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00738 5. Mose 9 ↔ Römer 9–11 Israel – Erwählung – Treue Gottes

Mose als Mittler – Christus als Erlöser
Israel: widerspenstig, ohne eigene Gerechtigkeit
Rettung nur durch Fürbitte (5Mo 9,4–6)
Alle Menschen unter der Sünde
„Da ist keiner gerecht, auch nicht einer“ (Röm 3,10)
👉
Gleiche Diagnose:
Der Mensch besitzt vor Gott keinerlei eigene
Gerechtigkeit.
Gericht ist gerecht
Gnade kann nur auf Bundesgrundlage gewährt werden
Mose bittet, aber kann nicht rechtfertigen
Gerechtigkeit ohne Gesetz
Gerechtigkeit durch Glauben
Gerechtigkeit aus Gnade
👉 Was bei Mose offenliegt, wird in Römer 3 offenbart.
Gottes Zorn über reale Schuld (9,8.19)
Fürbitte verhindert sofortiges Gericht
Christus als Sühnung (hilastērion)
Gottes Zorn wird nicht übergangen, sondern gestillt
👉 Mose
verzögert den Zorn,
Christus trägt den Zorn.
„Nicht um deiner Gerechtigkeit willen“
Landgabe = Gnade
Abraham gerechtfertigt ohne Werke
Gerechtigkeit wird zugerechnet
👉 Paulus liest 5. Mose 9
theologisch korrekt:
Gnade war immer Gottes Weg.
identifiziert sich mit dem Volk
bietet sich symbolisch an (2Mo 32,32)
bleibt dennoch außen vor
Christus stirbt für Gottlose
reale Stellvertretung
objektives Erlösungswerk
👉 Mose
kann sich anbieten,
Christus gibt sich tatsächlich.
| Mose (5Mo 9) | Römer 5 |
|---|---|
| Bewahrung Israels | Rechtfertigung des Sünders |
| Gericht aufgeschoben | Gericht erledigt |
| Frieden zeitlich | Frieden mit Gott (Röm 5,1) |
„Da wir jetzt durch sein Blut gerechtfertigt sind, werden wir durch ihn gerettet werden vom Zorn.“
👉 Das ist die endgültige Antwort auf 5. Mose 9.
5. Mose 9 zeigt, dass der Mensch keinen Anspruch hat.
Römer 3–5 zeigt, dass Gott dennoch rechtfertigt.
Mose = Mittler im Gebet
Christus = Erlöser im Opfer
Römer 3–5 = göttliche
Auslegung dessen
Israel ist halsstarrig (5Mo 9,6)
keine eigene Gerechtigkeit
Landgabe allein aus Gnade
Bewahrung nur durch Fürbitte
„Nicht um deiner Gerechtigkeit willen …“ (5Mo 9,5)
Israel verfehlt die Gerechtigkeit (Röm 9,31–32)
nicht alle aus Israel sind Israel
kein Anspruch aufgrund von Abstammung
👉 Beide Texte zerstören jeden Gedanken nationaler oder religiöser Selbstgerechtigkeit.
Gott bleibt bei Israel wegen:
Seines Schwurs
Seines Namens
Seiner Treue
„… wegen der Bosheit dieser Nationen … und damit er das Wort halte, das Jehova deinen Vätern geschworen hat“ (5Mo 9,5)
Erwählung:
nicht aus Werken
nicht aus Wollen
sondern aus Gottes Erbarmen (Röm 9,16)
👉
Römer 9 erklärt, was 5. Mose 9
voraussetzt:
Erwählung beruht ausschließlich auf Gottes Willen.
beruft sich auf:
Abraham, Isaak, Jakob
Gottes Ehre unter den Nationen
Gott verschont Israel
erklärt:
warum Israel bewahrt bleibt
warum es dennoch zeitweise beiseitegesetzt ist
warum es nicht endgültig verworfen ist
„Hat Gott etwa sein Volk verstoßen? Das sei ferne!“ (Röm 11,1)
👉 Moses Fürbitte wird bei Paulus zur Lehrgrundlage.
Gottes Zorn ist real
Gericht wäre gerecht
Gnade triumphiert aufgrund des Bundes
Israel:
teilweise Verstockung
zeitweises Gericht
Ziel:
Barmherzigkeit
Wiederannahme
„Denn Gott hat alle zusammen in den Unglauben eingeschlossen, damit er sich aller erbarme.“ (Röm 11,32)
👉 Dass Israel trotz Schuld bewahrt bleibt, ist kein Zufall – sondern göttlicher Plan.
Israel lebt weiter
nicht alle werden vertilgt
Bewahrung durch Gnade
„Überrest nach Auswahl der Gnade“ (Röm 11,5)
Elia-Parallele
Gnade bleibt handlungsleitend
👉 5. Mose 9 ist praktisch gelebte „Rest-Theologie“.
