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Das
zweite Buch Mose zeigt den Weg Gottes mit einem erlösten Volk.
Israel wird aus der Knechtschaft geführt, nicht durch eigene Kraft,
sondern durch das Blut eines Lammes.
Gott offenbart sich als der „Ich bin“,
der hört, sieht und herabkommt, um zu retten.
Der Auszug aus Ägypten ist mehr als
Geschichte –
er ist ein göttliches Erlösungsmodell.
Das Passah spricht von Stellvertretung,
das Meer von Sieg,
die Wüste von Bewährung und Versorgung.
Am Sinai offenbart Gott seine Heiligkeit,
doch auch seine Gnade nach dem Versagen.
Der Bund wird gebrochen – und erneuert.
Gott wohnt nicht fern,
sondern mitten unter den Erlösten.
In der Stiftshütte wird sichtbar:
Der heilige Gott sucht Gemeinschaft mit seinem Volk.
Alles weist voraus auf Christus,
das wahre Lamm, den Mittler,
und die Wohnung Gottes bei den Menschen.
Das
zweite Buch Mose ist das Evangelium in heilsgeschichtlicher Form.
Gott rettet nicht durch Verbesserung, sondern durch Erlösung.
Ein Volk in Knechtschaft wird durch das Blut eines Lammes befreit.
Das Gericht geht vorüber, weil ein Stellvertreter gestorben ist.
Der Weg durch das Meer spricht von Tod und
Auferstehung,
von einem endgültigen Sieg über den Feind.
In der Wüste offenbart Gott seine Geduld,
seine tägliche Versorgung und seine treue Führung.
Am Sinai zeigt Gott seine Heiligkeit
und zugleich die Unfähigkeit des Menschen.
Der Bund wird gebrochen – doch Gott gibt Gnade.
Er offenbart seinen Namen: barmherzig und gnädig.
Die Stiftshütte bezeugt Gottes Ziel:
Er will wohnen bei den Erlösten.
Alles weist auf Christus hin –
das Lamm, der Mittler, das Brot, das Licht, der Hohepriester.
Was im Schatten beginnt,
wird in Christus erfüllt
und im kommenden Reich vollendet.
2. Mose 34,24
„Denn ich werde die Nationen vor dir vertreiben und dein Gebiet erweitern; und niemand wird dein Land begehren, wenn du dreimal im Jahr hinaufziehst, um vor dem HERRN, deinem Gott, zu erscheinen.“
Der von Andreas hervorgehobene Ausdruck steht im Hebräischen im Imperfekt (Zukunftsform mit fortdauernder Aussage).
Zunächst spricht der Text ganz konkret von der kommenden Landnahme und der Zeit danach:
Israel wird
dreimal jährlich (Passah,
Wochenfest, Laubhüttenfest; vgl. 2Mo 23,14–17)
alle männlichen Israeliten nach
Jerusalem ziehen lassen.
Menschlich betrachtet wäre das Land in dieser Zeit schutzlos.
Gott verheißt:
👉 Kein Volk wird in dieser
Abwesenheit Israels das Land angreifen oder auch nur „begehren“.
➡️ Das ist eine übernatürliche Bewahrung, die nicht militärisch, sondern durch göttliches Eingreifen in das Begehren der Völker geschieht.
Das verwendete hebräische Wort חָמַד (ḥāmad) bedeutet:
begehren
verlangen
mit Begierde anschauen
etwas an sich ziehen wollen
➡️ Gott sagt also nicht nur:
„Niemand wird euch angreifen“
sondern:
„Ich werde das innere Wollen der Nationen kontrollieren.“
Das ist bemerkenswert:
Gott regiert nicht nur Taten, sondern Begierden.
Er setzt eine Schranke im Herzen der Völker.
👉 Ein starker Beweis für Gottes absolute Souveränität (vgl. Spr 21,1).
Über die unmittelbare Situation hinaus weist der Vers weiter:
Israel ist gehorsam → Gott garantiert Ruhe im Land
Israel zieht hinauf, um Jehova anzubeten → Gott sorgt für äußere Sicherheit
Typologisch:
Wenn Israel einst
wieder vollständig unter Gottes
Bundesherrschaft steht,
wird gelten:
„Und niemand wird ihr Land mehr begehren“ (vgl. Sach 14; Hes 34–48)
➡️ Ein Vorausblick auf das messianische Friedensreich, in dem Gottes Ordnung das Begehren der Nationen endgültig bindet.
