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00724 Die beiden Altären in 2. Mose 20,24–26 und ihrer Position unmittelbar nach der Gesetzgebung


Zwei Altäre – ein Gott, ein Weg

Unmittelbar nach der Gabe des Gesetzes
spricht Gott nicht von Strafe,
sondern vom Altar.

Noch bevor Israel fragt,
wie man das Gesetz halten kann,
zeigt Gott, wie man Ihm begegnet.

Ein Altar aus Erde –
niedrig, schlicht, ohne Bestand.
Ein Altar aus unbehauenen Steinen –
fest, aber ohne menschliche Kunst.

Beide sagen dasselbe:
Der Mensch darf nichts hinzufügen.
Kein Werkzeug.
Keine Stufen.
Keine religiöse Leistung.

Gott kommt herab,
nicht der Mensch steigt hinauf.

Der Altar steht dort,
wo das Gesetz den Menschen überführt
und wo Gnade den Weg öffnet.

Er kündet von Opfer,
nicht von Können.

Von Annahme,
nicht von Aufstieg.

Von einem Gott,
der den Sünder sucht –
und selbst den Weg bereitet.

(2. Mose 20,24–25)

. Welche „beiden Altäre“ sind gemeint?

In 2. Mose 20,24–26 werden zwei mögliche Bauformen desselben Altars genannt, nicht zwei verschiedene Kultstätten:

1️⃣ Der Erdaltar (V. 24)

„Einen Altar von Erde sollst du mir machen …“

2️⃣ Der Steinaltar (V. 25)

„Wenn du mir aber einen Altar von Steinen machst …“

👉 Es geht also um einen einzigen Altar, der entweder

Beide Formen unterliegen denselben geistlichen Grundsätzen.


2. Warum steht der Altar direkt nach den Zehn Geboten?

📌 Der Ablauf ist entscheidend:

Gesetz → Altar → Opfer → Begegnung mit Gott

Das ist kein Zufall, sondern Offenbarung.


3. Die theologische Bedeutung der Reihenfolge

🔹 Das Gesetz offenbart Gottes Heiligkeit

In 2. Mose 20,1–17 wird der vollkommene Maßstab Gottes offenbart.

➡️ Die unmittelbare Folge:

Der Mensch erkennt:
Ich kann vor diesem Gott nicht bestehen.


🔹 Der Altar ist Gottes Antwort auf die Unfähigkeit des Menschen

Noch bevor Stiftshütte, Priestertum oder kultische Ordnung eingeführt werden, sagt Gott:

Wo ich meines Namens gedenken lasse, da will ich zu dir kommen und dich segnen.“ (V. 24)

👉 Nicht das Gesetz bringt Gemeinschaft, sondern das Opfer.

Das ist fundamental:


4. Warum ein Erdaltar oder unbehauene Steine?

🟤 Erdaltar – Niedrigkeit & Natürlichkeit

➡️ Gott begegnet dem Menschen auf seinem tiefsten Punkt


🪨 Steinaltar ohne Werkzeug – keine menschliche Verbesserung

„… denn wenn du deinen Meißel darüber schwingst, entweihst du ihn.“ (V. 25)

👉 Kein menschliches Hinzufügen
👉 Keine religiöse Veredelung
👉 Kein ästhetischer Anspruch

Das Opfer darf nicht durch menschliche Kunst „veredelt“ werden.

➡️ Heil kommt nicht durch religiöse Gestaltung, sondern durch göttliche Anordnung.


5. Warum keine Stufen zum Altar? (V. 26)

„… damit deine Blöße darauf nicht aufgedeckt werde.“

Das spricht von:

➡️ Annäherung an Gott darf keine Selbsterhöhung sein.


6. Christus – die Erfüllung dieses Altars

Alles weist prophetisch auf Christus hin:

Element Erfüllung in Christus
Gesetz offenbart unsere Schuld
Altar Ort des Opfers
Unbehauene Steine kein menschliches Zutun
Erdaltar Niedrigkeit, Menschwerdung
Opfer Christus selbst
Gottes Kommen Versöhnung

Das Gesetz zeigt, dass wir Rettung brauchen –
der Altar zeigt, dass Gott sie selbst bereitstellt.


