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Einführung in die Prophetie Marc Tapernoux
https://www.bibelkreis.ch/BEGRIFFSERKLAERUNG/Tapernoux_Marc_Einfuehrung_in_das_Studium_der_Prophetie.373%20.pdf

Endzeit:

https://www.bibelkreis.ch/themen/Endzeit!.pdf

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Einführung in die Prophetie Marc Tapernoux
https://www.bibelkreis.ch/BEGRIFFSERKLAERUNG/Tapernoux_Marc_Einfuehrung_in_das_Studium_der_Prophetie.373%20.pdf

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https://www.bibelkreis.ch/themen/Endzeit!.pdf



00674  Die GdHdG  GEMEINDE  Versammlung Kirche hat keine Zeichen


 

Die Frage nach „Zeichen der Endzeit“ beschäftigt viele Christen – doch die Schrift zeigt klar: Die Gemeinde hat keinerlei Zeichen vor der Entrückung. Der Grund liegt tief in der heilsgeschichtlichen und theologischen Stellung der Gemeinde. Die Entrückung wird als Geheimnis offenbart, und ein Geheimnis kann nicht durch Prophetie angekündigt werden. Prophetie betrifft stets Israel und die Nationen, niemals die Gemeinde, die im AT völlig verborgen war.

Zudem ist die Gemeinde ein himmlisches Volk: Ihr Bürgertum ist in den Himmeln, ihr Platz ist bereits geistlich in den himmlischen Örtern. Himmlische Wahrheiten haben jedoch keine irdischen Vorboten. Die neutestamentliche Hoffnung der Gemeinde ist daher nicht eventorientiert, sondern personenzentriert: Wir erwarten nicht Entwicklungen, sondern den Herrn selbst.

Im ganzen prophetischen Ablauf – von Daniel 2, 7 und 9 über die Drangsal Jakobs bis zum Tag des Herrn – erscheint die Gemeinde nicht. Sie ist ein heilsgeschichtlicher Zwischeneinschub der Gnade. Darum gibt es auch keine prophetischen Zeichen, die sich an sie richten. Zeichen gehören ausschließlich zu Gottes irdischem Handeln mit Israel.

Auch das NT trennt strikt zwischen der Entrückung und dem Tag des Herrn: Der Tag des Herrn hat sichtbare Zeichen, die Entrückung jedoch nicht. Wäre sie an Zeichen gebunden, könnte sie nicht „wie ein Dieb“ kommen – unerwartet, plötzlich, jederzeit. Die Gemeinde soll auf Christus blicken, nicht auf Weltpolitik oder kosmische Entwicklungen. Zeichenjagd führt immer zu Sensationalismus und Spekulation, niemals zu geistlichem Wachstum.

Die Entrückung ist ein Gnadenereignis, das nicht angekündigt, sondern ersehnt wird. Darum lehrt die Schrift konsequent: wachen, erwarten, auf den Herrn ausgerichtet leben – und keine Zeichen suchen. Die Gemeinde lebt im Glauben, nicht im Schauen. 

 

THEOLOGISCHE BEGRÜNDUNG, WARUM DIE GEMEINDE KEINE ZEICHEN HAT


1. Die Entrückung gehört zur „Geheimnis-Offenbarung“ – und Geheimnisse haben keine Zeichen

Die Entrückung ist ausdrücklich ein Geheimnis:

1. Korinther 15,51

„Siehe, ich sage euch ein Geheimnis …“

Ein Geheimnis ist im NT:

eine Wahrheit,
die vorher nie offenbart wurde,
und nur der Gemeinde bekanntgemacht wird.

Wenn die Entrückung ein Geheimnis ist, kann es vorher keine prophetischen Zeichen dafür geben.
Warum?

Schlussfolgerung:
Was ein Geheimnis war, kann nicht durch Prophetie angekündigt werden.
Darum: keine Zeichen vor der Entrückung.


2. Die Gemeinde ist himmlisch – und himmlische Wahrheiten haben keine irdischen Vorboten

Israel = irdisches Volk → braucht irdische Zeichen
Gemeinde = himmlisches Volk → benötigt keine irdischen Zeichen

Philipper 3,20

„Unser Bürgertum ist in den Himmeln …“

Epheser 2,6

„… mitsitzen in den himmlischen Örtern …“

Die Gemeinde gehört nicht zu:

Darum gibt es für sie auch keine weltpolitischen oder geschichtlichen Vorzeichen.


