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00743 Bergpredigt Mt 5-7 Ziel des Herrn Jesus: den Menschen seine völlige Unfähigkeit aufzeigen

„Buch des Geschlechts Jesu Christi, des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams.“ (Mt 1,1)
Adressaten: primär Israel
Thema: Jesus als Messias und König
Ziel: Vorstellung des rechtmäßigen Königs für das irdische Reich
➡ Die Bergpredigt (Mt 5–7) ist keine neutestamentliche Gemeindelehre, sondern:
die Gesetzesrede des Königs an sein irdisches Reichsvolk
Das Kreuz liegt noch in der Zukunft
Keine Auferstehung
Kein Pfingsten
Kein innewohnender Heiliger Geist
Keine neue Schöpfung (2Kor 5,17)
➡ Der Mensch steht
unter Gesetz, nicht unter Gnade
(vgl. Joh 1,17; Röm 6,14 – das gilt erst
nach dem Kreuz)
Der Herr Jesus hebt das Gesetz nicht auf, sondern führt es zu seinem göttlichen Maßstab:
„Meinet nicht, dass ich gekommen sei, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen.“ (Mt 5,17)
Beispiele:
| Gesetz (äußerlich) | Bergpredigt (innerlich) |
|---|---|
| Nicht töten | Nicht zürnen |
| Nicht ehebrechen | Nicht begehren |
| Äußerliche Gerechtigkeit | Herzensgerechtigkeit |
| Feind meiden | Feind lieben |
| Auge um Auge | Andere Wange hinhalten |
➡ Das Gesetz wird vom Tun ins Herz verlegt
Deine Aussage ist völlig richtig – man kann sie so zuspitzen:
Kein Mensch kann auch nur einen Satz der Bergpredigt aus eigener Kraft erfüllen.
religiöse Menschen
willige Menschen
gesetzestreue Menschen
Pharisäer & Schriftgelehrte (Mt 5,20!)
„Denn ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit nicht vorzüglicher ist als die der Schriftgelehrten und Pharisäer, so werdet ihr keinesfalls in das Reich der Himmel eingehen.“
➡
Das ist ein Schockwort.
Die „Besten“ genügen nicht.
Die Bergpredigt wirkt wie das Gesetz:
„Durch Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde.“ (Röm 3,20)
Sie fragt nicht:
„Willst du das tun?“
Sondern:
„Kannst du das sein?“
„Selig die Sanftmütigen“ → immer?
„Liebt eure Feinde“ → ausnahmslos?
„Seid vollkommen“ (Mt 5,48!) → wie Gott selbst?
➡ Das Ergebnis ist unausweichlich:
Der Mensch scheitert vollständig.
„Es sei denn, dass jemand von neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.“ (Joh 3,3)
ein neues Herz
eine neue Natur
göttliches Leben
Doch:
der natürliche Mensch kann das nicht (1Kor 2,14)
der fleischliche Mensch will das nicht (Röm 8,7)
➡ Nicht Mangel an Willen, sondern Mangel an Leben
Das ist der entscheidende Punkt:
Die Bergpredigt ist kein Weg zum Heil,
sondern der Weg zur Erkenntnis der eigenen Verlorenheit.
Sie ruft nicht:
„Streng dich mehr an“
Sondern:
„Du brauchst Erlösung, nicht Belehrung.“
Für den Gläubigen gilt:
„Christus ist das Ende des Gesetzes zur Gerechtigkeit für jeden Glaubenden.“ (Röm 10,4)
Christus hat die Bergpredigt erfüllt
Seine Gerechtigkeit wird uns zugerechnet
Der Heilige Geist wirkt Frucht, nicht Gesetzeserfüllung
➡ Nicht:
„Ich muss die Bergpredigt leben“
Sondern:
„Christus lebt in mir“ (Gal 2,20)
Die Bergpredigt zeigt nicht, wie man Christ wird, sondern dass man es aus eigener Kraft nie werden kann.
