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In Offenbarung
5,7–8 öffnet sich uns eine der erhabensten Szenen der ganzen Schrift.
Das geschlachtete und verherrlichte Lamm tritt herzu
und empfängt die Buchrolle aus der Hand des Vaters.
Dies ist der Augenblick, in dem der Sohn die Vollmacht
erhält, die gesamte Heilsgeschichte zu vollenden.
Der Himmel reagiert unmittelbar:
Die vier lebendigen Wesen und die 24 Ältesten fallen vor dem Lamm nieder.
Ihre Anbetung entspringt nicht einem Gefühl, sondern
dem Anblick der Würde und Liebe des Lammes.
Harfen klingen als Ausdruck himmlischer Freude über
die Erlösung.
Goldene Schalen voller Räucherwerk bezeugen die Gebete
der Heiligen, die durch Christus kostbar geworden sind.
Alles im Himmel ist auf die Person des Lammes
ausgerichtet – Er ist Zentrum und Inhalt jeder Anbetung.
Die Szene zeigt uns: Die Herrlichkeit des Lammes
gründet im Kreuz.
Sein Opfer ist die ewige Grundlage aller Huldigung und
jeder Vollendung.
Nichts geschieht ohne Ihn, nichts wird vollbracht
außer durch Ihn.
Der Himmel lebt in vollkommener Übereinstimmung mit
dem, was Christus tut.
Dies ruft auch unsere Herzen zur Anbetung und
Bewunderung.
Wir beten nicht, weil wir müssen, sondern weil wir Ihn
sehen dürfen.
Das Lamm ist würdig – im Himmel und in unseren Herzen.
„Und es kam und nahm die Buchrolle aus der Rechten dessen, der auf dem Thron sitzt.“ (V. 7)
Hier steht der entscheidende Augenblick der
ganzen Heilsgeschichte vor uns:
Der Sohn – das geschlachtete Lamm –
tritt herzu und nimmt
das Buch aus der Rechten des Vaters.
Niemand sonst durfte, konnte oder wagte es; aber
Er darf.
Er nimmt das Buch nicht an sich, Er empfängt es in völliger Übereinstimmung mit dem Willen des Vaters.
Das Lamm ist würdig, weil es gelitten hat. Die Herrlichkeit, die es empfängt, gründet im Werk seines Kreuzes.
Hier erfüllt sich Johannes 17,5 – der Sohn kehrt in seine vorewige Herrlichkeit zurück, nun aber als der Mensch, der für uns starb.
Anbetung:
Wir beten Dich an, Herr Jesus, dass Du allein würdig bist, den Ratschluss Gottes
zu vollenden. Deine Macht ist die Frucht deiner freiwilligen Erniedrigung.
„Und als es die Buchrolle nahm…“ (V. 8)
Der gesamte Himmel reagiert auf diese
Bewegung des Lammes.
Der Himmel ist nicht statisch – er lebt vom Tun Christi.
Das Lamm ist das Zentrum aller Anbetung.
Alles, was geschieht, geschieht wegen Ihm und zu Ihm hin.
Die himmlischen Wesen warten auf den Akt des Lammes – und brechen im selben Augenblick in Anbetung aus.
Anbetung:
Herr Jesus, der Himmel richtet sich nach Dir. Dein Werk bewegt die ganze
Schöpfung. Du bist der Mittelpunkt unserer Herzen und der Mittelpunkt der
Ewigkeit.
„Da fielen die vier lebendigen Wesen und die vierundzwanzig Ältesten nieder vor dem Lamm …“
Vor Gott sitzen die Ältesten (Kap. 4) – vor
dem Lamm fallen sie nieder.
Seine Person und seine Erlösung ruft die tiefste Huldigung hervor.
Das Niederfallen zeigt: vor dem Lamm verschwindet jede eigene Würde.
Die Ältesten symbolisieren die verherrlichten Gläubigen – auch wir werden einmal so vor Ihm liegen.
Seine durchbohrten Hände rufen eine Anbetung hervor, die tiefer geht als jede vor dem Schöpfer (Kap. 4), denn hier beten die Erlösten den Erlöser an.
Anbetung:
Wir fallen nieder vor Dir, Du geschlachtetes und nun
verherrlichtes Lamm. Alles, was wir sind und haben, verdanken wir Deiner Liebe
und Deinem Blut.
