Fragen und Antworten  BEGRIFFSERKLAERUNG
STEM Publishing   Elberfelder 2023  Logos | Logos Bible Study Platform  www.Bibelkreis.ch

https://www.bibelkommentare.de/

https://www.bibelkreis.ch/Darby%20Synopsis%20komplett/ohne_titel_3.html
https://www.bibelkreis.ch/BEGRIFFSERKLAERUNG/kelly_william_at.html
https://www.bibelkreis.ch/BEGRIFFSERKLAERUNG/Kelly%20William%20NT.html

00607 Die Notwendigkeit der Wiedergeburt und der wahre Mittler


Die Notwendigkeit der Wiedergeburt und der einzige Mittler Christus Jesus


Diese Betrachtung zeigt, warum die Wiedergeburt notwendig ist, um das Reich Gottes zu sehen, und weshalb Christus Jesus der einzige Mittler zwischen Gott und Menschen ist. Der Herr Jesus offenbart Nikodemus die Grundlage des geistlichen Lebens, während der Apostel Paulus diese Wahrheiten in der Tiefe entfaltet.

Zugleich geht diese Botschaft auf die Unterschiede zwischen dem Alten Bund und dem Neuen Bund ein, auf den Zugang zum Allerheiligsten und die Mittlerschaft Christi. Deutlich wird auch, warum menschliche Religionssysteme den Zugang zu Christus oft eher verdecken als öffnen.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der geistlichen Kommunikation: Worte, die „in Gnade, mit Salz gewürzt“ sind (Kol 4,6), auf einer liebevollen Haltung, die das Evangelium klar, wahr und zugleich würdevoll weitergibt. Fehlgeleiteter religiöser Eifer wird anhand der Szenen aus den Evangelien sichtbar – und wir lernen, wovor uns der Herr bewahren will.

Bibelstellen (ELB 1905):
Joh 3,3–7; 1Tim 2,5; Hebr 1,1–2; Hebr 7; Hebr 10,19–22; Kol 4,6; Mk 15,13–14; Lk 23,21; Joh 19,6. 

Geistliche Kommunikation, Zugang zu Gott und der würdige Umgang mit dem Evangelium

1. Die Worte Jesu an Nikodemus – Der Anfang geistlicher Offenbarung

Der Herr Jesus selbst sagt zu Nikodemus, dass es unbedingt nötig ist, wiedergeboren zu sein, um das Reich Gottes zu sehen (Johannes 3,3–7). Damit deckt Er dem suchenden Pharisäer eine Wahrheit auf, die später der Apostel Paulus in ihren tiefsten Zusammenhängen entfalten durfte – die neue Stellung des Gläubigen in Christus und die himmlischen Segnungen, die uns in Ihm geschenkt sind (Epheser 1,3).

Hier sehen wir bereits die ersten Unterschiede zwischen dem Reden des Herrn im Evangelium und dem Reden Gottes im Tanach gegenüber Israels irdischem Volk.

2. Unterschiede zwischen dem Reden Gottes im Tanach und im Neuen Bund

Im Alten Testament spricht Gott zu Seinem Volk Israel durch Propheten, Priester und Leviten. Im Neuen Testament hingegen spricht Gott durch den Sohn (Hebräer 1,1–2), und jede Wiedergeborene und jeder Wiedergeborene hat unmittelbaren Zugang zu Gott – ohne menschliche Mittler.

Es ist wichtig, diese Unterschiede zu verstehen, um die Botschaft des Evangeliums klar weitergeben zu können. Viele religiöse Systeme unserer Zeit sind entstanden, weil diese Unterschiede verwischt oder übergangen wurden.

3. Der einzige Mittler zwischen Gott und Menschen

Der Apostel Paulus schreibt in 1. Timotheus 2,5:

„Denn Gott ist einer, und einer Mittler zwischen Gott und Menschen, der Mensch Christus Jesus.“

Alle menschlichen Versuche, sich selbst als Mittler zwischen Gott und Menschen zu erheben – ob Pastoren, Pfarrer, Kardinäle oder Bischöfe – widersprechen dieser klaren und göttlichen Feststellung. Der Hebräerbrief beschreibt zudem die Mittlerschaft des Herrn Jesus als unseren Hohenpriester und unseren Fürsprecher (Advokat).

