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00644 Zur Versammlungslehre GdHdG

5 Hauptteile, die zusammen einen vollständigen Überblick ergeben:
Was das NT unter „Versammlung“ (ἐκκλησία) versteht
Wie die örtliche Versammlung nach Gottes Gedanken aussieht
Wie Einheit und Gemeinschaft im NT definiert sind
Wie das NT Reinheit und Zucht versteht
Was NICHT zur biblischen Versammlungslehre gehört (wichtige Abgrenzungen)
Der Begriff ἐκκλησία hat drei klare Bedeutungen im Neuen Testament:
Eph 1,22–23; Eph 4,4; Kol 1,18; 1Kor 12,13
Alle Erlösten aller Zeiten
durch den Heiligen Geist in einen Leib getauft
Christus ist das Haupt
Diese Einheit ist göttlich gegeben, nicht durch Menschen machbar
1Kor 1,2; Apg 13,1; 1Thess 1,1; Offb 2–3
Gläubige, die an einem Ort zusammenkommen
Ausdruck der weltweiten Gemeinde, aber nicht ihr Repräsentant
Keine Filiale der Weltkirche, sondern lokale Gemeinschaft
Röm 16,5; Kol 4,15; Phlm 2
Die örtliche Versammlung trifft sich oft in Häusern
Kein Kirchengebäude, keine institutionelle Struktur
Wichtig:
Der Begriff wird nie für eine
Denomination, eine Linie, Gruppe oder Tradition verwendet.
Er ist:
das Haupt (Kol 1,18)
der Mittelpunkt der Zusammenkunft
der Herr am Mahl
der Geber von Gaben
Keine Person, keine Gruppe, keine „Linie“ steht im Zentrum.
Älteste (= Aufseher) sind plural und örtlich
Es gibt keine übergeordnete Struktur
Keine global gebundenen Entscheidungen
Kein zentralisiertes Lehramt
Die apostolische Ordnung:
→ Jede Versammlung hat eigene
Verantwortung.
Prophetische oder lehrmäßige Gaben sind:
überörtlich
dem ganzen Leib gegeben
nicht „Versammlungsbeamte“
Das NT kennt keinen „same line only“ auf der gleichen Linie -Dienst.
Paulus betont:
Der Geist teilt aus, wie Er will
Nicht Menschen bestimmen, wer dient
Die Versammlung erkennt, prüft und ordnet (1Kor 14,29–33)
Der Charakter der Zusammenkunft ist geistlich, nicht formalistisch.
„Einheit des Geistes“ = bereits gegeben
Wir sollen sie bewahren, nicht herstellen
Sie gründet in:
einem Geist
einem Glauben
einem Herrn
einem Leib
einer Taufe
Diese Einheit ist weite, nicht enge Einheit.
Das ist ein entscheidender Satz:
Gemeinschaft ist nach Herzen, nicht nach „Verbindungen“.
Keine Rede von:
Lehrsystemen
Linien
weltweiter Bindung
Genehmigung durch andere Versammlungen
Ein Brot = ein Leib
Das bedeutet:
Alle Gläubigen sind gemeinsam am
Mahl repräsentiert.
Nicht:
„Nur jene unserer Linie ( Sekte Häresie Parteiung) dürfen“
„Nur wer in der richtigen Stellung ist“
Unmoralische, ungerichtete Sünde
Offene Bosheit
Ein gläubiger Sünder wird ausgeschlossen — nicht seine Freunde oder Kontakte
Ausschluss „auf Verdacht“
Ausschluss „wegen Verbindung“
Ausschluss „weil eine andere Versammlung es tat“
Korinth entscheidet für Korinth.
Es gibt im NT keine globale Disziplinsstruktur.
Problematische Lehren im NT:
Leugnung der Person Christi
Leugnung des Evangeliums
Verführung zu Gesetzlichkeit oder Götzendienst
Nicht:
verschiedene prophetische Sichten
unterschiedliche Gemeindestrukturen
Lehrnuancen
Hier werden viele traditionelle Systeme (darunter darbystische) klar abgegrenzt:
Das NT kennt nur örtliche Zucht, nicht globale.
Weder 1Kor 5 noch 2Joh 10 begründen dies.
