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die Schrift gibt uns tatsächlich mehrere klare Hinweise, dass wir im Himmel Gläubige erkennen werden, auch solche, die wir auf der Erde nie persönlich gekannt haben.
Im Folgenden eine biblisch fundierte, systematische Antwort.
Der Auferstehungsleib wird nicht nur verherrlicht sein, sondern auch die Erkenntnis wird vollkommen und frei von der Begrenzung der gefallenen Natur sein.
„Dann aber werde ich erkennen, wie auch ich erkannt worden bin.“
– 1. Korinther 13,12
Das bedeutet:
keine Vergesslichkeit,
keine Verwechslungen,
keine fehlenden Informationen –
sondern eine vollkommene, klare
Erkenntnis.
Wenn unsere Erkenntnis größer ist als jetzt, wie sollten wir dann weniger erkennen als heute?
Die Jünger erkennen Mose und Elias, obwohl:
beide seit Jahrhunderten tot bzw. entrückt sind,
sie sie nie zuvor gesehen hatten,
auch keine Bilder existierten.
Die Erkenntnis geschieht also ohne vorherige persönliche Bekanntschaft – ein starkes Vorbild für den Himmel.
Der Herr Jesus spricht davon, dass Menschen
aus Osten und Westen mit Abraham,
Isaak und Jakob zu Tisch liegen werden.
Das setzt eine gegenseitige
Erkennbarkeit voraus.
Unabhängig davon, dass es eine Geschichte aus dem Zwischenzustand ist:
Der Reiche erkennt Abraham.
Abraham erkennt den Reichen.
Abraham nennt Lazarus beim Namen.
Erkenntnis ist also im Zustand der Toten
möglich, noch
vor der Auferstehung.
Wie viel mehr im verherrlichten Zustand!
Unsere Identität bleibt erhalten:
Der Herr sagt: „Ich werde ihn bekennen vor meinem Vater“ (Mt 10,32) – ein persönliches „Ich“ und „ihn“.
Die Gemeinde ist aus Einzelnen zusammengesetzt (Offb 7,9: „aus jeder Nation …“).
Namen werden im Himmel geführt (Offb 3,5).
Kein Vers deutet an, dass wir unser Bewusstsein oder unsere Individualität verlieren.
Wenn wir im Himmel:
miteinander reden,
gemeinsam den Herrn loben,
als „Mitbürger der Heiligen“ leben,
am Hochzeitsmahl des Lammes teilnehmen (Offb 19,7–9),
dann wäre das ohne gegenseitige Erkenntnis kaum vorstellbar.
Gott ist ein Gott der Ordnung und Beziehung – nicht der Anonymität.
Schon die frühen Christen, wie z. B. Irenäus und Augustinus, betonten:
Die Erlösten verlieren ihre Identität nicht, sondern erkennen einander vollkommen.
Auch die Reformatoren (z. B. Calvin) hielten dies klar fest.
Ja, wir werden Gläubige, die wir nicht persönlich kannten, erkennen.
Und zwar:
vollkommen,
klar,
ohne Begrenzung,
in Freude und Gemeinschaft,
aufgrund der verherrlichten Erkenntnis, die Gott uns schenken wird.
Die Szene der Verklärung ist dabei das wohl stärkste biblische Muster.