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00673 Grundsatz: Die Entrückung ist unabhängig von sichtbaren Zeichen
Das Neue Testament lehrt die Entrückung als
ein immer mögliches, jederzeitiges
Ereignis (imminent).
Nirgendwo wird ein irdisches oder politisches Zeichen genannt, das vorher
eintreten muss.
1. Thessalonicher 1,10
„… und seinen Sohn aus den Himmeln zu erwarten …“
Titus 2,13
„… indem wir erwarten die glückselige Hoffnung …“
Philipper 3,20
„… von woher wir den Herrn Jesus Christus erwarten …“
Diese Verse zeigen:
Die Christen der ersten Generation
erwarteten den Herrn zu ihrer
eigenen Zeit, ohne einen Hinweis auf vorhergehende weltpolitische
Entwicklungen.
Das Prophetenprogramm Gottes betrifft Israel und die Nationen – nicht die Gemeinde.
Beispiele:
Daniel 2,7,9: Prophetie über die Nationen und Israel
Matthäus 24–25: Großenteils zukünftige Ereignisse für Israel, nicht für die Gemeinde
Offenbarung 6–19: Drangsalszeit über die Welt und Israel
Die Gemeinde ist in keiner einzigen alttestamentlichen Prophetie erwähnt.
Denn sie war ein „Geheimnis“:
Epheser 3,3–6
Kolosser 1,26
1. Korinther 15,51
Wenn die Gemeinde ein Geheimnis ist, dann sind auch die Zeichen, die ihre Entrückung betreffen, nicht im AT vorhergesagt.
Der Herr Jesus sprach in den Evangelien nur von Zeichen, die sich auf:
das Reich Gottes,
die Ankunft des Sohnes des Menschen,
die Gerichte der Zukunft und
die Wiederkunft auf dem Ölberg
beziehen.
Nicht aber auf die Entrückung, denn:
Die Jünger kannten die Gemeinde noch gar nicht.
Die Entrückung wurde erst durch Paulus geoffenbart (1. Kor 15,51; 1. Thess 4,13–18).
Somit beziehen sich Matthäus 24, Lukas 21 und Markus 13 nicht auf die Entrückung, sondern auf Ereignisse der zukünftigen Drangsalszeit und der Wiederkunft.
Viele Christen verbinden 1948 mit der
Entrückung.
Doch die Bibel verbindet keine
Rückkehr Israels im Unglauben mit der Entrückung.
Biblische Rückführung Israels geschieht:
nicht unabhängig vom Herrn,
sondern
durch den Messias selbst
(siehe Hesekiel 36–37; Hosea 3,4–5).
Die moderne Staatsgründung Israels mag ein Vorspiel zukünftiger Erfüllungen sein, aber sie ist kein Zeichen für die Entrückung.
Globalisierung, weltweite Kommunikation, KI, einheitliche Währungen usw. können vielleicht das Umfeld für Ereignisse in Offb 13 oder Dan 7 erleichtern – aber sie werden nicht als Zeichen benannt.
Die Gemeinde wird nicht aufgefordert, Weltpolitik zu beobachten, sondern:
„Seid nüchtern und wartet“ (1Petr 1,13).
Der Herr Jesus verbindet das Kommen für seine Erlösten stets mit Wachsamkeit, nicht mit Vorzeichen.
Kein Hinweis auf Zeichen.
Das Gleichnis zeigt: Er kommt unerwartet.
„Ich komme bald.“
"Bald" heißt nicht „in 5 Minuten“, sondern:
ohne Vorankündigung, jederzeit
möglich.
Keine politische Entwicklung
Keine Kriege
Keine Erdbeben
Keine Technisierung
Keine Rückführung Israels
Keine Globalisierung
Die Entrückung gehört zum Bereich der Gnade, nicht zur Prophetie.
Was wir erwarten, ist eine Person – nicht Ereignisse:
„Der Herr selbst wird herabkommen …“ (1Thess 4,16)
Weil jede Verbindung von Entrückung und Zeitzeichen zwangsläufig zu:
Sensationalismus
Spekulation
Verwirrung
Fehlinterpretationen (z. B. 1948 + 70 Jahre + …)
führt.
Der Herr Jesus aber will:
keine Angst,
keine Sensationslust,
sondern
sanftes, stilles Warten in Hingabe.
Nein – die Bibel kennt keine irdischen Vorzeichen für die Entrückung.
