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00702 Adventisten Ellen G. Whites über Eden

Die Adventisten lehren – auf Grundlage von Ellen G. White – dass der Garten Eden nach dem Sündenfall in den Himmel versetzt wurde und am Ende der Zeiten auf die neue Erde zurückkehrt.
Die Bibel selbst zeigt Eden klar als einen irdischen Garten, beschreibt seine Vertreibung des Menschen, den bewachten Zugang und schweigt vollständig über eine Versetzung oder spätere Wiederherstellung des Gartens.
Die Wiederherstellung Gottes geschieht nicht durch Rückgabe Edens, sondern durch die neue Schöpfung und das neue Jerusalem (Offb 21–22), wie es die Elberfelder 1905 nüchtern bezeugt.
Die Darstellung beruht auf offiziellen adventistischen Quellen (z. B. „Glaubenspunkte der Siebenten-Tags-Adventisten“ und Schriften Ellen G. Whites).
Adventisten glauben, dass
Eden nicht zerstört,
sondern nach der Vertreibung „in den
Himmel versetzt“ wurde.
Ellen G. White schreibt, dass Gott Eden nach der Vertreibung der Menschen
weggenommen hat und dass es im Himmel aufbewahrt werde, bis es am Ende der
Zeiten zur Erde zurückkehrt.
Nach adventistischer Lehre:
Der „Garten Eden“ kommt nach dem Millennium im Rahmen der Neuen Erde wieder auf die Erde zurück.
Er wird Teil der endzeitlichen Wiederherstellung der Schöpfung sein.
Adventisten lehren, dass der Zustand Edens Gottes ursprüngliches Gesundheitsideal zeige:
pflanzliche Ernährung
Arbeit im Garten
natürliche Lebensweise
Ellen G. White sieht im Eden die göttliche „Baupläne“ für die heutige Lebensführung.
Eden ist für Adventisten ein Ort, an dem Gott seine Gebote gab und wo der Sabbat eingesetzt wurde.
Daraus wird die adventistische
Sabbat-Theologie begründet:
→ Ursprünglicher Sabbat = gültig bis heute.
Eden war vollkommen.
Eden wurde nach dem Sündenfall „weggenommen“ und existiert jetzt im Himmel.
Eden kommt am Ende der Zeiten zurück auf die Erde.
Die Lebensweise in Eden ist vorbildlich für Ernährung, Gesundheit und Sabbathalten.
Diese Punkte stehen so nicht im biblischen Text, sondern stammen größtenteils aus den Visionen Ellen G. Whites.
Die Schrift ist auffallend nüchtern, klar und beschränkt sich auf wenige, aber entscheidende Aussagen.
Ich gliedere nach den biblischen Texten.
„Und Jehova Gott pflanzte einen Garten in Eden, gegen Osten hin“ (1Mo 2,8 EB1905).
Eden war keine himmlische Sphäre, sondern Teil der ursprünglichen Erde.
„Und ein Strom ging aus von Eden, den Garten zu bewässern; und von dort aus teilte er sich und wurde zu vier Flüssen.“ (1Mo 2,10)
Die Flüsse:
Pison
Gihon
Hiddekel (Tigris)
Euphrat
Konsequenz:
Eden lag auf der Erde, geographisch verortet.
→ Die Schrift kennt kein Versetzen
Edens in den Himmel.
Ein Wohnort des ersten Menschenpaares (2,8.15)
Ort des Auftrags und der Verantwortlichkeit
bewahren
bauen/arbeiten
Ort der Prüfungsordnung Gottes
Baum des Lebens
Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen
Ort direkter Gemeinschaft zwischen Gott und Mensch
Gott „wandelte im Garten“ (1Mo 3,8).
Gott treibt den Menschen aus Eden hinaus:
„Und Jehova Gott schickte ihn aus dem Garten Eden hinaus …“ (3,23).