Primär: Zukunft der Landnahme und des Bundesgehorsams Israels
Geistlich: Gott kontrolliert das Begehren der Herzen
Prophetisch: Vorschattung auf das kommende Reich des Messias
Theologisch: Sicherheit entsteht nicht durch Waffen, sondern durch Gottes Treue
Mose 34 ist eines der zentralen Gnadenkapitel der Tora:
Nach dem goldenen Kalb (Kap. 32)
Nach Moses Fürbitte (Kap. 33)
Offenbart Gott sein Herz, seinen Namen und seinen Bund
Gott selbst befiehlt neue Tafeln
Mose steigt erneut auf den Sinai
→ Gnade nach Gericht
Der theologische Höhepunkt:
„Jehova, Jehova, Gott, barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und groß an Güte und Wahrheit …“
➡️ Gottes Wesen:
Gnade
Langmut
Treue
Gerechtigkeit (Sünde wird nicht einfach übergangen)
Mose wirft sich nieder
Bitte um Gottes Gegenwart
Gott verheißt: Wunder, wie sie kein Volk gesehen hat
Warnung vor Bündnissen mit den Nationen
Verbot von Götzen
→ Israel soll allein Jehova gehören
Erinnerung an:
Passah
Erstgeburt
Sabbat
Wallfahrtsfeste
Schlüsselvers: V. 24
Niemand wird dein Land begehren
➡️ Gehorsam → Sicherheit → Anbetung
Mose schreibt die Worte des Bundes
Sein Angesicht leuchtet
→ Gemeinschaft mit Gott hinterlässt sichtbare Herrlichkeit
(Paulus greift diesen Abschnitt in 2. Kor 3 typologisch auf.)
Gnade nach Versagen
Bundestreue trotz menschlicher Untreue
Gottes Gegenwart als Schutz
Anbetung als Zentrum des Lebens Israels
(Bundeserneuerung – Anbetung – Bewahrung)
„Das Fest der ungesäuerten Brote sollst du halten; sieben Tage sollst du Ungesäuertes essen, wie ich dir geboten habe, zur bestimmten Zeit des Monats Abib; denn im Monat Abib bist du aus Ägypten ausgezogen.“
Ungesäuertes Brot → Bild der Absonderung von der alten Natur
Erinnerung an Erlösung aus Knechtschaft
Nicht Gefühl, sondern göttliche Ordnung („wie ich dir geboten habe“)
Zeitlich fixiert → Gottes Handeln ist heilsgeschichtlich geordnet
➡️ Erlösung verlangt Erinnerung und Reinheit
„Alles, was den Mutterschoß durchbricht, gehört mir, und alles Erstgeborene unter deinem Vieh …“
Erstgeburt = Eigentumsanspruch Gottes
Erinnerung an Passahnacht
Gott beansprucht das Erste, nicht das Übrige
➡️ Erlöste gehören Gott in ihrem Ursprung
„… den Erstling des Esels sollst du lösen mit einem Lamm …“
Der Esel = unreines Tier
Lamm = stellvertretender Tod
Keine Erlösung ohne Blut
➡️ Unreines wird nicht verbessert, sondern erlöst – oder gerichtet
„Sechs Tage sollst du arbeiten, aber am siebten Tage sollst du ruhen; beim Pflügen und bei der Ernte sollst du ruhen.“
Sabbat nicht situationsabhängig
Auch im Stress (Ernte!) gilt Gottes Ruhe
Sabbat ist Vertrauensprüfung
➡️ Wer Gott vertraut, kann ruhen – selbst im Ertragreichsten.
„Und das Fest der Wochen … und das Fest der Einsammlung am Ausgang des Jahres.“
Wochenfest → Erstlingsgabe
Einsammlung → Vollendung
Gottes Heil kennt Anfang und Ziel
➡️ Gott ist Herr über Wachstum und Vollendung
„Dreimal im Jahr soll alles, was männlich ist, erscheinen vor dem Herrn, Jehova, dem Gott Israels.“
Erscheinen = bewusstes Hinzutreten
Keine Stellvertretung
Anbetung ist Pflicht und Vorrecht
➡️ Gemeinschaft mit Gott ist nicht privat, sondern geordnet.
„Denn ich werde die Nationen vor dir vertreiben … und niemand wird dein Land begehren …“
Gott wirkt äußerlich (Vertreibung) und innerlich (Begehren)
Israel ist abwesend → Gott ist präsent
Sicherheit entsteht durch Gehorsam, nicht Militär
➡️ Gott bewahrt nicht nur Grenzen, sondern Herzen.
„Du sollst das Blut meines Schlachtopfers nicht opfern mit Gesäuertem …“
Blut + Sauerteig = unvereinbar
Erlösung darf nicht mit alter Natur vermischt werden
➡️ Gnade duldet keine geistliche Vermischung.
