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00669 Was bedeutet Matthäus 26:39-46 Der Kelch ELBBK

Matthäus 26:39-46 ELBBK



  1. Im Garten Gethsemane fällt der Herr Jesus auf sein Angesicht und betet als der wahre Mensch zum Vater.

  2. Der „Kelch“ bedeutet das Gericht Gottes über die Sünde, das Christus stellvertretend trinken wird.

  3. Seine Bitte zeigt nicht Widerstand, sondern die heilige Ehrfurcht vor dem kommenden Zorngericht Gottes.

  4. Zugleich offenbart sich sein vollkommener Gehorsam: „Nicht wie ich will, sondern wie du willst.“

  5. Die Jünger aber schlafen, ein Bild völliger menschlicher Schwachheit im Angesicht göttlicher Dinge.

  6. Jesus ermahnt sie zu wachen und zu beten, weil der Geist willig ist, aber das Fleisch schwach bleibt.

  7. Dreimal wiederholt Er sein Gebet, was die Tiefe seines Leidens und die völlige Unterwerfung unter Gottes Willen zeigt.

  8. Das Kreuz ist nicht Zufall, sondern die von Gott bestimmte Stunde der Erlösung.

  9. Christus geht dem Verräter freiwillig entgegen, denn niemand nimmt Ihm das Leben – Er gibt es selbst.

  10. In Gethsemane sehen wir die Einheit des göttlichen Ratschlusses, die Ohnmacht des Menschen und die vollkommene Hingabe des Sohnes Gottes zur Errettung der Sünder.

 

Und er ging ein wenig weiter und fiel auf sein Angesicht und betete und sprach:
Mein Vater, wenn es möglich ist, so gehe dieser Kelch anmir vorüber; doch nicht wie ich will, sondern wie du willst.
Und er kommt zu den Jüngern und findet sie schlafend; und er spricht zu Petrus:
Also nicht eine Stunde vermochtet ihr mit mir zu wachen?
Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung kommt; der Geist zwar ist willig, das Fleisch aber schwach.
Wiederum, zum zweiten Mal, ging er hin und betete und sprach:
Mein Vater, wenn dieser Kelch nicht [anmir] vorübergehen kann, ohne dass ich ihn trinke,
so geschehe dein Wille. Und als er kam, fand er sie wiederum schlafend, denn ihre Augen waren beschwert.
Und er ließ sie, ging wiederum hin, betete zum dritten Mal und sprach dasselbe Wort.
Dann kommt er zu den Jüngern und spricht zu ihnen: So schlaft denn fort und ruht aus; siehe,
die Stunde ist nahe gekommen, und der Sohn des Menschen wird in Sünderhände überliefert.
Steht auf, lasst uns gehen; siehe, nahe ist gekommen der mich überliefert.


Einführung: Der Garten Gethsemane – Der Wendepunkt der Weltgeschichte

In Gethsemane steht der Herr Jesus im Angesicht des Kreuzes. Dort entscheidet sich das Schicksal der Menschheit. Kein Mensch kann oder will Ihm beistehen; Er geht allein den Weg, um für Sünder zu sterben. Hier beginnt das Leiden, das zur Rettung führt.


1. Der Herr Jesus – der gehorsame Sohn (V.39)

„Mein Vater, wenn es möglich ist … doch nicht wie ich will, sondern wie du willst.“

Hier wird sichtbar, dass Erlösung nur durch das Kreuz möglich war.
Wenn es irgendeinen anderen Weg gäbe – gute Werke, Religion, Moral – hätte Gott Seinen Sohn verschont. Doch es gab keine Alternative.

Evangelistische Botschaft:
Wenn Gott sogar Seinen Sohn nicht schonte, dann gibt es keinen Weg für den Menschen, sich selbst zu retten. Nur das Kreuz rettet.


