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Im Garten Gethsemane fällt der Herr Jesus auf sein Angesicht und betet als der wahre Mensch zum Vater.
Der „Kelch“ bedeutet das Gericht Gottes über die Sünde, das Christus stellvertretend trinken wird.
Seine Bitte zeigt nicht Widerstand, sondern die heilige Ehrfurcht vor dem kommenden Zorngericht Gottes.
Zugleich offenbart sich sein vollkommener Gehorsam: „Nicht wie ich will, sondern wie du willst.“
Die Jünger aber schlafen, ein Bild völliger menschlicher Schwachheit im Angesicht göttlicher Dinge.
Jesus ermahnt sie zu wachen und zu beten, weil der Geist willig ist, aber das Fleisch schwach bleibt.
Dreimal wiederholt Er sein Gebet, was die Tiefe seines Leidens und die völlige Unterwerfung unter Gottes Willen zeigt.
Das Kreuz ist nicht Zufall, sondern die von Gott bestimmte Stunde der Erlösung.
Christus geht dem Verräter freiwillig entgegen, denn niemand nimmt Ihm das Leben – Er gibt es selbst.
In Gethsemane sehen wir die Einheit des göttlichen Ratschlusses, die Ohnmacht des Menschen und die vollkommene Hingabe des Sohnes Gottes zur Errettung der Sünder.
Und er ging ein wenig weiter und fiel auf sein
Angesicht und betete und sprach:
Mein Vater, wenn es möglich ist, so gehe dieser Kelch
anmir vorüber; doch nicht wie ich will, sondern wie du willst.
Und er kommt zu den Jüngern und findet sie schlafend;
und er spricht zu Petrus:
Also nicht eine Stunde vermochtet ihr mit mir zu
wachen?
Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung kommt;
der Geist zwar ist willig, das Fleisch aber schwach.
Wiederum, zum zweiten Mal, ging er hin und betete und
sprach:
Mein Vater, wenn dieser Kelch nicht [anmir]
vorübergehen kann, ohne dass ich ihn trinke,
so geschehe dein Wille. Und als er kam, fand er sie
wiederum schlafend, denn ihre Augen waren beschwert.
Und er ließ sie, ging wiederum hin, betete zum dritten
Mal und sprach dasselbe Wort.
Dann kommt er zu den Jüngern und spricht zu ihnen: So
schlaft denn fort und ruht aus; siehe,
die Stunde ist nahe gekommen, und der Sohn des
Menschen wird in Sünderhände überliefert.
Steht auf, lasst uns gehen; siehe, nahe ist gekommen
der mich überliefert.
In Gethsemane steht der Herr Jesus im Angesicht des Kreuzes. Dort entscheidet sich das Schicksal der Menschheit. Kein Mensch kann oder will Ihm beistehen; Er geht allein den Weg, um für Sünder zu sterben. Hier beginnt das Leiden, das zur Rettung führt.
„Mein Vater, wenn es möglich ist … doch nicht wie ich will, sondern wie du willst.“
Hier wird sichtbar, dass Erlösung
nur durch das Kreuz möglich
war.
Wenn es irgendeinen anderen Weg gäbe – gute Werke, Religion, Moral – hätte Gott
Seinen Sohn verschont. Doch es gab
keine Alternative.
Evangelistische Botschaft:
Wenn Gott sogar Seinen Sohn
nicht schonte, dann gibt es keinen Weg für den Menschen, sich selbst zu retten.
Nur das Kreuz rettet.
Der „Kelch“ ist in der Bibel ein festes
Bild für das Gericht Gottes über die
Sünde (Ps 75,9; Jes 51,17; Jer 25,15).
Jesus trinkt den Kelch anstelle
der Sünder.
Er nimmt das Gericht, das wir verdient haben.
Evangelistische Botschaft:
Jeder Mensch steht entweder
unter dem Gericht, oder
unter
dem, der das Gericht getragen hat.
Niemand kann beides zugleich.
Die Jünger schlafen – dreimal.
Während der Sohn Gottes ringt, schlafen die Menschen.
Das zeigt den Zustand des Sünders:
unfähig, die eigene Lage zu erkennen
geistlich eingeschlafen
nicht bereit, an seiner Errettung mitzuwirken
Evangelistische Botschaft:
Der Sünder kann nicht einmal „eine Stunde wachen“.