7. Zusammenfassung in einem Satz

Der Altar steht direkt nach dem Gesetz, weil Gott zeigt:
Nicht der Mensch kommt durch Gehorsam zu Gott,
sondern Gott kommt durch Opfer zum Menschen.



Ich gehe nun bewusst eine Ebene tiefer – nicht erklärend, sondern offenbarend, mit heilsgeschichtlicher Linie, typologischer Präzision und innerbiblischer Verknüpfung.


Die Altäre in 2. Mose 20 – eine heilsgeschichtliche Tiefenbohrung

1. Die Stellung des Altars im Aufbau der Offenbarung

Beachte zuerst die göttliche Dramaturgie:

  1. Kap. 19 – Gott kommt herab in Feuer, Donner, Finsternis

  2. Kap. 20,1–17 – Gott redet das Gesetz

  3. Kap. 20,18–21 – Das Volk tritt zurück in Furcht

  4. Kap. 20,22–26 – Gott redet vom Altar

👉 Der Altar steht nicht im Kultteil, sondern im Offenbarungsteil.
Er gehört nicht zur Stiftshütte, sondern zur Sinaioffenbarung selbst.

Das ist entscheidend.


2. Das Gesetz erzeugt Distanz – der Altar schafft Nähe

Das Volk reagiert richtig, aber hoffnungslos

„Rede du mit uns … aber Gott rede nicht mit uns, damit wir nicht sterben.“ (2Mo 20,19)

Das Gesetz bewirkt:

👉 Das Gesetz kann nur trennen, niemals verbinden.


Gottes unmittelbare Antwort ist kein weiteres Gebot, sondern ein Altar

Gott sagt nicht:

Sondern:

„Einen Altar sollst du mir machen … da will ich zu dir kommen.“ (V. 24)

➡️ Gott überbrückt selbst die durch das Gesetz entstandene Kluft.

Das ist der erste große heilsgeschichtliche Grundsatz:

Gott offenbart zuerst den Maßstab –
dann offenbart er den Weg der Annäherung.


3. Der Altar vor dem Priestertum – ein übersehener Schlüssel

Der Altar in 2. Mose 20 steht:

➡️ Das zeigt:
Opfer ist älter als Gesetzeskult.

Rückblick:

👉 Gott begegnet dem Menschen immer zuerst am Altar – nie durch Gesetz.

Der Sinai hebt dieses Prinzip nicht auf, sondern bestätigt es.


4. Erdaltar – der Mensch und Christus

„Einen Altar von Erde sollst du mir machen …“

Erde in der Schrift:

➡️ Der Erdaltar spricht:

Gott begegnet dem Menschen dort, wo er ist – nicht dort, wo er sein möchte.

Christologisch:

👉 Der Erdaltar ist Inkarnationstypologie.


5. Unbehauene Steine – radikale Ablehnung menschlicher Religion

„… wenn du deinen Meißel darüber schwingst, entweihst du ihn.“ (V. 25)

Das ist schärfer, als es oft gelesen wird.

Werkzeug = menschliche Gestaltung

➡️ Alles, was der Mensch hinzufügt, verdirbt den Altar.

Das ist dieselbe Linie wie:

„Ein wenig Sauerteig durchsäuert den ganzen Teig.“


6. Keine Stufen – keine religiöse Selbsterhöhung

„Du sollst nicht auf Stufen zu meinem Altar hinaufsteigen …“ (V. 26)

Stufen bedeuten:

➡️ Gott untersagt jede Form religiöser Erhebung des Menschen.

Geistlich:

👉 Am Altar gibt es nur Sünder und Opfer.


7. „Wo ich meines Namens gedenken lasse …“

Das ist einer der tiefsten Sätze des Alten Testaments.

„… da will ich zu dir kommen und dich segnen.“

Beachte:

Sondern:

wo Gott selbst seinen Namen setzt

➡️ Gnade ist souverän.


8. Verbindung zu Johannes 1

„… und wir sahen seine Herrlichkeit“ (Joh 1,14)

Johannes greift Sinai auf:

👉 Christus ist der Ort, wo Gott seines Namens gedenkt.

