Bibelkreis.ch
Fragen und Antworten BEGRIFFSERKLAERUNG
STEM Publishing
Elberfelder 2023
Logos | Logos Bible Study Platform
www.Bibelkreis.ch
https://www.bibelkommentare.de/
https://www.bibelkreis.ch/Darby%20Synopsis%20komplett/ohne_titel_3.html
https://www.bibelkreis.ch/BEGRIFFSERKLAERUNG/kelly_william_at.html
https://www.bibelkreis.ch/BEGRIFFSERKLAERUNG/Kelly%20William%20NT.html

Versklavte Christen in Amerika griffen die Geschichte des Auszugs auf, weil Gott persönlich dort seine Macht zeigt, Menschen aus realer Knechtschaft zu befreien.
Sie erkannten sich selbst in Israel:
„Die Kinder Israel seufzten wegen der Arbeit … und Gott hörte ihr Geschrei.“ (2Mo 2,23–24 ELB1905)
Und sie sahen in Mose Gottes erwählten Befreier.
Das Lied greift genau diese göttliche Perspektive auf.
„Und der HERR sprach zu Mose: Geh hinein zu dem Pharao … und sage zu ihm: Lass mein Volk ziehen, dass sie mir dienen.“
(2Mo 8,1; vgl. 5,1; 7,16; 9,1 ELB1905)
Ägypten ist im NT ein Bild der Welt in ihrer Gottferne (Hebr 11,24–27).
Pharao ist ein Bild Satans,
des Herrschers über die Welt (Joh 12,31; Eph 2,2).
Israel steht für den Menschen
unter der Macht der Sünde (Joh 8,34).
Der Ruf „Lass meine Leute gehen“ ist daher:
➡️
Gottes Anspruch auf den Menschen:
Der Sünder gehört nicht dem Teufel, sondern Gott.
Er soll frei werden, um Gott zu dienen,
nicht der Sünde.
„Und die Ägypter zwangen die Kinder Israel mit Härte zur Arbeit … mit Arbeit aus Fron.“
(2Mo 1,13–14 ELB1905)
Geistlich:
Der Mensch kann nicht aus eigener Kraft stehen (Röm 5,6: „da wir noch kraftlos waren“).
Sünde ist Tyrannei (Röm 6,16–20).
Der Sünder ist „verkauft unter die Sünde“ (Röm 7,14).
Das Lied zeigt realistisch: Der Mensch kann sich nicht selbst erlösen.
Das Lied nimmt Bezug auf 2Mo 3:
„Und nun komm, ich will dich senden zum Pharao, damit du mein Volk … herausführst.“
(2Mo 3,10 ELB1905)
Mose wird gesandt, er ist Erlöser – aber nur als Vorschatten.
Denn der wahre Mose ist Christus:
„Einen Propheten wie mich wird der HERR … euch erwecken.“
(5Mo 18,15; erfüllt in Apg 3,22)
Evangelistisch:
Gott sendet Christus in die
Welt, wie Mose nach Ägypten.
Er steigt „hinab“ – Menschwerdung, Erniedrigung, Kreuz.
Mose verkündete Gottes Wort an den Herrscher der Finsternis:
„So spricht Jehova, der Gott Israels: Lass mein Volk ziehen.“
(2Mo 5,1)
Für heute:
Christus tritt gegen Satan auf (Lk 11,20–22).
Das Evangelium ist Befreiungsbotschaft (Lk 4,18).
Gott fordert den Sünder heraus: „Kehre um!“ (Apg 17,30).
Das Lied macht daraus eine Predigt der Autorität Gottes.
Das Lied nimmt die 10. Plage auf:
„Ich werde ausziehen durch Ägypten … und alle Erstgeburt schlagen.“
(2Mo 11,4–5)
Warum ist das evangelistisch wichtig?
Die Erstgeburt ist der Stolz der Welt.
Gottes Gericht trifft die Welt (Joh 12,31).
Der unerlöste Mensch steht unter Gericht (Joh 3,18).
Aber gleichzeitig…
Die 10. Plage führt zum Passah:
„Wenn ich das Blut sehe, werde ich an euch vorübergehen.“
(2Mo 12,13)
Christus ist
unser Passah (1Kor 5,7).
Wer unter seinem Blut steht, kommt nicht ins Gericht (Joh 5,24).
Das Lied deutet an:
Befreiung geschieht nur durch Gottes
Gericht + Gottes Lamm.
„Ich will euch herausführen aus den Lastarbeiten … und euch erretten aus ihrer Knechtschaft.“
(2Mo 6,6)
Evangelistische Lehre:
Christus befreit von der Knechtschaft der Sünde (Röm 6,17–22).
Der Gläubige ist freigemacht (Gal 5,1).
Freiheit bedeutet Gott gehören (Röm 6,22).
Das Lied erinnert: wahre Freiheit ist Gottesdienst, nicht Selbstverwirklichung.
„Und sie beraubten die Ägypter.“ (2Mo 12,36)
Lehrmäßig:
Gott triumphiert über die Welt (Kol 2,15).
Der Gläubige empfängt geistliche Segnungen (Eph 1,3).
Die Welt verliert, was sie festhalten wollte; Christus gewinnt.
Typologisch:
Die „Beute“ steht für alles, was Gott zum Segen seiner Erlösten verwendet.
„Go Down Moses“ ist im Kern:
Ägypten → Welt
Pharao → Satan
Sklaverei → Sünde
Mose → Christus (Vorbild, nicht Gleichsetzung)
Passah → Kreuz
Auszug → Bekehrung / neues Leben
Der Weg durch das Meer → neues Leben im Glauben
Sieg über Pharao → Sieg Christi über Satan
Der Mensch ist Sklave der Sünde.
Christus ruft: „Lass mein Volk gehen!“
Er fordert jeden Menschen heraus, sich Gott zuzuwenden.
Wer erlöst ist, soll nicht zurück nach
Ägypten (Hebr 11,15).
Wir sind frei, Gott zu dienen,
nicht uns selbst.
Er führt sein Volk heraus, durch die Wüste
(dieses Leben),
und hinein in das verheißene Erbe (himmlische Herrlichkeit).
Weil es in einfachen Worten die große Erlösungshandlung Gottes darstellt:
So wird der Auszug zum Urbild des Evangeliums.