Christus hat alles getan; der Mensch bringt nichts mit außer Sünde und Ohnmacht.
„… wenn dieser Kelch nicht vorübergehen kann … so geschehe dein Wille.“
Der Wille Gottes ist:
Christus stirbt, damit Sünder leben
können.
Evangelium heißt:
Gott liebt den Menschen – aber Er kann die Sünde nicht übersehen.
Deshalb trägt Sein Sohn das Gericht.
Er flieht nicht. Er versteckt sich nicht.
Er geht dem, der Ihn verrät, aktiv
entgegen.
Damit zeigt Er:
Er geht freiwillig ans Kreuz.
Niemand nimmt Ihm das Leben; Er gibt es selbst (Joh 10,18).
Die Errettung ist Gottes Plan, nicht das Werk böser Menschen.
Evangelistische Botschaft:
Wer an Christus glaubt, hat einen Retter, der freiwillig ans Kreuz gegangen ist
– in Liebe und im Gehorsam – um für Sünder zu sterben.
Gethsemane zeigt:
Das Gericht ist real.
Der Mensch ist unfähig.
Jesus geht freiwillig für uns.
Darum ruft Er: „Kommt her zu mir …“ (Mt 11,28).
Heute ist die Stunde der Annahme.
Wer Christus annimmt, hat Frieden mit Gott.
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„Er fiel auf sein Angesicht … Mein Vater … nicht wie ich will, sondern wie du willst.“
Lehrmäßige Kernaussagen:
Der Herr Jesus ist wahrer Mensch – Er betet, ringt, leidet.
Zugleich ist Er wahrer Sohn – vollkommen im Gehorsam.
Er hat einen
menschlichen Willen, der
sich dem Willen Gottes unterordnet.
– Nicht Widerstand, sondern vollkommene Unterordnung (Phil 2,8).
Seine Bitte zeigt nicht Angst vor Menschen, sondern das Ringen unter der Ankündigung des Gerichts Gottes.
Das dreifache Gebet Jesu hebt die Bedeutung hervor.
Der Kelch bedeutet:
die Gottverlassenheit (Ps 22,2)
das Tragen der Sündenlast (Jes 53,6)
das Gericht Gottes (Jes 51,17)
die Sühnung für die Welt (1Joh 2,2)
Lehrpunkt:
Der Herr Jesus wird nicht gezwungen – Er nimmt bewusst den Auftrag des Vaters
an.
Das Kreuz ist der Wille Gottes,
nicht ein Unfall der Geschichte.
Die dreifache Wiederholung des Schlafes zeigt:
völliges Versagen des Menschen
geistlicher Mangel
fehlendes Verständnis für Jesu Leiden
Unfähigkeit des Fleisches, Gottes Willen zu tun (Röm 8,7)
„Der Geist ist willig, das Fleisch aber schwach“ – ein Grundsatz für jeden Gläubigen:
Ein wiedergeborener Mensch will das Gute
Aber das Fleisch bleibt unverbesserlich
Sieg ist nur durch Wachen und Beten möglich (1Pet 4,7; Eph 6,18)
Drei Mal betet Er:
Kein Murren
Kein Widerspruch
Keine Rebellion
Sondern wachsende Annahme des Willens des Vaters
Lehrreich:
Die Wiederholung zeigt die Tiefen Seiner inneren Leiden
Dennoch absolute Übereinstimmung mit Gottes Willen
Gethsemane ist nicht Schwäche, sondern vollkommene Hingabe
„Siehe, die Stunde ist nahe gekommen…“
Dies ist die
„Stunde“, von der Jesus
mehrfach spricht (Joh 12,23; 13,1; 17,1):
die Stunde Seiner Verherrlichung durch Leiden.
Lehrpunkte:
Gott hat einen genauen Heilsplan
Nichts geschieht zufällig
Der Herr geht freiwillig, bewusst und siegreich den Weg des Kreuzes
Er überliefert sich selbst (Gal 2,20)
„Steht auf, lasst uns gehen“ – ein
königliches Wort.
Er geht nicht in Panik, sondern majestätisch dem Leiden entgegen.