Darum:

„Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.“


9. Golgatha – der endgültige Erdaltar

Beachte die Linien:

➡️ Golgatha ist 2. Mose 20 in Erfüllung.

Kein Meißel.
Keine Stufen.
Kein Mensch kann etwas hinzufügen.


10. Hebräerbrief – die endgültige Auslegung

„Denn das Gesetz hat einen Schatten der zukünftigen Güter.“ (Hebr 10,1)

„Durch ein Opfer hat er auf immerdar vollkommen gemacht.“ (Hebr 10,14)

👉 Das Gesetz zeigt Schuld –
der Altar zeigt Lösung –
Christus ist beides zugleich.


11. Zusammenfassung in geistlicher Dichte

Der Altar direkt nach dem Gesetz sagt:

Sobald Gott zeigt, wie heilig er ist,
zeigt er auch, dass der Mensch ihn nur durch Opfer erreichen kann.
Und sobald Gott Opfer erlaubt, verbietet er jede menschliche Verbesserung.

Altar und Tisch des Herrn – ein heilsgeschichtlicher Vergleich

1. Grundsatz: Altar und Tisch sind nicht identisch

Das ist der erste, oft übersehene Punkt:

Ein Altar ist kein Tisch.
Und ein Tisch ist kein Altar.

Viele Verwirrungen in der Christenheit entstehen genau hier.


2. Der Altar – Ort des Opfers für Schuldige

Wesensmerkmal des Altars

In 2. Mose 20:

👉 Der Altar gehört zur Frage:
„Wie kann ein Sünder vor Gott bestehen?“


Geistliche Stellung am Altar

➡️ Der Altar ist ernst, blutig, endgültig.


3. Der Tisch des Herrn – Ort der Gemeinschaft der Erlösten

Wesensmerkmal des Tisches

„Denn sooft ihr dieses Brot esst und den Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.“ (1Kor 11,26)

👉 Nicht: wir bringen ein Opfer
sondern: wir verkündigen ein Opfer.


Geistliche Stellung am Tisch

➡️ Der Tisch ist ruhig, gesammelt, gemeinschaftlich.


4. Hebräer 13,10 – der entscheidende Schlüsselvers

„Wir haben einen Altar, von welchem kein Recht haben zu essen, die der Hütte dienen.“

Dieser Vers verbindet beides – ohne sie zu vermischen.

Was ist dieser „Altar“?

➡️ Christus selbst in seinem Opfer

Wer darf nicht davon essen?

➡️ Die, die im alten System bleiben wollen (Gesetz + Opfer)

👉 Der Altar Christi ist abgeschlossen –
der Tisch folgt daraus.


5. Altar → Tisch: die heilsgeschichtliche Bewegung

Altar Tisch
Tod Leben
Blut Brot & Kelch
Opfer wird dargebracht Opfer wird verkündigt
Distanz Nähe
Einzelner Sünder Gemeinschaft der Erlösten
Stehen Sitzen
Ernst Dankbarkeit

➡️ Ohne Altar kein Tisch.
Aber nach dem Altar kommt der Tisch.


6. Warum es im Neuen Testament keinen Altar mehr für die Gemeinde gibt

Das ist lehrmäßig entscheidend:

Die Gemeinde hat keinen Opferaltar mehr.

Warum?

Darum:

👉 Der Tisch ersetzt den Altar nicht –
er folgt auf ihn.


7. Warnung aus 1. Korinther 10

„Ihr könnt nicht des Herrn Tisch und der Dämonen Tisch zugleich haben.“ (1Kor 10,21)

Warum ist das so ernst?

Weil der Tisch:

👉 Am Altar wird Schuld geregelt.
Am Tisch wird Zugehörigkeit bekannt.


8. Typologische Linie: Sinai – Golgatha – Obersaal

Sinai

Golgatha

Obersaal

➡️ Der Weg Gottes geht vom Berg → Kreuz → Tisch.


