Fragen und Antworten
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00575 Durchzug durch den Jordan (Josua 3) und die Erfüllung im Neuen Testament (Joh 10 sowie Römer–Kolosser–Epheser)
Die Schrift unterscheidet klar zwei große Durchzüge Israels:
Rotes Meer (2Mo 14)
– Bild der Erlösung aus Ägypten,
aus der Macht des Pharao (Satan),
– Gericht über den Feind,
– das Werk Christi für uns
(substitutiv).
→ Entspricht besonders dem
Römerbrief:
„… da wir nun gerechtfertigt worden sind aus Glauben, so haben wir Frieden
mit Gott …“ (Röm 5,1).
Jordan (Josua 3–4)
– Bild des Todes und der
Auferstehung mit Christus,
– Hinübergehen in die himmlischen Segnungen im Land,
– nicht Befreiung aus, sondern
Eingang in.
→ Entfaltet im Kolosser- und
Epheserbrief:
„Mit ihm begraben … mit ihm auferweckt …“ (Kol 2,12)
„… mitsitzen in den himmlischen Örtern in Christus Jesus“ (Eph 2,6).
Israel geht nicht aus der Sklaverei heraus – das war am Roten Meer –, sondern in das verheißene Erbteil hinein. Das ist geistlich das Ergreifen unserer Stellung in Christus.
„… da blieben die von oben herabfließenden Wasser stehen; sie richteten sich auf wie ein Damm, sehr fern, bei Adam …“
Der Jordan ist ein beständiger Fluss, ein starkes Bild:
Jordan = Tod, der unaufhaltsam auf den Menschen zukommt (Hebr 9,27).
„Bei Adam“ weist auf den ersten Menschen hin, durch den die Sünde und der Tod in die Welt kamen (Röm 5,12).
Das Aufgestautwerden der Wasser zeigt: Der Tod wird zurückgedrängt – für alle, die „von Adam her“ sind.
Die Bundeslade (ein vollkommenes Bild Christi):
geht vor dem Volk,
tritt allein in die Todesflut,
bleibt unerschütterlich stehen,
trägt die Todeslast stellvertretend.
Solange die Lade im Wasser steht, ist der
Weg frei.
→ Christus steht im Gericht, damit wir hindurchgehen.
„… die Priester … standen festen Fußes auf dem Trockenen in der Mitte des Jordan …“
Der Herr Jesus steht fest:
im Gericht Gottes,
im Tod,
im Zorn,
im Gericht über die alte Natur (Röm 6,6).
Nichts erschüttert ihn. Unsere Sicherheit ruht in seiner Standhaftigkeit, nicht in unserer.
„… bis die ganze Nation vollends über den Jordan gegangen war.“
Keiner blieb zurück, keiner kam um.
Das Werk Christi sorgt nicht nur für den
Anfang, sondern für die Vollendung.
→ Hier wirkt bereits das, was Paulus später entfaltet:
Röm 8,30: „… die er gerechtfertigt hat, diese hat er auch verherrlicht.“
Phil 1,6: „… der ein gutes Werk in euch angefangen hat, wird es auch vollenden.“
„… und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie gehen nicht verloren ewiglich, und niemand wird sie aus meiner Hand rauben …“
Das entspricht vollkommen dem Bild aus Josua 3:
Christus ist der gute Hirte → die Bundeslade inmitten des Jordan.
Er geht vor uns her → die Lade geht vor dem Volk.
Er gibt ewiges Leben → der Weg durch den Tod hindurch ist frei.
Niemand kann sie aus meiner Hand
rauben
→ wie niemand Israel aus dem Jordan zurückreißen konnte.
Die Hand des Vaters und die Hand
des Sohnes
→ doppelte göttliche Bewahrung.
Die Wasser des Todes sind zurückgestaut „bis Adam“ – Christus hat die gesamte Macht des Todes gebrochen (Hebr 2,14–15).
