Fragen und Antworten BEGRIFFSERKLAERUNG
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00601
1. Korinther 12,3 –
Darum tue ich euch kund, dass niemand, der
durch den Geist Gottes redet, sagt: Fluch über Jesus! Und niemand kann sagen:
Herr Jesus! außer im Heiligen Geist.“ (ELB)

„Darum tue ich euch kund, dass niemand, der durch den Geist Gottes redet, sagt: Fluch über Jesus! Und niemand kann sagen: Herr Jesus! außer im Heiligen Geist.“ (ELB)
Paulus will den Korinthern helfen, echte Wirkungen des Heiligen Geistes von falschen, seelischen oder sogar dämonischen Einflüssen zu unterscheiden.
Die Gemeinde in Korinth war geprägt von:
chaotischem Gottesdienst,
ekstatischen Äußerungen,
falschen Propheten,
einem falschen Verständnis geistlicher Erfahrungen.
In diesem Zusammenhang stellt Paulus
ein Erkennungsmerkmal auf:
➡️ Alles, was den Herrn Jesus verunehrt,
kann nicht aus dem Geist Gottes stammen.
➡️ Alles, was wahrhaft Jesus als Herrn
bekennt, ist eine Wirkung des Geistes Gottes.
Man kann die Worte „Herr Jesus“ zwar
äußerlich nachsprechen.
Paulus meint aber das echte,
aufrichtige, innere Bekenntnis:
Im NT ist „Herr“ (= kyrios) ein göttlicher
Titel, oft eine Übersetzung von JHWH.
Wer Jesus als Herrn bekennt,
anerkennt:
seine Gottheit,
seine Autorität,
seine Souveränität über das eigene Leben,
seine Erlösungstat.
Ein solches Bekenntnis ist ein Werk des Heiligen Geistes im Herzen des Menschen.
Gemeint ist:
das Bekenntnis entsteht aus dem Glauben,
der Glaube entsteht durch das Wirken des Heiligen Geistes,
kein unbekehrter Mensch bekennt Jesus wirklich als den Herrn seines Lebens.
🔎 Das echte Herz-Bekenntnis ist also das Kennzeichen des neuen Lebens.
Zur Zeit des Paulus gab es in Korinth Personen, die in „Geistesekstase“ sagten:
„ἀνάθεμα Ἰησοῦς“ („Fluch über Jesus“).
Diese „geistlichen Erfahrungen“ waren nicht von Gott.
Paulus sagt:
➡️ Wo Jesus verunehrt wird, da wirkt
nicht der Geist Gottes.
➡️ Der Geist Gottes verherrlicht immer
Christus (Joh 16,14).
Das ist das entscheidende Prüfkriterium.
Wenn Vincent fragt, wie er 1. Korinther 12,3 verstehen muss, dann:
Nicht die Zunge, sondern das Herz ist entscheidend.
Jede echte Geistesgabe hat dieses Kennzeichen.
Das ist besonders wichtig im Blick auf:
Lehre
Prophetie
„geistliches“ Reden
Eindrücke / „Erlebnisse“
Paulus beginnt hier,
Einheit und
Vielfalt in der Gemeinde zu
erklären.
Die Einheit beginnt beim gemeinsamen Bekenntnis:
„Jesus ist Herr.“
Willst du Vincent eine kurze, klare Fassung schicken? Hier ist sie:
1Kor 12,3 sagt: Niemand kann Jesus wirklich als „Herrn“ bekennen – im Sinn des
Glaubens und der Hingabe – außer der Heilige Geist hat in seinem Herzen gewirkt.
Alles, was Jesus verunehrt oder herabsetzt, kann niemals vom Geist Gottes
kommen.
Der Geist Gottes führt immer zur Anerkennung und Verherrlichung Jesu Christi.
eine
detaillierte griechische Analyse von 1. Korinther 12,3, mit
deutscher Transkription
Διὸ γνωρίζω ὑμῖν ὅτι οὐδεὶς ἐν πνεύματι θεοῦ λαλῶν λέγει· Ἀνάθεμα Ἰησοῦς· καὶ οὐδεὶς δύναται εἰπεῖν· Κύριος Ἰησοῦς ἐὰν μὴ ἐν πνεύματι ἁγίῳ.
