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BEGRIFFSERKLAERUNG
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00579 Die 70 Nationen in 1. Mose 10


Die 70 Nationen in 1. Mose 10 und die 70 Jünger in Lukas 10 bilden eine
heilsgeschichtliche Linie:
Was in Babel zerstreut wurde, führt Christus durch das Evangelium wieder
zusammen –
die Zahl 70 als Zeichen der göttlichen Wiedervereinigung.
In dieser biblischen Betrachtung wird die
heilsgeschichtliche Linie zwischen den 70 Nationen in 1. Mose 10 und den 70
Jüngern in Lukas 10 sichtbar.
Was nach Babel in Zerstreuung endete, führt Christus durch das Evangelium wieder
zusammen.
Die Zahl 70 steht dabei als Symbol für die Vollzahl der Nationen und die
universale Sendung der Jünger.
Diese Auslegung zeigt die göttliche Ordnung von Gericht, Gnade und
Wiedervereinigung in Christus – vom Alten bis zum Neuen Bund.
👉 Grundlage: Elberfelder 1905
👉 Thema: Heilsgeschichtliche Symbolik und Zahlendeutung
👉 Für Bibelstudenten
In 1.
Mose 10 (dem sogenannten
Völkertafel-Kapitel) werden 70
Nachkommen der Söhne Noahs (Sem, Ham, Japhet) aufgelistet, die als
Stammväter der Nationen gelten.
Diese Zahl ist im Judentum später
symbolisch für die ganze Menschheit geworden. Die Rabbinen sahen darin
die Zahl der „Völker der Erde“, wie z. B. in
Deuteronomium 32,8:
„Als der Höchste den Nationen das Erbe austeilte, … setzte er die Grenzen der Völker fest nach der Zahl der Kinder Israels.“
In der Septuaginta (griechische Übersetzung) steht hier „nach der Zahl der Engel Gottes“ – eine himmlische Parallele. Doch nach der hebräischen Zählung der Namen ergibt sich 70, was als Zahl der Vollständigkeit der Nationen verstanden wurde.
In
Lukas 10,1–2 sendet der Herr
Jesus 70 Jünger (oder 72 in manchen
Handschriften) „zwei und zwei vor sich her in jede Stadt und jeden
Ort“.
Dieser Akt folgt unmittelbar nach der Sendung der 12 Jünger in Lukas 9.
Die Zahl 12 symbolisiert Israel, während 70 auf die Nationen hindeutet. Der Herr sandte sie also sinnbildlich zur ganzen Welt, nicht nur zu Israel.
So wird die Sendung der 70 Jünger zu einem prophetischen Vorausbild des weltweiten Evangeliumsauftrags,
während die Sendung der 12 Jünger die Verkündigung an Israel darstellt.
Wenn man den Plan Gottes im Ganzen betrachtet:
| Ebene | Zahl | Bedeutung | Bezug |
|---|---|---|---|
| Israel | 12 | göttliche Verwaltung / das erwählte Volk | 12 Stämme, 12 Apostel |
| Nationen | 70 | Vollzahl der Völker der Erde | 70 Nationen in 1. Mose 10 |
| Evangelium | 70 Jünger | Sendung an alle Nationen | Lukas 10,1–2 |
→
Der Herr Jesus greift also in Lukas 10 bewusst das Muster aus 1. Mose 10 auf.
Er zeigt damit, dass das Evangelium nun über Israel hinaus zu allen Völkern
gehen soll.
Mose berief in
4. Mose 11,16–17
70 Älteste, auf die der
Geist Gottes gelegt wurde, um das Volk zu führen.
→ Auch das ist eine Vorwegnahme der göttlichen Ordnung für das ganze Volk
Gottes.
Das Sanhedrin bestand später aus 70 Mitgliedern – wiederum als Zahl der „Vollvertretung“ des Volkes.
Die 70 Jünger stehen
daher auch für den Geist des
Dienstes, der in alle Welt hinausgehen sollte.