Röm 6,4: „… mit ihm begraben … damit wir auch in Neuheit des Lebens wandeln.“
Röm 8,1: „Also ist jetzt keine Verdammnis.“
→ Der Weg durch den Jordan ist geöffnet – keine Rückkehr ins Gericht.
Kol 2,12–13
„mit ihm begraben … mit ihm auferweckt …“
Kol 3,1–4
„Seid ihr nun mit dem Christus auferweckt …“
→ Christus steht im Jordan, wir gehen mit ihm hinüber in eine neue Stellung.
Nach dem Jordan kommt das Land.
Eph 1,3: „… gesegnet mit jeder geistlichen Segnung in den himmlischen Örtern.“
Eph 2,6: „… mitsitzen in den himmlischen Örtern in Christus Jesus.“
→ Der Jordan öffnet die Tür zu einem ganz neuen Bereich: den Segnungen des Christus im Himmel.
Rotes Meer → Christus für uns (Erlösung aus der Macht Satans).
Jordan → Christus mit uns (Tod und Auferstehung, Eintritt ins Erbteil).
Bundeslade im Jordan → Christus in seiner göttlichen Standfestigkeit im Gericht.
Die Nation geht sicher hinüber → die völlige Heilsgewissheit der Gläubigen.
Joh 10 bestätigt dieses Bild:
ewiges Leben,
doppelte göttliche Bewahrung,
absolute Unraubbarkeit.
Paulus legt das Geheimnis offen:
Römer: keine Verdammnis,
Kolosser: mitgestorben–mitauferstanden,
Epheser: Mitsitzen in den Himmeln.
Der Jordan zeigt:
Der Tod Christi ist der Weg in die
himmlischen Segnungen.
Christus steht im Gericht, wir gehen trockenen Fußes hindurch.
Und weil er steht – darum bleiben wir stehen.
„Niemand wird sie aus meiner Hand rauben.“
Der Durchzug durch den Jordan (Josua 3) – ein Bild der Heilsgewissheit und unserer Stellung „in Christus“**
Die Schrift zeigt zwei rettende Durchzüge Israels:
Bild der Befreiung aus der Macht des Feindes.
Gericht über den Pharao.
Entspricht dem Werk Christi für uns.
Im NT besonders im
Römerbrief entfaltet:
„Da wir nun gerechtfertigt worden sind aus Glauben …“ (Röm 5,1).
Bild des Todes und der Auferstehung mit Christus.
Nicht Befreiung aus, sondern Eingang in das Erbteil.
Entfaltet im Kolosser- und Epheserbrief.
Das Volk wird nicht gerettet vor dem Feind, sondern hineingeführt in die himmlischen Segnungen.
„Da blieben die von oben herabfließenden Wasser stehen; sie richteten sich auf wie ein Damm, sehr fern, bei Adam … Und die Priester, welche die Lade des Bundes Jehovas trugen, standen festen Fußes auf dem Trockenen in der Mitte des Jordan; und ganz Israel zog auf dem Trockenen hinüber, bis die ganze Nation vollends über den Jordan gegangen war.“
Der Jordan fließt ständig und unaufhaltsam – wie der Tod, der auf alle Menschen zukommt (Hebr 9,27).
Dass die Wasser „bei Adam“ gestaut werden, weist auf den ersten Menschen hin, durch den der Tod in die Welt kam (Röm 5,12).
Gott hält die Macht des Todes zurück, damit sein Volk sicher hindurchgeht.
Die Lade geht vor dem Volk her.
Sie tritt allein in die Todesfluten.
Sie steht unerschütterlich in der Mitte des Stromes.
Christus steht im Gericht, damit wir hindurchgehen können.
Die Priester stehen mit festem Fuß im
Jordan:
→ Christus ist in den Wassern des Todes völlig standhaft.
→ Unsere Sicherheit beruht nicht auf unserem Glauben, sondern auf
seiner Standhaftigkeit.
