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00725  Sakramente "heilige Zeichen"; "Handlungen"


Gnade und Wahrheit
begegnen sich nicht im Ritual,
sondern in der Person Jesu Christi.

Der Herr hat uns
nicht sichtbare Zeichen hinterlassen,
damit wir daran glauben müssten,
sondern sein Wort,
damit wir glauben können.

Die Schrift ruft nicht
zur Teilnahme an heiligen Handlungen auf,
sondern zur Begegnung
mit dem lebendigen Sohn Gottes.

Wo Christus erkannt wird,
tritt alles Äußere zurück.

Nicht das Zeichen rettet,
sondern das,
worauf es hinweist.

Nicht das Tun des Menschen,
sondern das vollbrachte Werk Christi.

Die Bibel führt uns
nicht zu sakramentaler Sicherheit,
sondern zu lebendigem Glauben.

Gnade wird empfangen,
nicht vollzogen.

Wahrheit wird geglaubt,
nicht verwaltet.

Darum prüft die Schrift
alles Sichtbare
am Licht des Wortes Gottes.

Und sie führt uns still
zu Christus allein.

Die sieben Sakramente der römisch-katholischen Kirche
Diese sind (Katechismus der Katholischen Kirche, § 1210):
  1. Taufe - "Sakrament der Wiedergeburt"
  2. Firmung - "Sakrament der Versiegelung, der Reife und Mannbarkeit"
  3. Eucharistie - "Sakrament der Vereinigung mit Christus"
  4. Buße - "Sakrament zur Vergebung der Sünden"
  5. Ölung - "Sakrament zur Aufrichtung und Stärkung der Seele"
  6. Priesterweihe - "Sakrament zur Weiterführung des Priester- und Mittleramtes Christi"
  7. Ehe - "Sakrament zur Mehrung des Gottesvolkes"


Ja – man kann und sollte einem Katholiken vom Wort Gottes her ruhig, sachlich und schriftgemäss zeigen,
dass der Herr Jesus für die Christen der gegenwärtigen Heilszeit keine heilvermittelnden Sakramente als sichtbare Zeichen eingesetzt hat,
sondern dass Glaube an das vollbrachte Werk Christi die Grundlage ist –
und zugleich die Bibelstellen, die die Katholiken bezüglich der sogenannten Sakramente brauchen ernst nehmen und im Textzusammenhang lesen..

Ja – man kann und sollte einem Katholiken vom Wort Gottes her ruhig, sachlich und schriftgemäss zeigen,
dass der Herr Jesus für die Christen der gegenwärtigen Heilszeit keine heilvermittelnden Sakramente als sichtbare Zeichen eingesetzt hat,
sondern dass Glaube an das vollbrachte Werk Christi die Grundlage ist –
und zugleich die Bibelstellen, die die Katholiken bezüglich der sogenannten Sakramente brauchen ernst nehmen und im Textzusammenhang lesen..

 

Ich gliedere die Antwort bewusst biblisch und argumentativ sauber, damit du sie auch schriftlich weitergeben kannst.


1. Grundsatz: Wandel im Glauben – nicht im Schauen

2. Korinther 5,7

„Denn wir wandeln durch Glauben, nicht durch Schauen.“

Johannes 20,29

„Glückselig sind, die nicht gesehen und doch geglaubt haben.“

👉 Das ist ein heilsgeschichtlicher Grundsatz der Gemeindezeit.
Der Herr Jesus führt nach seiner Verherrlichung nicht mehr über sichtbare Zeichen, sondern über sein Wort und den Heiligen Geist.

Römer 10,17

„Also ist der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch Gottes Wort.“

📌 Kein Sakrament erzeugt Glauben – das Wort Gottes tut es.


2. Die zwei einzigen von Christus eingesetzten Zeichenhandlungen

Die Schrift kennt nur zwei symbolische Handlungen, die kein Heil vermitteln, sondern bezeugen:

1. Taufe

2. Brotbrechen

„Dies tut zu meinem Gedächtnis.“

Niemals: „zur Vergebung“, „zur Gnade“, „zur Heilsvermittlung“.


3. Prüfung der genannten „Sakramente“ anhand der Bibel


A. Krankensalbung

Jakobus 5,13–16 / Lukas 9,1–6

Jakobus 5  (ist an an die 12 Stämme in der Zerstreung gerichtet.)

📌 Das Öl ist kulturelles Hilfsmittel, kein Gnadenmittel.

Lukas 9

👉 Nicht normativ für die Gemeindezeit


B. „Ehesakrament“

Matthäus 19

Der Text lehrt:

📌 Ehe ist:

👉 Sonst wären Unverheiratete benachteiligt – das widerspricht 1. Korinther 7.


C. Firmung

Apostelgeschichte 8,14–21

Hier geht es um:

📌 Heute gilt:

Epheser 1,13

„… nachdem ihr geglaubt habt, seid ihr versiegelt worden mit dem Heiligen Geist.“

👉 Der Heilige Geist wird beim Glauben gegeben, nicht durch Handauflegung.