„Und sie hatten Harfen und goldene Schalen voll Räucherwerk, welches die Gebete der Heiligen sind.“
Hier verbinden sich zwei Ströme:
Harfen – Ausdruck der Anbetung, der Freude, der Lobpreisung.
Schalen voll Räucherwerk – die Gebete der Heiligen, durch das Wohlgeruchswerk Christi vor Gott angenehm.
Das Kreuz macht sowohl unsere Anbetung als auch unsere Gebete annehmbar.
Die Harfe spricht von der inneren Freude über das Werk des Lammes.
Das Räucherwerk zeigt die kostbare Vermittlung Christi: unsere Gebete steigen nicht nackt empor, sondern durch seinen Wohlgeruch.
Anbetung:
H
Diese Verse sind der Auftakt eines
kosmischen Lobgesangs (V. 9–14).
Alles beginnt damit, dass das Lamm
handelt.
Seine Würdigkeit ist die Quelle aller himmlischen Anbetung.
Wer Ihn betrachtet, kann nicht schweigen.
Anbetung ist die natürliche Antwort des Erlösten auf den Anblick des geschlachteten und erhöhten Lammes.
| 1 | Du O Gott, den wir bekennen |
| 2 | Jesus Lebt! Er hat gesiegt |
| 5 | O Gottes Sohn für Sünder hingegeben |
| 7 | Lobsinget dem Herrn |
| 8 | Für Gottes Volk ist noch vorhanden |
| 9 | Zu deinem Tisch sind wir geladen |
| 10 | Ohne Anfang, ohne Werden |
| 11 | Mit Dornen gekrönt |
| 13 | Wohlgeruch und Lieblichkeiten |
| 15 | Anbetung dir! Sei hochgepriesen |
| 16 | Es ist das ewige Erbarmen |
| 18 | Jesu, heilges Gotteslamm |
| 19 | Du bist im Tod für mich erblichen |
| 22 | Preis sei Chrito, der erstanden |
| 25 | O Herr Jesu reich an Gnaden |
| 29 | Ewig seist du angebetet |
| 30 | Wer will Gottes Auserwählte |
| 31 | Du Herr Jesu unser Leben |
| 33 | Auf des Vaters Throne |
| 35 | Lobe den Heiland |
| 36 | Dein Erlösungswerk auf Erden |
| 39 | Wer O Jesu faßt dein Lieben |
| 41 | O Herr Jesu welche Höhen |
| 47 | O mein Herr Jesus Christ |
| 48 | Du O Gottes Lamm |
| 50 | Wer ist wohl wie du |
| 55 | Opferlamm du hast erduldet |
| 59 | Herr lenke unsere Herzen |
| 60 | Christus, er ist mein Leben |
| 61 | Dank O Vater deine Gnade |
| 66 | O Jesu wir erheben dich |
| 69 | Heiliger, heiliger |
| 70 | Herr deines Namens Herrlichkeit |
| 71 | Guter Hirte, deri die Leiden |
| 73 | Lamm verwundet und beladen |
| 76 | Du führtest uns ins Heiligtum |
| 78 | Fürwahr du Herr trugst selbst |
| 80 | Wo ist ein solcher Gott wie du |
| 88 | Lob, Ehre, Preis und Dank |
| 92 | Wer findet Worte dir zu danken |
| 94 | Der du die Sünden hast getragen |
| 98 | Auf dem Lamm ruht meine Seele |
| 102 | Gott dich würdig zu verehren |
| 105 | Du hast O Herr das Heil vollendet |
| 108 | O Herr am Kreuzesstamm |
| 113 | O Gott der Liebe |
| 116 | O Lamm Gottes unschuldig |
| 118 | O Haupt voll Blut und Wunden |
| 120 | O Gottes Lamm, wer kann verkünden |
| 132 | Wo ist unsere Sünd geblieben |
| 133 | O Vater, einer ists vor allen |
| 138 | Wir singen schon auf Erden |
| 140 | O Liebe ohnegleichen |
| 143 | Wie groß zeigst du dich im Erbarmen |
| 149 | Herr Jesu Christ, mein Leben |
| 151 | Jesu dir wir Dankeslieder singen |
| 152 | Dich, O Vater zu verehren |
| 157 | O Lamm Gottes, du hast selbst getragen |
| 161 | Ich preise dich |
| 164 | Preis und Dank sei dir gesungen |
| 172 | Gottes Sohn, anbetende schauen wir |