Ganz Israel geht sicher hinüber.
Keiner bleibt zurück, keiner wird von
den Wassern erfasst.
→ Bild der völligen
Heilsgewissheit.
→ Gott vollendet, was er begonnen hat (Phil 1,6).
„Meine Schafe hören meine Stimme … und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie gehen nicht verloren ewiglich, und niemand wird sie aus meiner Hand rauben. Mein Vater … ist größer als alles …“
Im Jordan steht die Lade für Christus: er geht voran, trägt die Last, macht den Weg frei.
In Johannes 10 sehen wir ihn als guten Hirten, der sein Leben für die Schafe gibt (Joh 10,11).
Er führt sie sicher durch alle Gefahren hindurch.
Wie Israel trockenen Fußes durch den Jordan ging, so führt Christus seine Schafe sicher durch den Tod und das Gericht.
Der Tod hat keine Macht mehr über sie: „… auf dass er durch den Tod den zunichtemachte, der die Macht des Todes hat …“ (Hebr 2,14–15).
Niemand kann sie aus der Hand des Sohnes rauben.
Niemand kann sie aus der
Hand des Vaters rauben.
→ Vollkommene, göttliche, unwiderrufliche Sicherheit.
→ Wie im Jordan: die Wasser bleiben gestaut, solange die Lade steht.
Röm 6,4: Mit Christus begraben; in Neuheit des Lebens wandeln.
Röm 8,1: „Also ist jetzt
keine Verdammnis.“
→ Der Jordan (Tod) ist kein Gericht mehr für uns.
Kol 2,12–13: Mit ihm begraben – mit ihm auferweckt.
Kol 3,1–4: Auferstandenes
Leben in Christus.
→ Israel geht durch den Jordan – wir sind
in Christus hindurchgegangen.
Eph 1,3: Gesegnet in den himmlischen Örtern.
Eph 2,6: Mitsitzen in
Christus.
→ Nach dem Jordan kommt das Land: die himmlischen Segnungen in Christus.
Wie die Lade im Jordan voranging, so geht Christus voraus in allen Wegen – auch im Tod, auch im Gericht.
Wir begegnen dem Tod, aber
nicht mehr dem Gericht.
Der Tod ist „die Pforte zum Leben“ geworden, weil Christus darin stand.
Wie ganz Israel hindurchkam, so kommt jeder
Gläubige sicher ans Ziel.
Unsere Sicherheit liegt nicht in unserer Hand, sondern:
in seiner Hand (Joh 10,28),
in der Hand des Vaters (Joh 10,29),
und im vollkommenen Werk am Kreuz (Joh 19,30).
Der Durchzug durch den Jordan zeigt:
Christus steht im Gericht – wir gehen
hindurch in die Segnungen.
Darum sagt er:
„Niemand wird sie aus meiner Hand rauben.“
Das Alte Testament malt das Bild – das Neue
Testament gibt die Erfüllung.
(Bibeltext: Elberfelder 1905)
„Und Josua machte sich des Morgens früh auf, und sie brachen auf von Sittim …“
Gedanke:
Sittim bedeutet „Akazien“, der Baum der Wüste. Das Volk bricht auf
aus der Wüste, dem Bild des
Wandels auf Erden, hin zu Kanaan,
dem Bild der himmlischen Segnungen
(Eph 1,3).
Die Bewegung geht immer vom Irdischen
zum Himmlischen.
„… nach drei Tagen … wenn ihr die Lade des Bundes Jehovas eures Gottes seht … so brechet auf.“
„drei Tage“: Immer ein Hinweis auf
Tod und Auferstehung (Hos
6,2; Mt 12,40).
Die Lade ist Christus in
seiner göttlichen Herrlichkeit.
Sie geht vor dem Volk –
niemand kann Gottes Wege vorausgehen außer der Sohn.
