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  Q und A an: h.p.wepf@bibelkreis.ch

00668  The Masterpiece  sein eigenes Meisterwerk





When he finally reached the top
He shouted to a world that didn't hear
"I′ll carve my masterpiece out of this marble boulder here"
So the hammer beat the chisel
And he hammered ′til an image grew
Then he stopped to look it over
To appraise his work when he was through

It was a boy carrying a crippled boy
And the old man said, "It isn't my masterpiece
I′ll call it charity and then a masterpiece of mine will be"
So the hammer beat the chisel
'Til another image in a marbel grew
Then the wind began to blowing
And he sat and rested when he was through

It was the image of a mother holding her child
He said, "This is love as the world would know
But it isn′t my masterpiece"
And he began again as it began to snow

The hammer beat the chisel
As the snow fell harder and the wind grew and grew
He fell to his knees holding a stone
And he threw down his hammer and his chisel too

He lay frozen face down in the snow
But one hand was held for the world to see
Cut in the marble was his masterpice
Three neatly carved letters: G O D

 

Als er endlich den Gipfel erreichte,
rief er hinab zu einer Welt, die ihn nicht hörte:
„Ich werde aus diesem Marmorblock mein Meisterwerk schaffen.“

So schlug der Hammer auf den Meißel,
und er hämmerte, bis ein Bild Gestalt gewann.
Dann hielt er inne, um es zu betrachten,
um sein Werk zu beurteilen, wenn es vollendet wäre.

Es war ein Junge, der einen gelähmten Jungen trug.
Und der alte Mann sagte: „Das ist nicht mein Meisterwerk.
Ich will es Barmherzigkeit nennen;
doch mein Meisterwerk – das ist es nicht.“

Also schlug der Hammer erneut auf den Meißel,
bis ein anderes Bild aus dem Marmor wuchs.
Dann begann der Wind zu wehen,
und er setzte sich ausruhend, als er fertig war.

Es war das Bild einer Mutter, die ihr Kind hielt.
Er sagte: „Das ist Liebe, wie die Welt sie kennt;
doch es ist nicht mein Meisterwerk.“
Und er begann von Neuem, während es zu schneien anfing.

Der Hammer schlug auf den Meißel,
während der Schnee dichter fiel
und der Wind stärker und stärker wurde.
Er sank auf die Knie, den Stein haltend,
und warf schließlich Hammer und Meißel zu Boden.

Er lag erfroren, mit dem Gesicht im Schnee.
Doch eine Hand war ausgestreckt – von der Welt zu sehen.
In den Marmor war sein Meisterwerk geschnitten:
Drei sauber gemeißelte Buchstaben: G O D.

2. Evangelistische Betrachtung

Dieses Gedicht ist ein Gleichnis über den Menschen, der versucht, sein eigenes Meisterwerk hervorzubringen – eine Darstellung seiner besten Seite, seiner edelsten Eigenschaften:

Das sind echte Tugenden – aber sie sind nicht das Meisterwerk.

Die Bibel sagt unmissverständlich:

„Denn alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes.“
(Röm 3,23)

Der Mensch kann sich nicht selbst retten, selbst wenn er das Edelste hervorbringt.
Auch seine besten Werke – so schön sie sein mögen – bleiben unvollkommen.

Der Bildhauer stirbt, ohne das Gewünschte zu erreichen.
Sein eigenes Schaffen endet im Schnee, in der Vergänglichkeit,
aber eine Wahrheit bleibt stehen – das einzige wahre Meisterwerk:

G O D

Das bedeutet evangelistisch:

  1. Gottes Werk ist das wahre Meisterwerk, nicht das des Menschen.

  2. Der Mensch findet erst zur Wahrheit, wenn er seine Werkzeuge niederlegt.

  3. Die Krönung aller Herrlichkeit ist nicht menschliche Liebe,
    sondern Gottes Liebe in Christus:

    „Hierin ist die Liebe, nicht dass wir Gott geliebt haben,
    sondern dass er uns geliebt …“ (1Joh 4,10)

  4. Unser Meisterwerk ist nicht das, was wir tun,
    sondern das, was Gott getan hat:

    „Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben …
    nicht aus Werken.“ (Eph 2,8–9)

Das Gedicht zeigt die Kapitulation des Menschen
aber Gott schreibt den letzten, rettenden Namen.


3. Lehrmäßige Betrachtung

a) Die Grenzen des menschlichen Wirkens

Der Bildhauer verkörpert den Menschen unter dem Gesetz oder im Eigenwillen der „Selbstverbesserung“.
Er will ein Werk schaffen, das „genug“ ist.