2. Der Kelch – das Gericht Gottes

Der „Kelch“ ist in der Bibel ein festes Bild für das Gericht Gottes über die Sünde (Ps 75,9; Jes 51,17; Jer 25,15).
Jesus trinkt den Kelch anstelle der Sünder.
Er nimmt das Gericht, das wir verdient haben.

Evangelistische Botschaft:
Jeder Mensch steht entweder


3. Der Mensch in seiner Ohnmacht (V.40–43)

Die Jünger schlafen – dreimal.
Während der Sohn Gottes ringt, schlafen die Menschen.

Das zeigt den Zustand des Sünders:

Evangelistische Botschaft:
Der Sünder kann nicht einmal „eine Stunde wachen“.
Christus hat alles getan; der Mensch bringt nichts mit außer Sünde und Ohnmacht.


4. Der Wille Gottes: das Kreuz (V.42)

„… wenn dieser Kelch nicht vorübergehen kann … so geschehe dein Wille.“

Der Wille Gottes ist:
Christus stirbt, damit Sünder leben können.

Evangelium heißt:
Gott liebt den Menschen – aber Er kann die Sünde nicht übersehen.
Deshalb trägt Sein Sohn das Gericht.


5. Christus geht dem Verräter entgegen (V.45–46)

Er flieht nicht. Er versteckt sich nicht.
Er geht dem, der Ihn verrät, aktiv entgegen.

Damit zeigt Er:

Evangelistische Botschaft:
Wer an Christus glaubt, hat einen Retter, der freiwillig ans Kreuz gegangen ist – in Liebe und im Gehorsam – um für Sünder zu sterben.


Schlussgedanke – Die Einladung des Kreuzes

Gethsemane zeigt:

Darum ruft Er: „Kommt her zu mir …“ (Mt 11,28).
Heute ist die Stunde der Annahme.
Wer Christus annimmt, hat Frieden mit Gott.

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Fürs Bibelstudium

1. Der wahre Mensch und der wahre Gott (V.39)

„Er fiel auf sein Angesicht … Mein Vater … nicht wie ich will, sondern wie du willst.“

Lehrmäßige Kernaussagen:


2. Der Kelch – das stellvertretende Gericht

Das dreifache Gebet Jesu hebt die Bedeutung hervor.

Der Kelch bedeutet:

Lehrpunkt:
Der Herr Jesus wird nicht gezwungen – Er nimmt bewusst den Auftrag des Vaters an.
Das Kreuz ist der Wille Gottes, nicht ein Unfall der Geschichte.


3. Die Jünger – ein Bild der Fleischlichkeit des Gläubigen (V.40–43)

Die dreifache Wiederholung des Schlafes zeigt:

„Der Geist ist willig, das Fleisch aber schwach“ – ein Grundsatz für jeden Gläubigen:


4. Das dreifache Gebet Jesu – Vollendung des Gehorsams

Drei Mal betet Er:

Lehrreich:


5. Die Stunde Gottes (V.45–46)

„Siehe, die Stunde ist nahe gekommen…“

Dies ist die „Stunde“, von der Jesus mehrfach spricht (Joh 12,23; 13,1; 17,1):
die Stunde Seiner Verherrlichung durch Leiden.

Lehrpunkte:

„Steht auf, lasst uns gehen“ – ein königliches Wort.
Er geht nicht in Panik, sondern majestätisch dem Leiden entgegen.


Zusammenfassung (lehrmäßig)

Matthäus 26,39–46 zeigt:

Es ist ein Abschnitt voll heiliger Ehrfurcht und göttlicher Majestät.

Bibelstundenversion – Matthäus 26,39–46

„Der Kelch in Gethsemane“

1. Der Herr Jesus im Garten (V.39)

Der Herr Jesus entfernt sich ein wenig von den Jüngern, um allein vor dem Angesicht des Vaters zu stehen.
Er fällt auf sein Angesicht – Ausdruck tiefster Erniedrigung und heiligsten Ernstes.
Sein Gebet offenbart zugleich seine wahre Menschheit und seine vollkommene Hingabe:
„Nicht wie ich will, sondern wie du willst.“
Hier steht der Sohn Gottes im vollen Bewusstsein des kommenden Gerichts.