„… denn ihr seid den Weg bisher nicht gegangen.“
Der Weg durch den Tod ist für den Menschen
unbekannt, aber
Christus kennt ihn (Ps 16,10;
Hebr 2,14–15).
Er geht den Weg als Vorausgehender
(Joh 10,4).
„Heiliget euch; denn morgen wird Jehova in eurer Mitte Wundertaten tun.“
Das Werk Christi fordert als Antwort
Absonderung.
Heiligung ist immer Vorbereitung auf Gottes Offenbarung.
„Nehmet die Lade … und geht vor dem Volke her.“
Noch einmal:
Christus geht voran.
Wie der Hirte in Joh 10,3–4:
„… er geht vor ihnen her.“
„… so wie ich mit Mose war, werde ich mit dir sein.“
Josua = hebr.
Jehoschua = „Jehova ist Rettung“ →
Name Jesu.
Mose steht für das Gesetz; Josua für
Einführung ins Erbteil.
Das Gesetz führt nicht ins Land – Christus tut es.
„Sobald ihr an den Rand der Wasser des Jordan kommt, bleibt im Jordan stehen.“
Die Lade
steht im Jordan – nicht nur
tritt sie hinein.
Christus bleibt im Gericht,
bis alles vollbracht ist (Joh 19,30).
„Hieran werdet ihr erkennen, dass der lebendige Gott in eurer Mitte ist …“
Der Jordan wird zum
Beweis der Gegenwart Gottes.
Analog Christus:
„Ich bin der gute Hirte …“ (Joh 10,11)
Seine Hingabe beweist, dass er der wahre, lebendige Gott ist.
„Siehe, die Lade des Bundes des Herrn der ganzen Erde zieht euch voran.“
Titel Gottes:
„Herr der ganzen Erde“ –
universale Autorität.
Im NT:
„Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden“ (Mt 28,18).
Der, der Macht über die ganze Erde hat, tritt in den Tod.
„Nehmet euch zwölf Männer …“
Zahl der
Ganzheit des Volkes.
Das Werk Christi umfasst das ganze
Volk Gottes, keiner fehlt (Joh 10,28).
„… das Wasser des Jordan wird abgeschnitten werden …“
Der Tod verliert seine Macht.
→ Hebr 2,14: Christus hat dem „die Macht des Todes hatte“ die Kraft genommen.
„… der Jordan war über alle seine Ufer getreten während der ganzen Erntezeit …“
Der Tod in seiner
größten Macht.
Christus begegnet nicht einem abgeschwächten Tod, sondern dem Tod in seiner
vollen Stärke – „die Gewalt der Finsternis“ (Lk 22,53).
„… die Wasser standen wie ein Damm, sehr fern, bei Adam …“
Tiefe Typologie:
Wassermassen = Gericht Gottes (Ps 42,7; Jon 2,3).
„Bei Adam“ = Ursprung des Todes (Röm 5,12).
Der Tod, der durch Adam kam, wird durch den zweiten Menschen zurückgedrängt.
Christus überwindet den Tod für alle, die in Adam sterben.
„… die Priester … standen festen Fußes auf dem Trockenen in der Mitte des Jordan … und ganz Israel zog auf dem Trockenen hinüber.“
Die herrlichste Linie:
→ Christus steht mitten im Gericht Gottes.
→ Unerschütterlichkeit seines Werkes.
→ Für den Gläubigen bleibt keinerlei Gericht übrig (Röm 8,1).
→ Niemand geht verloren.
→ Johannes 10 erklärt dies vollständig.
„… wer nicht durch die Tür eingeht … ist ein Dieb und ein Räuber.“
Christus ist nicht irgendein Führer, sondern der wahre, göttlich legitimierte Hirte – wie die Lade im Jordan.
„Der aber durch die Tür eingeht, ist der Hirte der Schafe … er ruft seine eigenen Schafe beim Namen …“
Er geht befestigten, göttlichen Weg – wie
die Lade in den Fluss tritt.
