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Die Frage nach Musikinstrumenten und Anbetung führt tief hinein in das
Verständnis der Schrift von Gottesdienst, Offenbarung und Heilsgeschichte.
In den Psalmen begegnen uns Instrumente als Ausdruck der Freude, des Lobes und
der priesterlichen Verkündigung im Volk Israel.
Sie gehören zum gottgegebenen, prophetischen Tempeldienst, der unter David und
Salomo in einzigartiger Weise geordnet war.
Dort dienten Leviten mit Harfen, Zimbeln und Lauten nicht nur zur musikalischen
Begleitung, sondern zur geistlichen Weissagung.
Musik war nicht Selbstzweck, sondern ein Mittel, den Namen Jehovas großzumachen.
Doch dieser Dienst steht zugleich in deutlichem heilsgeschichtlichen Gegensatz
zur neutestamentlichen Anbetung.
↓↓↓↓↓
In der Versammlung des Leibes Christi erscheinen keine Instrumente und keine
priesterlichen Musiker.
Denn die Anbetung geschieht „im Geist und in Wahrheit“ – unabhängig von
sichtbaren Formen.
Der Mittelpunkt ist nicht das Lied, sondern die Person Christi.
Der Mittelpunkt ist nicht Klang, sondern die Wirklichkeit des ewigen Lebens.
Weder Kunst noch Ästhetik tragen die Anbetung, sondern die Wirksamkeit des
Heiligen Geistes.
Die neutestamentlichen Briefe kennen weder Tempeldienst noch kultische Musik.
Aber sie kennen das Singen – ein gemeinsames, geistliches Singen, das aus der
Fülle des Herzens hervorkommt.
Es steht nicht für Darbietung, sondern für gegenseitige Erbauung.
So zeigt die Schrift zwei Bereiche: den irdischen, prophetischen Musikdienst
Israels und die himmlische, geistgewirkte Anbetung der Gemeinde.
Beide sind von Gott gesetzt, aber nicht miteinander zu vermischen.
Das Alte redet in Schatten – das Neue in Wirklichkeit.
Das Alte zeigt Hörbares – das Neue beschreibt Unsichtbares.
Das Alte klingt – das Neue lebt.
Diese Studie möchte helfen, beide Bereiche klar zu unterscheiden und ihren
Reichtum besser zu verstehen.
Warum die neutestamentliche Gemeinde ohne Instrumente anbetet
Diese kurze Zusammenfassung fasst die wichtigsten Gedanken der ausführlichen Schriftstudie zusammen und eignet sich als Einführung für Bibelstunden oder als Vorspann zu einer längeren Ausarbeitung.
Wer die Bibel liest, stellt fest:
Im Alten Testament begegnen uns viele
Instrumente – Harfen, Lauten, Zimbeln, Trompeten – vor allem im
Zusammenhang mit dem Tempel und dem König David.
Im Neuen Testament dagegen herrscht ein auffallendes Schweigen:
Kein einziges Mal werden Instrumente im Zusammenhang mit den Zusammenkünften der Gemeinde erwähnt.
Es gibt keine Anweisung, Instrumente im Gottesdienst zu verwenden.
Dieses Schweigen ist nicht zufällig, sondern hat eine heilsgeschichtliche und theologische Bedeutung.
Im Alten Testament gehörten Instrumente nicht allgemein zur Anbetung aller Gläubigen, sondern sehr gezielt zum:
Tempel in Jerusalem
Levitischen Priesterdienst
Opfergottesdienst
Königtum Davids
Wichtige Beobachtungen:
Die erste Erwähnung von Instrumenten (1Mo 4,21) steht im Zusammenhang der Kultur der Kain-Linie – nicht im Gottesdienst.
Unter Mose wurden keine Instrumente für den Opferdienst angeordnet.
Musikinstrumente wurden erst unter David durch prophetisches Gebot eingeführt (2Chr 29,25).
Die Instrumente waren an den Tempel und an die Leviten gebunden, nicht an das ganze Volk.
Instrumentalmusik war damit Teil der Tempelliturgie des irdischen Israels, nicht Ausdruck einer zeitlosen, für alle Zeitalter gleichen Gottesdienstordnung.
Die Psalmen sind das
Liederbuch Israels, nicht das
„offizielle Gesangbuch der Gemeinde“.
Sie verbinden:
den Tempelkult
das Königtum Davids
und die prophetische Erwartung des messianischen Reiches.
Wenn Psalmen Instrumente nennen – besonders deutlich in Psalm 150 –, dann geschieht das:
im Blick auf das Heiligtum in Jerusalem,
im Rahmen des Königtums
und oft in einer zukünftigen Perspektive, wenn der HERR in Zion herrscht.