9. Praktische Konsequenz für die Versammlung

1️⃣ Der Tisch ist kein Missionsort

2️⃣ Der Tisch ist kein Ort der Leistung

3️⃣ Der Tisch ist ein Ort des Gedächtnisses


10. Zusammenfassung in konzentrierter Form

Der Altar ist der Ort, an dem Gott mit dem Sünder handelt.
Der Tisch ist der Ort, an dem Gott mit den Erlösten Gemeinschaft hat.
Wer den Tisch ohne den Altar will, verachtet das Kreuz.
Wer beim Altar stehen bleibt, verpasst die Gemeinschaft.

Warum der Tisch des Herrn kein Sakrament ist

1. Was ist ein Sakrament – und was nicht?

Klassische (kirchliche) Definition eines Sakraments

Ein Sakrament ist:

👉 Ein Sakrament bewirkt etwas, das vorher nicht vorhanden war.


Biblischer Grundsatz

Die Schrift kennt:

Sondern:

„Aus Gnade seid ihr errettet, durch Glauben – und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es.“ (Eph 2,8)

➡️ Gnade wird nicht empfangen durch Teilnahme,
sondern durch Glauben.


2. Der Tisch des Herrn folgt auf ein vollendetes Werk

Das ist der Kernpunkt.

Der Tisch steht nach Golgatha

„Denn sooft ihr dieses Brot esst … verkündigt ihr den Tod des Herrn.“ (1Kor 11,26)

Beachte:

👉 Verkündigung setzt ein abgeschlossenes Werk voraus.

➡️ Was abgeschlossen ist, braucht keine sakramentale Fortsetzung.


3. Der Tisch vermittelt nichts – er bezeugt etwas

Sakramentales Denken sagt:

„Durch die Handlung wird Gnade vermittelt.“

Biblisches Denken sagt:

„Durch die Handlung wird Wahrheit bekannt.“

Der Tisch:

Sondern:

➡️ Der Tisch ist Zeugnis, nicht Kanal.


4. Der Tisch setzt Erlösung voraus – er bewirkt sie nicht

Das ist entscheidend.

Teilnahmebedingung (1Kor 11):

„Wer unwürdig isst … der isst und trinkt sich selbst Gericht.“ (V. 29)

👉 Ein Sakrament würde:

Der Tisch aber:

➡️ Kein Sakrament kann Gericht bringen –
der Tisch schon.


5. Kein Priester – kein Sakrament

Sakramente benötigen:

Der Tisch des Herrn kennt:

„Denn wir alle sind ein Leib …“ (1Kor 10,17)

➡️ Der Tisch gehört der ganzen Versammlung, nicht einem Amt.


6. Kein Altar – kein Opfer – kein Sakrament

Sakramente setzen immer einen Opferbezug voraus.

Doch:

„Wo aber Vergebung dieser ist, da ist kein Opfer mehr für die Sünde.“ (Hebr 10,18)

👉 Ein sakramentales Opfer widerspricht Hebräer 10 frontal.


7. Der Tisch ist kein Gnadenmittel, sondern ein Gemeinschaftszeichen

  1. Korinther 10 ist hier ausschlaggebend:

„Der Kelch der Segnung … ist er nicht die Gemeinschaft des Blutes Christi?“ (V. 16)

Beachte:

➡️ Gemeinschaft setzt Leben voraus.
Sie erzeugt es nicht.


8. Sakramentales Denken verschiebt den Fokus

Sakrament:

Tisch des Herrn:

➡️ Der Tisch blickt zurück, nach oben und nach vorne –
nie nach innen auf die Handlung.


9. Warum Sakramentalisierung gefährlich ist

Sie führt zu:

Paulus sagt:

„Haltet fest an dem Haupt.“ (Kol 2,19)

➡️ Der Tisch ist Ausdruck der Verbindung mit dem Haupt –
nicht Ersatz dafür.


10. Zusammenfassung in lehrmäßiger Klarheit

Der Tisch des Herrn ist kein Sakrament,
weil er kein Heil vermittelt,
keine Gnade überträgt,
kein Opfer vollzieht
und keine geistliche Wirkung garantiert.

Er ist das stille, würdige, gemeinschaftliche Bekenntnis
der Erlösten zu einem vollendeten Opfer
und zu einem kommenden Herrn.