Er kennt seine Schafe persönlich.
„… und er geht vor ihnen her.“
Direkte Parallele zu Jos 3,6.
Christus geht voran, auch und
gerade im Tod.
„Ich bin die Tür …“
Er selbst ist der Zugang – wie die Lade selbst der Weg durchs Wasser ist.
„Ich bin der gute Hirte; der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe.“
Der Jordan:
Christus lässt sein Leben.
Nicht die Schafe tragen die Wassermassen – er tut es.
„Ich kenne die Meinen … und ich lasse mein Leben für die Schafe.“
Die Bundeslade im Jordan bedeutet:
Der Tod hat keinen Zugriff auf die
Schafe, weil er Christus trifft.
„Ich lasse es von mir selbst …“
Christus tritt freiwillig in den Jordan – kein Mensch konnte ihn hineinbringen.
„Meine Schafe hören meine Stimme … und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie gehen nicht verloren ewiglich.“
Vier Parallelen zu Josua 3:
Israel folgt der Lade → Schafe folgen dem Hirten.
Jordan bedeutet Tod → Christus gibt ewiges Leben.
Israel ging „trockenen Fußes“ → „sie gehen nicht verloren ewiglich“.
Ganz Israel kam hinüber → kein Schaf geht verloren.
„Niemand wird sie aus meiner Hand rauben … niemand kann sie aus der Hand meines Vaters rauben.“
Doppelte Bewahrung:
Hand des Sohnes – das vollbrachte Werk.
Hand des Vaters – göttliche Macht und Vorsatz.
Das ist die neutestamentliche Entsprechung
zu:
„Ganz Israel ging hinüber.“
„Ich und der Vater sind eins.“
Der Hirte ist göttlich.
Die Sicherheit der Schafe ist so sicher wie die Einheit der Gottheit.
– Christus für uns: Befreiung aus der Macht des Feindes.
– Christus mit uns: Tod und Auferstehung – Eintritt in die Segnungen.
– Christus über uns: Der gute Hirte trägt uns sicher ans Ziel.
– Christus in uns: Unsere Stellung in den himmlischen Örtern.
Josua 3 zeigt Christus im Bild:
Johannes 10 erklärt Christus in Worten.
Er steht im Tod – wir gehen hindurch.
Er trägt das Gericht – wir haben ewiges Leben.
Er schützt – niemand kann rauben.
Er vollendet – keiner bleibt zurück.
Darum können wir sagen:
„Trockenen Fußes durch den Jordan –
getragen von der Hand des Sohnes
und der Hand des Vaters.“
Der Durchzug durch den Jordan und der gute Hirte**
Der Durchzug durch den Jordan in Josua 3 ist
eines der schönsten Bilder auf das Werk des Herrn Jesus für sein Volk.
Während der Durchzug durchs Rote Meer die Befreiung aus der Macht des Feindes
zeigt, weist der Jordan auf etwas anderes hin:
Der Jordan ist ein Bild des Todes – und
des Weges in die Segnungen, die Gott seinem Volk geben will.
Im Neuen Testament erfüllt sich dieses Bild in wunderbarer Weise im Herrn Jesus, besonders im zehnten Kapitel des Johannesevangeliums, wo Er sich als der gute Hirte offenbart.
Das Volk Israel steht an der Grenze zum
Land Kanaan.
Sie sollen warten, bis die Lade des Bundes Jehovas – das Bild des Herrn Jesus –
aufbricht und vor ihnen hergeht.
Gedanke:
Kein Mensch kennt den Weg durch den Tod.
Nur Einer kennt ihn: der Herr Jesus.
Darum geht Er voraus.
Wie der Herr Jesus in Joh 10 sagt:
„Er geht vor ihnen her.“
Gott sagt zu Israel, dass sie diesen Weg
noch nie gegangen sind.