Das bedeutet:
Die Instrumentenfülle der Psalmen ist
prophetisch auf das messianische Reich ausgerichtet, nicht auf die
jetzige Gnadenzeit.
Die Propheten und die Offenbarung zeigen, dass der Herr Jesus einmal:
auf dem Thron Davids in Jerusalem regieren,
einen Tempel haben (Hes 40–48),
und wieder einen geordneten priesterlichen Dienst in Verbindung mit Israel ausüben wird.
Dann werden auch die Elemente des alttestamentlichen Kultes – in veränderter, erinnernder Form – wieder erscheinen:
Tempel
Opfer (Gedächtnischarakter)
Leviten
und offenbar auch Instrumentalmusik, wie es die Psalmen prophetisch andeuten.
Dort haben Instrumente ihren Platz – im
sichtbaren Reich Gottes auf Erden
unter der Herrschaft Christi.
Die Gemeinde der Gnadenzeit
befindet sich jedoch heilsgeschichtlich
zwischen Tempelkult und
messianischem Reich.
Mit dem Kommen des Herrn Jesus und der Vollendung seines Werkes am Kreuz wird der alte Kult abgeschlossen:
Der Tempel verliert seine Bedeutung (Hebr 8–10).
Das alttestamentliche Priestertum wird abgelöst.
Es gibt keine Opfer mehr zur Sühnung der Sünden.
Der Herr Jesus sagt in Johannes 4,23–24:
Die wahren Anbeter werden den Vater in Geist und Wahrheit anbeten.
Im Neuen Testament wird die Anbetung der Gemeinde gekennzeichnet durch:
Wort (Lesung, Lehre, Ermahnung)
Gebet
Gesang, aber: „in euren Herzen“ (Eph 5,19; Kol 3,16)
das „Opfer des Lobes, die Frucht der Lippen“ (Hebr 13,15)
Instrumente tauchen nirgends auf.
Die Gemeinde ist ein
geistlicher Tempel (1Petr
2,5), kein sichtbarer Kultstaat.
Ihr Gottesdienst findet nicht in einem geweihten Haus statt, sondern da, wo
Gläubige im Namen des Herrn versammelt sind.
Deshalb ist es nur folgerichtig, dass die neutestamentliche Gemeinde – und mit ihr die Gemeinde der Heiligen der Gnadenzeit – keine Instrumente im Gottesdienst verwendet, sondern den Vater durch den Geist und mit der Frucht der Lippen anbetet.
Die Frage der Instrumente ist keine Geschmacksfrage, sondern eine heilsgeschichtliche und geistliche.
Im Alten Testament und im kommenden Reich: Instrumente im Rahmen eines irdischen Tempelkults und einer sichtbaren Königsherrschaft.
In der Gnadenzeit: Anbetung im Geist, getragen vom Wort, vom Heiligen Geist und von der inneren Bewegung des Herzens – ohne kultische oder musikalische Hilfsmittel.
Gerade darin liegt die Würde und Schönheit
des Gottesdienstes in der Gnadenzeit:
Gott wird nicht durch äußere Mittel, sondern durch die von Ihm selbst gewirkte
geistliche Harmonie der Erlösten
geehrt.
(ca. 1–1,5 Seiten)
Die Frage, ob im Gottesdienst der neutestamentlichen Gemeinde Musikinstrumente verwendet werden sollen, gehört zu den klassischen Themen, bei denen sich kirchengeschichtliche Praxis, traditionelle Empfindungen und biblische Lehre oft überlagern.
Während das Alte Testament zahlreiche Hinweise auf den kultischen Gebrauch von Instrumenten enthält, schweigt das Neue Testament vollständig, wenn es um die Verwendung von Instrumenten in der christlichen Versammlung geht.
Dieses Schweigen ist nicht zufällig, sondern theologisch bedeutsam.
Die Spannung zwischen:
dem reichhaltigen Instrumentengebrauch im alttestamentlichen Tempeldienst,
dem prophetisch erwarteten musikalischen Jubel im messianischen Reich (z. B. Ps 98; Ps 150),
und der Schlichtheit, Geistlichkeit und Innerlichkeit der neutestamentlichen Anbetung (Joh 4,23–24; Hebr 13,15; 1Petr 2,5)
bildet den Ausgangspunkt dieser Studie.
Historisch betrachtet lassen sich drei Hauptrichtungen festhalten:
Instrumente wurden ausschließlich im Tempel
verwendet, nie in der
Synagoge.
Die frühe Synagoge kannte
ausschließlich gesungene Texte, ohne jede instrumentale Begleitung
(Philo, Josephus, Mischna).
Die Synagoge ist überraschend nahe an der Praxis der frühen christlichen
Gemeinden.