Transkription:
Dio gnorízo hymin hóti oudeís en pneúmati
theoû lalôn légei: Anáthema Iesoús; kai oudeís dýnatai eipeín: Kýrios Iesoús,
eàn mē en pneúmati hagíō.
διό (dio) = deshalb, darum
γνωρίζω (gnorízo) = kundtun, klar machen, offenlegen
Paulus stellt eine grundsätzliche geistliche Regel auf, gültig für alle Zeiten.
οὐδείς (oudeís) = absolut niemand
ἐν πνεύματι θεοῦ (en pneúmati
theoû) = „im Geist Gottes“, d. h.
unter seinem Einfluss, durch sein
Wirken, unter seiner Leitung
λαλῶν (lalṓn) = Partizip Präsens: „sprechend, redend“
➡️ Paulus meint:
Wer wirklich unter der Wirkung des
Heiligen Geistes spricht…
ἀνάθεμα (anáthema) =
verflucht, verbannt, unter Gottes Gericht
(Hebr.: cherem, etwas dem Gericht
geweiht)
➡️ Der Heilige Geist inspiriert niemals Worte, die den Herrn Jesus verunehren, herabsetzen oder verfluchen.
In Korinth kam dies vor – Menschen sprachen in religiöser Ekstase gegen Jesus.
Paulus sagt eindeutig:
So etwas kann nie vom Geist Gottes
kommen – das ist unmöglich.
δύναται (dýnatai) = kann, ist in der Lage
εἰπεῖν (eipeín) = sagen, aussprechen
Κύριος (Kýrios) = Herr
Ἰησοῦς (Iesoús) = Jesus
Paulus spricht nicht über ein nachgesprochenes Wort durch den Mund, sondern über ein echtes, inneres Herzensbekenntnis.
Was bedeutet κύριος?
Im AT ist κύριος die Übersetzung von Jehova (JHWH).
Der Titel drückt aus:
göttliche Autorität,
Herrschaft,
Eigentümerrecht,
höchste Autorität im Leben.
➡️ Ein Mensch kann Jesus nur dann wirklich als „Herr“ bekennen, wenn der Heilige Geist sein Herz erneuert hat.
ἐὰν μὴ (ean mē) = wenn nicht / außer
πνεύματι ἁγίῳ (pneúmati hagíō) = im Heiligen Geist
➡️ Das echte Bekenntnis zu Jesus Christus als Herrn entsteht nur durch das Wirken des Heiligen Geistes.
Keine religiöse Erfahrung, kein menschliches Gefühl und keine Ekstase kann das ersetzen.
Der Heilige Geist verherrlicht
immer Jesus Christus
(Joh 16,14).
Alles, was Christus herabsetzt oder angreift, ist nicht vom Geist Gottes.
Ein echtes Bekenntnis zu Jesus als „Herrn“ ist ein sicherer Beweis, dass der Heilige Geist im Menschen wirkt.
Paulus setzt hier den Maßstab für alle Geistesgaben in den nächsten Versen.
Κύριος Ἰησοῦς – Kýrios Iesoús bedeutet: „Jesus ist Herr (Jehova, der wahre Gott)“.
Dieses Bekenntnis kann ein Mensch nur aussprechen, weil der Heilige Geist es im Herzen wirkt.
Alles, was Jesus verunehrt (ἀνάθεμα Ἰησοῦς), kommt niemals von Gottes Geist.
pné-u-ma (oder: pnäu-ma)
πνεῦμα
Wind / Hauch / Atem
→ Grundbedeutung im Griechischen (vgl. Joh 3,8).
Lebensgeist
→ Der Atem, der Leben im Menschen wirkt.
Innerer Geist / Gesinnung / Haltung
→ z. B. „Armut im Geist“ (Mt 5,3).
Geistwesen
→ Engel, Dämonen usw.
Der Heilige Geist
→ göttliche Person, die wirkt, lehrt, erneuert, lenkt.
über 378-mal im NT
besonders in Paulusbriefen zentral
Der Heilige Geist als Person:
er redet (Apg 13,2),
er leitet (Röm 8,14),
er lehrt (Joh 14,26),
er wohnt in Gläubigen (1Kor 6,19).