„ … und er ließ die Cherubim … lagern, den Weg zum Baum des Lebens zu bewachen.“ (3,24)
Die Bibel sagt NICHT:
dass Eden in den Himmel genommen wurde
dass Eden später zurückkehren wird
Sie sagt nur: der Zugang ist versperrt.
Die Schrift schweigt darüber, was danach mit Eden geschah.
Wichtig:
Keine Angabe, dass Eden vernichtet wurde.
Keine Angabe, dass Eden erhalten wurde.
Keine Angabe, dass Eden in den Himmel versetzt wurde.
Keine Prophezeiung, dass Eden zurückkehrt.
Jede weitergehende Spekulation ist außerbiblisch.
In Offenbarung 21–22 finden wir keine Rückkehr des Gartens Eden, sondern:
eine neue Schöpfung
die heilige Stadt, das neue Jerusalem
den Strom des Wassers des Lebens
den Baum des Lebens
Aber:
Die Offenbarung nennt es NIE „Eden“.
Es handelt sich um neu geschaffene endzeitliche Segnungen, nicht um den „zurückgebrachten Garten Eden“.
| Thema | Adventistische Lehre | Schrift (EB 1905) |
|---|---|---|
| Ort Edens | existiert heute im Himmel | war ein irdischer Garten (1Mo 2) |
| Schicksal nach Sündenfall | Gott nahm Eden weg | Mensch wurde vertrieben; Zugang bewacht (1Mo 3,22–24) |
| Eden am Ende der Zeit? | kommt wieder auf die Erde | keine Angabe; stattdessen Neues Jerusalem (Offb 21–22) |
| Vorbildfunktion Edens | Gesundheits- und Sabbat-Ideale | Bibel lehrt keine ethische oder diätetische Rückbindung an Eden |
| Quelle der Lehre | stark abhängig von Ellen G. White | allein der inspirierte Bibeltext |
Die adventistische Lehre über Eden baut wesentlich auf extrabiblischen Offenbarungsansprüchen Ellen G. Whites auf.
Das Wort Gottes lehrt:
Eden war ein realer Garten auf der Erde.
Gott setzte dort den Menschen in Verantwortung.
Der Mensch wurde vertrieben.
Der Zugang wurde versperrt.
Die Bibel sagt nichts über eine himmlische Verwahrung oder spätere Rückkehr Edens.
Die endzeitliche Wiederherstellung
Gottes geschieht nicht durch die Rückgabe Edens, sondern durch die
neue Schöpfung und das
neue Jerusalem (Offb
21–22).
(Vollständige Ausarbeitung)
Das Thema Eden ist grundlegend. Es betrifft den Ursprung des Menschen, die Verantwortung des Geschöpfes, den Beginn der Versuchung und die Tragik des Sündenfalls. Während die Bibel einen schlichten, aber tiefen Bericht gibt, entwickeln manche religiösen Bewegungen zusätzliche Vorstellungen. Besonders die Adventisten – insbesondere aufgrund der Visionen Ellen G. Whites – haben Lehren über Eden formuliert, die über den biblischen Text hinausgehen oder ihm widersprechen.
Ziel dieser Ausarbeitung ist eine klare Gegenüberstellung zwischen der adventistischen Lehrentwicklung und der Schrift in der Elberfelder Bibel 1905.
Die offiziellen „28 Glaubenspunkte“ der Siebenten-Tags-Adventisten schweigen weitgehend zu Eden. Doch die tatsächliche Lehre der Bewegung stammt maßgeblich aus den Schriften Ellen G. Whites (EWG), die im adventistischen Selbstverständnis faktisch prophetische Autorität haben.
Ellen G. White behauptet, Gott habe Eden
„vom Erdboden weggenommen“ und es werde im Himmel „für die Erlösten aufbewahrt“.
→ Diese Aussage findet sich nirgends in der Bibel.
Adventisten lehren, dass Eden nach dem Millennium erneut auf die Erde gesetzt wird. Dies ist ein zentrales Motiv in der adventistischen Eschatologie:
Eden = Urzustand
Neue Erde = Wiederherstellung
Eden kehrt zurück
Die Schrift kennt dieses Konzept nicht.