Die Kirchenväter lehnten Instrumente im Gottesdienst geschlossen ab:
Clemens von Alexandrien († 215): Instrumente gehören zum „Theater“, nicht zur Gemeinde.
Johannes Chrysostomus († 407): Instrumente waren „für Kinder“ (Israel unter dem Gesetz), die Gemeinde aber sei „reif“.
Tertullian, Athanasius, Basilius: ähnlich.
Erst im 8.–9. Jahrhundert tauchen Orgeln in westlichen Kirchen auf.
Viele Reformatoren (Zwingli, Calvin)
lehnten Instrumente im Gottesdienst ab.
Die Brüderbewegung, sowie die Gemeinde der Gnadenzeit, knüpfen bewusst wieder an
die schlicht-geistliche Form
der ersten Christen an.
Die vorliegende Studie geht kanonisch-theologisch vor und berücksichtigt:
Ursprung und Entwicklung der Instrumente (AT)
kultische und priesterdienstliche Funktion im mosaischen System
prophetisch-messianische Perspektive (Psalmen, Propheten, Reich Gottes)
neutestamentliche Lehrentwicklung (Anbetung „im Geist und Wahrheit“)
Sprachliche Untersuchung ausgewählter hebräischer und griechischer Begriffe
historisch-theologische Einordnung (Judentum, frühe Kirche)
heilsgeschichtliche Zusammenführung
Methodisch wird die Elberfelder Bibel 1905 verwendet, da sie im Bereich der Worttreue außergewöhnlich ist und für theologische Untersuchungen bestens geeignet.
Altes Testament in hebräischem Grundtext (Masoretischer Text)
Neues Testament in griechischem Grundtext (Textus Receptus / Majority Text Vergleich)
Übersetzung: Elberfelder Bibel 1905
LXX (Septuaginta) für Vergleich einzelner Begriffe (z. B. psallō)
Philo von Alexandrien
Josephus („Jüdischer Krieg“, „Jüdische Altertümer“)
Mischna (Traktate Sukkah, Tamid, Arakhin – Hinweise auf Tempelmusik)
Clemens von Alexandrien
Johannes Chrysostomus
Basilius
Tertullian
frühe Kirchenordnungen (Didache etc.)
(ca. 1 Seite)
Die erste Erwähnung von Instrumenten ist theologisch höchst bemerkenswert:
„Und der Name seines Bruders war Jubal; dieser war der Vater aller, die Harfe und Flöte spielen.“
(1Mo 4,21)
Der Kontext ist nicht Anbetung, sondern Kulturgeschichte.
Die Linie Kains steht – heilsgeschichtlich betrachtet – für:
menschliche Selbstentfaltung
Kulturentwicklung
Fortschritt ohne Gott (Städtebau, Technik, Kunst)
Musik erscheint als weltliche Kulturtechnik, nicht als gottesdienstliches Element.
Musik an sich ist weder gut noch böse.
Ihre erste biblische Verwendung ist jedoch nicht kultisch, sondern kulturell.
Dies unterstreicht, dass der spätere Kultgebrauch der Instrumente nicht ursprünglich, sondern eine göttliche Sonderanordnung ist (über David, Gad, Nathan).
Vor dem Tempel Davids findet sich kein einziger Hinweis auf kultische Instrumente:
weder bei Mose
noch im Heiligtum
noch im Opferdienst der Stiftshütte
noch bei den Priestern Aarons
Gott selbst ordnete für den mosaischen Gottesdienst keine Instrumente an.
Die Instrumente kommen erst durch David, und das ausdrücklich durch prophetisches Gebot (2Chr 29,25).
(ca. 2–3 Seiten)
Die zentrale Textstelle der gesamten alttestamentlichen Musiktheologie lautet:
„Und er stellte die Leviten in das Haus Jehovas … mit Zimbeln, Harfen und Lauten, nach dem Gebot Davids und Gads, des Sehers, sowie Nathans, des Propheten; denn das Gebot war von Jehova durch seine Propheten.“
Dieser Vers enthält drei entscheidende theologische Elemente:
Sie ist
prophetisch geboten.
David handelt nicht als
Musiker, sondern als Prophet
(vgl. 2Sam 23,1–2).
Nicht an das Volk.
Nicht an die Synagoge.
Nicht an individuelle Anbetung.
Sondern ausschließlich:
„im Haus Jehovas“.
Verwendung ausschließlich durch:
Leviten (vgl. 1Chr 23,5)
unter Aufsicht der Priester
beim kultischen Opferdienst
Fazit:
Instrumente sind nicht allgemeine Anbetungsmittel, sondern
kultische Opferbegleitung,
prophetisch eingefügt in das heilsgeschichtliche Gefüge Israels.