Matthäus 26,39–46 zeigt:
Das wahre Menschsein und die wahre Gottheit Jesu
Die Notwendigkeit des Kreuzes
Das Gericht Gottes im Kelch
Die Unfähigkeit des Fleisches
Die Vollkommenheit des Gehorsams Christi
Die göttliche Ordnung der Heilsgeschichte
Die freiwillige Hingabe des Sohnes
Es ist ein Abschnitt voll heiliger Ehrfurcht und göttlicher Majestät.
„Der Kelch in Gethsemane“
Der Herr Jesus entfernt sich ein wenig von
den Jüngern, um allein vor dem Angesicht des Vaters zu stehen.
Er fällt auf sein Angesicht – Ausdruck tiefster Erniedrigung und heiligsten
Ernstes.
Sein Gebet offenbart zugleich seine wahre Menschheit und seine vollkommene
Hingabe:
„Nicht wie ich will, sondern wie du willst.“
Hier steht der Sohn Gottes im vollen Bewusstsein des kommenden Gerichts.
Echter Gehorsam zeigt sich dann, wenn der eigene Wille sich unter Gottes Willen beugt.
Der „Kelch“ ist ein alttestamentliches Bild
für das Gericht Gottes über die Sünde (Ps 75,9; Jes 51,17; Jer 25,15).
Christus bittet: Wenn es möglich ist, möge der Kelch vorübergehen.
Das zeigt: Es gab keinen anderen Weg
zur Erlösung.
Wenn es irgendeinen anderen Weg gegeben hätte – Gesetz, Werke, Religion – hätte
der Vater ihn gewährt.
Doch die Sünde des Menschen ist so schwerwiegend, dass nur der Sohn Gottes
selbst das Gericht tragen konnte.
Gethsemane beweist die Unmöglichkeit menschlicher Selbsterlösung.
Während der Herr ringt, schlafen die Jünger
– dreimal.
Das ist ein Bild der menschlichen Ohnmacht und der Unfähigkeit des Fleisches,
geistlich wach zu bleiben.
Jesus richtet sich besonders an Petrus: „Konntet ihr nicht eine Stunde mit mir
wachen?“
Ihre Augen sind beschwert – ein Hinweis darauf, wie schnell der Gläubige
geistlich ermüdet.
Wachen und Beten sind notwendig, um nicht
in Versuchung zu fallen.
Der Geist ist willig, aber das Fleisch bleibt unverbesserlich schwach.
Der Herr wiederholt dasselbe Gebet zum
dritten Mal.
Nicht, weil Er ungehorsam wäre, sondern weil das Leiden so groß ist, dass es
wiederholt vor Gott gebracht wird.
Er nimmt den Willen des Vaters vollkommen an – ohne Widerstand, ohne Klage.
Beharrliches Gebet ist nicht Unglaube, sondern Ausdruck des Ringens vor Gott.
Jesus sagt: „Die Stunde ist nahe gekommen.“
Diese Stunde ist mehrfach im Johannesevangelium angekündigt – die Stunde seiner
Verherrlichung durch Leiden.
Nun gibt es kein weiteres Zögern.
Er geht dem, der Ihn verrät, bewusst entgegen.
Das zeigt: Das Kreuz ist nicht menschlicher Zufall, sondern göttlicher
Ratschluss.
Wenn wir Gottes Willen erkannt haben,
sollen wir entschlossen handeln, wie der Herr:
„Steht auf, lasst uns gehen.“
Der Herr flieht nicht, obwohl Flucht
menschlich verständlich wäre.
Er steht auf, geht – und stellt sich freiwillig in die Hände von Sündern.
Sein Leiden beginnt in Gethsemane, sein Opfer vollendet sich auf Golgatha.
Kein Mensch nimmt Ihm das Leben – Er gibt es selbst (Joh 10,18).
Welche Liebe und Hingabe!
Gethsemane lädt uns ein, Ihn anzubeten und neu zu schätzen, was Er für uns getan
hat.
Gethsemane zeigt die tiefsten inneren
Leiden des Sohnes Gottes, den Ernst des göttlichen Gerichts, die Unfähigkeit des
Menschen und die vollkommene Hingabe Christi.
Wer dieses Kapitel betrachtet, steht auf heiligem Boden.
Hier sehen wir:
Der Kelch ist Gericht – und Christus
trank ihn für uns.