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Ein spirituell-evangelistischer, lehrmäßiger Gedanke zu When The Man Comes Around (dt. „Wenn der Mann vorbeikommt“) — angeregt durch den zitierten Textteil — so wie ich ihn im Licht der Heiligen Schrift sehe, mit Hinweisen auf biblische Zusammenhänge und praktische Anwendung.
Das Lied beginnt mit einer deutlichen Anspielung auf das vierte, apokalyptische Hornwort aus dem Offenbarung des Johannes — „Und ich hörte … das Geräusch des Donners. Eines der vier Tiere sagte: ‚Komm und sieh‘.“ → Das weiße Pferd erscheint als Zeichen einer bevorstehenden göttlichen Entscheidung. lyricstranslate.com+2Wikipedia+2
Der „Mann, der umgeht und Namen annimmt“ entscheidet, wer befreit und wer verurteilt wird — ein deutliches Bild des göttlichen Gerichts, das jeden Menschen betrifft. lyricstranslate.com+2American Songwriter+2
Der Song malt ein Bild der Endzeit: Posaunen, Engel, Stimmen, Massen, Schmerz, Geburt und Tod — ein Szenario der finalen Abrechnung und der Offenbarung des Reiches „Alpha und Omega“. lyricstranslate.com+2Wikipedia+2
Der Schluss deutet auf das Kommen des Todesreiters hin, auf Gericht und auf die unausweichliche Realität von Leben und Tod. lyricstranslate.com+2Wikipedia+2
Damit lehnt sich das Lied ganz an biblische Eschatologie an — es warnt, richtet auf, weckt Bewusstsein über das Gericht Gottes und über die Endgültigkeit des Schicksals eines jeden.
Für uns als gläubige Bibelleser ergeben sich aus dem Lied mehrere wichtige Gedanken:
Der „Mann“, der Namen nimmt und richtet, kann als Bild für den wiederkommenden Christus verstanden werden, der auf Grund der Schrift (u.a. Offenbarung) Gericht halten wird. Das entspricht der biblischen Lehre, dass Christus kommt, um Herrlichkeit zu bringen und gerecht zu richten.
Die Betonung auf unterschiedliche Behandlung — wer gerecht, ungerecht, schmutzig ist — erinnert uns daran, dass Gott kennt den inneren Zustand eines Menschen, nicht nur die äußeren Taten. Er urteilt nicht nach dem, was Menschen sehen, sondern nach dem, was in Herz und Gewissen geschieht.
Die Bilder von Tod, Gericht, Trompeten und Endzeit sollten keine Angst erzeugen allein, sondern zur Umkehr und Prüfung des eigenen Lebens führen. Wenn der Mann kommt — also Jesus zurückkehrt — gibt es kein Verstecken mehr.
Doch das Lied enthält auch — in der ganzen Gewichtung des Letzten — die Implikation, dass für den Gerechten Hoffnung besteht: „Befreiung“. Wer sich rechtzeitig bekehrt, der darf auf Erlösung vertrauen.
Hanspeter, gerade in unserer Zeit, wo viele Menschen das Ewige verdrängen, ist dieses Lied ein kräftiger Weckruf. Es spricht:
Direktheit der göttlichen Entscheidung: Gottes Gericht ist real — nicht abstrakt, nicht fern. Jeder Mensch wird sich einmal dafür verantworten müssen, wo er steht.
Dringlichkeit zur Umkehr: Der „Mann“ kommt — die Zeit ist begrenzt. Wer bis dahin nicht umkehrt, läuft Gefahr, vor Gottes Richterstuhl zu stehen.
Gedächtnis an Gottes Heiligkeit und Gerechtigkeit: Wir leben in einer Kultur, die Gnade predigt — gut. Aber Gnade schließt das gerechte Gericht Gottes nicht aus. Vielmehr ruft beides zur ernsthaften Entscheidung: Buße und Glaube.