Geistliche Anwendung:

Echter Gehorsam zeigt sich dann, wenn der eigene Wille sich unter Gottes Willen beugt.


2. Der Kelch – das Gericht Gottes (V.39–42)

Der „Kelch“ ist ein alttestamentliches Bild für das Gericht Gottes über die Sünde (Ps 75,9; Jes 51,17; Jer 25,15).
Christus bittet: Wenn es möglich ist, möge der Kelch vorübergehen.
Das zeigt: Es gab keinen anderen Weg zur Erlösung.
Wenn es irgendeinen anderen Weg gegeben hätte – Gesetz, Werke, Religion – hätte der Vater ihn gewährt.
Doch die Sünde des Menschen ist so schwerwiegend, dass nur der Sohn Gottes selbst das Gericht tragen konnte.

Geistliche Anwendung:

Gethsemane beweist die Unmöglichkeit menschlicher Selbsterlösung.


3. Die schlafenden Jünger (V.40–43)

Während der Herr ringt, schlafen die Jünger – dreimal.
Das ist ein Bild der menschlichen Ohnmacht und der Unfähigkeit des Fleisches, geistlich wach zu bleiben.
Jesus richtet sich besonders an Petrus: „Konntet ihr nicht eine Stunde mit mir wachen?“
Ihre Augen sind beschwert – ein Hinweis darauf, wie schnell der Gläubige geistlich ermüdet.

Geistliche Anwendung:

Wachen und Beten sind notwendig, um nicht in Versuchung zu fallen.
Der Geist ist willig, aber das Fleisch bleibt unverbesserlich schwach.


4. Das dreifache Gebet Jesu (V.44)

Der Herr wiederholt dasselbe Gebet zum dritten Mal.
Nicht, weil Er ungehorsam wäre, sondern weil das Leiden so groß ist, dass es wiederholt vor Gott gebracht wird.
Er nimmt den Willen des Vaters vollkommen an – ohne Widerstand, ohne Klage.

Geistliche Anwendung:

Beharrliches Gebet ist nicht Unglaube, sondern Ausdruck des Ringens vor Gott.


5. Die Stunde Gottes (V.45–46)

Jesus sagt: „Die Stunde ist nahe gekommen.“
Diese Stunde ist mehrfach im Johannesevangelium angekündigt – die Stunde seiner Verherrlichung durch Leiden.
Nun gibt es kein weiteres Zögern.
Er geht dem, der Ihn verrät, bewusst entgegen.
Das zeigt: Das Kreuz ist nicht menschlicher Zufall, sondern göttlicher Ratschluss.

Geistliche Anwendung:

Wenn wir Gottes Willen erkannt haben, sollen wir entschlossen handeln, wie der Herr:
„Steht auf, lasst uns gehen.“


6. Der freiwillige Weg Jesu

Der Herr flieht nicht, obwohl Flucht menschlich verständlich wäre.
Er steht auf, geht – und stellt sich freiwillig in die Hände von Sündern.
Sein Leiden beginnt in Gethsemane, sein Opfer vollendet sich auf Golgatha.
Kein Mensch nimmt Ihm das Leben – Er gibt es selbst (Joh 10,18).

Geistliche Anwendung:

Welche Liebe und Hingabe!
Gethsemane lädt uns ein, Ihn anzubeten und neu zu schätzen, was Er für uns getan hat.


Schlussgedanke für die Bibelstunde

Gethsemane zeigt die tiefsten inneren Leiden des Sohnes Gottes, den Ernst des göttlichen Gerichts, die Unfähigkeit des Menschen und die vollkommene Hingabe Christi.
Wer dieses Kapitel betrachtet, steht auf heiligem Boden.
Hier sehen wir:
Der Kelch ist Gericht – und Christus trank ihn für uns.