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(auch „Ecclesiasticus“ oder „Sirach“ genannt)
Autor: Jesus Ben Sirach, ein jüdischer Weisheitslehrer aus Jerusalem.
Entstehungszeit: ca. 180–170 v. Chr. (Zwischenzeit zwischen Altem und Neuem Testament).
Sprache: Ursprünglich Hebräisch, später in Griechisch verbreitet.
Genre: Weisheitsliteratur – ähnlich wie Sprüche, Prediger, Weisheit Salomos (aber nicht inspiriert).
Das Buch enthält viele Ratschläge zu Lebensführung, Gottesfurcht, Umgang mit Menschen, Familienleben usw.
Das Buch gehört zu den Apokryphen (oder Deuterokanonischen Büchern), die:
im Judentum nie als inspiriert anerkannt wurden,
von Jesus und den Aposteln nicht zitiert werden,
aber in der griechischen Übersetzung des AT (Septuaginta) häufig enthalten waren.
Auf dem Konzil von Trient (1546) erklärte
Rom das Buch verbindlich zum Kanon.
Daher steht es in katholischen Bibeln wie der Einheitsübersetzung
zwischen AT und NT.
Luther nahm die Apokryphen bewusst nicht in den Kanon auf, aber er druckte sie als:
„Bücher, so der Heiligen Schrift nicht gleich gehalten, und doch nützlich und gut zu lesen sind.“
Darum enthalten ältere Lutherbibeln Sirach in einem Zwischenteil.
Moderne Ausgaben wie die
Elberfelder,
Schlachter,
CSV,
ESV etc.
– alle ohne Sirach, weil es
nicht inspiriert ist.
Die Gründe sind klar:
Josephus, der Talmud und die traditionelle jüdische Sammlungen schließen die Apokryphen aus.
Er bestätigt den jüdischen Kanon (Lk 24,44), nicht die spätere Septuaginta-Erweiterung.
Beispiele:
Werkegerechtigkeit wird teils betont.
Aussagen über Frauen und Leid zeigen rein menschliche Weisheit.
Erlösungs- und Sündentheologie weichen vom biblischen Befund ab.
Der Enkel des Autors schreibt ausdrücklich, dass Übersetzungen Fehler enthalten und dass er nur die Weisheit seines Großvaters vermitteln wolle – ein deutlicher Hinweis auf nicht-inspirierte menschliche Literatur.
Sie geben Einblick in die Zeit zwischen Maleachi und Matthäus (z. B. Makkabäer-Aufstände).
Sie zeigen die Entwicklung der jüdischen Frömmigkeit.
Manche Passagen erinnern an Sprüche oder Prediger.
Nützlich zur Kontextualisierung der jüdischen Welt im 1. Jahrhundert.
Sie dürfen nicht als Grundlage für Glaubenslehre dienen.
Sie widersprechen an manchen Stellen klar dem inspirierten Wort Gottes.
Eine nützliche Übersicht:
Von Gott eingegeben (2Tim 3,16).
In Harmonie miteinander.
Kanonisch bewahrt und allgemein anerkannt.
Historisch wertvoll, aber nicht heilsnotwendig.
Keine prophetische Autorität.
Keine göttliche Inspiration.
Können Fehllehren enthalten.
Die inspirierten Bücher beurteilen die nicht inspirierten – nie umgekehrt.
Liebe Schwester Carmen,
das Buch
Jesus Sirach
gehört zu den sogenannten Apokryphen – jüdische Weisheitsliteratur aus der Zeit
zwischen Altem und Neuem Testament.
Es ist
nicht inspiriert,
wurde von den Juden und auch vom Herr esus und den Aposteln
nie als
Heilige Schrift anerkannt, hat aber
historisch und literarisch einen gewissen Wert.
In katholischen Bibeln wurde es später durch das
Konzil von Trient zum Kanon erklärt, in bibeltreuen evangelischen Ausgaben fehlt
es daher.
Es kann interessant zu lesen sein, aber es besitzt
keine
göttliche Autorität und darf nicht für
Lehre oder Glaubensfragen herangezogen werden.
Herzliche Grüße, Hanspeter