Die Bibel nennt als einzige Teilnahmevoraussetzung:
Wiedergeburt
Selbstprüfung
Würdige Haltung
Der Tisch ist des Herrn, nicht der „Versammlung“.
2Tim 2,22 macht dies unmöglich:
„mit denen, die den Herrn aus reinem Herzen anrufen“
Nicht in 1Kor 10, nicht in 1Kor 11, nicht in Apg 2, Apg 20 oder Titus 1.
Die Versammlung im NT ist entweder der eine Leib oder die örtliche Gemeinschaft von Gläubigen.
Christus ist das Zentrum, der Geist wirkt frei, Gaben dienen vielfältig.
Die Einheit ist geistlich und weit — nicht organisatorisch und eng.
Das Mahl ist Ausdruck dieser Einheit, nicht ein Werkzeug zur Abgrenzung.
Zucht betrifft konkrete Sünde oder fundamentale Irrlehre, nicht indirekte Verbindungen oder Linien.
Keine einzige Stelle des NT stützt ein exklusives, global kontrolliertes Versammlungssystem.
Die Versammlungslehre des NT ist einfach, geistlich, christuszentriert und frei —
weit entfernt von späteren engen oder exklusiven Systemen, einschließlich darbystischer Konstruktionen.
vollständige, klar geordnete Übersicht aller NT-Stellen zur „Versammlung“
(ἐκκλησία).
Dies ist die grundlegendste und
vollständigste Zusammenstellung, die man für eine biblische
Versammlungslehre braucht — rein nach
der Schrift, ohne spätere Systeme hineinzulesen.
Ich gliedere sie in 6 Bereiche, damit die Fülle sofort überschaubar wird:
Die weltweite Gemeinde (der eine Leib)
Die örtliche Versammlung (Gemeinde an einem Ort)
Versammlung als Hausgemeinschaft
Grundsätze für das Zusammenkommen
Leitung, Gaben und Dienst im Leib
Reinheit, Zucht, Lehre und Warnungen
Diese Stellen bezeichnen die weltweite, geistliche Einheit aller Gläubigen.
Eph 1,22–23 – Christus als Haupt über die Gemeinde
Eph 3,10 – Gemeinde als Offenbarung der Weisheit Gottes
Eph 3,21 – Herrlichkeit der Gemeinde in Christus
Eph 5,23–32 – Christus liebt die Gemeinde, Sein Leib
Kol 1,18 – Christus das Haupt des Leibes, der Gemeinde
Kol 1,24 – Leiden um des Leibes willen
1Kor 12,12–13 – alle Gläubigen ein Leib
1Kor 12,27 – ihr seid Christi Leib
1Kor 10,17 – ein Brot, ein Leib
Hebr 12,23 – „Gemeinde der Erstgeborenen“ (himmlische Perspektive)
Kernwahrheit:
Der eine Leib ist nicht eine
Organisation, sondern ein geistliches Werk des Heiligen Geistes.
Diese Stellen bezeichnen örtlich versammelte Gläubige in einer Stadt.
Apg 2,47 – die Versammlung in Jerusalem
Apg 5,11 – Furcht über die ganze Versammlung
Apg 8,1 – Versammlung in Jerusalem
Apg 11,26 – Versammlung in Antiochia
Apg 13,1 – Propheten und Lehrer in Antiochia
Apg 14,23 – Älteste in örtlichen Versammlungen
Apg 20,17 – Älteste der Versammlung zu Ephesus
1Kor 1,2 – Versammlung Gottes in Korinth
1Kor 4,17; 7,17; 11,16 – Ordnungen in allen Versammlungen
1Kor 14,33 – Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens, wie in allen Versammlungen
2Kor 1,1 – Versammlung in Korinth
1Thess 1,1 – Versammlung der Thessalonicher
2Thess 1,1 – ebenda
Gal 1,2 – Versammlungen von Galatien (Regionen!)
Offb 1,11 – sieben Versammlungen
Offb 2–3 – Sendschreiben an: Ephesus, Smyrna, Pergamon, Thyatira, Sardes, Philadelphia, Laodizea
Kernwahrheit:
Das NT kennt örtliche Versammlungen,
aber keine zentrale Instanz,
die sie verbindet.
