Fragen und Antworten BEGRIFFSERKLAERUNG
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00611
2. Mose 21–23 – Das Bundesbuch

Mose 21–23
bildet das sogenannte „Bundesbuch“ – die konkrete Ausführung der Zehn
Gebote.
Hier zeigt Gott, wie Seine Gerechtigkeit im Alltag
aussieht: im Umgang miteinander, im Eigentum, in Konflikten.
Die Kapitel umfassen soziale, moralische und
kultische Ordnungen und zeigen Gottes Weisheit in praktischen
Lebenssituationen.
Der hebräische Knecht offenbart Gottes Schutz und
die Typologie des freiwilligen Knechtes Christus.
Gesetze zu Körperverletzung und Verantwortung
machen die Heiligkeit des Menschen als Gottes Ebenbild deutlich.
Haftungsregeln für Tiere, Gruben oder Schäden
zeigen Gottes Augenmerk auf Verantwortung und Gerechtigkeit.
Kapitel 22 regelt Eigentumsrecht, Wiedergutmachung
und moralische Reinheit – Wiedergutmachung statt Vergeltung.
Gott schützt besonders Fremde, Witwen und Waisen –
ein starkes Zeugnis Seines Herzens.
Die Warnung vor Zauberei und sexueller Perversion
zeigt Gottes absolute Heiligkeit.
In Kapitel 23 folgt das Recht der Gerichte:
Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit, Feindesliebe im Alten Bund!
Das Sabbatjahr und der Sabbat zeigen Gottes
Fürsorge für Menschen, Tiere und Land.
Die drei Feste strukturieren Israels Leben:
Passah, Wochenfest, Laubhütten – Bilder von Kreuz, Geist und Reich.
Reinheitsgebote und Erstlingsgaben zeigen, dass
Gott zuerst steht.
Der „Engel Jehovas“ in 23,20–23 weist prophetisch
auf Christus hin.
Gehorsam bringt Segen – ein Grundsatz des alten
Bundes.
Gott verheißt Schutz, Versorgung und schrittweise
Landnahme – göttliche Weisheit.
Das Bundesbuch zeigt eine Ordnung, die gerecht,
barmherzig und heilig ist.
Gleichzeitig macht es deutlich, dass der Mensch
das Gesetz nie vollkommen halten kann.
So führt es zur Erkenntnis der Sünde und weist
über sich hinaus auf den vollkommenen Knecht Christus.
Diese Kapitel zeigen: Gottes Heiligkeit ist
praktisch – aber nur Gnade gibt Leben.
(Bürgerliche, moralische und kultische Ordnungen)
Diese drei Kapitel bilden den gesetzlichen Rahmen für:
soziales Miteinander
Gerechtigkeit in Konflikten
Ersatzleistungen
Eigentumsrechte
Schutz der Schwachen
Festzeiten
moralische Reinheit
Die Zehn Gebote (Kap. 20) sind grundlegend, die Kapitel 21–23 sind ausführend – konkrete Anwendungen des Dekalogs.
Das Bundesbuch offenbart die Gerechtigkeit Gottes im Alltag.
„Dies sind die Rechte …“
„Rechte“ = mishpatim – richterliche Entscheidungen, Ordnungen.
Ein Bild der Gnade und der Ordnung Gottes:
Begrenzung der Knechtschaft → Schutz vor Missbrauch
Jahr = Ruhe, Freiheit
Wenn der Knecht freiwillig bleibt:
Ohr wird durchbohrt
Er dient „auf ewig“
Typologie:
Der Herr Jesus (Ps 40,7; Jes 50,5; Phil 2,7) – der freiwillige Knecht, aus
Liebe.
Schutz der Frauen – Gott legt größten Wert auf Würde und Versorgung.
Todesstrafe – weil der Mensch im Bild Gottes geschaffen ist.
Zufluchtsort – Gerechtigkeit + Barmherzigkeit.
Kein Altar schützt vor gerechtem Urteil.
Schadenersatz – Wiederherstellung des Verlustes.
Auch Sklaven sind geschützt – revolutionär für die damalige Welt.
Sehr praktisch:
Der Besitzer eines gefährlichen Tieres haftet.
Gottes Gesetz ist erstaunlich konkret, gerecht und weise.
Wer eine Grube offen lässt, haftet.
Gerechtigkeit = Verantwortung für eigenes Verhalten.
Doppel-, Vierfach- oder fünffache Ersatzleistung.
Das zeigt:
Diebstahl verletzt nicht nur Eigentum, sondern Vertrauen.
Gott regelt:
Viehschäden
Brandfälle
Verlust von anvertrauten Gütern
Leihverträge
Alles dient der Wiederherstellung (nicht Vergeltung).
Entschädigung + Heiratsverantwortung.
Moralische Reinheit wird geschützt.
Schutz vor dämonischen Einflüssen.
Das Tierverbot zeigt die radikale Trennung Gottes von jeder Perversion.
Gott hat ein Herz für Schwache:
„Fremdlinge sollst du nicht bedrücken.“
Gott ist persönlich Anwalt der Schwachen.
Eine der stärksten Warnungen in der Torah!
Keine Zinsen gegenüber Armen.
Pfandmäntel müssen abends zurückgegeben werden.
Gott denkt an Wärme und Würde der Armen.
Respekt gegenüber Gott, Führern und Eltern.
Erweiterung des 9. Gebotes.
„Wenn du den Ochsen deines Feindes irrend findest …“
Das ist erstaunlich:
Barmherzigkeit für Feinde war schon im Gesetz verankert (vgl. Spr 25,21; Mt
5,44).
Gott hasst Bestechung und Ungerechtigkeit.
Jedes 7. Jahr: Landruhe
Sabbat: Ausruhen für Mensch und Tier
Gottes Güte auch für Tiere und Sklaven.
Zusammenfassung des 1. Gebotes.
Fest der ungesäuerten Brote (Frühling)
Fest der Wochen (Pfingsten)
Fest der Laubhütten (Herbst)
Jeder Mann soll erscheinen – Bild der beständigen Verbindung zu Gott.
Typologie:
Passah → Kreuz
Pfingsten → Heiliger Geist
Laubhütten → Königreich
Kein Sauerteig → Sünde darf nicht
eingebracht werden.
Erstlinge → Gott zuerst.
Dies ist der Engel der Bundesherrlichkeit, ein Vorbild auf Christus (Jos 5,13ff).
Gehorsam bringt Segen – zentraler Bundessatz.
Gesundheit
Fruchtbarkeit
Schutz
Bundesverheißungen für Israel.
Nicht auf einmal, sondern „nach und nach“ → praktische Weisheit.
Warum?
Damit das Land nicht verwüstet wird.
(2. Mose 20)
(2. Mose 21–23)
Die Gebote regeln:
zwischenmenschliches Verhalten
soziale Struktur
Eigentum und Schadensersatz
Schutz der Schwachen
Feste und Gottesdienst
Gerichte und Rechtsprechung
→ der praktische Standard Gottes.
→ Leben kommt aus Gnade.
→ niemand erfüllt alles.
Als:
Knecht (21,5–6)
Opfer (22–23)
Engel Jehovas (23,20–23)
Ersterling (23,19)
Herr der Feste (23,14–17)
Die Kapitel 21–23 zeigen, wie Gottes Gerechtigkeit konkret aussieht – in Familie, Gesellschaft, Wirtschaft, Gericht und Gottesdienst – und offenbaren gleichzeitig unsere Unfähigkeit, sie vollkommen zu halten.