So ist es auch für uns: Der Weg durch den Tod ist für den Menschen unbekannt.
Aber Christus kennt ihn.
Bevor Gott das Wunder tut, sollen die
Israeliten sich heiligen.
Gott zeigt uns damit:
Wo Er handelt, da soll das Herz dem Herrn zugewandt sein.
Die Priester nehmen die Bundeslade und gehen in den Fluss.
Das ist ein Bild von Christus:
Er tritt allein in die Wasser des Todes.
Niemand kann Ihn ersetzen, niemand kann Ihm helfen.
Er trägt die ganze Last des Gerichtes.
Der Jordan wird zurückweichen – ein eindeutiger Beweis der Gegenwart Gottes.
Genauso zeigt der Herr Jesus im Neuen Testament, dass Er der wahre Hirte ist, indem Er sein Leben für die Schafe gibt:
„Ich bin der gute Hirte.“
Gott kündigt an, dass das Wasser des Jordan stehenbleiben wird.
Das bedeutet:
Die Macht des Todes wird für den Gläubigen gebrochen.
Der Herr Jesus hat durch seinen Tod den zunichtemacht, der die Macht des Todes
hat.
Der Jordan tritt gerade über seine Ufer –
zur Erntezeit ist er am stärksten.
Gott zeigt, dass Christus nicht einem abgeschwächten Tod begegnet ist, sondern
der ganzen Macht der Finsternis.
Die Wasser werden weit entfernt aufgestaut, „bei Adam“.
Das ist tief bedeutsam:
Der Tod kam durch Adam in die Welt.
Gott zeigt hier, dass der Herr Jesus die Macht des Todes
von Adam an zurückdrängt.
Er besiegt die ganze Macht, die seit dem Sündenfall auf der Menschheit lag.
Die Priester, die die Lade tragen, stehen „festen Fußes“ mitten im Jordan, bis das ganze Volk hinübergegangen ist.
Hier liegt der eigentliche Höhepunkt:
Christus steht fest im Gericht.
Er bleibt, bis alles vollbracht ist.
Weil Er steht, können wir gehen.
Niemand aus dem Volk bleibt zurück.
Für uns bedeutet das:
Unsere Heilsgewissheit ruht auf der Standhaftigkeit Christi, nicht auf unserer
Kraft.
Der Herr Jesus sagt:
„Ich bin der Hirte der Schafe … Er geht vor ihnen her.“
Das ist genau das, was wir in Josua 3
gesehen haben:
Die Bundeslade geht voran.
Wie die Lade in den Jordan tritt, so geht der Herr Jesus in den Tod – freiwillig, aus Liebe zu den Seinen.
„Ich kenne die Meinen … und ich lasse mein Leben für die Schafe.“
Er allein trägt die Last.
Die Schafe werden von den Wassern des Gerichtes nicht getroffen.
„Meine Schafe hören meine Stimme … und ich gebe ihnen ewiges Leben.“
Das entspricht dem Volk Israel, das
trockenen Fußes durch den Jordan zieht.
Wir gehen nicht verloren, weil Er im Tod stand.
„Niemand wird sie aus meiner Hand rauben.“
So wie kein Israelit vom Jordan überwältigt wurde, so wird kein Gläubiger verloren gehen.
Christus fügt hinzu:
„Niemand kann sie aus der Hand meines Vaters rauben.“
Doppelte Sicherheit:
Die Hand des Sohnes und die Hand des Vaters.
Der Durchzug durch den Jordan ist ein großartiges Bild des Werkes Christi:
Christus steht im Tod.
Er trägt das Gericht.
Wir gehen hindurch, ohne Gefahr.
Und wir gelangen sicher in unser Erbteil – die himmlischen Segnungen in Christus.
Darum sagt der Herr so deutlich:
„Sie gehen nicht verloren ewiglich.“
Der Jordan zeigt das Bild –
Johannes 10 zeigt die Erfüllung.