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Tisch des des Herrn und Mahl des Herrn – zwei Begriffe, ein Herr, aber nicht dasselbe
Der Apostel Paulus unterscheidet im 1.
Korintherbrief bewusst zwischen dem
„Tisch des Herrn“ (1Kor 10) und
dem „Mahl des Herrn“ (1Kor 11).
Beide Ausdrücke stehen in engem Zusammenhang, dürfen jedoch nicht gleichgesetzt
werden.
Der
Tisch des Herrn spricht in erster Linie von
Gemeinschaft.
Er beschreibt den geistlichen Bereich, in dem Gläubige gemeinsam
Anteil haben an Christus und aneinander.
Wer am Tisch des Herrn teilnimmt, bekennt sich öffentlich zu Ihm
und trennt sich von jeder anderen religiösen Gemeinschaft
und von jedem Götzendienst.
Hier geht es nicht um eine Handlung, sondern
um eine Stellung.
Der Tisch des Herrn umfasst das ganze Leben der Gemeinschaft der Erlösten.
Er stellt einen exklusiven Bereich dar:
Man kann nicht zugleich am Tisch des Herrn
und am Tisch der Dämonen teilnehmen.
Das
Mahl des Herrn hingegen
beschreibt eine konkrete Handlung.
Es ist das von dem Herrn eingesetzte Gedächtnismahl,
in dem Brot und Kelch genommen werden
zur Erinnerung an seinen Leib und sein Blut.
Hier steht nicht die Gemeinschaft untereinander,
sondern das
Gedenken an den Herrn selbst im Mittelpunkt.
In 1Kor 11 wird daher der persönliche
Zustand geprüft:
Selbstgericht, Ordnung und Ehrfurcht sind unerlässlich.
Unwürdiges Essen betrifft nicht den Wert der Person,
sondern den falschen Umgang mit dem Mahl.
Zusammengefasst:
Der Tisch des Herrn
beschreibt den Grundsatz der
Gemeinschaft,
das Mahl des Herrn die
Ausübung des Gedenkens.
Beides gehört zusammen –
aber beides hat seinen eigenen, klaren Platz in der Schrift.
| Tisch des Herrn (1. Korinther 10) | Mahl des Herrn (1. Korinther 11) |
|---|---|
| Schwerpunkt: Gemeinschaft | Schwerpunkt: Gedächtnis |
| Bezieht sich auf die Stellung des Gläubigen | Bezieht sich auf eine konkrete Handlung |
| Umfasst das gesamte gemeinsame Leben der Gläubigen | Umfasst das Brotbrechen und den Kelch |
| Ausdruck der Einheit des Leibes Christi | Ausdruck der Erinnerung an den Tod des Herrn |
| Teilnahme bedeutet Identifikation mit Christus | Teilnahme bedeutet Gedenken an Christus |
| Hat einen ausschließenden Charakter | Hat einen prüfenden Charakter |
| Unvereinbar mit Götzendienst (V. 20–21) | Unvereinbar mit Unordnung und Selbstsucht |
| Frage: Wo gehöre ich hin? | Frage: Wie nehme ich teil? |
| Betonung: Absonderung | Betonung: Selbstgericht |
| Blickrichtung: horizontal & vertikal | Blickrichtung: primär vertikal |
| Missbrauch betrifft die Gemeinschaft | Missbrauch betrifft den Zustand des Einzelnen |
| Verantwortlichkeit vor dem Herrn als Haupt der Gemeinschaft | Verantwortlichkeit vor dem Herrn als Richter im Haus Gottes |
| Kein Hinweis auf Häufigkeit oder Ablauf | Klare Hinweise zu Ordnung und Durchführung |
| Grundlage: Gemeinschaft an dem einen Brot (V. 17) | Grundlage: Einsetzung durch den Herrn (V. 23–26) |
| Warnung: Reizung des Herrn zur Eifersucht | Warnung: Gericht, Zucht, Schwachheit |
| Ziel: Bewahrung der Reinheit der Gemeinschaft | Ziel: Würdiges Gedenken des Herrn |
Kernaussage:
Der Heilige Geist unterscheidet bewusst, was wir nicht vermischen
dürfen.
Korinther = Ordnungsbrief für das Zusammenkommen der Gläubigen
Zwei Kapitel – zwei Schwerpunkte – ein Herr
Gefahr: Reduktion auf ein „Ritual“ oder eine „Form“
Leitfrage an die Bibelstunde:
👉 Reden wir über Gemeinschaft –
oder über Gedenken?
