Fragen und Antworten BEGRIFFSERKLAERUNG
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00612
2. Mose 25–31 – Die Bauanweisungen zur Stiftshütte

In 2. Mose 25–31
offenbart Gott die himmlische Ordnung Seines Heiligtums.
Nach dem „Blut des Bundes“ beginnt Er, Seinen Wohnort
unter Israel zu beschreiben.
Diese Kapitel zeigen: Gemeinschaft mit Gott ist nur
auf Grundlage von Blut möglich.
Die Bundeslade, der Schaubrottisch und der Leuchter
weisen auf Christus hin.
Die Teppiche der Stiftshütte offenbaren Seine
Herrlichkeit und Seine Erniedrigung.
Der Brandopferaltar zeigt den Anfang des Weges: das
Kreuz Jesu Christi.
Der Vorhof mit nur einem Eingang deutet auf Christus
als die einzige Tür hin.
Das heilige Öl und der Leuchter sprechen vom Wirken
des Heiligen Geistes.
Die priesterlichen Kleidungen zeigen die Schönheit des
Hohenpriesters Christus.
Das Brustschild und die Onyxsteine machen Seine Liebe
und Tragkraft sichtbar.
Kapitel 29 beschreibt die Einweihung der Priester –
ein Bild unserer Berufung.
Der Räucheraltar stellt die Anbetung im Wert Christi
dar.
Das Lösegeld erinnert an den vollkommenen Preis, den
Christus bezahlte.
Das Waschbecken zeigt die tägliche Reinigung durch
Gottes Wort.
Das Salböl und das Räucherwerk reden von der
Einzigartigkeit Christi.
Bezaleel und Oholiab zeigen den Geist Gottes, der zu
jedem Dienst befähigt.
Der Sabbat ist das Bundeszeichen Israels und weist auf
die wahre Ruhe in Christus.
Alles in diesen Kapiteln zeigt: Gott wohnt nur auf
Seinem Weg bei Seinem Volk.
Die Stiftshütte ist ein umfassendes Bild von Christus
und Seinem Werk.
Nichts ist zufällig – alles spricht von Seiner Gnade,
Heiligkeit und Herrlichkeit.
jetzt kommen wir zu einem
der heiligsten und herrlichsten
Abschnitte der ganzen Torah:
2. Mose 25–31 – der Bau der Stiftshütte.
Diese Kapitel sind ein einziger großer Hinweis auf die Herrlichkeit des Herrn Jesus, denn die Stiftshütte ist ein Abbild des himmlischen Heiligtums (Hebr 8,5; 9,23–24).
Eine
klare, tiefgehende, typologisch
ausgerichtete Auslegung.
Ich gliedere in Kapitel, erkläre jede Hauptkomponente, zeige die Typologie und
gebe den heilsgeschichtlichen Zusammenhang.
(Die Offenbarung der Heiligtumsordnung Gottes)
Diese Kapitel folgen unmittelbar auf den
Bundesschluss (Kap. 24).
Erst nach dem „Blut des Bundes“ (24,8) offenbart Gott den Ort, wo Er in Gnade
mitten unter Seinem Volk wohnen will:
„Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, dass ich in ihrer Mitte wohne.“ (25,8)
Heilsordnung:
Kap. 19–20: Gesetz – Gottes Anspruch
Kap. 24: Blut – Sühnung
Kap. 25–31: Wohnung Gottes – Gemeinschaft
Man sieht:
Gott wohnt nie beim Menschen aufgrund
von Gesetz, sondern aufgrund von Blut.
Materialien:
Holz (Menschheit Christi)
Gold (Gottheit Christi)
Inhalt:
Gesetz (Christus erfüllt das Gesetz)
Stab Aarons (Priesterschaft Christi)
Manna (Christus das Brot des Lebens)
Deckel:
„Sühnedeckel“ (Kapporeth) → Bild des Kreuzes
Cherubim → Gottes heiliges Gericht
👉 Typologie: Christus als Ort der Versöhnung (Röm 3,25).
12 Brote – Bild der Stämme Israels vor Gott.
👉 Christus als unsere Nahrung und als der, der uns vor Gott repräsentiert.
Ein Stück getriebenes Gold – ohne Holz.
Bild: reine Gottheit Christi als Licht der Welt.
👉 Christus als Licht, aber auch der Heilige Geist (Offb 4,5).