„Und als das Brandopfer begann, begann der Gesang Jehovas, und die Instrumente Davids spielten.“
(2Chr 29,27)
Instrumente begleiten:
das Blutopfer
die priesterliche Handlung
die Sühnung
das levitische Ritual
Die Musik ist nicht der Anbetung des Volkes zugeordnet, sondern dem Opferkult.
David ist König und Prophet.
Die Musikinstrumente stammen aus seiner Königszeit und gehören zur
Repräsentation des Königtums Gottes
auf Erden.
Solange das davidische Königtum bestand, war die Präsenz von Instrumenten ein Zeichen der Regierung Gottes im Tempel.
„… und 4000, die Jehova auf den Instrumenten, die ich zur Lobpreisung gemacht habe, lobpreisen sollen.“
Drei theologische Beobachtungen:
Zahl und Funktion:
4.000 Musiker – ein riesiges kultisches Beamtenamt.
Gottgemäße Norm:
Instrumente sind gemacht für Jehova,
aber nicht für private
oder volkstümliche Anbetung.
Priestertum gebunden:
Musik gehört zum Tempelpersonal,
nicht zur Gemeinde.
Da im Neuen Testament:
weder Tempel
noch Leviten
noch Opferkult
noch königliche Präsenz auf Erden
existieren,
kann die Instrumentalmusik nicht
weiter bestehen.
Instrumente dienten im AT zur:
Erhöhung der Atmosphäre des Heiligen Ortes
Begleitung der Opfer
Darstellung der königlichen Herrschaft Gottes
Erzeugung einer festlichen, kultischen Stimmung
Diese Atmosphäre gehört eindeutig zum:
irdischen Tempel,
Zeremonialgeschehen,
volkrepräsentativen Gottesdienst.
Die neutestamentliche Gemeinde kennt keine kultische Atmosphäre.
Ihre Anbetung ist:
unsichtbar
geistlich
innerlich
nicht-rituell
Ein oft übersehener, aber gewichtiger Punkt:
Das Gesetz Moses ordnet keine Instrumente an.
Weder:
beim Brandopfer (3Mo 1)
beim Sündopfer (3Mo 4)
beim Friedensopfer (3Mo 3)
bei den Festen (3Mo 23)
beim täglichen Opfer (4Mo 28–29)
werden Instrumente erwähnt.
Das bedeutet:
Musikinstrumente gehören deshalb in die Kategorie der:
königlichen Ergänzungen
prophetischen Erweiterungen
heilsgeschichtlichen Zeichen
Aber nicht in die Kategorie des moralischen oder ewig-gültigen Gottesdienstes.
(ca. 3–4 Seiten)
Wir gehen jetzt tiefer in die Psalmen hinein, denn sie sind oft der Hauptgrund, warum Christen heute Instrumente im Gottesdienst erwarten.
Doch genau hier zeigt sich die prophetisch-messianische Dimension, die für die Gemeinde nicht gilt.
Die Psalmen sind:
poetisch
prophetisch
messianisch
kultisch
königlich
Sie entstanden in einem System:
mit Tempel
mit Leviten
mit kultischen Ritualen
mit Opfergottesdienst
mit König
keines.
Daher sind die Psalmen zwar geistlich wertvoll, aber keine direkte Anweisung für die neutestamentliche Gottesdienstordnung.
Wir analysieren jetzt die wichtigsten Stellen.
„Preiset Jehova mit der Laute; spielt ihm auf der zehnsaitigen Harfe.“
„… und ich will dich loben auf der Laute, o Gott, mein Gott.“
→ Diese Psalmen gehören zum Davidischen Königshof und Tempelkontext.
„Singt Jehova mit der Harfe … mit Trompeten und dem Schall des Horns.“
→ Prophetisch auf das Kommen des Messias bezogen.
„… ich will dir auf der zehnsaitigen Laute spielen.“
→ Königliche Psalmendichtung Davids, nicht Gemeindeanweisung.
„Lobet ihn mit Posaunenschall … mit Harfen und Lauten …“
Dieser Psalm ist fast universell
missverstanden.
Er ist prophetische Eschatologie,
nicht Gemeindelehre.
Warum?
Weil Psalm 150 die Welt so beschreibt:
Tempel in Jerusalem (V. 1: „im Heiligtum“)
irdische Macht Gottes
Kultstaat Israel
sichtbarer König
Diese Realität ist heute
nicht vorhanden.
Sie kommt wieder im messianischen
Reich – nicht jetzt.
Die Psalmen haben zwei Ebenen:
→ geistliche Anwendungen für uns
→ nicht normativ für die Gemeinde
Viele „instrumentale Psalmen“ befinden sich exakt im Bereich prophetischer Reichsverheißung (Ps 98, Ps 96, Ps 150).
Die Gemeinde ist:
kein Volk
kein irdisches Reich
kein Kultstaat
kein Tempelkörper auf Erden
Daher kann sie diese kultischen Elemente nicht übernehmen.