4. „Keiner ist gerecht genug“ – Zustimmung, aber biblisch erklärt

Sprüche 24,16

„Denn der Gerechte fällt siebenmal…“

Römer 3,10

„Da ist keiner gerecht, auch nicht einer.“

👉 Genau deshalb braucht es keine Sakramente, sondern:

2. Korinther 5,21

„… damit wir Gottes Gerechtigkeit würden in ihm.“

📌 Rechtfertigung ist ein Stand, nicht ein Prozess durch Sakramente.


5. Matthäus 25, Matthäus 7,21 – Werke?

Diese Stellen lehren nicht:

Matthäus 7,21

„… sondern die den Willen meines Vaters tun…“

Johannes 6,40

„Das ist der Wille meines Vaters:
dass jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, ewiges Leben habe.“

📌 Der Wille Gottes = Glaube an Christus,
nicht Teilnahme an Ritualen.


6. Johannes 12,48 – Das Wort richtet, nicht Sakramente

„Das Wort, welches ich geredet habe, das wird ihn richten…“

👉 Nicht Sakramente richten, sondern:


7. Zusammenfassung für deinen katholischen Gesprächspartner

Du kannst ihm in Liebe sagen:

Der Herr Jesus hat kein sakramentales System zur Gnadenvermittlung eingesetzt.
Er hat sein Wort, sein Werk am Kreuz und den Heiligen Geist gegeben.

Zeichen dienten Israel.
Die Gemeinde lebt aus Glauben.

Alles Heil gründet allein auf Christus,
nicht auf sichtbaren Handlungen.

Galater 2,16

„… da der Mensch nicht aus Gesetzeswerken gerechtfertigt wird,
sondern durch Glauben an Jesus Christus.“


Tabellarische Gegenüberstellung

Katholisches Sakrament – Biblisches Schriftzeugnis

Behauptetes Sakrament Zentrale Bibelstelle Biblische Einordnung Schriftzeugnis / Begründung
Krankensalbung Jak. 5,13–16 Gebet zur Heilung, kein Sakrament Älteste beten; das Öl ist kein Gnadenmittel. Heilung geschieht durch Gebet im Glauben, nicht durch rituelle Handlung.
Luk. 9,1–6 Apostolisches Zeichen vor Pfingsten Zeichenmacht zur Bestätigung des Messias gegenüber Israel; keine Lehre für die Gemeindezeit.
Ehesakrament Matth. 19 Schöpfungsordnung, kein Heilszeichen Die Ehe ist von Gott eingesetzt, vermittelt aber weder Gnade noch Vergebung.
1. Kor. 7,7 Ehe kein höherer geistlicher Stand Paulus zeigt, dass Ehe keine heilsmäßige Qualität besitzt.
Firmung Apg. 8,14–21 Übergangssituation, nicht normativ Handauflegung diente der apostolischen Bestätigung; heute kommt der Geist beim Glauben.
Eph. 1,13 Empfang des Geistes durch Glauben Versiegelung geschieht beim Hören und Glauben, nicht durch Ritus.
Sakramente als Heilsweg Spr. 24,16 Mensch bleibt fehlbar Der Gerechte fällt – daher kein sakramentaler Perfektionsweg möglich.
Röm. 3,10 Niemand gerecht aus sich selbst Gerechtigkeit kommt allein aus Gott.
Werke / Tun des Willens Matth. 7,21 Wille Gottes ≠ Rituale Entscheidend ist der Wille Gottes, nicht äußere Formen.
Joh. 6,40 Wille Gottes = Glaube an den Sohn Ewiges Leben durch Glauben, nicht durch Sakramente.
Endgericht / Verantwortung Matth. 25,1–46 Offenbarung des Glaubens Werke bezeugen Glauben, ersetzten ihn nicht.
Maßstab des Gerichts Joh. 12,48 Das Wort richtet, nicht Sakramente Annahme oder Ablehnung des Wortes Christi entscheidet.

Biblischer Grundsatz (Zusammenfassung)

Katholisches Verständnis Biblisches Zeugnis
Gnade durch sichtbare Sakramente Gnade durch Glauben an Christus
Sakramente als Heilsvermittlung Wort Gottes als Heilsgrundlage
Ritus als Mittel Christus als Mitte

2. Korinther 5,7

„Denn wir wandeln durch Glauben, nicht durch Schauen.“

Hebräer 10,14

„Denn mit einem Opfer hat er die, welche geheiligt werden, auf immerdar vollkommen gemacht.“


Kurze Gesprächsformulierung (hilfreich)

Die Schrift zeigt, dass der Herr Jesus keine fortlaufenden heilvermittelnden Sakramente für die Gemeinde eingesetzt hat.
Heil, Vergebung und Gerechtigkeit beruhen allein auf seinem vollbrachten Werk,
empfangen durch Glauben, bezeugt im Leben – nicht durch sichtbare Rituale.