Vier Lagen:
Byssus (weiß) – Reinheit / Gerechtigkeit Christi
Blau – Himmel / göttliche Natur
Purpur – Königswürde
Karmesin – Menschheit und Leiden
Ziegenhaar – Sündopfercharakter
Widderfelle rot – Hingabe bis in den Tod
Tachaschfelle – äußere Schutzschicht (Christus verborgen in seiner Niedrigkeit)
Die Ordnung zeigt:
Von innen nach außen erkennt man immer
weniger von Seiner Herrlichkeit.
Das Volk sah nur die Tachaschdecke – Christus in Niedrigkeit.
Material:
Holz (Menschheit), aber mit
Kupfer überzogen (Gericht).
Hier beginnt der Weg für den Sünder: beim Kreuz.
👉 Christus als Brandopfer, völlige Hingabe an Gott.
Begrenzung: Es gibt einen einzigen Eingang → Christus (Joh 10,9).
Reines Öl für den Leuchter → Bild des Heiligen Geistes.
Aaron und seine Söhne → Bild der priesterlichen Stellung des Gläubigen.
Die Hauptkleider:
Jeder Stein = ein Stamm Israels.
Christus trägt uns auf Seinem Herzen
vor Gott.
Darauf die 12 Namen Israels.
Auf den Schultern → Kraft und Tragfähigkeit Christi.
Glöckchen → Zeugnis
Granatäpfel → Frucht
Beides gemeinsam: wahrhaftiger Dienst.
Christus ist der einzig vollkommen Heilige.
Bild der Priesterschaft aller Gläubigen (1. Pet 2,5.9).
Drei Schritte:
Waschung → Wiedergeburt / neue Geburt
Bekleidung → unsere Stellung in Christus
Salbung → Geist Gottes
Opfer → Weihe und Sühnung
Gott macht die Priester dienfähig für Seine Gegenwart.
Typologie:
Waschung → Joh 13
Priesterweihe → Eph 4 (Christus als Gaben)
Opfer → Hebr 10 (Christi Opfer)
Ort des Gebets und der Anbetung.
Gold → göttliche Herrlichkeit.
👉 Christus als der, dem unsere Anbetung entgegengeht.
Jeder Israelit muss ein halbes Schekel
zahlen.
Alle gleich – keiner höher, keiner niedriger.
👉 Christus, der Lösepreis (1. Pet 1,18–19).
Für Hände & Füße der Priester – tägliche Reinigung.
👉 Bild der alltäglichen Heiligung durch das Wort (Joh 13; Eph 5,26).
Heiliger Geist – darf nicht „nachgemacht“
werden.
Fleisch kann geistliche Dinge nie imitieren.
Rein, heilig, einzigartig.
Bild der Person Christi: Sein Wohlgeruch zu Gott.
Vom Geist Gottes erfüllt – erste Erwähnung des Heiligen Geistes, der Menschen begabt.
👉 Christus baut die Gemeinde durch geistliche Gaben (Eph 4,7–16).
Zeichen des Bundes Israels.
Ruhetag = Vollendung.
Typologisch:
Christus = wahre Sabbatruhe
Hebr 4,9: „Es bleibt eine Sabbatruhe für das Volk Gottes.“
„Tafeln des Zeugnisses, von Gottes Finger beschrieben.“
Gottes Wort kommt aus Seiner eigenen Hand.
Tragischerweise werden diese Tafeln gleich danach im Kalbkapitel zerbrochen.
Lade → Gott und Mensch in einer Person
Leuchter → göttliches Licht
Schaubrottisch → Nahrung
Teppiche → seine äußere und innere Herrlichkeit
Hohenpriester → Fürsprecher
Brandopferaltar → Kreuz
Räucheraltar → Anbetung
Waschbecken → Reinigung
Schekel → Erlösung
Opfer → Versöhnung
Bezaleel & Oholiab → Geistesgaben
Priesterschaft → Fürbitte
Sabbat → Ruhe
Diese Kapitel antworten auf die Frage:
Wie kann der heilige Gott inmitten
eines sündigen Volkes wohnen?
Antwort:
Durch Blut (Kap. 24)
Durch eine Wohnung, die ganz nach Gottes Maß gebaut ist (25–31)
Durch priesterlichen Dienst (28–29)
Durch Reinigung und Versöhnung (30)
Dies erfüllt sich vollkommen in Christus und der Gemeinde (Joh 1,14; Eph 2,21–22).
In der Stiftshütte sehen wir:
Christus in Seiner Person
Christus in Seinem Werk
Christus in Seiner Herrlichkeit
Christus in Seiner Gegenwart
Christus als Mittelpunkt des Volkes Gottes
Nichts ist hier zufällig.
Alles ist geordnet, heilig, göttlich, vollkommene Symbolik.