| 174 | Jesus Lamm Gottes, in Herrlichkeit droben gekrönet |
| 178 | Preis sei dir O Lamm |
| 180 | Dem der uns liebt |
| 183 | O Lebenswort! Wer dankt genug |
| 184 | Großer Heiland der Verlorenen |
| 185 | Abba Vater! Dir wir nahen |
| 186 | Anbetung dir dem Lamme |
| 192 | Du Herr hast unsre Schuld getragen |
| 196 | Stumm wie ein Lamm |
| 198 | Wir treten vor dein Angesicht |
| 199 | In Anbetung weilen wir |
| 200 | Freudig preisen wir Herr Jesu |
| 201 | Herr Jesu wir betrachten dein Kreuz |
| 202 | O Herr in welche Leidensnot |
| 203 | Dur wardst erhöht von dieser Erde |
| 204 | O Tag der Schmach, der Schande |
| 205 | Gott du hast dir ausersehen |
| 206 | Heilge Harmonien, reiner Harfenton |
| 207 | Tief neigt der Himmel sich zu Armen |
| 220 | Es ist vollbracht |
| 227 | Wie gut ist der Herr, wer liebet wie er |
| 236 | Seele willst du Ruhe finden |
(Christus, das würdige Lamm – Mittelpunkt des göttlichen Ratschlusses und Gegenstand der himmlischen Anbetung)
„Und es kam und nahm die Buchrolle aus der Rechten dessen, der auf dem Thron sitzt.“
Der Kontext zeigt uns eine Spannung von
kosmischer Tragweite. Johannes hat geweint, weil
niemand im Himmel, auf der Erde
oder unter der Erde würdig befunden wurde, die Buchrolle zu öffnen (Offb 5,3–4).
Der Ratschluss Gottes – die Vollendung der Heilsgeschichte – schien
verschlossen.
Doch nun tritt das Lamm hervor.
Das geschlachtete Lamm tritt nicht hastig,
sondern in göttlicher Würde und Autorität hervor.
Es steht „inmitten des Thrones“ (V. 6) – das heißt:
Es hat seinen Platz im Zentrum der Herrlichkeit.
Es handelt aus der Mitte Gottes heraus, nicht als Bittender, sondern als der vom Vater eingesetzte Erfüller.
Das Lamm
nimmt die Buchrolle aus der
Rechten des Vaters.
Der Text macht klar:
Kein Engel berührt diese Buchrolle.
Kein Erlöster darf sie öffnen.
Keine himmlische Macht ist würdig – nur einer: das Lamm.
Damit erfüllt sich die Verheißung aus Psalm
2,8 („Fordere von mir…“) und Daniel 7,14 („ihm wurde Herrschaft, Ehre und
Königtum gegeben“).
Es ist der Augenblick, in dem der Vater dem Sohn die Vollmacht gibt, die
Weltgeschichte zu ihrem Ziel zu führen.
Theologischer Höhepunkt:
Der ganze göttliche Ratschluss – Gericht, Erlösung, Reich und Vollendung – liegt
in den Händen Dessen, der für uns am Kreuz starb.
„Und als es die Buchrolle nahm, fielen die vier lebendigen Wesen und die vierundzwanzig Ältesten nieder vor dem Lamm…“
Der Himmel ist vollkommen abgestimmt auf die Person und das Handeln Christi.
Nicht erst das Öffnen der Siegel, schon das
Nehmen der Buchrolle löst
Anbetung aus.
Dieser himmlische Reflex ist tief bedeutsam:
Der Himmel lebt im tiefsten Einklang mit dem Lamm.
Jede Handlung des Lammes hat unmittelbare Anbetung zur Folge.
Das Lamm steht nicht nur im Mittelpunkt – es ist der Auslöser aller himmlischen Lobpreisung.
Die vier Cherubim, die schon in Hesekiel
die Reinheit, Gerechtigkeit und Macht Gottes bewachen, fallen nieder.
Sie bezeugen:
Die göttliche Heiligkeit erkennt im Lamm den vollkommenen Erfüller des Willens Gottes.
Was sie am Thron Gottes verteidigen, sieht ihre völlige Erfüllung im Opfer Christi.
