der Hirte ist göttlich.
Die Sicherheit der Schafe ist so sicher wie die Einheit der Gottheit.


III. Die heilsgeschichtliche Gesamtschau

1. Rotes Meer (2Mo 14)

– Christus für uns: Befreiung aus der Macht des Feindes.

2. Jordan (Jos 3)

– Christus mit uns: Tod und Auferstehung – Eintritt in die Segnungen.

3. Johannes 10

– Christus über uns: Der gute Hirte trägt uns sicher ans Ziel.

4. Paulus (Römer – Kolosser – Epheser)

– Christus in uns: Unsere Stellung in den himmlischen Örtern.


IV. Schlussgedanke

Josua 3 zeigt Christus im Bild:
Johannes 10 erklärt Christus in Worten.

Darum können wir sagen:

„Trockenen Fußes durch den Jordan –
getragen von der Hand des Sohnes
und der Hand des Vaters.“

Bibelstunden-Lesefassung:

Der Durchzug durch den Jordan und der gute Hirte**

Einleitung

Der Durchzug durch den Jordan in Josua 3 ist eines der schönsten Bilder auf das Werk des Herrn Jesus für sein Volk.
Während der Durchzug durchs Rote Meer die Befreiung aus der Macht des Feindes zeigt, weist der Jordan auf etwas anderes hin:
Der Jordan ist ein Bild des Todes – und des Weges in die Segnungen, die Gott seinem Volk geben will.

Im Neuen Testament erfüllt sich dieses Bild in wunderbarer Weise im Herrn Jesus, besonders im zehnten Kapitel des Johannesevangeliums, wo Er sich als der gute Hirte offenbart.


Josua 3 – Christus als die wahre Bundeslade

1. Josua 3,1–3 – Die Lade geht voran

Das Volk Israel steht an der Grenze zum Land Kanaan.
Sie sollen warten, bis die Lade des Bundes Jehovas – das Bild des Herrn Jesus – aufbricht und vor ihnen hergeht.

Gedanke:
Kein Mensch kennt den Weg durch den Tod.
Nur Einer kennt ihn: der Herr Jesus.
Darum geht Er voraus.

Wie der Herr Jesus in Joh 10 sagt:

„Er geht vor ihnen her.“


2. Josua 3,4 – Ein völlig neuer Weg

Gott sagt zu Israel, dass sie diesen Weg noch nie gegangen sind.
So ist es auch für uns: Der Weg durch den Tod ist für den Menschen unbekannt.
Aber Christus kennt ihn.


3. Josua 3,5 – Heiligung vor der Offenbarung Gottes

Bevor Gott das Wunder tut, sollen die Israeliten sich heiligen.
Gott zeigt uns damit:
Wo Er handelt, da soll das Herz dem Herrn zugewandt sein.


4. Josua 3,6–8 – Die Lade tritt in den Jordan

Die Priester nehmen die Bundeslade und gehen in den Fluss.

Das ist ein Bild von Christus:
Er tritt allein in die Wasser des Todes.
Niemand kann Ihn ersetzen, niemand kann Ihm helfen.
Er trägt die ganze Last des Gerichtes.


5. Josua 3,9–11 – Der Beweis: Der lebendige Gott ist mitten unter ihnen

Der Jordan wird zurückweichen – ein eindeutiger Beweis der Gegenwart Gottes.

Genauso zeigt der Herr Jesus im Neuen Testament, dass Er der wahre Hirte ist, indem Er sein Leben für die Schafe gibt:

„Ich bin der gute Hirte.“


6. Josua 3,12–13 – Die Wasser werden abgeschnitten werden

Gott kündigt an, dass das Wasser des Jordan stehenbleiben wird.

Das bedeutet:
Die Macht des Todes wird für den Gläubigen gebrochen.
Der Herr Jesus hat durch seinen Tod den zunichtemacht, der die Macht des Todes hat.


7. Josua 3,14–15 – Der Jordan in seiner vollen Stärke

Der Jordan tritt gerade über seine Ufer – zur Erntezeit ist er am stärksten.
Gott zeigt, dass Christus nicht einem abgeschwächten Tod begegnet ist, sondern der ganzen Macht der Finsternis.


8. Josua 3,16 – Die Wasser stauten sich „bei Adam“

Die Wasser werden weit entfernt aufgestaut, „bei Adam“.

Das ist tief bedeutsam:
Der Tod kam durch Adam in die Welt.
Gott zeigt hier, dass der Herr Jesus die Macht des Todes von Adam an zurückdrängt.
Er besiegt die ganze Macht, die seit dem Sündenfall auf der Menschheit lag.


9. Josua 3,17 – Die Lade steht fest, und das ganze Volk geht hindurch

Die Priester, die die Lade tragen, stehen „festen Fußes“ mitten im Jordan, bis das ganze Volk hinübergegangen ist.

Hier liegt der eigentliche Höhepunkt:

Für uns bedeutet das:
Unsere Heilsgewissheit ruht auf der Standhaftigkeit Christi, nicht auf unserer Kraft.


Johannes 10 – Die Erklärung des Bildes

1. Johannes 10,2–4 – Der Hirte geht voran

Der Herr Jesus sagt:

„Ich bin der Hirte der Schafe … Er geht vor ihnen her.“

Das ist genau das, was wir in Josua 3 gesehen haben:
Die Bundeslade geht voran.


2. Johannes 10,11 – Der gute Hirte lässt sein Leben

Wie die Lade in den Jordan tritt, so geht der Herr Jesus in den Tod – freiwillig, aus Liebe zu den Seinen.


3. Johannes 10,14–15 – Christus steht allein im Gericht

„Ich kenne die Meinen … und ich lasse mein Leben für die Schafe.“

Er allein trägt die Last.
Die Schafe werden von den Wassern des Gerichtes nicht getroffen.


4. Johannes 10,27–28 – Die Schafe folgen, und Er gibt Leben

„Meine Schafe hören meine Stimme … und ich gebe ihnen ewiges Leben.“

Das entspricht dem Volk Israel, das trockenen Fußes durch den Jordan zieht.
Wir gehen nicht verloren, weil Er im Tod stand.


5. Johannes 10,28–29 – Niemand reißt aus seiner Hand

„Niemand wird sie aus meiner Hand rauben.“

So wie kein Israelit vom Jordan überwältigt wurde, so wird kein Gläubiger verloren gehen.

Christus fügt hinzu:

„Niemand kann sie aus der Hand meines Vaters rauben.“

Doppelte Sicherheit:
Die Hand des Sohnes und die Hand des Vaters.


Schlussgedanke

Der Durchzug durch den Jordan ist ein großartiges Bild des Werkes Christi:

Darum sagt der Herr so deutlich:

„Sie gehen nicht verloren ewiglich.“

Der Jordan zeigt das Bild –
Johannes 10 zeigt die Erfüllung.