Gott hält Sein Wort an die Väter
trotz Israels Versagen
„Denn die Gnadengaben und die Berufung Gottes sind unbereubar.“
👉 Paulus formuliert ausdrücklich, was Mose voraussetzt.
Bewahrung vor Vernichtung
Fortsetzung der Geschichte
gegenwärtig:
teilweise Verstockung
zukünftig:
„ganz Israel wird errettet werden“ (Röm 11,26)
👉
5. Mose 9 garantiert die Fortexistenz
Israels,
Römer 11 garantiert seine zukünftige Wiederherstellung.
5. Mose 9
→ Israel bleibt bestehen trotz Schuld
Römer 9–11
→ Israel wird bestehen und wiederhergestellt trotz Schuld
👉 Die Treue Gottes überbrückt Israels Untreue.
| Thema | 5. Mose 9 | Römer 9–11 |
|---|---|---|
| Zustand Israels | Halsstarrig, schuldig | Unglaube, Verstockung |
| Eigene Gerechtigkeit | Verneint | Verneint |
| Grundlage | Bund mit den Vätern | Erwählung aus Gnade |
| Gericht | Gerecht | Teilweise, zeitlich |
| Gnade | Bewahrung | Wiederannahme |
| Schlüsselgedanke | Nicht wegen Israel | Nicht wegen Israel |
| Ziel | Fortbestehen Israels | Errettung Israels |
| Gottes Charakter | Treu | Unwiderruflich treu |
Israel: halsstarrig (‘am-qešeh-‘ōref, 9,6)
keine eigene Gerechtigkeit
Bewahrung nur durch Fürbitte (Mose)
Herzproblem bleibt ungelöst
„Nicht um deiner Gerechtigkeit willen …“ (5Mo 9,5)
Israel: unrein, verstreut, geistlich tot
Ursache: inneres Verderben
Lösung: Gottes souveränes Eingreifen
👉 5Mo 9 diagnostiziert das Problem – Hes 36–37 heilt es.
Mose beruft sich auf:
Gottes Namen
Gottes Ehre vor den Nationen
Gottes Schwur an die Väter (9,27–29)
„Nicht um euretwillen tue ich es, Haus Israel, sondern um meines heiligen Namens willen“ (Hes 36,22)
👉
Gleicher Beweggrund:
Gott handelt theozentrisch,
nicht anthropozentrisch.
Israel wird bewahrt
Gericht wird abgewendet
Herz bleibt unverändert
„Ich werde euch ein neues Herz geben … und meinen Geist in euer Inneres legen“
👉 Was Mose nicht leisten kann, verheißt Gott selbst zu tun.
Gesetz auf Steintafeln
Bund moralisch gebrochen
Gehorsam bleibt unerreichbar
„… und ich werde machen, dass ihr in meinen Satzungen wandelt“
👉 Der Gehorsam kommt
nicht aus dem Menschen,
sondern aus dem Geist Gottes.
Bewahrung Israels trotz Schuld
Fortsetzung der Geschichte garantiert
„Ich werde euch aus den Nationen holen …“
👉
5Mo 9 sichert Israels
Fortbestand,
Hes 36 verheißt Israels Heimführung.
Totengebeine = Israel ohne Hoffnung
Wort + Geist = neues Leben
nationale Wiederherstellung
„Siehe, ich bringe Odem in euch, dass ihr lebendig werdet“ (Hes 37,5)
👉 Die Bewahrung aus 5Mo 9 führt zur Erneuerung in Hes 37.
Bund mit den Vätern wird gehalten
trotz Israels Untreue
„Ihr sollt mein Volk sein, und ich werde euer Gott sein“
👉 Derselbe Bund wird:
nicht aufgehoben
sondern innerlich erneuert
5. Mose 9
→ Israel bleibt bestehen trotz Herzverderbnis
Hesekiel 36–37
→ Israel wird erneuert durch neues Herz und Geist
👉 Treue Gottes → Wiederherstellung Gottes → Herrlichkeit Gottes
| Thema | 5. Mose 9 | Hesekiel 36–37 |
|---|---|---|
| Zustand Israels | Halsstarrig, schuldig | Unrein, tot |
| Hauptproblem | Herz des Menschen | Herz des Menschen |
| Gottes Handeln | Bewahrung | Erneuerung |
| Motivation | Gottes Name & Schwur | Gottes heiliger Name |
| Gesetz | Äußerlich | Innerlich wirksam |
| Geist | Nicht gegeben | Geist ausgegossen |
| Ergebnis | Fortbestand | Wiederherstellung |
| Ziel | Volk bleibt | Volk lebt |