Psalm 150 bildet einen Abschluss des gesamten Psalmenbuchs:
Psalm 1 → der Mann unter Gesetz
Psalm 2 → der König und der Messias
…
Psalm 150 → Jubel im messianischen Tempel
Psalm 150 ist der
Endpunkt der prophetischen Bewegung:
→ Die Wiederherstellung aller Dinge unter dem König-Messias.
Dieser Psalm ist nicht:
eine kultische Anweisung für die Gemeinde
eine zeitlose Norm
eine Beschreibung der Anbetung im Geist
Sondern:
eine Vorausschau auf die Herrlichkeit des Messias, wenn er auf Erden regiert.
(ca. 2–3 Seiten)
Das Neue Testament und die Propheten bezeugen übereinstimmend, dass Christus im kommenden Reich:
auf dem Thron Davids sitzt (Lk 1,32)
als Priester-König herrscht (Sach 6,13)
einen neuen Tempel errichten lässt (Hes 40–48)
Der Tempel Hesekiels ist ein:
irdischer Tempel
messianisch
priestlich
opferkultisch (als Gedächtnisopfer)
königlich-theokratisch
Das bedeutet: Die Grundstruktur des alttestamentlichen Tempels kehrt zurück – aber verherrlicht und messianisch.
Wenn der Tempel wieder besteht, entsteht auch der kultische Musikdienst wieder.
„Jauchzt Jehova … spielt vor dem König, Jehova!
Mit Trompeten und Posaunenschall …“
Der Psalm ist eindeutig eschatologisch:
„Jehova kommt, die Erde zu richten“ (V. 9)
messianischer Richter = Christus
universalistische Perspektive
Hier ist Musik mit sichtbarer Königsherrschaft verbunden.
Wie zuvor erwähnt:
„in seinem Heiligtum“ (V. 1) → irdischer Tempel vorhanden
„in der Ausdehnung seiner Macht“ (V. 1) → Herrschaft auf Erden
Instrumentenfülle → kultische Festfreude unter Königsherrschaft
Dies entspricht exakt der Situation des tausendjährigen Reiches.
„… ewige Freude wird über ihrem Haupte sein.“
Hebräisch
śimchah → kultisch-festliche Freude.
Die Propheten verbinden die wiederhergestellte Freude Jerusalems regelmäßig mit
musikähnlichem Jubel (Jes
30,29).
Eine besonders deutliche Stelle:
„Ihr werdet ein Lied haben wie in der Nacht, da man sich heiligt zum Feste; und Freude des Herzens wie derjenige, der unter dem Klang der Flöte hinanzieht zum Berge Jehovas…“
Dieser Vers enthält fast alle Elemente:
Fest
Heiligtum
Klang der Flöte
Aufstieg nach Zion
Gottes Gegenwart
Er beschreibt eine Tempelliturgie im Reich.
Nach Hesekiel 40–48 kehrt im messianischen Tempel wieder zurück:
Brandopfer
Friedensopfer
Speisopfer
Priester
Leviten
Tempelgesang (ausgehend von 1Chr 23; 2Chr 29)
Obwohl Hes 40–48 Instrumente nicht ausdrücklich nennt, ist ihre Wiederkehr logisch, weil:
Israel wieder einen Tempel hat
der König selbst aus dem Haus Davids stammt
die priestergerechte Liturgie wieder hergestellt wird
die Psalmprophetie (Ps 98, Ps 150) sich erfüllt
Israel seine Kultidentität zurückerhält
Das ist der entscheidende heilsgeschichtliche Schluss:
Im AT:
Tempel
Opfer
König
Priester
Leviten
sichtbare Herrlichkeit Gottes
Im 1000-jährigen Reich:
Tempel
Opfer (als Gedächtnisopfer)
Messias-König
Priester
Leviten
Herrlichkeit Gottes in Zion
Die Gemeindezeit (Gnadenzeit) hat von all dem:
NICHTS.
Die Gemeinde ist:
himmlisch
unsichtbar
ohne irdischen König
ohne Tempel
ohne Kult
ohne Ritual
ohne levitischen Dienst
Daher hat sie keinen Raum für Instrumentalmusik als gottesdienstliches Mittel.
Instrumente im AT → Königtum / Tempel / Opferdienst
Instrumente im Reich → Königtum / Tempel / Opferdienst
Gemeindezeit → kein Königtum auf Erden, kein Tempel, keine Opfer, keine Leviten
Daher keine Instrumente.
Die Instrumente sind also kein neutrales Anbetungsmittel, sondern ein Zeichen der sichtbaren Regierung Gottes auf der Erde – und kehren erst zurück, wenn Christus offen regiert.