Alles, was oft genannt wird (Israel 1948, Globalisierung, Weltordnung), ist theologisch nicht mit der Entrückung verbunden.Das Wort Gottes zeigt vielmehr das Gegenteil:
Der Herr kommt plötzlich, unerwartet und ohne Ankündigung – jederzeit.
Missverständnis: Israel 1948 = Beginn der letzten Generation vor der
Entrückung.
Biblisch: Keine einzige Stelle
verbindet die Rückkehr Israels im Unglauben mit der Entrückung.
Die biblische Rückführung geschieht
durch den Messias selbst (Hes 36–37), nicht durch politische Prozesse.
Missverständnis: „Jerusalem wird nicht zertreten werden von den
Nationen“ = erfüllt 1967.
Biblisch: Lukas 21,24 bezieht
sich auf die sichtbare Wiederkunft,
nicht auf die Entrückung.
Missverständnis: Politische Globalisierung = Vorbote des Antichristen =
nahe Entrückung.
Biblisch: Offb 13 beschreibt
ein künftiges System nach der
Entrückung (Drangsalszeit).
Die Gemeinde wird nicht
ermahnt, politische Entwicklungen zu deuten.
Missverständnis: Digitaler Euro = Vorstufe des „Malzeichens“.
Biblisch: Das Malzeichen
(Offb 13) liegt in der Drangsalszeit,
nicht davor.
Kein Zusammenhang zur Entrückung.
Missverständnis: Moderne Technologie macht Entrückung wahrscheinlicher.
Biblisch: Die Entrückung ist
zeitlos – sie hätte auch im
1. Jahrhundert geschehen können.
Keine technischen Voraussetzungen.
Missverständnis: Nahostkrieg = Zeichen für die Entrückung.
Biblisch: Kriege gehören zu
den „Anfängen der Wehen“ (Mt 24,6–8) –
dies betrifft Israel, nicht
die Gemeinde.
Missverständnis: Zunahme der Katastrophen = Zeichen der Nähe der
Entrückung.
Biblisch: Jesus nennt sie in
Mt 24 im Zusammenhang mit der
Drangsalszeit, nicht der Entrückung.
Missverständnis: Welt wird schlimmer → Entrückung muss nahe sein.
Biblisch: Moralischer Verfall
ist charakteristisch für die letzten
Tage der Gemeindezeit
(2Tim 3), aber nicht als
„Zeichen“ der Entrückung genannt.
Es beschreibt den Zustand – nicht das Timing.
Missverständnis: Endzeitlicher Abfall = direkte Vorbereitung der
Entrückung.
Biblisch: Der Abfall ist ein
Kennzeichen der letzten Zeit der Gemeinde (1Tim 4,1),
aber kein Zeichen für den
Zeitpunkt der Entrückung.
Er beschreibt normative Entwicklung,
nicht Chronologie.
Missverständnis: Himmlische Erscheinungen = Endzeitzeichen vor der
Entrückung.
Biblisch: Joel 3 / Mt 24 /
Offb 6 verorten diese Zeichen nach
der Entrückung –
in der Drangsalszeit oder unmittelbar vor der Wiederkunft.
Missverständnis: Jeder politische Frieden = „Bund des Antichristen“.
Biblisch: Der Bund aus Dan
9,27 wird erst nach der Entrückung geschlossen.
Es gibt keinen Auftrag,
politische Diplomatie zu deuten.
Missverständnis: Aliyah (Rückwanderung der Juden) = Zeichen für die
Entrückung.
Biblisch: Die biblische
Wiederherstellung Israels geschieht:
unter dem Messias,
in Gerechtigkeit,
in Buße,
durch göttliches Eingreifen,
und gehört zur Zukunft Israels, nicht zur Zukunft der Gemeinde.
Die Gemeinde ist ein Geheimnis (Eph 3; Kol 1; 1Kor 15,51).
Darum gibt es auch keine Zeichen
im Alten oder Neuen Testament, die die Entrückung ankündigen.
Die Entrückung hat keine Vorzeichen – sie ist jederzeit möglich.
Sie fällt nicht in den Bereich der Prophetie für Israel, sondern in die Gnade für die Gemeinde.
| Thema | Israel (Prophetie) | Gemeinde (Entrückung) |
|---|---|---|
| Zeitprogramm | Offenbart (Dan 2,7,9; Mt 24) | Geheimnis (Eph 3) |
| Zeichen | Ja – viele | Nein – keine |
| Auftrag | Achte auf Zeichen | Warte auf Christus |
| Stellung | irdisch | himmlisch |
| Hoffnung | Kommen des Messias zum Gericht | Kommen des Herrn zum Heimholen |