Sie verkündigten das Kommen des Reiches Gottes unter allen Nationen, nicht
mehr nur im Rahmen Israels.
Die 70 Nationen in 1. Mose 10 sind das Urbild der Menschheit;
die 70 Jünger in Lukas 10 sind das Vorbilde der weltweiten Mission.
Beide Zahlen stehen in einem heilsgeschichtlichen Zusammenhang:
Die erste Zahl (1. Mose 10) markiert die Zerstreuung der Menschheit nach Babel.
Die zweite Zahl (Lukas 10) zeigt die Wiedervereinigung durch das Evangelium des Christus.
Oder wie man es zusammenfassen kann:
Was in Babel zerstreut wurde (70 Nationen),
wird in Christus durch die Sendung der 70 Jünger geistlich wieder zusammengeführt.
In 1.
Mose 10, der sogenannten
Völkertafel, werden die Nachkommen der drei Söhne Noahs aufgezählt: Sem,
Ham und Japhet. Insgesamt ergeben sie 70
Namen – nach jüdischer Zählung die
Vollzahl der Nationen.
Diese Zahl wurde früh als Symbol für die
gesamte Menschheit verstanden (vgl. 5. Mose 32,8). Sie steht für die
weltweite Zerstreuung der Völker nach Babel, wo Gott die Sprachen verwirrte.
Die 70 Nationen sind das biblische Urbild der gesamten Menschheit in ihrer Vielheit und Zerstreuung.
In
Lukas 10,1–2 sendet der Herr
Jesus 70 Jünger „zwei und
zwei vor sich her in jede Stadt und jeden Ort“.
Während die 12 Apostel ein
Bild Israels sind (12 Stämme, 12 Tore, 12 Grundsteine), repräsentieren die
70 Jünger die
Völkerwelt – das Evangelium
soll alle Nationen erreichen.
Der Herr greift bewusst die Zahl der 70 Nationen auf, um zu zeigen:
das Heil, das aus Israel kommt, soll nun allen Völkern verkündigt werden.
4. Mose 11,16–17: Mose beruft 70 Älteste, auf die der Geist Gottes gelegt wird. → Sie dienen zur Leitung und Zeugenschaft des ganzen Volkes.
Sanhedrin: Das höchste jüdische Gericht bestand aus 70 Mitgliedern, ein Symbol der Vollvertretung Israels.
Babel und Pfingsten: In Babel wurden Sprachen verwirrt, in Apostelgeschichte 2 vereint – das Werk der 70 Jünger ist prophetisch der Übergang dorthin.
| Bereich | Zahl | Bedeutung | Bibelstelle |
|---|---|---|---|
| Ursprung der Nationen | 70 | Vollzahl der Völker | 1. Mose 10 |
| Leitung Israels | 70 | Repräsentation des Volkes | 4. Mose 11 |
| Mission des Herrn | 70 | Sendung an alle Völker | Lukas 10 |
| Wiedervereinigung in Christus | 70 | Vollendung des Heilsplans | Offenbarung 5,9 |
Was in Babel zerstreut wurde, wird in Christus durch das Evangelium wieder zusammengeführt.
Die
70 Nationen zeigen die
Vielfalt der Menschheit unter dem Gericht Gottes;
die 70 Jünger zeigen die
weltweite Gnade Gottes durch den gesandten Sohn.
Die Zahl 70 verbindet also Trennung
und Sendung,
Verstreuung und
Versöhnung – ein Hinweis auf
den universalen Heilswillen Gottes.
🌍 Von der Zerstreuung der Nationen (1. Mose 10)
zur Sendung des Evangeliums (Lukas 10) –
die 70 als Zahl der göttlichen Wiedervereinigung.
70 Nationen
70 Jünger
Lukas 10
1 Mose 10
Völkertafel
Babel
Heilsgeschichte
Sendung der Jünger
Vollzahl der Nationen
Evangelium an alle Völker
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