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0073

„Laß ab von mir, daß ich sie vertilge und ihren Namen unter dem Himmel auslösche; und ich will dich zu einer Nation machen, stärker und größer als sie.“
Hebräisch (transliteriert, sinngemäß):
hā·rēf mimmennî we’ašmîdēm we’emmḥeh ’et-šəmām mittaḥat haššāmajim; we’e‘eśeh ’otḵā ləgōj ‘āṣūm wərāḇ mimmennû
👉
Genau so, wie Er es mit Abraham getan hat.
Es handelt sich nicht um eine
Laune, sondern um eine reale,
bundestheologisch mögliche Alternative, die Gott bewusst ausspricht –
nicht um sie auszuführen,
sondern um Moses Herz, Stellung und
Mittlerschaft offenbar zu machen.
| Abraham | Mose |
|---|---|
| Einzelner Mann | Einzelner Mann |
| Berufung ohne eigenes Verdienst | Berufung aus Gnade |
| Zusage: „Ich will dich zu einer großen Nation machen“ (1Mo 12,2) | Zusage: „Ich will dich zu einer Nation machen“ (5Mo 9,14) |
| Ausgangspunkt des Bundes | möglicher neuer Ausgangspunkt |
| Verheißung durch Gott allein | Verheißung durch Gott allein |
👉 Gott kann jederzeit neu anfangen, ohne Seine Heiligkeit oder Macht zu verlieren.
Die völlige Verderbtheit Israels
Die Gerechtigkeit Gottes
Die wahre Gesinnung Moses
Die Kraft der Fürbitte
Die Unverbrüchlichkeit des Bundes mit den Vätern
Goldenes Kalb (2. Mose 32)
Bruch des Bundes von Seiten Israels
Götzendienst direkt nach der Offenbarung am Sinai
Mose auf dem Berg, Israel im Abfall
👉 Das Volk hat jedes Anrecht verloren.
Hebräisch:
’ašmîdēm = „ich werde sie
vertilgen“
’emmḥeh = „ich werde
auslöschen / wegwischen“
👉 Das sind Bundesfluch-Begriffe (vgl. 2Mo 32,10; 3Mo 26; 5Mo 28).
„Laß ab von mir“ (hā·rēf mimmennî)
👉 Das ist keine Ablehnung, sondern:
Gott räumt Mose Raum zur Fürbitte ein
Gott lädt Mose indirekt ein, nicht abzulassen
💡 Gott spricht so, dass Mose nicht schweigen kann.
Mose antwortet nicht:
„Ja, mach mich groß“
„Das Volk ist wirklich schlimm“
Sondern:
Er erinnert Gott an Seinen Namen
an Seinen Schwur
an Abraham, Isaak und Jakob
👉 Mose identifiziert sich völlig mit dem Volk.
Gottes Ehre steht über Moses Größe
Mose sucht nicht seinen Namen, sondern Gottes Namen
Der Bund mit den Vätern darf nicht gebrochen erscheinen
Gott sagt nicht:
„Ich überlege, dich zu einer Nation zu machen“
Sondern:
„Ich will dich zu einer Nation machen“
👉 Das ist kein leeres Wort, sondern ein ernstes Angebot, dessen Ziel ist:
die Offenbarung der wahren Gesinnung Moses
So wie:
Abraham in 1Mo 22
Hiob in Hiob 1–2
👉 Mose besteht sie:
nicht durch Stärke
sondern durch Fürbitte
Weil:
Er geschworen hat (1Mo 15)
Er treu ist, auch wenn Menschen untreu sind
Er Seine Wege nicht ändert (Mal 3,6)
Israel besitzt das Land nicht wegen eigener Gerechtigkeit, sondern allein wegen der Gnade Gottes.
(jede Frage direkt beantwortet)
→ Um Israels völlige Unwürdigkeit zu zeigen.
→ Kurz vor dem Einzug ins Land – Warnung vor Hochmut.
→ Ja, vollkommen real und gerecht.
→ Ja, absolut.
→ Wegen Gottes Ehre und des Bundes.
→ Nein, aber unter Gericht stehend.
→ Ja, rechtlich und moralisch.
→ Wegen Seiner Treue zu Seinem Wort.
→ Als Mittler und Fürsprecher.