4. Warum Israel Mittler brauchte – und warum wir sie nicht mehr brauchen

Das jüdische Volk hatte unter dem alten Bund keinen direkten Zugang zu Gott, außer in wenigen Ausnahmen. Der Dienst der Aaroniter und Leviten war notwendig, um einen geordneten Gottesdienst und einen vermittelten Zugang zu Gott zu gewährleisten.

Aber alle diese Mittler haben versagt. Und selbst nach dem Kommen des Herrn Jesus hat der Mensch versucht, eigene Formen des Gottesdienstes und eigene Zugänge zum „Allerheiligsten“ zu schaffen. So sind menschliche, unbiblische Systeme entstanden, die den Zugang zu Christus oft eher versperren als fördern.

Heute jedoch haben Wiedergeborene durch das vollbrachte Werk des Herrn freien Zutritt zum Allerheiligsten (Hebräer 10,19–22).

5. Die rechte Art geistlicher Kommunikation

Es ist wichtig, diese göttliche Art der Kommunikation nicht nur zu verstehen, sondern auch zu übernehmen, wenn wir das Evangelium weitergeben. Dabei ist es nicht hilfreich, mit „Totschlag-Argumenten“ gegen religiöse Systeme oder Personen zu reagieren.

Unsere Worte sollen – wie Paulus es sagt – in Gnade sein und mit Salz gewürzt, damit wir „wissen, wie wir jedem einzelnen antworten sollen“ (Kolosser 4,6).

Dieses „Würzen“ entsteht durch:

6. Die Gefahr eines lieblosen religiösen Eifers

Fehlt die Liebe Christi in unserer Kommunikation, entstehen:

Dies führt zu denselben geistlichen Auswüchsen, die man in Israel beobachten konnte und die sich im schlimmsten Fall in religiöser Verfolgung äußern – wie im Judentum zur Zeit Jesu oder im Mittelalter in der Inquisition.

Die Evangelien zeigen, wohin religiöse Verblendung führen kann:

Möge der Herr Jesus uns davor bewahren.

7. Schlussgedanken: In Christus ist alles, was wir brauchen

Wir haben:

Möge der Herr uns helfen, dass unsere Worte und unsere Herzen Ihn widerspiegeln – zur Ehre des Herrn Jesus und zum Segen vieler Menschen.

 

Die Notwendigkeit der Wiedergeburt und der wahre Mittler

Biblische Klarheit über Zugang zu Gott, geistliche Kommunikation und den würdigen Umgang mit dem Evangelium


1. Die Worte Jesu an Nikodemus – Der Anfang geistlicher Offenbarung

Der Herr Jesus selbst spricht in Johannes 3 mit Nikodemus über eine Wahrheit, die grundlegend für jeden Menschen ist: „Es sei denn, dass jemand von neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen“ (Joh 3,3; vgl. Joh 3,5–7).
Hier eröffnet der Herr erstmals klar, dass das geistliche Leben von einer neuen Geburt abhängt, einer Geburt „aus Wasser und Geist“.

Diese Offenbarung bildet das Fundament dessen, was später der Apostel Paulus weiter entfaltet – insbesondere über die neue Stellung des Gläubigen „in Christus“, über die Versammlung und die himmlischen Segnungen (z. B. Eph 1–3).

Bibelstellen (ELB 1905): Joh 3,3–7; Eph 1,3; Eph 2,1–10.


2. Unterschiede zwischen dem Reden Gottes im Tanach und im Neuen Bund

Im Gespräch Jesu mit Nikodemus wird bereits sichtbar, dass der Herr Jesus eine neue Art der göttlichen Offenbarung bringt:

Diese Unterschiede sind entscheidend zu verstehen, gerade wenn wir das Evangelium weitergeben oder die vielfältigen kirchlichen Systeme unserer Zeit beurteilen.

Bibelstellen (ELB 1905): Hebr 1,1–2; Jer 31,31–34; Hebr 8,6–13.