Die Adventisten entnehmen Eden folgende „göttliche Lebensprinzipien“:
rein pflanzliche Ernährung
Gartenarbeit als Idealform von Bewegung
Ablehnung von Fleischkäse etc. aufgrund vermeintlicher „Eden-Regeln“
Die Bibel selbst gibt Eden nicht als Gesundheitsprogramm für spätere Zeiten vor.
Für Adventisten ist Eden der Ort der
„ewigen Sabbatverpflichtung“.
→ Die Schrift lehrt zwar die Einsetzung des Sabbats in 1Mo 2,2–3,
aber nicht, dass der Sabbat
dem Christen als gesetzliche Pflicht auferlegt ist
(Kol 2,16–17; Gal 4,9–11).
Die adventistische Sichtweise ist:
spekulativ
außerschriftlich
stark abhängig von den Visionen E. G. Whites
Sie füllt bewusste Leerstellen der Bibel mit Tradition und kirchlicher Autorität auf – etwas, das das Neue Testament ausdrücklich verwirft (Kol 2,8).
Die Schrift ist erstaunlich präzise, aber
zugleich diszipliniert.
Sie sagt nur das, was nötig ist
– nicht mehr.
„Und Jehova Gott pflanzte einen Garten in Eden, gegen Osten hin.“ (1Mo 2,8)
Eden lag auf der Erde, nicht im Himmel. Die Erwähnung der vier Flüsse bestätigt das:
Pison
Gihon
Hiddekel (Tigris)
Euphrat
Diese geographische Beschreibung ist bewusst konkret.
→ Die Bibel setzt Eden nicht in eine andere Sphäre.
Wohnen:
„Und Jehova Gott nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden …“ (2,15)
Arbeiten und Bewahren:
→ Arbeit ist vor dem Sündenfall etwas Gutes.
Geprüfte Verantwortung:
→ Zwei Bäume: Baum des Lebens und Baum der Erkenntnis.
Gemeinschaft mit Gott:
→ Gott „wandelte im Garten“ (1Mo 3,8).
Die Schrift zeigt:
Die Verführung durch die Schlange
Die Übertretung
Die Öffnung der Augen
Die Furcht vor Gott
Die Urteile über Schlange, Frau und Mann
Entscheidend:
„Und er trieb den Menschen aus … und ließ die Cherubim … den Weg zum Baum des Lebens bewachen.“ (3,23–24)
Wesentlich:
Die Bibel berichtet nur von der
Vertreibung des Menschen,
nicht von der „Vertreibung“ oder „Entrückung“ Edens.
Die Schrift sagt:
NICHT, dass Eden zerstört wurde.
NICHT, dass Eden weggenommen wurde.
NICHT, dass Eden im Himmel existiert.
NICHT, dass Eden am Ende zurückkehrt.
Es gibt eine
göttliche Zurückhaltung der
Information.
Gott schweigt – daher sollen wir nicht ergänzen.
Viele Elemente erinnern typologisch an Eden:
ein Strom des Wassers des Lebens
der Baum des Lebens
Segen ohne Fluch
Aber die Offenbarung nennt es nicht Eden, sondern:
„Das neue Jerusalem“ (Offb 21,2.10).
Es ist eine neue Schöpfung, nicht die Rückgabe des alten Gartens.
| Thema | Adventistische Lehre | Elberfelder 1905 |
|---|---|---|
| Existenz Edens heute | im Himmel aufbewahrt | nicht erwähnt |
| Ort Edens | himmlisch | irdisch, geographisch |
| Versetzung Edens | ausdrücklich bejaht | kein biblischer Hinweis |
| Wiederkunft Edens | nach dem Millennium | keine Wiederkunft, sondern neue Schöpfung |
| Bedeutung Edens | Gesundheits- und Sabbatmodell | Anfangsort, Verantwortung, Prüfung |
| Quelle der Lehre | Ellen G. White | inspiriertes Wort Gottes |
Die adventistische Lehre über Eden ist eine Mischung aus Spekulation, Vision und theologischer Systembildung, die über den biblischen Text hinausgeht. Sie beruht nicht auf den Aussagen der Schrift, sondern auf außerbiblischen Offenbarungsansprüchen.
Das Wort Gottes – besonders klar in der Elberfelder 1905 – zeigt dagegen:
Eden war ein realer Ort auf der Erde.
Gott setzte den Menschen dort ein und prüfte ihn.
Der Mensch wurde vertrieben.
Der Garten bleibt verschlossen.
Die Bibel schweigt über sein weiteres Schicksal.
Die endzeitliche Wiederherstellung betrifft nicht Eden, sondern die neue Schöpfung und das neue Jerusalem.
Somit ist die adventistische Eden-Lehre nicht biblisch, weil sie das Schweigen Gottes mit menschlicher Phantasie ersetzt.
| Thema | Adventistische Lehre | Bibel (Elberfelder 1905) |
|---|---|---|
| Ort Edens | heute im Himmel | ursprünglich ein irdischer Garten |
| Schicksal nach dem Sündenfall | Eden wurde weggenommen | Mensch wurde vertrieben; Eden bleibt bewacht |
| Endzeit | Eden kehrt zurück | Neues Jerusalem (Offb 21–22), kein Eden |
| Lebensstil-Folgerungen | Ernährung, Sabbat, Gesundheitsreform | keine Gebote aus Eden für den Christen |
| Quelle der Aussagen | Visionen E. G. Whites | allein der inspirierte Text |
Einführung:
Die Adventisten haben eine ausgeprägte Lehre über Eden, doch diese geht weit
über den biblischen Bericht hinaus. Darum ist es wichtig, den Text selbst
sprechen zu lassen – besonders in der Elberfelder 1905, die sehr nah am Urtext
ist.
A. Was lehren die Adventisten?
Sie sagen: Eden existiert heute im Himmel. Gott habe es nach dem Sündenfall
weggenommen. Und am Ende der Zeiten soll Eden wieder auf die Erde zurückkommen.
Außerdem benutzen sie Eden als Modell für Lebensstil, Ernährung und
Sabbatgebote.
Doch all das findet sich nicht
im biblischen Text.
B. Was lehrt die Bibel über Eden?
Eden war ein realer Ort auf der Erde (1Mo 2).
Die vier Flüsse – Pison, Gihon, Hiddekel, Euphrat – zeigen seine geografische Realität.
Gott setzte den Menschen hinein, gab ihm Verantwortung und ein Gebot.
Der Mensch fiel in Sünde und wurde hinausgetrieben (1Mo 3).
Gott verschloss den Zugang mit Cherubim und einem flammenden Schwert.
Die Bibel sagt nicht, was danach mit Eden geschah – sie schweigt, und wir sollen nicht ergänzen.
C. Was kommt in der Zukunft?
Nicht Eden kehrt zurück, sondern Gott schafft
alles neu. Offenbarung 21–22
zeigt die neue Schöpfung und das neue Jerusalem – nicht den alten Garten. Dort
befinden sich der Strom des Lebens und der Baum des Lebens, aber die Schrift
nennt diesen Ort nicht Eden.
D. Wesentlicher Punkt:
Während die Adventisten Eden in ihre Systemtheologie einbauen, bleibt die Bibel
einfach:
Eden gehört der alten Weltordnung an.
Die neue Welt Gottes beginnt nicht mit einem restaurierten Garten, sondern mit einer neuen Schöpfung.
Schluss:
Damit ist klar: Die adventistische Eden-Lehre ist außerschriftlich, während die
Bibel uns bewusst eine Grenze des Wissens setzt. Und diese Grenze ist gut – denn
Gott führt uns nicht zurück zum alten Garten, sondern weiter in eine neue,
vollkommenere Herrlichkeit.