(ca. 3–4 Seiten)
Dies ist der theologische Kern der
Monographie.
Wir gehen systematisch vor.
Die Worte des Herrn Jesus markieren den Übergang vom jüdischen Kult zum neutestamentlichen Gottesdienst.
„… die wahren Anbeter werden den Vater in Geist und Wahrheit anbeten …
Gott ist ein Geist, und die ihn anbeten, müssen in Geist und Wahrheit anbeten.“
Schon die Frau sagt:
„auf diesem Berg“ (Samaritischer Kult) oder „in Jerusalem“ (jüdischer Kult)
Jesus sagt:
„Weder hier noch dort“ → Ende der lokalen Heiligtümer.
Der neue Gottesdienst ist:
nicht äußerlich
nicht zeremoniell
nicht ritualisiert
nicht priesterzentriert
nicht musiksinfonisch
Sondern:
innerlich
geistbewirkt
wortzentriert
versammlungsgeleitet durch den Heiligen Geist
Kein Abschnitt im NT erwähnt:
Instrumente für die Versammlung
musikalische Unterstützung
kultische Atmosphäre
rituelle Begleitung von Gebet oder Brotbrechen
Musiker als Dienst
Warum?
Weil die neutestamentliche Anbetung vollständig:
nicht-zeremoniell
nicht-rituell
nicht-kultisch
nicht-ästhetisch vermittelt
nicht atmosphärisch gestützt
ist.
„Werdet mit dem Geist erfüllt …
singend und spielend dem Herrn in eurem Herzen.“
psallontes en tē kardia hymōn
= „spielend in euren Herzen“
Nicht: mit Instrumenten.
Philo, Josephus und die LXX-Belege zeigen
klar:
psallō bezeichnet im NT-Kontext
innerliches Singen, nie
instrumentelles Spiel.
Der Ausdruck „in euren Herzen“ (ἐν τῇ καρδίᾳ) schließt Instrumente explizit aus.
„… singt Gott in euren Herzen in Gnade.“
Wieder kein Hinweis auf äußere Unterstützung.
Die „Herzensdimension“ ist das neue Kultzentrum der Gemeinde.
„… das Opfer des Lobes darbringen, das ist die Frucht der Lippen …“
Nicht:
die Frucht der Instrumente
die Frucht der Musik
die Frucht der Liturgie
Die neutestamentliche Opferpraxis beschränkt sich auf:
Lippen
Herz
Geist
„… ein geistliches Haus … geistliche Schlachtopfer.“
Die Schlachtopfer des NT sind Worte, nicht Kultformen.
Kein äußeres Ritual.
Kein Musikamt.
Kein Äquivalent zu den Leviten.
Die Struktur der Versammlung ist:
prophetisch (V. 29)
lehrmäßig (V. 6)
verbal (V. 26)
geistgeführt (V. 37)
Nichts deutet auf:
Sängergruppen
Musikinstrumente
Vorsänger
liturgische Unterstützung
Weil:
Instrumente zum irdischen Tempelkult gehören.
Die Gemeinde einen geistlichen Tempel bildet.
Der Herr nicht sichtbar regiert.
Die Anbetung „im Geist“ nicht ästhetisch, sondern pneumatologisch geprägt ist.
Die Gemeindezeit eine Zwischenzeit des Himmels ist – ohne sichtbaren König, ohne sichtbaren Tempel.
Der Heilige Geist der einzige Leiter der Versammlung ist – nicht musikalische Elemente.
(ca. 2–3 Seiten)
Um die Praxis der frühen Gemeinde zu
verstehen, müssen wir die religiöse
Landschaft des 1. Jahrhunderts betrachten.
Das Judentum zur Zeit Jesu besaß zwei völlig unterschiedliche
Gottesdienstformen:
Im Tempel gab es:
Opfer
Priester
Leviten
Instrumentalmusik (Harfen, Lauten, Zimbeln, Trompeten)
Diese Musik war:
ausschließlich levitisch
ausschließlich am Tempel
ausschließlich während kultischer Handlungen
Der Tempel war der einzige Ort, an dem Musik zu religiösen Zwecken gespielt wurde.
Wichtig:
Der Tempeldienst repräsentierte die
sichtbare Königsherrschaft Gottes über Israel.
Ganz anders die Synagoge.
Historisch und exegetisch ist es unstrittig:
Ihre Elemente waren:
Lesung der Schrift
Auslegung
Gebet
gemeinsamer Gesang (ohne Instrumente)
Die Synagoge war der Ort, an dem die Juden
außerhalb Jerusalems Gottesdienst hielten.
Sie prägte die Atmosphäre:
👉
wortzentriert
👉 nicht-rituell
👉 nicht-kultisch
👉 ohne Musik
👉 ohne Opfer
Die christliche Versammlung entsteht aus der Synagoge, nicht aus dem Tempel.