3. Die Entrückung ist die Hoffnung der Gemeinde – Hoffnung benötigt kein Vorzeichen

Das NT verbindet die Entrückung immer mit Erwartung, nie mit Berechnung.

Titus 2,13

„… die glückselige Hoffnung …“

1. Thessalonicher 1,10

„… seinen Sohn aus den Himmeln zu erwarten …“

Wenn Zeichen vorher kommen müssten:

Die Schrift aber macht klar:

Die Hoffnung lebt aus dem unmittelbaren Kommen Christi – nicht aus Vorzeichen.


4. Die Entrückung gehört nicht zum Ablauf der prophetischen Zeit (Daniel 2,7,9)

Der prophetische Kalender Gottes umfasst:

In diesem Programm erscheint die Gemeinde überhaupt nicht.

Warum?
Sie ist ein Zwischeneinschub, ein „Einschub der Gnade“.

Wenn die Gemeinde heilsgeschichtlich außerhalb des prophetischen Programms steht, kann es auch keine prophetischen Zeichen für sie geben.


5. Zeichen gehören immer zum irdischen Handeln Gottes mit Israel

Im ganzen Alten Testament sind Zeichen:

Beispiele:

Auch der Herr Jesus gab Zeichen:

Die Gemeinde sucht keine Zeichen, sondern lebt aus dem Glauben:

2. Korinther 5,7

„Denn wir wandeln durch Glauben, nicht durch Schauen.“


6. Zeichen sind typisch für den „Tag des Herrn“ – aber die Entrückung ist davor

Der Tag des Herrn beginnt mit den Gerichten der Offenbarung.
Für diesen Zeitraum werden Zeichen genannt:

Paulus schreibt ausdrücklich, dass der Tag des Herrn Zeichen hat, aber die Entrückung nicht.

2. Thessalonicher 2,1–3

Paulus schreibt:

Und er trennt sie klar!

Für den „Tag des Herrn“ nennt er Zeichen:
Apostasie, Offenbarung des Menschen der Sünde.

Aber damit korrigiert er ein Missverständnis:
Die Thessalonicher fürchteten, der Tag des Herrn sei schon da.

Worauf antwortet Paulus?

Ihr könnt nicht im Tag des Herrn sein – denn die Entrückung ist vorher.
Und die Entrückung hat keine Zeichen.


7. Wenn die Entrückung Zeichen hätte, wäre sie nicht mehr „wie ein Dieb“

1. Thessalonicher 5,2

„Der Tag des Herrn kommt wie ein Dieb in der Nacht.“

Das Bild „Dieb“ bedeutet:

Wenn erst Zeichen erfüllt sein müssten, wäre dieses Bild ungültig.

Darum schließt die Bibel Vorzeichen prinzipiell aus.


8. Die Gemeinde soll auf Christus schauen – nicht auf Ereignisse

Hebräer 12,2

„Hinblickend auf Jesus …“

Zeichen würden das geistliche Auge ablenken:

Alle Zeichen-Deutungen führen zwangsläufig zu:

Die Schrift schützt uns davor, indem sie keine Zeichen gibt.


9. Das Kommen Christi für die Gläubigen ist Gnade – Gnade wird nie angekündigt

Die Wiederkunft zur Entrückung ist Teil des Gnadenprogramms Gottes.

Gnade kommt:

Das Gericht dagegen wird:

Darum:


10. Konsequenz: Die Schrift warnt ausdrücklich vor „Zeichenjagd“

1. Thess 5,6

„Lasst uns also nicht schlafen wie die anderen, sondern wachen …“

Paulus sagt:
Wachen, nicht „Zeichen suchen“.

Markus 13,32–37

Der Herr sagt:

„Wacht!“
(Nicht: Beobachtet die Weltpolitik.)

Das Warten soll persönlich sein, nicht berechnend.


Kurzfazit

Die Gemeinde hat keine Zeichen vor der Entrückung, weil sie heilszeitlich, theologisch und ontologisch
völlig außerhalb des israelitischen Prophetieprogramms steht.

Die Entrückung ist ein Geheimnis,
eine himmlische Hoffnung,
ein Gnadenereignis,
das jederzeit eintreten kann
und daher keine Vorboten hat.