Warum gab es in 2. Mose 20 2 unterschiedliche Altare, (aus unbehauenem Stein und Erde?)


Warum zwei Altarformen in 2. Mose 20?

1. Zuerst die Klarstellung: Es sind nicht zwei Altäre mit verschiedener Bedeutung

In 2. Mose 20 geht es nicht um:

👉 Es ist ein und derselbe Altar,
aber in zwei zulässigen Bauweisen.

Der Text sagt nicht:

„Du sollst mir zwei Altäre machen“

sondern:

„Einen Altar von Erde sollst du mir machen …
und wenn du mir einen Altar von Steinen machst …“

➡️ Alternative Form – nicht alternative Theologie.


2. Der gemeinsame geistliche Grundsatz beider Formen

Beide Altarformen dienen demselben Ziel:

„… da will ich zu dir kommen und dich segnen.“ (V. 24)

Und beide unterliegen denselben Verboten:

👉 Der entscheidende Punkt ist nicht das Material,
sondern der Ausschluss menschlicher Leistung.


3. Warum dann überhaupt zwei Materialien?

Die Antwort liegt in Gottes Herablassung und heilsgeschichtlicher Übergangssituation.


4. Der Erdaltar – Gottes Nähe in der Einfachheit

Bedeutung der Erde:

Geistliche Aussage:

Gott macht den Zugang so niedrigschwellig wie möglich.

Der Erdaltar sagt:

➡️ Das passt exakt zur Situation Israels am Sinai:

👉 Der Erdaltar ist der Altar der ersten Begegnung nach dem Gesetz.


5. Der Steinaltar – Beständigkeit ohne menschliche Bearbeitung

Warum überhaupt Steine?

„… denn wenn du deinen Meißel darüber schwingst, entweihst du ihn.“ (V. 25)

Geistliche Aussage:

Auch dort, wo Dauer entsteht,
darf keine menschliche Veredelung eintreten.

Der Steinaltar sagt:

➡️ Beständigkeit ja – Kultästhetik nein.


6. Der tiefere Zusammenhang: Mobilität vs. Fixierung

Die beiden Formen tragen eine heilsgeschichtliche Spannung in sich:

Erdaltar Steinaltar
provisorisch dauerhaft
mobil ortsgebunden
einfach stabil
sofort errichtet geplant

👉 Gott erlaubt beides, aber verhindert Fixierung.

Warum?
Weil:

➡️ Darum keine bearbeiteten Steine.
➡️ Darum kein Aufstieg.
➡️ Darum keine Kunst.


7. Verbindung zu späteren Texten

Josua 8,31

„… einen Altar von unbehauenen Steinen …“

5. Mose 27,5–6

Gleiche Anweisung – keine Entwicklung, kein Fortschritt, kein „Mehr“.

👉 Gottes Prinzip bleibt unverändert.


8. Christologische Tiefenlinie

Erdaltar → Menschwerdung

Unbehauener Stein → Christus selbst

👉 Christus ist sowohl der „Erdaltar“ (Erniedrigung)
als auch der „Steinaltar“ (Beständigkeit),
aber ohne jede menschliche Verbesserung.


9. Warum Gott zwei Formen erlaubt, aber nichts Drittes

Sehr wichtig:

Gott erlaubt:

Gott verbietet:

➡️ Alles, was menschliche Kunst zeigt, ist ausgeschlossen.

Warum?
Weil:

Der Altar die Unfähigkeit des Menschen bekennen soll,
nicht seine Kreativität.


10. Zusammenfassung in klarer Lehrform

Es gibt zwei Altarformen, weil Gott:

  1. dem Menschen auf niedrigstem Niveau begegnet (Erde)

  2. Dauer erlaubt, aber Gestaltung verbietet (unbehauener Stein)

  3. Flexibilität gewährt, aber Religion ausschließt

  4. den Fokus konsequent vom Menschen weg auf das Opfer lenkt

Kurz gesagt:

Gott erlaubt verschiedene Formen –
aber nur eine Grundlage:
keine menschliche Hinzufügung.