Motivation zu wahrem Glauben und Jüngerschaft: Wenn wir wissen, worauf wir warten — das Kommen des Herrn, das Gericht, das Reich Gottes — dann verändert das unser Leben: Wir vermeiden Gleichgültigkeit, streben Heiligung an, leben bewusst mit Gott.
Wenn du dieses Lied in deiner Bibelstunde einsetzen möchtest, Hanspeter, könnte ein möglicher Ablauf sein:
Vorlesen des Liedtextes (einige deutliche Abschnitte, z. B. Intro, erste Verse, Refrain, Schluss) — danach gemeinsames Lesen der entsprechenden Bibelstellen (z. B. Offenbarung 6; Offenbarung 22:11; Offenbarung 1:8 / 21:6 Alpha und Omega).
Vergleich Lied ↔ Bibel: Welche Bilder stammen direkt aus der Schrift, wo benutzt der Liedauttor eigene poetische Bilder? — So entsteht Bewusstheit für Schrift- und Symbolsprache.
Diskussion / Reflexion:
Was bedeutet „gerichtet werden“ für uns heute?
Lebe ich so, dass ich bereit bin, wenn der Herr kommt?
Wie beeinflusst das mein Leben, meine Entscheidungen, meine Verkündigung und Zeugnishaftigkeit?
Gebet & Einladung zur Umkehr — als praktischer Schritt: Menschen einladen, Gottes Angebot der Rettung durch Jesus Christus anzunehmen, bevor der „Mann vorbeikommt“.
(Evangelistische & lehrmäßige Ausarbeitung im Licht der Bibel)
Johnny Cash schrieb dieses Lied in der
Endphase seines Lebens.
Er war erschüttert vom Buch der Offenbarung, besonders vom Kommen Christi im
Gericht.
Das Lied ist nicht theologischer Kommentar, sondern
Weckruf zur Umkehr.
➡ Ziel der Einheit:
Die biblischen Bilder des Liedes verstehen
Die Botschaft des letzten Gerichts erklären
Den Hörern den Weg der Rettung zeigen
„Und ich sah: ein weißes Pferd … und er zog aus als Sieger und um zu siegen.“
Das Lied beginnt mit der wörtlichen
Anspielung:
„Ich hörte das Geräusch des Donners… ‚Komm und sieh!‘“
Lehre:
Gott setzt das Endgericht in Gang
Christus ist der, der richtet (Joh 5,22)
Das Gericht ist unausweichlich
Das Lied erwähnt „die Trompeten“ und „den Klang der Nationen“.
Lehre:
Posaunen ankündigen Gottes Eingreifen in Macht
Sie stehen symbolisch für Ankündigung, Gericht und göttliche Entscheidung
Kein Mensch kann sie überhören
„Wer ungerecht ist, sei fernerhin ungerecht … ich bin das Alpha und das Omega.“
Das Lied zitiert sinngemäß:
„Wer schmutzig ist, der sei schmutzig… wer gerecht ist, bleibe gerecht.“
Lehre:
Nach dem Tod oder dem Kommen Christi: keine Veränderung mehr möglich
Der Mensch bleibt für die Ewigkeit, was er im Leben war
Die Gnadenzeit ist jetzt
„Es ist dem Menschen gesetzt, einmal zu sterben, danach aber das Gericht.“
Lehre:
Jede Seele begegnet Gott
Keine Reinkarnation
Kein zweiter Versuch
Ewiger Ernst
➡
Bild für Jesus Christus als Weltenrichter
(vgl. Apg 17,31; Joh 5,27)
Christus wird die Namen der Seinen kennen (Lk 10,20)
Er wird unterscheiden zwischen echt und unecht (Mt 7,21–23)
Kein Mensch bleibt unbeachtet
Das Lied spricht vom „Tag der Entscheidung“, vor dem sich niemand verstecken kann.
➡ Biblisch:
„Der große Tag seines Zornes“ (Offb 6,17)
„Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi“ (2Kor 5,10)
Es gibt kein Verbergen (Offb 20,11–12).