→ Ja, sehr deutlich (Fürbitte, Selbstverzicht).
→ Sie wären über Mose weitergeführt worden.
→ Ja, als Nation.
→ Um den Reiz menschlicher Ehre zu benennen.
→ Um jede Selbstgerechtigkeit zu brechen.
→ Ja, ausdrücklich.
→ Sie ist groß, aber nicht grenzenlos.
→ 40 Tage und Nächte – stellvertretend.
→ Es wendet Gottes Zorn ab.
→ Ja – Gott handelt daraufhin.
→ Nein – Er handelt konsequent zu Seinem Wesen.
→ Zur Demütigung und Belehrung.
→ Wahre Leiter suchen nicht sich selbst.
→ Ja (1Kor 10).
→ Ja – Hinweis auf zukünftige Bewahrung Israels.
→ Total verderbt ohne Gnade.
→ Sie beruht allein auf Gottes Willen.
→ Ja – Rettung aus Gnade, nicht aus Werken.
→ Nein (Röm 11).
→ Weil Gott Seinen ursprünglichen Bund hält.
→ Ein Volk, bewahrt durch Gnade – trotz Versagen.
Mose 9 ist ein Demütigungskapitel:
für Israel
für jeden Gläubigen
für jeden Diener Gottes
👉 Alles steht und fällt mit Gnade.
Mose steht hier:
zwischen Gott und Volk
ohne eigene Ehre
mit völligem Selbstverzicht
💡
Darum bleibt Israel bestehen.
💡 Darum bleibt Gottes Plan bestehen.
Mose 9 gehört zum großen Rückblicks- und Ermahnungsteil (Kap. 5–11).
Ziel dieses Abschnitts:
Israel soll erkennen, dass der Besitz des Landes nicht auf eigener Gerechtigkeit beruht, sondern allein auf Gottes Gnade und Treue.
👉 Kapitel 9 ist dabei das demütigendste Kapitel dieses Abschnitts.
„Nicht um deiner Gerechtigkeit willen“ (V. 4.5.6)
Dieses Motiv bildet:
den theologischen Kern
die argumentative Klammer
die geistliche Stoßrichtung
Große Nationen
befestigte Städte
Anakiter („wer kann vor ihnen bestehen?“)
Der Sieg kommt von Jehova – nicht von Israel.
V. 4: „Sprich nicht in deinem Herzen … um meiner Gerechtigkeit willen …“
Hebräisch (transliteriert):
ṣidqātî – meine Gerechtigkeit
riš‘at haggôyim – Bosheit der Nationen
👉 Zwei Gründe für den Sieg:
Bosheit der Nationen
Treue Gottes zu Seinem Schwur
„Erinnere dich – vergiss nicht“ (V. 7)
Israel wird nicht geschont:
Widerspenstigkeit
Rebellion
fortgesetztes Ärgern Jehovas
👉 Mose beginnt nicht mit dem Goldenen Kalb, sondern mit der Haltung des Herzens.
„hartnäckiges Volk“
Androhung der Vernichtung
Angebot: Mose als neuer Stammvater
Hebräisch:
‘am-qešeh-‘ōref – hartnäckig, halsstarrig
’e‘eśeh ’otḵā ləgōj – ich will dich zu einer Nation machen
👉 Rechtlich, moralisch und heilsgeschichtlich möglich, aber bewusst nicht vollzogen.
Die Tafeln = Bund
Zerbrechen = Bundesbruch durch Israel
Mose handelt nicht impulsiv, sondern prophetisch-symbolisch.
👉 Der Bund ist moralisch gebrochen, nicht formal aufgehoben.
40 Tage Fasten
völlige Selbsterniedrigung
Fürbitte statt Selbstrettung
Hebräisch:
hitnappēl – sich niederwerfen
’etḥannān – flehentlich bitten
👉 Mose steht zwischen Gott und Volk.
Genannte Orte:
Tabera
Massa
Kibroth-Hattaawa
Kadesch-Barnea
👉 Das Goldene Kalb war kein Einzelfall, sondern Ausdruck eines Musters.
Gottes Eigentumsrecht an Israel
Gottes Erlösung aus Ägypten
Gottes Schwur an die Väter
Gottes Ehre vor den Nationen
Schlüsselbegriff:
naḥălāh – Erbteil
👉 Mose argumentiert theozentrisch, nicht anthropozentrisch.