Diese Stellen zeigen die frühe, einfache Form des Zusammenkommens.
Röm 16,5 – Versammlung im Haus des Priska und Aquila
1Kor 16,19 – Versammlung in ihrem Haus
Kol 4,15 – Versammlung im Haus der Nympha
Phlm 2 – Versammlung im Haus des Philemon
Kernwahrheit:
Keine Gebäude, keine formale Institution —
Hausversammlungen.
Diese Stellen zeigen, wie die Versammlung zusammenkommt:
Apg 2,42 – Lehre, Gemeinschaft, Brotbrechen, Gebete
Apg 2,46 – täglich im Tempel, in den Häusern
Apg 20,7 – erstes Beispiel: Brotbrechen am ersten Tag der Woche
1Kor 5,4 – „Versammlung in einem Namen“
1Kor 10,16–17 – geistliche Bedeutung des Mahls
1Kor 11 – praktische Durchführung des Mahls
1Kor 12–14 – Ordnung, Gaben, Prophetie, Zungen, Prüfung
1Kor 14,26 – „Jeder hat …“ (Teilnahme des ganzen Leibes)
1Tim 2 – Gebet, Männer und Frauen
1Tim 3 – Anforderungen an Älteste und Diakone
Kernwahrheit:
Das Zusammenkommen ist geistlich,
nicht ritualistisch;
Christus ist Mittelpunkt,
der Geist leitet.
Apg 14,23 – in jeder Versammlung Älteste
Apg 20,17.28 – Hirten der Herde
Tit 1,5–9 – Älteste einsetzen
1Tim 3 – Aufseher, Diakone
1Petr 5,1–4 – Hirtendienst der Ältesten
Röm 12,3–8 – Gnadengaben
1Kor 12 – Gaben zum Nutzen des Leibes
Eph 4,7–16 – Diener: Apostel, Propheten, Evangelisten, Hirten, Lehrer
1Kor 14 – prophetischer Dienst, Zungenrede, Ordnung
Älteste sind
örtlich,
Gaben Römer 12 sind überörtlich.
Nie gibt es:
überregionale Bischofssysteme
globale Kontrollstruktur
eine Hierarchie der Versammlungen
1Kor 5 – Ausschluss eines unzüchtigen Gläubigen
2Kor 2 – Wiederaufnahme desselben Mannes
2Thess 3,6–15 – Umgang mit Unordentlichen
Gal 1,8–9 – falsches Evangelium
1Tim 1,19–20 – Schiffbruch im Glauben
2Tim 2,16–18 – Hymenäus und Philetus
2Joh 7–11 – Antichristen (Leugner der Person Christi)
Röm 16,17 – markiert solche, die Spaltungen verursachen
2Tim 2,20–22 – persönliche Reinigung im „großen Haus“ (Christenheit)
Kernwahrheit:
Zucht ist konkret (Sünde oder
fundamentale Irrlehre),
nie indirekt (Verbindungen,
Zugehörigkeiten).
Und sie ist örtlich, nicht
global verbindlich.