Sie offenbart Gottes Maßstab – und damit unsere völlige Unfähigkeit unter Gesetz.
Erst durch Wiedergeburt und Erlösung in Christus kann überhaupt ein Leben entstehen, das Gottes Gedanken entspricht – nicht als Gesetzeserfüllung, sondern als Frucht des neuen Lebens.
Das Matthäusevangelium stellt den Herrn Jesus als den verheißenen Messias und König Israels vor: „Sohn Davids, Sohn Abrahams“ (Mt 1,1). Es richtet sich primär an das Volk Israel und steht heilsgeschichtlich vor Kreuz, Auferstehung und Pfingsten. Der Mensch befindet sich hier noch unter Gesetz, nicht unter der Gnade der neutestamentlichen Gemeinde.
Die Bergpredigt ist keine christliche Lebensregel für die Gemeinde, sondern die Gesetzesrede des Königs an sein irdisches Reichsvolk. Der Herr Jesus hebt das Gesetz nicht auf, sondern führt es zu seiner göttlichen Tiefe (Mt 5,17). Dabei verlagert Er die Forderungen vom äußeren Tun auf das innere Wesen des Menschen.
In Matthäus 5–7 wird deutlich:
Nicht nur das Töten, sondern schon der Zorn ist schuldig.
Nicht nur der Ehebruch, sondern schon das Begehren.
Nicht nur Feindverzicht, sondern Feindesliebe.
Nicht äußere Frömmigkeit, sondern Herzensechtheit.
Der Maßstab ist nicht menschlich, sondern göttlich:
„Seid nun vollkommen, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.“ (Mt 5,48)
Die Bergpredigt richtet sich an Menschen unter Gesetz, auch an solche mit gutem Willen und religiösem Eifer. Doch sie zeigt unmissverständlich:
Kein Mensch ist fähig, auch nur einen Satz dieser Rede aus eigener Kraft zu erfüllen.
Selbst die höchste religiöse Leistung genügt nicht:
„Wenn eure Gerechtigkeit nicht vorzüglicher ist als die der Schriftgelehrten und Pharisäer…“ (Mt 5,20)
Damit wirkt die Bergpredigt wie das Gesetz insgesamt:
„Durch Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde.“ (Röm 3,20)
Die Forderungen der Bergpredigt setzen neues Leben voraus. Ohne Wiedergeburt bleibt der Mensch unfähig:
„Es sei denn, dass jemand von neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.“ (Joh 3,3)
Es fehlt nicht am guten Vorsatz, sondern am göttlichen Leben. Der natürliche Mensch kann und will Gottes Gedanken nicht erfüllen (Röm 8,7).
Die Bergpredigt ist kein Weg zur Errettung, sondern führt zur Einsicht in die eigene Verlorenheit. Sie treibt den Menschen nicht zur Selbstverbesserung, sondern zum Kreuz Christi. Erst dort wird die Frage der Gerechtigkeit gelöst.
Für den Gläubigen gilt:
„Christus ist das Ende des Gesetzes zur Gerechtigkeit für jeden Glaubenden.“ (Röm 10,4)
Christus hat den göttlichen Maßstab vollkommen erfüllt. Seine Gerechtigkeit wird dem Glaubenden zugerechnet. Die Bergpredigt wird nicht gesetzlich „nachgelebt“, sondern findet ihre praktische Entsprechung in der Frucht des Geistes, der aus dem neuen Leben wirkt.
Die Bergpredigt offenbart den heiligen
Maßstab Gottes und gleichzeitig die völlige Unfähigkeit des Menschen unter
Gesetz. Sie zeigt, dass Erlösung nicht durch moralische Anstrengung, sondern
allein durch Wiedergeburt und Gnade möglich ist. Ihr Ziel ist nicht
Selbsterlösung, sondern Christus.