Erwählung beruht nicht auf menschlicher Gerechtigkeit
Gottes Zorn ist real und gerecht
Fürbitte hat wirkliche Wirkung
Gottes Treue überragt menschliches Versagen
Leiterschaft zeigt sich im Selbstverzicht
Mose 9:
blickt zurück auf Sinai
wirkt warnend für die Landnahme
weist voraus auf die Notwendigkeit eines vollkommeneren Mittlers
👉 Mose kann bitten, aber nicht endgültig erlösen.
Genau hier öffnet sich der Raum für die nächste Betrachtung:
Mose – ein Mittler, der fastet, bittet, sich selbst hingibt
Christus – der Mittler, der sich selbst gibt
(ausgehend von 5. Mose 9; Basis Elberfelder 1905, mit hebräischen Begriffen und heilsgeschichtlicher Linie)
Typologie bedeutet:
Eine von Gott gewollte Vorausabbildung, die im Neuen Testament ihre vollkommene Erfüllung findet.
👉 Mose ist kein Ebenbild, sondern ein Schatten (Kol 2,17; Hebr 10,1).
| Mose | Christus |
|---|---|
| Knecht Gottes | Sohn Gottes |
| Mittler des alten Bundes | Mittler des neuen Bundes |
| Prophet | Prophet und Offenbarer Gottes |
| Gesetzgeber | Gesetzeserfüller |
| Menschlich, fehlbar | Sündlos, vollkommen |
„Und ich warf mich nieder vor Jehova …“
„Denn einer ist Gott, und einer ist Mittler zwischen Gott und Menschen, der Mensch Christus Jesus“
👉 Mose tritt zwischen, Christus steht für immer dazwischen (Hebr 7,25).
40 Tage und Nächte
kein Brot, kein Wasser
stellvertretend für ein schuldiges Volk
40 Tage in der Wüste
Versuchung durch Satan
stellvertretend für Menschen unter Sünde
👉 Mose trägt die Last, Christus trägt die Schuld.
„Laß ab von mir …“
Hebräisch:
hā·rēf mimmennî – „lass mich in Ruhe“
👉 Gott spricht so, damit Mose nicht loslässt.
muss nicht eingeladen werden
tritt freiwillig ein (Joh 10,18)
lehnt persönliche Erhöhung ab
sucht Gottes Ehre, nicht eigene Größe
war Gott gleich
entäußerte sich selbst
wurde Knecht
👉 Mose verzichtet auf Größe, Christus verzichtet auf Herrlichkeit.
„Und nun, wenn du ihre Sünde vergeben wolltest – und wenn nicht, so lösche mich doch aus deinem Buch …“
„Den, der Sünde nicht kannte, hat er für uns zur Sünde gemacht“
👉 Mose bietet sich an, Christus gibt sich hin.
„Gedenke deiner Knechte Abraham, Isaak und Jakob …“
👉 Mose argumentiert:
mit Gottes Schwur
mit Gottes Namen
mit Gottes Ehre
ist selbst die Erfüllung des Bundes (Lk 22,20)
Tafeln zerbrochen → Bundesbruch
erneuerte Tafeln → Wiederherstellung
„Ich werde meine Gesetze in ihre Herzen geben“
👉 Mose trägt das Gesetz, Christus verinnerlicht es im Menschen.
Fürbitte stoppt das Gericht
aber das Herz des Volkes bleibt problematisch
„… durch ihn gerettet vom Zorn“
👉 Mose verzögert das Gericht, Christus trägt es.
| Mose | Christus |
|---|---|
| stirbt vor dem Land | führt ins himmlische Land |
| Grab unbekannt | Grab leer |
| Dienst begrenzt | Dienst ewig |
| keine bleibende Priesterschaft | ewiger Hoherpriester |
„Einen Propheten wie mich wird Jehova erwecken“
„Im Anfang war das Wort …“
👉 Mose spricht Gottes Wort, Christus ist Gottes Wort.
