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Der Apostel Paulus beschreibt den Zustand der Entschlafenen so:
„Bei Christus“ (Phil 1,23)
„Daheim beim Herrn“ (2Kor 5,8)
Das bedeutet vollkommenen Frieden, völlige Geborgenheit und ein Erleben der Herrlichkeit Christi. Nichts stört mehr, nichts betrübt mehr.
Das ist wichtig: Selbst wenn es irgendeine Form von Kenntnis über Irdisches gäbe, sie könnte nie Leid oder Trauer auslösen, denn „kein Schmerz“ ist mehr dort (Offb 21,4).
„Da wir nun eine so große Wolke von Zeugen um uns haben …“
Dieser Vers beschreibt die Glaubenszeugen
aus Hebräer 11.
Der Text sagt nicht ausdrücklich, dass sie uns
beobachten, aber das Bild einer
„Wolke von Zeugen“ lässt erkennen:
Sie haben Zeugnis abgelegt.
Ihre Lebenswege sprechen weiterhin zu uns.
Viele Ausleger (z.B. Bengel, Alford, Darby) sehen hier zumindest eine Andeutung, dass der Himmel nicht völlig von der Erde „abgeschlossen“ ist.
„Freude im Himmel …“
„Freude vor den Engeln Gottes …“
Beachte: Es steht nicht, dass die Engel sich freuen, sondern dass im Himmel Freude ist – also offenbar unter den Heiligen, die dort sind.
Das setzt voraus:
Sie wissen um die Bekehrung eines Menschen auf der Erde.
Es besteht also eine gewisse Kenntnis irdischer Ereignisse.
Die entschlafenen Märtyrer rufen:
„Wie lange, o Herr … richtest du nicht … die auf der Erde wohnen?“
Diese Szene zeigt klar:
Gläubige im Himmel kennen Ereignisse auf der Erde.
Sie wissen, dass Gerechtigkeit noch aussteht.
Sie warten bewusste auf das Eingreifen Gottes.
Dies ist die deutlichste Stelle, dass Verstorbene im Himmel Bewusstsein über irdisches Geschehen haben.
Hier ist die Schrift vorsichtig – und wir sollten es auch sein.
Die Bibel sagt
nicht, dass Verstorbene
unsere täglichen Ereignisse beobachten, noch dass sie „wissen, wie es uns geht“.
Aber sie zeigt:
sie sind bei Christus,
sie freuen sich, wenn jemand gerettet wird,
sie kennen das Handeln Gottes auf der Erde (Offb 6).
Daraus folgt eine ausgewogene Sicht:
Der Himmel ist nicht abgeschnitten von der Erde, aber er ist auch kein Beobachtungszentrum unseres Alltags.
Selbst wenn die Seligen etwas wissen, würde es niemals Leid verursachen.
Warum?
Vollkommene Gemeinschaft mit Christus
Völliges Vertrauen in das Handeln Gottes
Kein Schmerz, keine Sorge, kein Unrecht, das bedrückt (Offb 21,4)
Das bedeutet:
Wissen im Himmel ist ganz
anders als Wissen auf der
Erde.
Die Bibel zeigt:
Eine gute Formulierung wäre:
Im Himmel gibt es eine begrenzte, aber reale Kenntnis über Gottes Handeln auf der Erde – jedoch ohne Schmerz, Sorge oder Leid.
Die Schrift beschreibt den Zustand der Entschlafenen als:
„bei Christus“ (Phil 1,23)
„daheim beim Herrn“ (2Kor 5,8)
Das bedeutet völligen Frieden, volle
Geborgenheit, ungetrübte Freude.
Nichts kann dort Leid oder Kummer
auslösen (Offb 21,4).
Der Herr Jesus sagt:
„Freude im Himmel … Freude vor den Engeln Gottes …“
Nicht nur Engel freuen sich, sondern
im Himmel ist Freude – also
offenbar auch bei den Heiligen.
Das setzt Kenntnis über
Bekehrungen auf der Erde voraus.
Die entschlafenen Märtyrer rufen:
„Wie lange, o Herr … richtest du nicht die auf der Erde wohnen?“
Sie
kennen den Zustand der Erde,
wissen, dass Gerechtigkeit noch aussteht, warten bewusst auf Gottes Eingreifen.
Das ist die deutlichste Stelle für himmlisches Bewusstsein über irdische
Vorgänge.
„Da wir nun eine so große Wolke von Zeugen um uns haben …“
Der Vers meint in erster Linie ihr
Zeugnis, doch das Bild lässt
erkennen:
Der Himmel ist nicht völlig abgeschnitten vom Lauf des Glaubens auf der Erde.
Die Schrift schweigt bewusst darüber.
Sie sagt nicht:
dass Verstorbene unser tägliches Leben verfolgen,
oder dass sie Leid kennen, wenn wir leiden.
Die Bibel sagt nur:
Es gibt Freude im Himmel, wenn Menschen gerettet werden.
Es gibt Bewusstsein über Gottes Handeln auf der Erde (Offb 6).
Auch wenn es gewisse Kenntnis gibt, kann sie niemals Schmerz verursachen, denn:
„Der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid, noch Geschrei, noch Schmerz.“ (Offb 21,4)
Das bedeutet:
Wissen im Himmel ist vollkommen durch
die Gegenwart Christi geheiligt.
Unsere verstorbenen Glaubensgeschwister:
sind in Freude,
sind beim Herrn,
leiden nicht mehr,
sind nicht in Sorge über uns.
Der Himmel freut sich:
wenn Menschen sich bekehren,
wenn Gott auf der Erde handelt,
wenn sein Werk vorangeht.
Das motiviert uns, treu zu laufen, wie Hebr 12,1 sagt.
Die Bibel zeigt: Der Himmel ist kein abgeschlossener Ort, sondern ein Ort bewusster, heiliger Freude.
Gläubige dort kennen gewisse irdische Vorgänge – besonders das Wirken Gottes –, aber nie in einer Weise, die Leid oder Sorge verursacht.
Sie sind beim Herrn und ruhen in seiner Vollkommenheit.