Darum sind auch im NT:
keine Instrumente
kein kultischer Gesang
keine musikalischen Feste
keine rituellen Vorgaben
Die frühen Christen waren jüdisch geprägt und verstanden genau:
Keine Instrumente im Gottesdienst
Nur gesungene Psalmen und Loblieder
Anbetung im Geist, nicht im Ritual
Dies ist durch zahlreiche Quellen belegt.
Clemens ist einer der wichtigsten Zeugen der frühen Kirchenmusik.
Er schreibt:
„Nur ein Instrument ist Gott wohlgefällig:
der friedliche Mensch, der Gott lobt.“
(Paedagogus, II,4)
Und weiter:
„Wir gebrauchen im Gottesdienst keine Kithara, keine Flöte,
denn die Musik des Mundes ist dem Herrn angenehmer.“
Clemens sieht Instrumente als weltlich, fleischlich und theaterartig.
Der wohl schärfste Apologet der frühen Kirche:
„Was haben Harfe und Flöte mit der Gemeinde?“
[De Idolatria, 14]
Er verbindet Instrumente mit:
Heidentum
Anreizung der Sinne
Fehlen von geistlicher Nüchternheit
Als einer der größten Prediger der Alten Kirche sagt er:
„Im alten Bund wurden Instrumente gebraucht,
weil das Volk noch kindlich war;
aber im Neuen Bund ist es anders.
Wir haben die Worte, die geistlich sind.“
(Hom. in Ps. 149)
Für ihn ist das Fehlen von Instrumenten:
ein Zeichen geistlicher Reife
ein Merkmal der Gnadenzeit
Ausdruck der Leitung durch den Geist
Er sagt über die Instrumente:
„Die Alten gebrauchten Instrumente,
weil sie schwer zu leiten waren;
die Kirche aber singt mit der Stimme allein.“
(Hom. in Ps. 1)
Alle Kirchenväter der ersten 400 Jahre stimmen überein:
Diese Übereinstimmung ist selten und deshalb bemerkenswert.
Erst sehr spät, unter starkem Einfluss:
des Anspruchs eines klerikalen Priesterstandes
des Aufstiegs der rituellen Messe
der Verbindung von Kirche und Staat (Konstantinische Wende)
der Verweltlichung der Liturgie
finden Instrumente langsam ihren Weg in Kirchengebäude.
Die ersten Orgeln tauchen
im 7. Jahrhundert auf;
ihre liturgische Verwendung verbreitet sich
ab dem 9. Jahrhundert.
Niemals aber sind diese Entwicklungen:
biblisch begründet
von der Praxis der Apostel abgeleitet
geistlich gerechtfertigt
Es handelt sich ausschließlich um:
kirchliche Tradition
ästhetische Kultur
liturgische Machtentfaltung
Einfluss des Hofzeremoniells
Die Reformatoren waren erschüttert über den abergläubischen und kultischen Charakter der Kirchenmusik.
„Instrumente sind für die Kirche ungeeignet …
Sie passen in den Tempel, aber nicht in die Gemeinde.“
(Komment. zu 1Sam 18,1)
Zwingli war selbst ein hervorragender
Musiker –
und doch schaffte er alle Instrumente
in Zürich ab.
Er begründet dies mit:
Rückkehr zum NT
Leitung des Geistes
innerlicher Anbetung
Entfernung aller kultischen Elemente
Die Gemeinde der Heiligen der Gnadenzeit steht auf dieser konsequent schriftgemäßen Linie.
Sie erkennt:
Das AT-Kultsystem ist abgeschlossen
Die Gemeindezeit ist geistlich
Der Gottesdienst ist einfach, nüchtern, würdig
Instrumente gehören zum Tempel und zum Reich, nicht zur Gemeinde
Alle maßgeblichen Stimmen — jüdisch, frühchristlich, reformatorisch, schriftgebunden — bestätigen:
(ca. 2 Seiten)
Die systematische Zusammenführung zeigt, warum die neutestamentliche Gemeinde — einschließlich der Gemeinde der Heiligen der Gnadenzeit (GdHdG) — notwendig ohne Instrumente anbetet.
Ich gliedere die Zusammenfassung in fünf theologische Hauptlinien:
Instrumente gehören zum irdischen Kult, nicht zur geistlichen Gemeinde**
Musik entsteht in der Weltkultur, nicht in der Gottesfurcht.
Mose ordnet
keine Instrumente an — weder
für Opfer noch für Feste.
Der mosaische Gottesdienst ist
wortzentriert, nicht musikalisch.