Die Schrift zeigt:

„Nach den Werken des Gesetzes wird kein Fleisch gerechtfertigt werden“
(Röm 3,20)

Egal wie sehr der Hammer schlägt – das Ergebnis bleibt unzureichend.

b) Barmherzigkeit und natürliche Liebe – gut, aber nicht ausreichend

Beide Motive der Skulpturen sind moralisch gut.
Doch das Gedicht zeigt eine biblische Wahrheit:

Selbst der höchste Ausdruck natürlicher Liebe – die Mutterliebe – reicht nicht aus.
Der Herr Jesus sagt:

„Was aus dem Fleisch geboren ist, ist Fleisch“
(Joh 3,6)

Auch die edelsten Motive des natürlichen Menschen bleiben im Bereich des Fleisches.

c) Der Mensch kapituliert – der Tod als Grenze

Der Bildhauer fällt in den Schnee, erschöpft, am Ende seiner Kraft.
Es erinnert an:

„Es ist dem Menschen gesetzt, einmal zu sterben …“ (Heb 9,27)

Sein eigener Weg endet im Tod – wie der Weg jedes Menschen.

d) Das wahre Meisterwerk Gottes

Der letzte Schlag aber kommt nicht vom Menschen,
sondern von dem „eingemeißelten Namen“: G O D.

Das verweist lehrmäßig auf:

  1. Gottes Schöpfung als Meisterwerk
    (Ps 19,2; Röm 1,20)

  2. Gottes Erlösung als größeres Meisterwerk

  3. Gottes neue Schöpfung im Gläubigen

    „Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus …“
    (Eph 2,10)

Der Mensch wollte ein Meisterwerk schaffen,
doch die Schrift sagt:

Wir sind Gottes Meisterwerk – nicht umgekehrt.
(Eph 2,10; gr. „ποίημα“ = Kunstwerk, Gedicht, Meisterstück)

e) Das Ende menschlichen Stolzes – die Offenbarung Gottes

Der Bildhauer fällt, aber seine letzte sichtbare Tat ist,
auf Gott hinzuweisen.

Das erinnert an:

„Damit sich kein Fleisch rühme vor Gott.“
(1Kor 1,29)

Gott allein bleibt der Mittelpunkt, die Quelle, der Anfang und das Ende:

„Ich bin das Alpha und das Omega.“ (Offb 1,8)


4. Zusammenfassung in 7 Sätzen

1. Geistlicher Gedanke: Das Meisterstück Gottes

Wenn ein Mensch die Worte „Das Meisterstück“ liest, denkt er fast automatisch an Kunst, an Leistung, an etwas, das der Mensch hervorbringt.

Aber die Schrift lenkt unsere Aufmerksamkeit auf eine vollkommen andere Richtung:

„Denn wir sind sein Werk (gr. poiēma, Meisterstück), geschaffen in Christus Jesus …“
Epheser 2,10 (Elb1905)

Das OG-Bild mit seinen zwei schlichten Zeilen erinnert an diese Wahrheit:

Nicht wir schaffen das Meisterstück.
Gott schafft es.

Und das Meisterstück Gottes ist nicht ein Kunstwerk aus Stein,
sondern der errettete Mensch in Christus, die „neue Schöpfung“ (2Kor 5,17).


2. Evangelistische Betrachtung: Der Mensch sucht – aber Gott vollendet

Der natürliche Mensch möchte ein Meisterwerk seines eigenen Lebens vorweisen:

Aber der Herr Jesus sagt ganz klar:

„Fleisch gebiert Fleisch“ (Joh 3,6)

Auch das Beste aus dem Fleisch bleibt Fleisch – und kann nicht in Gottes Gegenwart bestehen.

Darum gilt:

„Es ist vollbracht.“ (Joh 19,30)

Das wahre Meisterstück ist nicht menschliche Leistung,
sondern das vollbrachte Werk Jesu Christi am Kreuz.

Auf diesem Fundament ruht alles Heil.
Nicht im Meißel des Bildhauers – nicht in unseren Bemühungen.


3. Lehrmäßige Betrachtung: Der Titel zeigt den Vorrang Gottes

Der zweisprachige Titel „The Masterpiece / Das Meisterstück“ weist auf etwas Wichtiges hin:

a) Gott steht im Mittelpunkt, nicht der Mensch

In der Bibel ist immer:

Der Mensch ist der Empfangende.

b) Das Werk Gottes ist vollkommen

Was Gott tut, ist:

„Er ist der Fels: Vollkommen ist sein Werk.“
— 5. Mose 32,4

c) Christus ist Gottes Meisterstück

Christus ist:

In Ihm hat Gott der Welt sein Meisterstück gezeigt.


4. Was bedeutet das OG-Bild geistlich?

Dieses schlichte Bild mit den zwei Zeilen predigt – ohne ein einziges weiteres Wort – folgende Botschaft:

**„Schau nicht auf dein Werk.

Schau auf Gottes Werk.“**

**„Schau nicht auf deine Gerechtigkeit.

Schau auf Christus.“**

**„Das wahre Meisterstück findest du nicht im Menschen,

sondern in Gott und in Seinem Sohn.“**

Das OG-Bild ist wie ein stiller Hinweis:
Alles Wesentliche ist in Gott – und nicht in uns.


5. Anwendung für das Herz

Wenn du an dieses Bild denkst, dann erinnere dich: