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00705 Grundsatz: Gott hat zwei unterschiedliche Programme: Israel Erde; GdHdG Himmel

Die Frage, wann
Israel als Volk wieder gesammelt wird, ist eine der zentralen
heilsgeschichtlichen Linien der Bibel.
Viele Christen vermischen heute die Wiederherstellung
Israels mit dem Werk Gottes an der Gemeinde und verkennen damit die klare
biblische Unterscheidung zwischen himmlischem und irdischem Volk.
Die Schrift zeigt jedoch eindeutig, dass Gott mit
Israel einen eigenen, zeitlich klar abgegrenzten Plan verfolgt, der während der
Gnadenzeit unterbrochen ist.
Paulus spricht von einer „Verstockung“ Israels, die
nur so lange dauert, „bis die Vollzahl der Nationen eingegangen ist“.
Damit wird deutlich: Erst wenn die Gemeinde vollendet
ist, kann Gott sein irdisches Programm mit Israel wieder aufnehmen.
Die Entrückung der Gemeinde bildet deshalb nicht nur
einen Abschluss, sondern auch einen heilsgeschichtlichen Wendepunkt.
Mit der Entrückung endet das Werk Gottes in der
Gnadenzeit, und die Bühne der Weltgeschichte wird erneut auf Israel
ausgerichtet.
Die einsetzende 70. Jahrwoche Daniels ist ausdrücklich
Israel und Jerusalem zugeordnet – nicht der Gemeinde.
In dieser Zeit der Drangsal wird Israel geläutert,
geprüft und zur Buße geführt.
Der Messias erscheint schließlich in Macht und
Herrlichkeit, und das Volk Israel wird Ihn erkennen, den es einst verworfen hat.
Dies führt zu einer nationalen Umkehr und zu einer
tiefen Erneuerung des Herzens, wie es die Propheten verheißen haben.
Erst dann beginnt die große Sammlung Israels aus allen
Ländern: eine Sammlung, die durch göttliches Eingreifen geschieht, umfassend,
endgültig und untrennbar mit dem Kommen des Herrn verbunden.
Diese Sammlung ist nicht mit der heutigen politischen
Rückkehr vieler Juden ins Land gleichzusetzen, die keine geistliche
Wiederherstellung einschließt.
Die endzeitliche Sammlung ist ausschließlich ein Werk
Gottes – und sie erfolgt
nach der
Entrückung und
nach der
Drangsal.
Die Propheten Jesaja, Hesekiel, Sacharja und der Herr
Selbst in Matthäus 24 bestätigen das einmütig.
Die Bibel zeigt damit ein präzises, geordnetes
heilsgeschichtliches Panorama von der Gemeindezeit über die Entrückung bis zur
Sammlung Israels.
Wer die Unterschiede zwischen Israel und Gemeinde
achtet, erkennt eine durchgehende, harmonische Linie der Schrift.
Diese Linie lässt sich von 1. Mose bis Offenbarung
verfolgen.
Zwei Völker, zwei Berufungen, zwei Ziele – aber ein
Gott, der alles zu Seiner Zeit vollendet.
Die Gemeinde wird vor dem Zorn entrückt und ins
Vaterhaus aufgenommen.
Israel wird durch die Drangsal hindurch zur Umkehr
geführt und dann gesammelt.
Erst dann erfüllt sich die Verheißung der
prophetischen Wiederherstellung Israels in ihrer ganzen Fülle.
Diese Übersicht stellt die biblische Reihenfolge
systematisch dar und zeigt die klare Struktur von Gottes Ratschluss.
Jede Phase ist durch deutliche Bibelstellen belegt und
logisch miteinander verbunden.
Die Unterscheidung zwischen himmlischem und irdischem
Volk bleibt durchgehend gewahrt.
Der Leser erhält damit eine präzise, verlässliche
Orientierung für das Studium der Endzeitprophetie.
So wird sichtbar, wie harmonisch und großartig Gottes
Heilsplan ist.
Und wie sicher wir auf Sein Wort bauen dürfen.
man kann
klar und konsequent aus der Bibel (grundsätzlich auch in der Elberfelder
1905) begründen, dass die Sammlung
Israels als Volk erst nach der
Entrückung der Heiligen der Gnadenzeit beginnt.
Im Folgenden eine biblisch-systematische
Begründung, die exakt zwischen
Gemeinde und Israel
unterscheidet und die heilsgeschichtliche Abfolge zeigt.
Gemeinde: beginnt in Apostelgeschichte 2 (Pfingsten), endet mit der Entrückung (1Thess 4,13–18; ).
Israel: Gottes irdisches Volk, dessen Heilsplan durch das gegenwärtige „Geheimnis der Gemeinde“ unterbrochen ist (Röm 11,25).
Paulus macht es eindeutig:
„Verstockung ist Israel zum Teil widerfahren, bis die Vollzahl der Nationen eingegangen sein wird.“ (Röm 11,25)
Das „bis“
markiert die Zeitenwende:
Erst wenn die Gemeinde vollendet ist, endet die Verstockung Israels. Damit
beginnt Gottes Endzeitprogramm mit Israel.
Die Gemeinde ist nicht zum Zorn bestimmt (1Thess 1,10; 5,9).
Die messianische Drangsalszeit (die 70. Jahrwoche) ist Zorn (Dan 9,27; Jes 26,20–21).
Darum muss die Gemeinde vor Beginn der Jahrwoche entrückt sein.
Joh 14,1–3 setzte die Entrückung als Heimholung zum Vaterhaus voras – ein Ereignis ohne Vorzeichen.
Daniel 9,24–27 zeigt eindeutig:
Die 70 Wochen sind für Israel und Jerusalem bestimmt, nicht für die Gemeinde.
Die 70. Woche ist noch offen.
Diese Woche beginnt erst, wenn Gott sein Israel-Programm wieder aufnimmt.
Das setzt voraus:
Die Propheten verknüpfen die Sammlung immer mit:
Gericht über die Nationen
Läuterung Israels
dem sichtbaren Kommen des Messias
Beispiele (alle Elberfelder 1905):
„Und es wird geschehen an jenem Tage… wird der Herr zum zweiten Mal seine Hand ausstrecken, um den Überrest seines Volkes … heimzubringen.“
Das ist eindeutig Endzeit, nicht Gnadenzeit.
Israel wird nach schweren Gerichten gesammelt und gereinigt.
Die Sammlung erfolgt nach der Reinigung, die erst in der Endzeit geschieht.
Sammlung aus allen Ländern folgt auf Gericht und Umkehr.
„Nach der Drangsal jener Tage … wird er seine Engel aussenden … und sie werden seine Auserwählten versammeln.“
Die „Drangsal jener Tage“ = große Drangsal
(Dan 12,1; Jer 30,7).
Das ist nach der
Drangsalszeit, also nach
Beginn der 70. Woche — und damit nach der Entrückung.
5. Mose 30,1–6 zeigt:
Not und Zerstreuung
Umkehr in den letzten Tagen
Dann: Rückführung und Sammlung
Diese Reihenfolge wird im NT bestätigt:
Dies geschieht beim Erscheinen Christi, nicht in der Gnadenzeit.
Die echte, endzeitliche Sammlung ist:
durch Gott bewirkt
mit geistlicher Wiederherstellung verbunden (Hes 36,24–27)
weltumfassend
nach der Drangsal
Damit kann sie nicht vor der Entrückung stattgefunden haben.
– Israel verstockt (Röm 11,25)
– Keine nationale Sammlung
– Christus holt die Seinen ins Vaterhaus
(Joh 14,1–3)
– Gemeinde von der Erde weggenommen
– Israel im Fokus der Gerichte
– Große Drangsal
– Israel bereut (Sach 12,10–14)
– Christus erscheint
– nach Mt 24,31; Jes 11,11–12; Hes 36–37; Sach 10,6–10
Also: Die Schrift lehrt eindeutig, dass die Sammlung Israels erst nach der Entrückung stattfindet.
tabellarische Gesamtübersicht der heilsgeschichtlichen Reihenfolge (Gemeinde – Entrückung – Jahrwoche – Sammlung Israels) in präziser, biblisch begründeter Form, passend zur Elberfelder 1905.
| Phase | Beschreibung | Bibelstellen (Elb1905) | Schlüsselgedanke |
|---|---|---|---|
| 1. Zeit der Gemeinde (Gnadenzeit) | Beginn an Pfingsten (Apg 2); Bildung des einen Leibes; himmlische Berufung; Israel ist vorübergehend verstockt. | Apg 2; Eph 1,22–23; Eph 3,1–11; Kol 1,18; Röm 11,25 | Gottes „Geheimnis“: Gemeinde ist nicht Israel, sondern ein neues himmlisches Volk. |
| 2. Teilweise Verstockung Israels | Israel als Volk erkennt den Messias nicht; Verstockung bleibt „bis die Vollzahl der Nationen eingegangen ist“. | Röm 11,7–10; 11,25 | Die Verstockung endet erst, wenn Gottes Werk an der Gemeinde vollendet ist. |
| 3. Entrückung der Gemeinde | Die Gemeinde wird heimgeholt ins Vaterhaus: „Wir werden entrückt werden … in Wolken, dem Herrn entgegen.“ | 1Thess 4,13–18; 1Kor 15,51–52; Joh 14,1–3; Offb 3,10 | Gemeinde ist vor dem Zorn bestimmt. Entrückung beendet die Gnadenzeit auf der Erde. |
| 4. Beginn der 70. Jahrwoche über Israel | Gott nimmt sein irdisches Programm wieder auf. Der Fürst, der kommen wird, schließt den Bund für eine Woche. | Dan 9,24–27 | Die gesamte Jahrwoche gilt ausschließlich Israel und Jerusalem. Gemeinde ist nicht mehr auf der Erde. |
| 5. Erste Hälfte der 70. Woche (3½ Jahre) | Relativer Friede für Israel durch den Bund; Tempeldienst wahrscheinlich wieder aufgenommen. | Dan 9,27a | Israel steht wieder unter göttlicher Konzentration, aber noch ohne nationale Umkehr. |
| 6. Mitte der Jahrwoche: Gräuel der Verwüstung | Der Antichrist / Fürst bricht den Bund, stellt den Gräuel im Tempel auf. Beginn der großen Drangsal. | Dan 9,27b; Dan 12,11; Mt 24,15 | Wendepunkt: Israel wird verfolgt; Gericht beginnt schärfer über das Volk. |
| 7. Große Drangsal über Israel (zweite Hälfte, 3½ Jahre) | „Eine Zeit der Drangsal für Jakob“; beispiellos an Not. Israel wird geläutert. | Jer 30,7; Dan 12,1; Mt 24,21–22; Sach 13,8–9 | Gott bereitet durch Gerichte die nationale Buße und Wiederherstellung. |
| 8. Erscheinung des Messias in Macht und Herrlichkeit | Christus erscheint auf dem Ölberg; die Nationen werden gerichtet; Israel erkennt seinen Messias. | Mt 24,29–30; Sach 12,10; Sach 14,3–4; Offb 19,11–16 | Der Augenblick der nationalen Buße Israels: „Sie werden auf den blicken…“ |
| 9. Sammlung Israels aus allen Nationen | Christus sendet Engel, um Israel aus allen Himmelsrichtungen zu sammeln. | Mt 24,31; Jes 11,11–12; Hes 36,24; Hes 37,21; Sach 10,6–10 | Die endzeitliche Sammlung Israels – geschieht nach der Drangsal, also nach der Entrückung. |
| 10. Geistliche Wiederherstellung Israels | Reinigung, neues Herz, neuer Geist; ganze Nation wird rettend zu Jehova zurückgeführt. | Hes 36,25–27; Hes 37,23–28; Sach 13,1 | Sammlung und Reinigung gehören zusammen – erst dann ist Israel „mein Volk“. |
| 11. Israel im messianischen Reich | Israel als Haupt der Nationen; Wiederherstellung des Tempels; messianische Segenszeit. | Jes 2,1–4; Jes 60; Hes 40–48; Sach 14,16–19 | Das 1000-jährige Reich erfüllt alle Verheißungen an Abraham, David und die Propheten. |
Die Bibel zeigt klar:
Die Sammlung Israels erfolgt erst nach
der Entrückung,
weil erst dann die Verstockung endet, die 70. Woche
beginnt, die nationale Buße (Umkehr) geschieht — und weil die Sammlung untrennbar an das
Kommen Christi in Herrlichkeit gebunden ist.