Mt 16,18 – „Ich werde meine Versammlung bauen“
Variante 1 (knapp, vorsichtig):
Mt 16,18 – „Ich werde meine Versammlung bauen“
(die neutestamentliche Versammlung, die im 1000-jährigen Reich mit Christus herrschen wird – unterschieden von Israel als irdischem Volk)
Variante 2 (etwas ausführlicher, lehrmäßig klar):
Mt 16,18 – „Ich werde meine Versammlung bauen“
(nicht Israel als Nation, sondern die durch den Geist gebildete Versammlung – der Leib Christi –, die zwar im 1000-jährigen Reich mit Christus erscheint und mit Ihm herrscht, aber nicht mit Israel gleichzusetzen ist)
Variante 3 (stark kurz, aber korrekt):
Mt 16,18 – „Ich werde meine Versammlung bauen“
(Versammlung = Leib Christi; Erscheinung mit Ihm im 1000-jährigen Reich, jedoch unterschieden von Israel)
Mt 18,17–20 – örtliche Zucht, zwei oder drei versammelt in seinem Namen
Apg 2,47; 5,11; 8,1; 9,31; 11,22.26; 12,5; 13,1; 14,23.27; 15,3.4.22.41; 18,22; 20,17.28
Röm 12,4–8; 16,1.4–5.16
1Kor 1,2; 5; 10,16–17; 11,17–34; 12–14; 2Kor 1,1; 2,6–8; 8,19.23; 11,28
Gal 1,2
Eph 1,22–23; 2,20–22; 3,10.21; 4,1–16; 5,23–32
Phil 1,1
Kol 1,18.24; 3,15; 4,15–16
1Thess 1,1; 2Thess 1,1
1Tim 2–3; 2Tim 2
Tit 1,5–9
Hebr 2,12; 12,23; 13,7.17
Jak 2,2 („Versammlungsort“)
1Petr 5,1–4
2Joh 7–11; 3Joh 9–10
Offb 1–3
Die NT-Versammlungslehre besteht aus:
Eine weltweite Gemeinde (der Leib Christi)
Viele örtliche Versammlungen, ohne überregionale Kontrolle
Hausversammlungen als praktische Form
Christus als Mittelpunkt
Der Geist leitet
Älteste vor Ort, Gaben dienen überall
Reinheit in konkreten Fällen
Gemeinschaft mit allen, die den Herrn aus reinem Herzen anrufen
(Fließtext in 12 Abschnitten)
Die Grundlage jeder biblischen
Versammlungslehre liegt in den Worten des Herrn Jesus:
„Ich werde MEINE Versammlung bauen“
(Mt 16,18). Für Israel im 1000JR.
Er ist der Baumeister, das Fundament (1Kor 3,11) und das Haupt (Kol 1,18).
Die Versammlung ist nicht eine menschliche Organisation, sondern ein göttliches
Werk, das mit der Ausgießung des Heiligen Geistes an Pfingsten begann (Apg 2).
Sie gehört ausschließlich Christus, nicht einer Gruppe, Linie oder Tradition.
Das Neue Testament zeigt klar, dass alle
Gläubigen durch den Heiligen Geist in
einen Leib getauft sind (1Kor 12,13).
Dieser Leib ist die wahre, unsichtbare, weltweite Gemeinde (Eph 1,22–23; 4,4).
Er umfasst alle Wiedergeborenen, unabhängig von Ort, Zeit oder äußeren
Zugehörigkeiten.
Diese Einheit ist göttlich gegeben,
nicht menschlich herzustellen.
Der Gläubige ist Glied des Leibes Christi, weil er Christus gehört — nicht wegen
Versammlungszugehörigkeit.
Während der Leib Christi die große
geistliche Realität ist, zeigt sich dieser Leib sichtbar an jedem Ort, wo
Gläubige zusammenkommen.
Paulus schreibt an die „Versammlung Gottes in Korinth“ (1Kor 1,2) — eine lokale
Gemeinschaft.
Jede örtliche Versammlung gehört der
einen Gemeinde an, ist aber
nicht die Repräsentantin der weltweiten Kirche.
Es gibt keine überortliche
Zentralinstanz und keine globale Struktur, die örtliche Entscheidungen
bindend machen würde.
Die wesentliche Kennzeichnung einer
Versammlung ist das Zusammenkommen „in
seinem Namen“ (Mt 18,20).
Christus selbst ist der Mittelpunkt und der geistliche Gastgeber.
Das Neue Testament kennt keine Liturgie, keine Priesterklasse, keinen
menschlichen Leiter über der Versammlung.
Er ist gegenwärtig — und seine Gegenwart gibt dem Zusammenkommen Bedeutung,
nicht äußere Formen oder Zugehörigkeiten.
Das Brotbrechen am ersten Tag der Woche
(Apg 20,7) ist das regelmäßige Gedächtnismahl des Volkes Gottes.
Es hat zwei Dimensionen:
Die geistliche Bedeutung:
Teilnahme am Leib und Blut Christi (1Kor 10,16–17).
→ „Ein Brot, ein Leib“: Ausdruck der Einheit aller Gläubigen.
Die praktische Durchführung:
Gedächtnis, Selbstprüfung, Würdigkeit (1Kor 11,17–34).
→ Christus ehren, den Leib (Gemeinde) beachten, in Liebe handeln.
Der Tisch ist des Herrn, nicht der Versammlung; das Mahl ist sein Gedächtnis, nicht ein Test für Stellung oder Zugehörigkeit.