Sehr wichtig:
Mose scheitert in Meriba
Mose kommt nicht ins Land
Mose kann nicht erlösen
👉 Typologie endet immer dort,
wo Christus unvergleichlich höher
ist.
| Mose | Christus |
|---|---|
| bittet für das Volk | stirbt für das Volk |
| lehnt eigene Erhöhung ab | erniedrigt sich selbst |
| erinnert Gott an den Bund | ist der Bund |
| Fasten und Fürbitte | Kreuz und Auferstehung |
| zeitlicher Mittler | ewiger Mittler |
Mose 9 zeigt:
wie notwendig ein Mittler ist
wie unzulänglich der beste menschliche Mittler bleibt
👉 Mose weist über sich hinaus.
Was Mose im Gebet tut, vollbringt Christus im Opfer.
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| Bereich | Mose | Christus |
|---|---|---|
| Stellung | Knecht Gottes (5Mo 34,5) | Sohn Gottes (Hebr 1,2) |
| Rolle | Mittler des alten Bundes (Gal 3,19) | Mittler des neuen Bundes (Hebr 9,15) |
| Grundlage | Gesetz auf Steintafeln | Gnade und Wahrheit (Joh 1,17) |
| Situation in 5Mo 9 | Volk unter Gericht | Menschheit unter Sünde |
| Gottes Wort | „Laß ab von mir …“ (5Mo 9,14) | Freiwillige Selbsthingabe (Joh 10,18) |
| Versuchung zur Erhöhung | Angebot: neue Nation aus Mose | Versuchung: alle Reiche der Welt |
| Reaktion | Verzicht auf eigene Größe | Selbsterniedrigung (Phil 2,6–8) |
| Identifikation | Stellt sich zwischen Gott und Volk | Wird Mensch und „für uns“ |
| Fürbitte | 40 Tage Fasten und Flehen | Ständiges Eintreten (Hebr 7,25) |
| Umgang mit Sünde | Bittet um Vergebung | Trägt die Sünde |
| Bundesargument | Schwur an Abraham, Isaak, Jakob | Eigenes Blut als Bundesgrundlage |
| Gesetz | Träger des Gesetzes | Erfüller des Gesetzes |
| Wirkung | Gericht wird abgewendet | Gericht wird getragen |
| Ergebnis | Volk bleibt bestehen | Erlöste Gemeinde |
| Dauer des Dienstes | Zeitlich begrenzt | Ewig |
| Tod | Stirbt vor dem Land | Stirbt – und lebt ewig |
| Ziel | Irdisches Kanaan | Himmlisches Erbe |
Mose bittet – Christus bezahlt.
Mose steht zwischen Gott und Volk – Christus vereint Gott und Mensch.
Mose ist der
größte Mittler des Alten Bundes,
Christus ist der einzige vollkommene
Mittler überhaupt.

5. Mose 9 zeigt:
den besten Mittler des Alten Bundes (Mose),
der jedoch nur bitten, nicht erlösen kann.
Der Hebräerbrief zeigt:
den vollkommenen Mittler (Jesus Christus),
der nicht nur bittet, sondern vollendet.
👉 Der Hebräerbrief ist die göttliche Antwort auf das Problem, das 5. Mose 9 offenlegt.
„Nicht um deiner Gerechtigkeit willen …“ (5Mo 9,4.5.6)
Volk schuldig
Bund gebrochen
Gericht gerecht
Rettung nur durch Fürbitte
👉
Zentrale Frage:
Wie kann ein heiliger Gott bei einem
schuldigen Volk wohnen?
Mose = treuer Knecht
Mittler zwischen Gott und Volk
Teil der Haushaltung Gottes
„Und Mose war zwar treu in seinem ganzen Hause als Diener … Christus aber als Sohn über sein Haus“
👉 Mose gehört zum Haus, Christus herrscht über das Haus.
Mose fastet 40 Tage
Mose fleht
Mose bittet um Verschonung
„Daher vermag er auch völlig zu erretten, die durch ihn Gott nahen, indem er allezeit lebt, um sich für sie zu verwenden.“
👉 Mose
unterbricht das Gericht,
Christus beseitigt die Ursache des
Gerichts.
| 5. Mose 9 | Hebräerbrief |
|---|---|
| Gottes Zorn real (9,8.19) | Gottes Zorn real (Hebr 10,31) |
| Gericht droht | Gericht bestätigt |
| Mose bittet | Christus leidet |
| Volk bleibt am Leben | Gläubige werden gerechtfertigt |
👉 Hebräer zeigt:
Zorn wird nicht ignoriert, sondern
erfüllt – am Kreuz.