„Das Erste der Erstlinge … sollst du bringen … Du sollst das Böcklein nicht kochen in der Milch seiner Mutter.“
Erstlinge → Gott zuerst
Letzter Satz: Verbot heidnischer Fruchtbarkeitsriten
Keine Verhöhnung der göttlichen Ordnung
➡️ Gott fordert Ehrfurcht – auch im Umgang mit dem Leben.
Erlösung → Absonderung → Anbetung → Bewahrung
Gottes Gegenwart schützt dort, wo Gott geehrt wird.
Gesetz offenbart Gottes Heiligkeit
Mensch offenbart seine Unfähigkeit
Goldene Kalb → Bundesbruch
Kapitel 34 → Gnade nach Gericht
➡️ Gesetz zeigt, wer Gott ist, nicht was der Mensch leisten kann.
| Sinai | Christus |
|---|---|
| Stein | Fleisch |
| Gesetz außen | Gesetz im Herzen |
| Furcht | Annahme |
| Mose verhüllt | Christus offenbart |
| Opfer jährlich | Opfer ein für allemal |
Christus erfüllt:
Erstling
Sabbat
Opfer
Wallfahrt
➡️ Alles, was in 2Mo 34 gefordert wird, ist in Christus erfüllt.
Jeremia 31 / Hebräer 8
Gott wirkt nicht nur Gebot, sondern Begehren
Entsprechung zu 2Mo 34,24:
„Niemand wird dein Land begehren“
➡️ Im Neuen Bund:
Gott bewahrt Herzen, nicht nur Umstände
Anbetung ersetzt Angst
Israel wird wieder:
im Land
im Bund
in Ruhe
Nationen werden nicht mehr begehren
Christus regiert
➡️ 2. Mose 34 ist Keimform des messianischen Reiches
Was am Sinai gefordert wurde,
wurde in Christus erfüllt,
und wird im kommenden Reich vollendet.
Der Auszug aus Ägypten ist nicht nur Geschichte Israels, sondern das Erlösungsmodell Gottes, dessen Erfüllung Christus ist.
| Abschnitt | Historischer Inhalt | Typologische Bedeutung | Erfüllung in Christus |
|---|---|---|---|
| 2Mo 1 | Israel in Knechtschaft | Mensch unter Sünde | Joh 8,34 |
| 2Mo 2 | Mose bewahrt & berufen | Erretter vorbereitet | Mt 2,13–15 |
| 2Mo 3 | Dornbusch, „Ich bin“ | Offenbarer Gottes | Joh 8,58 |
| 2Mo 5–12 | Kampf mit Pharao | Machtkampf Gott – Satan | Kol 2,15 |
| 2Mo 12 | Passah | Stellvertretender Tod | 1Kor 5,7 |
| Passah-Detail | Typ | Christus |
|---|---|---|
| Lamm ohne Fehler | Sündlosigkeit | 1Pet 1,19 |
| Blut an Türpfosten | Schutz vor Gericht | Röm 5,9 |
| Tod eines Stellvertreters | Erlösung durch Opfer | Jes 53 |
| Kein Knochen zerbrochen | Vollkommenheit | Joh 19,36 |
| In der Nacht | Gericht und Rettung zugleich | Kreuz |
| Ereignis | Typ | Christus |
|---|---|---|
| Rotes Meer | Tod & Auferstehung | Röm 6,4 |
| Feinde vernichtet | Sieg über Satan | Hebr 2,14 |
| Volk auf sicherem Weg | Erlöste Gemeinschaft | 1Kor 10,1–2 |
| Element | Typ | NT-Erfüllung |
|---|---|---|
| Manna | Brot vom Himmel | Joh 6,32–35 |
| Wasser aus dem Felsen | Geistliches Leben | 1Kor 10,4 |
| Wolken- & Feuersäule | Leitung & Licht | Joh 8,12 |
| Amalek | Fleisch / Feind | Gal 5,17 |
| Mose | Typ | Christus |
|---|---|---|
| Berufung Gottes | Gesandt | Hebr 3,1–6 |
| Mittler des Bundes | Fürsprecher | 1Tim 2,5 |
| Fürbitte bei Versagen | Gnade | Hebr 7,25 |
| Verhülltes Angesicht | Unvollkommene Offenbarung | Joh 1,18 |
| Gesetz | Funktion | Christus |
|---|---|---|
| Offenbarung Gottes | Heiligkeit | Joh 1,14 |
| Forderung an den Menschen | Unfähigkeit | Röm 8,3 |
| Richterliche Ordnung | Schuldaufdeckung | Gal 3,24 |
| Äußerlich | Buchstabe | Innerlich (Geist) |
| Ereignis | Typ | NT-Licht |