Bildgedanke: Ein gemeinsamer Tisch
Textgrundlage: 1Kor 10,16–21
Hauptgedanken:
Tisch = Ort der Gemeinschaft
„Teilhaben“ (koinōnia) an Christus
Ein Tisch → eine Zugehörigkeit
Ausschluss jeder anderen religiösen Bindung
Merksatz:
👉 Der Tisch des Herrn beschreibt,
wo ich stehe.
Didaktischer Hinweis:
Nicht eine Handlung – sondern ein geistlicher Bereich.
Bildgedanke: Zwei Tische – eine Entscheidung
Textgrundlage: 1Kor 10,21
Tisch des Herrn oder Tisch der Dämonen
Keine Neutralität
Eifersucht des Herrn bei Vermischung
Merksatz:
👉 Gemeinschaft ist immer
exklusiv.
Bildgedanke: Brot und Kelch im Fokus
Textgrundlage: 1Kor 11,23–26
Hauptgedanken:
Einsetzung durch den Herrn selbst
Brot und Kelch = Zeichen
Rückblick: „zu meinem Gedächtnis“
Vorausblick: „bis er kommt“
Merksatz:
👉 Das Mahl des Herrn beschreibt,
was ich tue.
Bildgedanke: Stille, Sammlung, Prüfung
Textgrundlage: 1Kor 11,27–32
„Unwürdig“ = falsche Haltung, nicht falscher Wert
Selbstgericht vor dem Essen
Zucht Gottes bei Missachtung
Merksatz:
👉 Nicht der Mensch wird geprüft –
sondern sein Umgang.
| Tisch des Herrn | Mahl des Herrn |
|---|---|
| Gemeinschaft | Gedächtnis |
| Stellung | Handlung |
| Ausschluss | Selbstprüfung |
| Dauerhaft | Zeitlich |
| Wo ich stehe | Wie ich teilnehme |
Zentraler Schlusssatz:
👉 Gemeinschaft ohne Gedenken
verflacht –
Gedenken ohne Gemeinschaft verarmt.
Stehen wir klar am Tisch des Herrn?
Feiern wir das Mahl des Herrn würdig?
Ehren wir in beidem die Person des Herrn Jesus?
Der
Tisch des Herrn und das Mahl
des Herrn stehen beide in Beziehung zum Herrn Jesus,
haben aber unterschiedliche Schwerpunkte,
unterschiedliche Zielrichtungen
und unterschiedliche
Verantwortlichkeiten.
👉 Die Schrift unterscheidet – deshalb müssen auch wir unterscheiden.
(1. Korinther 10,16–21)
Kernbegriff: Gemeinschaft (koinōnia)
Der Tisch des Herrn beschreibt einen geistlichen Bereich
Er spricht von der Zugehörigkeit der Gläubigen zu Christus
Wer daran teilhat, bekennt sich öffentlich zu Ihm
Der Tisch ist
exklusiv:
keine Gemeinschaft mit Götzendienst oder falscher Religion
Es geht nicht um eine einzelne
Handlung,
sondern um das gesamte gemeinsame
Leben der Erlösten
Merksatz:
👉 Der Tisch des Herrn zeigt,
wo ich stehe.
(1. Korinther 10,21–22)
Zwei Tische sind unvereinbar
Keine Doppelzugehörigkeit
Vermischung reizt den Herrn zur Eifersucht
👉 Gemeinschaft verlangt klare Absonderung
(1. Korinther 11,23–26)
Kernbegriff: Gedächtnis
Das Mahl ist eine konkrete, von dem Herrn eingesetzte Handlung
Brot und Kelch erinnern an Leib und Blut des Herrn
Rückblick: „Zu meinem Gedächtnis“
Vorausblick: „Bis er kommt“
Mittelpunkt ist die Person des Herrn Jesus
Merksatz:
👉 Das Mahl des Herrn zeigt,
was ich tue.
(1. Korinther 11,27–32)
Selbstprüfung ist notwendig
„Unwürdig“ meint nicht den Wert der
Person,
sondern den falschen Umgang
Missachtung führt zu göttlicher Zucht
👉 Gedächtnis verlangt Ehrfurcht
| Tisch des Herrn | Mahl des Herrn |
|---|---|
| Gemeinschaft | Gedächtnis |
| Stellung | Handlung |
| Dauerhaft | Zeitlich |
| Ausschließend | Prüfend |
| Wo ich stehe | Wie ich teilnehme |
| Verantwortung der Gemeinschaft | Verantwortung des Einzelnen |
Der Tisch des Herrn regelt unsere Gemeinschaft –
das Mahl des Herrn bewahrt das Gedenken an Ihn.Beides gehört zusammen,
aber beides darf niemals vermischt werden.