In 1. Korinther 12–14 ist πνεῦμα die
Kernvokabel:
➡️ Er gibt Gaben
➡️ Er lenkt die Gemeinde
➡️ Er offenbart Christus
Formulierung:
ἐν πνεύματι θεοῦ – en pneumati theou
= im Geist Gottes,
unter der Wirkung des Geistes Gottes
👉 Paulus meint nicht eine „Ekstase“.
👉 Sondern die objektive,
unverwechselbare Wirkung des Heiligen Geistes, die stets zu Christus
hinführt.
Konsequenz:
Der Geist Gottes inspiriert niemals
Worte, die Jesus verunehren.
ký-rios
κύριος
Herr, Eigentümer, Hausherr
Übergeordneter, der Autorität besitzt
Titel der Ehrerbietung
Das ist entscheidend:
👉 κύριος ist die Standard-Übersetzung für „JHWH“ (Jehova).
Beispiel:
„Jehova ist mein Hirte“ (Ps 23,1) → LXX:
Κύριος ποιμαίνει με
Damit wird der Titel κύριος im jüdisch-christlichen Denken zum göttlichen Titel schlechthin.
Im NT wird κύριος auf Jesus angewandt im Sinn von:
Gottheit (Joh 20,28: „Mein Herr und mein Gott“),
Souveränität über alles (Apg 10,36),
Erlöser-Herrschaft (Röm 10,9),
kommender Richter (Phil 2,10–11).
Wenn jemand „Jesus ist Herr“ sagt, meint
er:
➡️ Jesus ist Jehova
➡️ Jesus ist Gott
➡️ Jesus hat höchste Autorität
➡️ Jesus ist der Besitzer meines Lebens
Formulierung:
Κύριος Ἰησοῦς – Kyrios Iesous
Das ist der kürzeste urchristliche Glaubenssatz.
Paulus meint:
👉 Niemand kann dieses Bekenntnis
wahrhaft aus dem Herzen aussprechen,
👉 wenn nicht der Heilige Geist das Herz erneuert hat.
Es ist ein geistliches Bekenntnis, kein bloßes Lippenbekenntnis.
a-ná-the-ma
ἀνάθεμα
etwas, das Gott geweiht ist – im Sinne von „zum Gericht übergeben“
„unter Bann gestellt“
„dem Verderben übergeben“
hebräisch: חֵרֶם (cherem), ein Bannurteil
Wichtig:
👉 Es bezeichnet nicht eine leichte Beleidigung, sondern das
schwerste religiöse Urteil.
Nur selten, aber immer ernst:
Röm 9,3
1Kor 12,3
1Kor 16,22
Gal 1,8–9
In Galater 1 bedeutet es:
Ewigem Verderben übergeben, aus der
Gemeinschaft Gottes ausgeschlossen.
In ekstatischen Kulten (Dionysos, Apollon
usw.) schrien Menschen Flüche oder gottlose Worte aus.
Solche Praktiken überschwappten in die Gemeinde.
Paulus sagt deshalb:
👉 Wenn jemand „ἀνάθεμα Ἰησοῦς“ ruft,
ist das niemals der Geist Gottes.
👉 Das ist ein sicheres Zeichen von
fleischlicher oder dämonischer Beeinflussung.
| Wort | Bedeutung | Wirkung |
|---|---|---|
| πνεῦμα | Geist Gottes | führt zu Christus |
| κύριος | göttlicher Titel Jesu | Bekenntnis entsteht nur durch den Geist |
| ἀνάθεμα | Bann / Fluch | kann niemals aus dem Geist Gottes kommen |
Der Geist Gottes verherrlicht Christus.
Der Geist Gottes führt zum Bekenntnis: Jesus ist Herr.
Was Jesus verunehrt, kann niemals vom Geist sein.
Damit schafft Paulus die Grundlage für alle
späteren Aussagen über Geistesgaben:
➡️ Christuszentriert
➡️ äußerungen prüfbar
➡️ kein Chaos, keine Ekstase, sondern
klare Leitung durch den Geist
Lieber Vincent,
gerne gebe ich dir eine kurze, aber gründliche Erklärung zu 1. Korinther 12,3, denn dieser Vers ist entscheidend für das Verständnis der Geisteswirkungen und für die gesamte Lehre über die Geistesgaben.