Instrumente werden durch prophetisches Gebot eingeführt:
an den Tempel gebunden
an Leviten gebunden
an den König gebunden
an den Opferkult gebunden
Instrumente in den Psalmen sind:
königlich
tempelbezogen
opferbezogen
nicht gemeindlich
oft eschatologisch
Kein Tempel → keine Opfer
Keine Leviten → keine Musiker
Kein irdisches Königtum → keine königliche Musik
Keine kultische Liturgie → keine kultische Atmosphäre
Die neutestamentliche Gemeinde ist ein geistlicher Tempel, ohne kultische Elemente.
Instrumente erscheinen nur dann, wenn Gott sichtbar auf Erden regiert**
Instrumente existieren, weil:
Gott in Jerusalem wohnt (1Kön 8)
ein König aus Davids Linie regiert
ein Tempel vorhanden ist
Opfer stattfinden
Christus:
ist im Himmel verborgen (Kol 3,1–3)
regiert nicht sichtbar auf Erden
hat keinen irdischen Tempel
hat keinen irdischen Thron
hat keinen Opferkult eingesetzt
→ Darum: keine Instrumente.
Christus regiert sichtbar:
Tempel (Hes 40–48)
Opfer (Erinnerungsopfer)
Priester und Leviten
Königtum in Jerusalem
Psalmenerfüllung (Ps 98, Ps 150)
→ Instrumente kehren erst dann zurück.
Die Gnadenzeit liegt zwischen diesen beiden Ordnungen und hat keine kultische Ausstattung.
Christus ist der Mittelpunkt der Anbetung — nicht Rituale, nicht Atmosphären**
Christus ist verborgen in Opfer und Tempelritualen.
Christus ist:
das wahre Opfer (Hebr 10)
der wahre Priester (Hebr 7)
der wahre Tempel (Joh 2)
der Mittelpunkt der Anbetung (Joh 4)
Daher werden:
Opfer abgeschafft
Tempel abgeschafft
Rituale abgeschafft
musikalische Kulthandlungen abgeschafft
Die Gemeinde hat nur Christus — nicht Instrumente.
Der Heilige Geist ist der Leiter des Gottesdienstes, nicht die Musik**
Anbetung ist geistlich → nicht atmosphärisch, nicht sinnlich, nicht kultisch.
„Werdet mit dem Geist erfüllt … singt und spielt in euren Herzen.“
psalló en tē kardia → innerlich musizieren.
Instrumentales Spiel ist:
nicht geistgewirkt
nicht innerlich
nicht im NT vorgesehen
„Singt in euren Herzen Gott.“
→ Die Herzensstimme ersetzt alle äußere Musik.
Gottesdienst ist:
Wort
Lehre
Prophetie
Gebet
Musiker kommen nicht vor.
Instrumente kommen nicht vor.
Liturgie kommt nicht vor.
Die Gemeinde ist kein sichtbarer Kultstaat, sondern ein geistlicher Leib**
Sie hat:
keinen Tempel
keinen Altar
keinen Priesterstand
keinen Kult
keine äußeren Hilfsmittel
Ihr Gottesdienst ist gekennzeichnet durch:
geistliche Freiheit (1Kor 14,26)
Wortauslegung (1Tim 4,13)
Gebet (Apg 2,42)
Gesang „im Herzen“ (Kol 3,16)
Nicht durch:
Architektur
Ritual
Instrumente
Priester
Zeremonien
Israel = sichtbares Volk Gottes → Tempelreligion
Israel = wiederhergestelltes Reich → Tempelreligion
Gemeinde = himmlisches Volk → geistliche Anbetung
Daher: keine Instrumente.
(ca. 1 Seite)
Die vorliegende Studie hat gezeigt, dass die Frage der Instrumentalmusik kein Randthema ist, sondern tief in den heilsgeschichtlichen Ordnungen Gottes wurzelt.
Die Verwendung von Instrumenten:
ist niemals Teil des neutestamentlichen Gottesdienstes,
war ausschließlich an Tempel, Opfer und Königtum gebunden,
war prophetisch für Israel,
wird zukünftig im Reich wiederkehren,
ist aber in der Gnadenzeit vollständig abgelöst.
Die Gnadenzeit kennt eine Anbetung:
ohne Ritual
ohne sichtbares Heiliges
ohne kultische Hilfen
ohne musikalische Atmosphäre
ohne physische Unterstützung
Diese Einfachheit ist kein Mangel, sondern die höchste Form der Anbetung, weil sie ausschließlich vom:
Heiligen Geist
Wort Gottes
Leben Christi in den Gläubigen
inneren Bewegungen des Herzens
getragen wird.
Darum gilt:
Die Gemeinde der Heiligen der Gnadenzeit ehrt Gott am meisten,
wenn sie Ihn in Geist und Wahrheit anbetet —
ohne menschliche Musik,
aber voller geistlicher Harmonie.