3. Der einzige Mittler – Christus Jesus

Ein zentraler Punkt, den Paulus betont, ist die Einzigkeit des Mittlers:

„Denn Gott ist einer, und einer Mittler zwischen Gott und Menschen, der Mensch Christus Jesus.“
1. Tim 2,5 (ELB 1905)

Diese Wahrheit hebt jedes menschliche Mittlertum – Priester, Pfarrer, Pastoren, Kardinäle, Bischöfe usw. – als Heils- oder Gnadenzugang auf.
Nur eine Person steht zwischen Gott und den Menschen: der Sohn, der zugleich unser Fürsprecher (Advokat) beim Vater ist.

Bibelstellen (ELB 1905): 1Tim 2,5; Hebr 4,14–16; Hebr 7,24–27; 1Joh 2,1.


4. Warum Israel Vermittler brauchte – und warum wir sie nicht mehr brauchen

Im Alten Bund gab es ein klar geregeltes System:

Dies war notwendig, um einen geordneten Gottesdienst zu ermöglichen und die Heiligkeit Gottes zu bewahren. Doch selbst diese gottgegebene Ordnung offenbarte die Schwachheit des Menschen – Israel versagte immer wieder.

Heute hingegen besitzen Gläubige aufgrund des vollbrachten Werkes Christi freien Zugang zum Allerheiligsten.

Bibelstellen (ELB 1905): 2Mo 28–29; 3Mo 1–7; Hebr 9,6–14; Hebr 10,19–22.

Viele religiöse Systeme der Gegenwart bauen jedoch menschliche Zwischenstufen wieder auf und verstellen so den freien Zugang zu Christus und den geistlichen Segnungen in Ihm.


5. Die rechte Art geistlicher Kommunikation

Wenn wir den Menschen das Evangelium weitergeben, sollen wir nicht mit „Totschlag-Argumenten“ gegen religiöse Systeme und Personen auftreten.
Unsere Aufgabe ist:

Paulus sagt es so:

„Euer Wort sei allezeit in Gnade, mit Salz gewürzt, um zu wissen, wie ihr jedem einzelnen antworten sollt.“
Kol 4,6 (ELB 1905)

Dieses „Würzen“ erfordert:

Nur so entspricht unsere Kommunikation der Art, wie der Herr Jesus selbst sprach.


6. Die Gefahr eines lieb­losen Eifers

Wenn die Liebe Christi in der Kommunikation fehlt, entstehen schnell:

Das führt in eine Haltung, die erschreckend nahe an die geistliche Verblendung der religiösen Führer zur Zeit Jesu kommt.

Die Evangelien zeigen, wohin religiöser Fanatismus führen kann:

Mk 15,13–14 – „Kreuzige ihn!“
Lk 23,21 – „Kreuzige, kreuzige ihn!“
Joh 19,6 – „Kreuzige, kreuzige ihn!“

Diese Stimmen kamen nicht aus Heidentum, sondern aus verblendeter religiöser Überzeugung.

Möge der Herr uns davor bewahren.


7. Schluss: In Christus ist alles, was wir brauchen

Wir besitzen:

Deshalb sollen wir das Evangelium nicht mit Härte, sondern mit Gnade, Weisheit und Liebe weitergeben.

Der Herr möge uns bewahren, damit unser Reden nicht verurteilt, sondern aufbaut – zur Ehre des Herrn Jesus und zum Segen der Menschen.

Ernö Kiss.

*******
Wiedergeburt
Reich Gottes
Nikodemus
Johannes 3
Mittler
Christus Jesus
1Timotheus 2,5
Hebräerbrief
Hoherpriester
Fürsprecher
Advokat
Evangelium
Tanach
Alter Bund
Neuer Bund
Zugang zu Gott
Allerheiligstes
Leviten
Aaron
Priesterdienst
Geistliche Kommunikation
Gnade und Salz
Kolosser 4,6
Religiöser Eifer
Inquisition
Kreuzige ihn
Markus 15
Lukas 23
Johannes 19
Gottesdienst
Religionssysteme
Freiheit in Christus
Elberfelder 1905
Bibelkreis
bibelkreis.ch
Hanspeter Wepf
Ernő K
Biblische Lehre
Bibelstudium
Christlicher Glaube
Geistliches Wachstum
Wesen Jesu
Neues Leben
Neugeburt
Glaube
Gemeinde
Versammlung
Heiligtum
Gnadenthron
Zutritt zu Gott
Heilsgewissheit
Christliche Lehre
Theologie
Biblische Wahrheit