Der Vers lautet:
„Darum tue ich euch kund, dass niemand, der durch den Geist Gottes redet, sagt: Fluch über Jesus! Und niemand kann sagen: Herr Jesus! außer im Heiligen Geist.“ (ELB)
Paulus gibt hier ein grundlegendes Prüfmerkmal geistlicher Herkunft.
Paulus stellt zuerst fest:
„Niemand, der im Geist Gottes redet, sagt: ἀνάθεμα Ἰησοῦς – Fluch über Jesus.“
Das bedeutet:
Der Heilige Geist inspiriert niemals Worte, die den Herrn Jesus verunehren.
Alles, was Jesus angreift, verzerrt oder herabsetzt, kann nicht vom Geist Gottes stammen.
Der Geist Gottes führt immer zur Verherrlichung Christi (Joh 16,14).
In der Gemeinde zu Korinth gab es
chaotische und ekstatische Äußerungen. Paulus zeigt ihnen ein sicheres
Kriterium:
Der Geist Gottes verherrlicht Christus
– niemals das Gegenteil.
Der zweite Teil des Verses ist genauso wichtig:
„Niemand kann sagen: Κύριος Ἰησοῦς – Herr Jesus, außer im Heiligen Geist.“
Hier meint Paulus nicht ein bloßes
Nachsprechen mit dem Mund –
das kann jeder.
Es geht um ein echtes
Herzensbekenntnis.
Der Ausdruck κύριος (kýrios) bedeutet:
Herr, Souverän, Eigentümer
Im Alten Testament der Titel für JHWH (Jehova)
Wenn jemand Jesus wirklich als Herrn bekennt, dann:
erkennt er seine Gottheit an
unterwirft sich seiner Herrschaft
vertraut ihm als Erlöser
anerkennt ihn als den Auferstandenen
bekennt sich zu ihm trotz Widerstand der Welt
Das ist nur möglich, weil der Heilige Geist im Herzen wirkt.
➡️ Ein Mensch kann Jesus nur dann wahrhaft als „Herrn“ bekennen, wenn er geboren aus dem Geist ist.
„Geist“
→ Der Heilige Geist als göttliche Person, die Herzen öffnet, lehrt und Christus
verherrlicht.
„Herr“
→ Titel der Gottheit, Ausdruck der vollkommenen Herrschaft Jesu.
„verflucht, unter Bann“
→ Wort für das völlige Verwerfen; niemals Wirkung des Geistes Gottes, wenn auf
Jesus bezogen.
Paulus will den Korinthern ein untrügliches Kriterium geben, um echte Geisteswirkungen von falschen zu unterscheiden:
Alles, was Jesus verunehrt, kommt nicht vom Geist Gottes.
Alles, was Christus als Herrn bekennt, ist ein Wirken des Heiligen Geistes.
Damit legt Paulus den Grundstein für die Lehre der Geistesgaben in den folgenden Versen.
Die Gemeinde in Korinth soll nicht Ekstase
und Emotionen prüfen, sondern den
Inhalt der Worte:
➡️ Der Geist Gottes hebt Christus empor.
➡️ Der Geist Gottes führt zu einem echten Bekenntnis zu Jesus als Herrn.
➡️ Der Geist Gottes wirkt nie gegen Christus.
Die Frage ist nicht, wie „geistlich“ eine Äußerung wirkt, sondern wen sie ehrt.
Alles, was Jesus entehrt, ist nicht geistgewirkt.
Das wahre Bekenntnis Jesu als „Herr“ ist das sicherste Zeichen eines neu geborenen Menschen.
Geistesgaben müssen stets am Maßstab „Christus verherrlicht?“ geprüft werden.
1Kor 12,3 lehrt:
Der Heilige Geist führt immer zur Verherrlichung Jesu.
Ein echtes Bekenntnis zu Jesus als „Herrn“ entsteht nur durch das Wirken des Heiligen Geistes.
Alles, was Jesus verflucht oder herabsetzt, ist niemals geistgewirkt.
Das Bekenntnis „Herr Jesus“ ist das Kennzeichen des von Gott gewirkten Glaubens.