Das Lied stellt die Spannung zwischen Gerechten und Ungerechten dar.
➡ Biblisch:
Nur der, dessen Name im Buch des Lebens steht (Offb 20,15)
Nur der, der gewaschen ist im Blut des Lammes (Offb 7,14)
Nur der, der Buße getan und geglaubt hat (Mk 1,15)
Die Lyrics sind wie eine moderne
Nacherzählung der Offenbarung.
Sie machen klar: Der Mensch kann Gottes Kommen nicht verhindern.
➡ „Der Mann kommt herum“ = Christus kommt wieder (Mt 24,30).
Das Lied unterscheidet nicht mehr zwischen
Gnade und Gericht.
Die Bibel hingegen sehr klar:
Jetzt ist der Tag des Heils (2Kor 6,2)
Beim Kommen Christi gibt es nur noch Urteil, nicht mehr Gnade (Offb 22,11)
Das Lied zeichnet Christus als Richter.
Aber das Evangelium zeigt beide Seiten:
Er ist derjenige, der retten will (Joh
3,17).
Doch wer ihn ablehnt, wird gerichtet (Joh 3,36).
Warum löst der Gedanke an das Gericht Gottes Angst aus?
Wie unterscheidet sich der biblische Christus vom Christusbild unserer Kultur?
Bin ich bereit, dem Herrn zu begegnen?
Welche Rolle spielt Gnade heute – und Gericht später?
Warum warnt Jesus so eindringlich vor der Hölle, wenn er doch voller Liebe ist?
Was bedeutet „Der, der Namen annimmt“ für unser persönliches Leben?
Wie macht dieses Lied die Realität der Ewigkeit spürbarer?
Text: Offenb 6,1–2; Heb 9,27
Punkte:
Der Herr kommt sichtbar
Jeder Mensch wird zur Entscheidung gestellt
Nur Jesus rettet vor dem Zorn
Appell:
Heute Buße tun – morgen könnte zu spät sein.
Text: Lk 10,20; Offb 20,11–15
Punkte:
Gott kennt jeden Namen
Der Name entscheidet über ewiges Ziel
Wie kommt mein Name ins Buch des Lebens?
Text: Offb 22,11–13
Punkte:
Ewiger Zustand nach dem Tod
Heiligung als Frucht echter Bekehrung
Christus, das Alpha und Omega
Du kannst als Abschluss einer Evangelisation folgendes formulieren:
„Wenn Christus kommt – wird alles entschieden sein.
Aber heute steht die Tür der Gnade offen.
Komm zu Ihm, solange Er Retter ist –
ehe du Ihm als Richter gegenüberstehst.“
(When the Man Comes Around — Johnny Cash)
| Liedzeile | Biblische Bezugstelle | Biblischer Inhalt | Lehrmäßige Bedeutung |
|---|---|---|---|
| „Ich hörte das Geräusch des Donners … ‚Komm und sieh‘“ | Offenbarung 6,1 | Das erste der vier lebendigen Wesen ruft „Komm!“ beim Öffnen des Siegels. | Beginn der Gerichtsereignisse; Christus öffnet die Siegel als Richter. |
| „Und ich sah: ein weißes Pferd“ | Offenbarung 6,2 | Der erste Reiter erscheint. | Symbol des göttlichen Gerichts – Gericht beginnt schrittweise. |
| „Es gibt einen Mann, der umgeht …“ | Apostelgeschichte 17,31 | Gott hat einen Tag festgesetzt, an dem Er durch Jesus Christus richten wird. | Christus ist der Richter der Welt. |
| „… und Namen annimmt“ | Lukas 10,20; Johannes 10,3 | Die Namen der Gläubigen sind im Himmel eingeschrieben; der gute Hirte kennt seine Schafe beim Namen. | Christus unterscheidet echte und falsche Jünger. |