|---|---|---|
| Abwesenheit Moses | Ungeduld | Unglaube |
| Götzendienst | Selbstgemachte Religion | Röm 1 |
| Gericht + Fürbitte | Gnade über Gericht | Hebr 12 |
➡️ Kap. 34: Gnade nach Versagen
| Bundeselement | Typ | Christus |
|---|---|---|
| Erneuerter Bund | Gnade | Neuer Bund |
| Offenbarung Gottes | Jehova | Vater im Sohn |
| Bewahrung des Landes | Gott regiert Begehren | Friede durch Christus |
| Mose mit Herrlichkeit | Vergängliche Herrlichkeit | Bleibende Herrlichkeit |
| Bereich | Typ | Christus |
|---|---|---|
| Eingang | Einziger Zugang | Joh 10,9 |
| Brandopferaltar | Kreuz | Hebr 13,10 |
| Waschbecken | Reinigung | Joh 13 |
| Schaubrottisch | Gemeinschaft | Joh 6 |
| Leuchter | Licht | Joh 8,12 |
| Räucheraltar | Fürbitte | Hebr 7,25 |
| Vorhang | Trennung | Mt 27,51 |
| Allerheiligstes | Gegenwart Gottes | Hebr 10,19–20 |
| Aaron | Typ | Christus |
|---|---|---|
| Berufung | Von Gott eingesetzt | Hebr 5 |
| Opfer für sich | Unvollkommen | Christus sündlos |
| Einmal jährlich | Begrenzter Dienst | Ewig |
| Brustschild | Trägt Namen | Trägt Gemeinde |
| Ereignis | Bedeutung | NT-Erfüllung |
|---|---|---|
| Herrlichkeit erfüllt Stiftshütte | Gott wohnt mitten unter ihnen | Joh 1,14 |
| Mose kann nicht eintreten | Begrenzter Zugang | Hebr 10,19 |
| Gott zieht mit dem Volk | Leitung | Geist Gottes |
2. Mose ist das Evangelium in Bildern:
Knechtschaft → Erlösung → Gemeinschaft → Herrlichkeit
Christus ist der Inhalt jedes Abschnitts.
Erlösung aus der Knechtschaft – Gemeinschaft mit Gott – Gottes Wohnen mitten unter dem erlösten Volk
Vermehrung trotz Bedrängnis
Satans Versuch, Gottes Verheißung zu verhindern
Der Erretter wird vorbereitet
Ablehnung vor der Zeit
Dornbusch
„Ich bin, der ich bin“
Gottes Name und Auftrag
Moses Einwände
Zeichen und Vollmacht
Gott gebraucht den Unwilligen
Verhärtung des Herzens
Offenbarung der Macht Gottes
Gericht über Ägyptens Götter
Unterscheidung zwischen Ägypten und Israel
Lamm
Blut
Stellvertretung
Wolken- und Feuersäule
Gott führt das erlöste Volk
Tod und Auferstehung (typologisch)
Vollständiger Sieg über den Feind
Das erste Erlöserlied der Bibel
Bitteres Wasser
Gott als Heiler
Tägliche Abhängigkeit von Gott
Leben aus Christus
Sieg durch Fürbitte
Geistliche Leiterschaft
Gemeinschaftlicher Dienst
Vorbereitung des Volkes
Absonderung
Moralisches Gesetz
Anwendung des Gesetzes im Alltag
Blut des Bundes
Mose als Mittler
„Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, dass ich in ihrer Mitte wohne.“
Lade, Tisch, Leuchter
Vorhof und Altar
Aaronitisches Priestertum
Heiligkeit im Dienst
Räucheraltar
Sabbat als Bundeszeichen
Abfall während der Abwesenheit des Mittlers
„Wenn deine Gegenwart nicht mitgeht…“
Gnade und Wahrheit
Erneuerung des Bundes
Gehorsam aus Dankbarkeit
Genau nach Gottes Wort
Gott nimmt Wohnung
Führung durch die Herrlichkeit
Knechtschaft (1–4)
Erlösung durch Blut (5–13)
Sieg über den Feind (14–15)
Weg mit Gott (16–18)
Bund und Gesetz (19–24)
Gottes Wohnung geplant (25–31)
Versagen & Gnade (32–34)
Gottes Gegenwart verwirklicht (35–40)
Exodus zeigt den Weg von der Erlösung durch das Lamm
zur Gemeinschaft mit Gott in seiner Wohnung –
erfüllt in Christus und vollendet in der Herrlichkeit.