Die Ältesten symbolisieren die
verherrlichten Gläubigen.
Ihr Niederfallen drückt aus:
Wahre Anbetung entsteht nur vor dem Lamm.
Das Bewusstsein der Erlösung führt zur tiefsten Hingabe.
Vor Gott sitzen sie (4,4), aber vor dem Lamm fallen sie nieder – Erlösung wirkt eine tiefere Anbetung als reine Schöpferverehrung.
„Und sie hatten Harfen und goldene Schalen voll Räucherwerk, welches die Gebete der Heiligen sind.“
Die Harfe ist im Alten Testament das klassische Instrument des Lobpreises:
David spielte zur Ehre Gottes (Ps 33,2).
Die Leviten begleiteten mit Harfen den Lobgesang im Tempel (1Chr 25,1–7).
Im Himmel zeigt die Harfe:
Freude über die Erlösung,
Harmonie mit dem Willen Gottes,
anbetende Feier der Person Christi.
Die Musik des Himmels ist Christus-zentriert.
Die goldenen Schalen tragen Räucherwerk, ein Bild für:
die Fürbitte der Gläubigen,
die kostbare Vermittlung Christi,
den Wohlgeruch seines Werkes vor Gott.
Unsere Gebete werden nicht aufgrund ihrer
eigenen Qualität angenommen, sondern weil Christus sie mit seinem Duft
„umhüllt“.
Wie im 2. Mose 30 beim Räucherwerk klar wird: Nichts darf human hinzugefügt
werden – es ist alles von Ihm.
Während die Harfen den Lobpreis darstellen, zeigen die Schalen:
Die Heiligen sind sowohl Anbeter als auch Beter.
Im Himmel ist beides vollendet: Musik (Freude) und Opfer (Gebet).
Alles geschieht im Licht des Lammes, das das Zentrum der Anbetung ist.
Offenbarung 5,7–8 ist die Vorbereitung des
universalen Lobgesangs in Vers 9–14.
Die Anbetung wächst stufenweise:
die Ältesten,
die Myriaden der Engel,
die gesamte Schöpfung.
Während Offenbarung 4 Gott als Schöpfer
preist, offenbart Kapitel 5 Gott als Erlöser.
Das Lamm ist:
der Mittelpunkt des Thrones,
der Mittelpunkt der Anbetung,
der Mittelpunkt der Geschichte,
der Mittelpunkt der Ewigkeit.
Die Ältesten sagen nicht einfach: „Du bist mächtig“, sondern:
„Du bist würdig… denn du bist geschlachtet worden“ (V. 9).
Der Himmel vergisst nie das Opfer Christi.
Ewigkeit bedeutet auch: ewige
Erinnerung an Golgatha – aber Erinnerung in Herrlichkeit.
Wer diese Szene sieht, kann nicht anders als anbeten.
Die Selbstverherrlichung des Menschen vergeht.
Die Selbstbeurteilung verstummt.
Die Blicke richten sich nur noch auf den Einen, der alles vollbracht hat.
Der Himmel reagiert auf das Tun des Lammes.
Auch unsere Anbetung entsteht nicht aus Emotionen, sondern aus der Betrachtung
Christi und seines Werkes.
Die Ältesten fallen nieder
weil sie Ihn sehen.
Je klarer unser Blick auf Christus, desto reiner unser Lob.
Die Schalen lehren:
Nichts, was wir bringen, ist an sich vollkommen.
Aber Christus macht es vollkommen annahmbar.
Deshalb dürfen wir mit Freimut beten und loben.
Die Weltgeschichte läuft nicht chaotisch,
sondern unter der Vollmacht und Führung des Lammes.
Das gibt uns Ruhe, Trost und Gewissheit.
In Offenbarung 5,7–8 sehen wir den
herrlichsten Augenblick der gesamten Offenbarung:
Der Sohn, das geschlachtete und verherrlichte Lamm, empfängt die Buchrolle und
der Himmel fällt nieder.
Dies ist die ewige Grundlage aller Anbetung:
Das Kreuz,
die Liebe Christi,
die Würde des Lammes,
die Harmonie von Gott dem Vater und Gott dem Sohn.
Mögen unsere Herzen schon jetzt mit dem
Himmel übereinstimmen und den singen, den die Ältesten anbeten:
das Lamm, das würdig ist.