| „Er entscheidet, wen er befreit und wen er verurteilt“ | Johannes 5,22 / 27 | Der Vater hat das Gericht ganz dem Sohn übergeben. | Der ewige Ausgang eines Menschen steht im Verhältnis zu Christus. |
| „Der Wirbel der Nationen …“ | Offenbarung 7,9 / 11,18 | Völker, Nationen und Menschenmassen in der Endzeit. | Das Gericht hat globale, universale Dimension. |
| „Die Trompeten werden erklingen“ | Offenbarung 8–11 | Die sieben Posaunen bringen gerichtliche Eingriffe Gottes. | Gottes Warn- und Gerichtssignale an eine rebellische Welt. |
| „Die Gerechten werden stehen, die Ungerechten fallen“ | Psalm 1,5; Offb 22,11 | Der Gottlose besteht nicht im Gericht; der Gerechte bleibt gerecht. | Es gibt im Gericht zwei Gruppen – keine dritte. |
| „Wer schmutzig ist, sei weiter schmutzig …“ (sinngemäß) | Offenbarung 22,11 | Ewiger Zustand des Menschen wird endgültig bestätigt. | Nach Jesu Wiederkunft keine Umkehr mehr möglich. |
| „Und der Gerechte soll weiter recht tun“ | Offenbarung 22,11 | Der Gerechte bleibt gerecht. | Heiligung ist die Frucht eines echten Glaubens. |
| „Alpha und Omega“ | Offenbarung 1,8; 21,6; 22,13 | Christus ist Anfang und Ende. | Er umfasst alle Zeiten – absoluter Herr über Geschichte. |
| „Der Löwe wird bei dem Lamm liegen“ | Anspielung auf Jesaja 11,6 | Im Friedensreich leben Raubtiere und Beutetiere in Harmonie. | Bild des kommenden messianischen Friedensreiches. (Nicht wörtlich „Löwe und Lamm“ in der Bibel.) |
| „Er kommt, um zu richten und zu herrschen“ | Matthäus 25,31–46 | Der Menschensohn setzt sich auf den Thron und trennt die Menschen. | Gericht auf der Erde, Trennung von Schafen und Böcken. |
| „Der große Schüttler“ (sinngemäß) | Hebräer 12,26–27 | Gott sagt: „Ich werde die Erde erschüttern.“ | Alles Irdische vergeht, nur das Reich Gottes bleibt. |
| „Die Gnade wird vorbei sein …“ | 2. Korinther 6,2 | „Jetzt ist der Tag des Heils.“ | Heute Gnade — später Gericht. |
| „Und die Toten werden hervorkommen“ | Offenbarung 20,12–15 | Die Toten werden vor dem großen weißen Thron gerichtet. | Das Endgericht für alle, die Christus nicht gehörten. |
| „Man hört die Stimmen in den Hallen von Zion“ | Hebräer 12,22–23 | Himmlisches Zion, Versammlung der Erstgeborenen. | Bild der himmlischen Gemeinschaft der Erlösten. |
| „Kein Mensch kann sich verbergen“ | Offenbarung 6,15–17 | Menschen versuchen, sich vor Gottes Angesicht zu verstecken. | Furcht des Menschen vor Gottes Heiligkeit – vergeblich. |
| „Es kommt der Tag der Entscheidung“ | Joel 3,14 | „Tal der Entscheidung“ – Prophetie des letzten Gerichts über die Nationen. | Gott entscheidet endgültig über Völker und Personen. |
Christus kommt als Richter – sichtbar, unwiderstehlich, gerecht.
Jeder Mensch wird ihm begegnen – ob er will oder nicht.
Es gibt nur zwei Gruppen – Gerechte (durch Christus) und Ungerechte.
Der Zustand des Herzens wird jetzt entschieden, nicht im Gericht.
Die Gnadenzeit endet, wenn der „Mann“ – Christus – kommt.
Rettung ist allein in Jesus Christus – jetzt.