Die Bergpredigt steht am Anfang des öffentlichen Wirkens des Herrn Jesus und vor dem Kreuz. Matthäus stellt Ihn ausdrücklich als den Messias und König Israels vor (Mt 1,1). Weder Vergebung auf Grundlage des vollbrachten Werkes, noch Wiedergeburt durch den Heiligen Geist bilden hier die Grundlage. Der Mensch steht noch unter Gesetz.
Wer die Bergpredigt unmittelbar zur christlichen Lebensregel der Gemeinde erklärt, überspringt das Kreuz und verwischt den heilsgeschichtlichen Unterschied zwischen Gesetz und Gnade.
Der Herr Jesus führt das Gesetz nicht auf ein „höheres Ideal“ zurück, sondern legt dessen absoluten Anspruch offen. Er verschärft das Gesetz nicht, Er entlarvt den Menschen. Die Forderungen gehen nicht mehr vom Verhalten aus, sondern vom Herzen.
Der Mensch soll nicht besser handeln – er soll ein anderer Mensch sein.
Die Bergpredigt richtet sich ausdrücklich auch an die Frommen, an die Willigen, an die Gesetzestreuen. Gerade ihnen gilt das schneidende Wort:
„Wenn eure Gerechtigkeit nicht vorzüglicher ist als die der Schriftgelehrten und Pharisäer…“ (Mt 5,20)
Damit wird jede Hoffnung auf religiöse Eigenleistung endgültig zunichtegemacht. Wer meint, die Bergpredigt sei mit gutem Willen, Übung oder geistlicher Disziplin erfüllbar, hat ihren Sinn nicht verstanden.
Die Forderung gipfelt nicht in Verbesserung, sondern in Unmöglichkeit:
„Seid nun vollkommen, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.“ (Mt 5,48)
Dies ist kein Ziel für geistliche Entwicklung, sondern ein göttlicher Maßstab, der den Menschen zum Schweigen bringt. Die Bergpredigt ist kein Stufenweg, sondern ein Spiegel, der den Sünder bloßstellt.
Wie das Gesetz insgesamt bewirkt auch die Bergpredigt nicht Leben, sondern Erkenntnis der Sünde (Röm 3,20). Sie fordert, ohne Kraft zu geben. Sie befiehlt, ohne zu befähigen. Sie offenbart Gottes Gedanken, aber nicht die Möglichkeit ihrer Erfüllung im Menschen.
Die Bergpredigt setzt ein Herz voraus, das der Mensch nicht besitzt. Ohne Wiedergeburt bleibt er geistlich tot:
„Es sei denn, dass jemand von neuem geboren werde…“ (Joh 3,3)
Nicht mangelnder Wille, sondern mangelndes Leben ist das Problem. Der natürliche Mensch kann Gottes Forderungen weder erfüllen noch wollen (Röm 8,7).
Die Bergpredigt ist kein Evangelium, sondern führt zum Evangelium. Sie ruft nicht zur Nachahmung, sondern zur Kapitulation. Wer sie ernst nimmt, muss erkennen, dass Rettung nur außerhalb seiner selbst zu finden ist – in Christus.
Der Gläubige steht nicht unter der Bergpredigt als Gesetz, sondern unter Christus:
„Christus ist das Ende des Gesetzes zur Gerechtigkeit.“ (Röm 10,4)
Die Forderungen der Bergpredigt werden nicht durch Anstrengung erfüllt, sondern finden ihre Entsprechung in dem neuen Leben, das Gott schenkt, und in der Frucht des Geistes, nicht in gesetzlicher Nachahmung.
Die Bergpredigt ist nicht das Programm zur Verbesserung des Menschen, sondern die göttliche Offenlegung seiner Unmöglichkeit. Sie nimmt dem Menschen jede religiöse Ausflucht und weist ihn auf den alleinigen Weg der Rettung hin: Christus und sein vollbrachtes Werk.