Steintafeln zerbrochen
Bund moralisch gebrochen
Erneuerung notwendig
„Jetzt aber hat er einen vorzüglicheren Dienst erlangt … einen besseren Bund“
👉 Der neue Bund ist:
nicht repariert
sondern neu und besser
gegründet auf Christi Blut
Enthaltung von Brot und Wasser
stellvertretend im Gebet
„… durch sein eigenes Blut ein für allemal eingegangen“
👉 Mose
entzieht sich dem Leben,
Christus gibt sein Leben.
Fürbitte zeitlich begrenzt
Wirkung auf eine Generation
„Er aber, weil er in Ewigkeit bleibt, hat ein unveränderliches Priestertum“
👉 Hebräer beantwortet das Defizit von 5.
Mose 9:
Was Mose nicht dauerhaft leisten
konnte, tut Christus ewig.
Mose allein auf dem Berg
Volk bleibt unten
Distanz bleibt bestehen
„Da wir nun Freimütigkeit haben zum Eintritt in das Heiligtum …“
👉 Der Hebräerbrief öffnet,
was 5. Mose 9 noch verschlossen hält.
5. Mose 9
→ zeigt die Notwendigkeit eines
Mittlers
Hebräerbrief
→ offenbart den vollkommenen Mittler
Mose = Schatten
Christus = Wirklichkeit
| Thema | 5. Mose 9 | Hebräerbrief |
|---|---|---|
| Zustand des Volkes | Schuld, Rebellion | Sünder vor Gott |
| Mittler | Mose | Jesus Christus |
| Art der Mittlerschaft | Fürbitte | Opfer + Fürsprache |
| Dauer | Zeitlich | Ewig |
| Grundlage | Schwur an die Väter | Blut Christi |
| Bund | Zerbrochen | Neu und besser |
| Zugang | Beschränkt | Frei |
| Ergebnis | Bewahrung Israels | Vollständige Erlösung |

Israel steht schuldig vor Gott. Der Bund ist durch das Goldene Kalb moralisch gebrochen. Gottes Zorn ist gerecht. Mose tritt als Mittler ein – nicht auf Grundlage der Gerechtigkeit des Volkes, sondern allein aufgrund der Treue Gottes.
„Nicht um deiner Gerechtigkeit willen …“ (5Mo 9,5)
Mose steht zwischen Gott und Volk:
er fastet 40 Tage,
er fleht um Gnade,
er verzichtet auf eigene Erhöhung,
er beruft sich auf Gottes Namen und Bund.
👉 Mose
kann bitten, aber
nicht sühnen.
👉 Er wendet das Gericht ab, trägt es
aber nicht.
So treu Mose ist:
er bleibt Teil des Volkes,
er bleibt unter dem Gesetz,
sein Dienst ist zeitlich begrenzt,
das Herz des Volkes bleibt unverändert.
👉 5. Mose 9 zeigt:
Ein besserer Mittler ist nötig.
Jesus Christus ist nicht nur Mittler, sondern Erlöser:
Er bittet nicht nur – Er opfert sich selbst.
Er trägt nicht nur Schuld vor Gott – Er trägt die Schuld selbst.
Er beruft sich nicht auf einen früheren Bund – Er stiftet den neuen Bund.
„Durch sein eigenes Blut ein für allemal eingegangen …“ (Hebr 9,12)
Mose identifiziert sich mit dem schuldigen Volk.
Christus wird für das schuldige Volk zur Sünde gemacht.
👉 Mose sagt sinngemäß:
„Verschone sie.“
👉 Christus sagt tatsächlich: „Ich nehme
es auf mich.“
Durch Mose bleibt Israel bewahrt.
Durch Christus werden Gläubige erlöst.
Mose = Bewahrung trotz Schuld
Christus = Erlösung von Schuld
Was Mose im Gebet nicht vollenden konnte,
hat Christus am Kreuz vollkommen vollbracht.
Mose steht zwischen Gott und Volk –
Christus bringt Gott und Mensch zusammen.