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Ich sah das Licht – Liedtext
Ich irrte so
ziellos umher, das Leben erfüllt von Sünde.
Ich wollte meinen lieben Heiland nicht in mein Herz
lassen.
Dann kam Jesus wie ein Fremder in der Nacht.
Lobet den Herrn – ich sah das Licht!
Ich sah das Licht,
ich sah das Licht,
Keine Finsternis mehr, keine Nacht.
Jetzt bin ich so glücklich, kein Kummer in Sicht.
Lobet den Herrn – ich sah das Licht!
Das Lied „I Saw the Light“ fasst in sehr einfachen Worten eine biblische Wahrheit zusammen, die sich wie ein roter Faden durch das gesamte Neue Testament zieht: Der Übergang von Finsternis zu Licht ist ein Bild der Bekehrung.
Ich gliedere die Auslegung in fünf Punkte:
Der Text beginnt mit einem ehrlichen Bekenntnis:
Ziel- und Hoffnungslosigkeit
Sündige Lebensführung
Geistliche Blindheit
Die Bibel beschreibt diesen Zustand sehr deutlich:
„… ihr wart einst Finsternis“ (Eph 5,8)
„Wir alle irrten umher wie Schafe“ (Jes 53,6)
„Der Weg der Gottlosen ist wie die Finsternis“ (Spr 4,19)
Der Mensch lebt in der Finsternis,
nicht weil er kein Licht hätte,
sondern weil er von Natur aus getrennt
von Gott ist (Eph 2,1–3).
Das Lied verschweigt diesen Ernst nicht: Die Finsternis ist selbstverschuldet.
Dieser Satz zeigt eine wichtige Wahrheit:
Der Mensch will von Natur aus nicht.
Der Herr Jesus sagt:
„Ihr wollt nicht zu mir kommen, damit ihr Leben habt.“ (Joh 5,40)
„Er kam in das Seine, und die Seinen nahmen ihn nicht an.“ (Joh 1,11)
Der Text spricht von einem liebenden
Heiland, der bereit ist zu retten –
aber von einem Herzen, das nicht bereit ist anzunehmen.
Damit steht das Lied im Einklang mit der
biblischen Lehre der gefallenen Natur des Menschen:
Der Mensch muss nicht nur belehrt
werden – er muss von Gott gezogen werden (Joh 6,44).
Der Ausdruck „wie ein Fremder in der Nacht“ beschreibt:
unerwartetes Eingreifen Gottes
das Durchbrechen des Lichts in die Dunkelheit
die Gnade, die nicht aus uns kommt
Johannes sagt:
„Das Licht scheint in der Finsternis.“ (Joh 1,5)
„Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt.“ (Joh 1,9)
Viele Gläubige können bezeugen:
Als ich Ihn am wenigsten suchte, hat
Er mich gefunden.
Das ist das Zentrum der Botschaft.
Das „Licht“ steht für:
Christus selbst (Joh 8,12)
die Wahrheit des Evangeliums (2Kor 4,4–6)
das neue Leben (Joh 1,4)
Paulus beschreibt seine Bekehrung in denselben Worten:
„Ein Licht vom Himmel … umstrahlte mich.“ (Apg 9,3)
„Gott … hat in unseren Herzen aufgeleuchtet.“ (2Kor 4,6)
Bekehrung ist nicht ein moralischer
Entschluss,
sondern ein göttliches Aufstrahlen des Lichts Christi im Herzen des Menschen.
Die Wiedergeburt bringt Freude, Gewissheit und Frieden:
„Die Freude am Herrn ist eure Stärke.“ (Neh 8,10)
„Der Friede Gottes … wird eure Herzen bewahren.“ (Phil 4,7)
„Damit unser Herz sich freue in seinem heiligen Namen.“ (Ps 105,3)
Das Lied drückt aus, was David in Psalm 40 sagt:
„Er führte mich herauf aus der Grube des Verderbens …
Er gab in meinen Mund ein neues Lied.“
Die Veränderung ist so gewaltig, dass der
Gläubige sagen kann:
„Keine Finsternis mehr“ –
nicht weil er vollkommen wäre,
sondern weil Christus sein Leben geworden ist.
Das Lied „I Saw the Light“ ist eine einfache, aber klare poetische Darstellung des Evangeliums:
der Mensch: verloren, blind, sündig
Christus: suchend, rettend, erleuchtend
Bekehrung: das Sehen des göttlichen Lichts
Frucht: Freude, Frieden, Gewissheit, ein neues Leben
Es ist ein Zeugnislied in der Tradition von
„Amazing Grace“:
Das Evangelium wird persönlich, erfahrbar und mit Freude bezeugt.