In 1Kor 12–14 entfaltet Paulus, wie der
Heilige Geist in der Versammlung wirkt:
Er teilt Gaben aus (12,11), lenkt die Dienste (14,26) und bewirkt Ordnung
(14,33.40).
Die Versammlung ist kein passives Auditorium, sondern ein lebendiger Leib, an
dem jedes Glied zum Nutzen beiträgt.
Der Dienst geschieht durch den Geist,
nicht durch menschliche Programme.
Diese geistliche Freiheit ist ein Kennzeichen der neutestamentlichen
Versammlung.
Die Schrift zeigt, dass Älteste (auch
„Aufseher“, „Hirten“) ausschließlich
örtlich wirken (Apg 14,23; Tit 1,5).
Es gibt keine überregionale Autoritätsstruktur und keinen weltweiten Kirchenrat.
Ebenso sind Diakone örtliche Diener (1Tim 3).
Geben hingegen sind überörtlich,
weil sie der ganzen Gemeinde Christi dienen (Eph 4,7–16).
Somit verbindet Gott örtliche
Verantwortung mit
überörtlicher Dienstfreiheit.
Eph 4,3 schreibt nicht: „Stellt die Einheit
des Geistes her“, sondern:
„Bewahrt die Einheit des Geistes durch
das Band des Friedens.“
Diese Einheit ist nicht eng, sondern weit; nicht exklusiv, sondern umfassend.
Sie besteht aufgrund des einen Geistes, einen Herrn, einen Glauben, ein und
dieselbe Taufe (Eph 4,4–6).
Die Einheit der Christen wird sichtbar durch Liebe (Joh 13,35) — nicht durch
strukturelle Abgrenzung.
Das Neue Testament kennt Zucht, aber sie betrifft:
moralische Sünde (1Kor 5),
offene Unordnung (2Thess 3),
fundamentale Irrlehre (Gal 1; 1Joh 2; 2Joh 10).
Zucht ist
örtlich, nicht global.
Sie betrifft denjenigen, der in Sünde lebt, nicht seine „Verbindungen“.
Zucht dient zur Wiederherstellung (2Kor 2,6–8), nicht zur Ausschließung von
Kreisen oder Gruppen.
Reinheit in der Versammlung bedeutet:
Christus ehren,
heilig leben,
die Gemeinschaft der Gläubigen lieben,
sich vom Bösen fernhalten (1Thess 5,22),
den Leib des Herrn achten (1Kor 11,29).
Reinheit ist
moralisch und geistlich,
nicht institutionell oder strukturell.
Der Heilige Geist schafft Reinheit im Herzen — nicht Zugehörigkeit zu einem
System.
2Tim 2,22 ist ein Schlüsselvers:
„Fliehe die jugendlichen Begierden, strebe aber nach Gerechtigkeit, Glauben, Liebe und Frieden mit denen, die den Herrn aus reinem Herzen anrufen.“
Dieser Vers definiert Gemeinschaft
positiv, nicht durch
Abgrenzung:
Sie besteht mit allen, die
den Herrn aus reinem Herzen anrufen.
Es ist eine Gemeinschaft der Herzenshaltung, nicht der „Stellung“.
Es ist eine Gemeinschaft des Glaubens, nicht der Linien oder Systeme.
Die neutestamentliche Versammlung steht in
der lebendigen Erwartung der Wiederkunft Christi („bis er kommt“, 1Kor 11,26).
Sie ist eine pilgernde Gemeinschaft, kein irdisches Königreich.
Ihr Schatz ist im Himmel (Kol 3,1–4).
Sie wartet nicht auf die Perfektion ihrer Struktur, sondern auf den Herrn der
Herrlichkeit.
Diese Erwartung prägt ihr Zusammenkommen, ihre Heiligkeit und ihre Liebe.
Die biblische Versammlungslehre ist einfach, geistlich, christuszentriert, liebevoll und frei.
Sie kennt den einen Leib, viele örtliche Versammlungen, Christus als Mittelpunkt, den Geist als Leiter, Brüderliebe als Kennzeichen und Reinheit als Herzenshaltung.
Alles andere ist menschliche Ergänzung, oft gut gemeint — aber nicht Schrift.