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00748  Die 5 Predigten des Herrn Jesus im Matthäusevangelium bewusst mosaisch strukturiert mit der Doxologie der  Psalmen




Die fünf großen Reden Jesu im Matthäusevangelium sind bewusst als heilsgeschichtliches Gegenstück zu den fünf Büchern Mose gestaltet. Ihre jeweils formelhaften Schlusssätze markieren nicht nur literarische Abschlüsse, sondern weisen Jesus als den endgültigen Offenbarer Gottes aus – größer als Mose und Erfüllung von Gesetz und Psalmen. Wer diese Worte hört, wird zur Entscheidung vor göttlicher Autorität gestellt.

Die fünf großen Reden Jesu im Matthäusevangelium entsprechen in Aufbau und Abschluss bewusst den fünf Büchern Mose. Ihre Schlusssätze kennzeichnen Jesus als den endgültigen Gesetzgeber Gottes, der Gesetz und Psalmen erfüllt und zur Entscheidung vor göttlicher Autorität ruft.

Die fünf Reden Jesu im Matthäusevangelium sind bewusst parallel zu den fünf Büchern Mose aufgebaut.
Ihre Schlusssätze weisen Christus als den endgültigen Offenbarer und Gesetzgeber Gottes aus.

Die fünf großen Reden Jesu entsprechen in Struktur und Abschluss der mosaischen Fünferordnung.
Christus erscheint darin als Erfüllung der Tora und als letzte göttliche Autorität.


Die fünf großen Reden Jesu im Matthäusevangelium sind in bewusster Analogie zur fünffachen Struktur der mosaischen Tora angeordnet.
In ihren formelhaften Abschlüssen wird Christus als der endgültige Offenbarer Gottes und als autoritativer Vollender von Gesetz und Schrift bezeugt.


Die fünf großen Redekomplexe des Matthäusevangeliums sind literarisch und heilsgeschichtlich in bewusster Analogie zur fünffachen Struktur der Tora gestaltet.
Ihre jeweils formelhaften Schlussmarkierungen weisen Jesus Christus als den endgültigen Offenbarer Gottes und als autoritativen Vollender der alttestamentlichen Schrift aus.

1. Grundannahme: Die fünf großen Reden des Herrn Jesu im Matthäusevangelium

Das Matthäusevangelium ist nicht zufällig, sondern bewusst mosaisch strukturiert. Matthäus schreibt an Juden und stellt den Herrn Jesus Christus als den neuen,
größeren Mose
vor (vgl. Mt 5,1 ↔ 2Mo 19).

Die fünf großen Reden Jesu sind:

Nr. Rede Abschnitt
1 Bergpredigt Mt 5–7
2 Aussendungsrede Mt 10
3 Gleichnisrede Mt 13
4 Gemeinderede Mt 18
5 Endzeitrede Mt 24–25

Jede dieser Reden endet mit einem markanten Schlusssatz – und genau hier setzt deine Analogie an.


2. Der formelhafte Schlusssatz – literarischer Schlüssel

Jede Rede endet mit einer nahezu identischen Abschlussformel:

„Und es geschah, als Jesus diese Worte vollendet hatte …“

Die fünf Schlussformeln:

  1. Mt 7,28
    „Und es geschah, als Jesus diese Worte vollendet hatte …“

  2. Mt 11,1
    „Und es geschah, als Jesus diese Befehle an seine zwölf Jünger vollendet hatte …“

  3. Mt 13,53
    „Und es geschah, als Jesus diese Gleichnisse vollendet hatte …“

  4. Mt 19,1
    „Und es geschah, als Jesus diese Worte vollendet hatte …“

  5. Mt 26,1
    „Und es geschah, als Jesus alle diese Worte vollendet hatte …“

👉 Diese Formel ist kein erzählerischer Zufall, sondern eine bewusste redaktionelle Markierung.


3. Parallele zu den fünf Büchern Mose (Tora)

Struktur der Tora:

Buch Mose Schwerpunkt
Genesis Ursprung
Exodus Erlösung
Levitikus Gemeinschaft / Heiligtum
Numeri Wandel / Prüfung
Deuteronomium Vollendung / Rückblick

Entsprechung bei Matthäus:

Rede Jesu Entsprechung
Bergpredigt Grundsatz des Reiches (Gesetz vom Berg)
Aussendung Dienst und Sendung
Gleichnisse Geheimnisse des Reiches
Gemeinderede Ordnung in der Gemeinschaft
Endzeitrede Vollendung, Gericht, Reich

➡️ Jesus lehrt nicht fünf beliebige Reden, sondern fünf „Lehrkörper“, die funktional der Tora entsprechen, aber sie übersteigen (Mt 5,17).


4. Der Schlusssatz als „Buchende“ – wie bei Mose

Im 5. Buch Mose lesen wir:

„Und Mose vollendete alle diese Worte …“ (vgl. 5Mo 31,1; 32,45)

Der Ausdruck „vollenden“ (συντελέω) wird bei Matthäus absichtlich verwendet, um zu zeigen:

Jesus ist nicht nur Lehrer – Er ist der Gesetzgeber.

Die Rede endet nicht, weil das Thema erschöpft ist, sondern weil ein göttlicher Abschnitt abgeschlossen wurde.


5. Parallele zu den fünf Büchern der Psalmen

Die Psalmen sind ebenfalls in fünf Bücher gegliedert, jedes mit einer Doxologie am Ende:

Psalmenbuch Abschluss
Buch 1 (Ps 1–41) Ps 41,14
Buch 2 (Ps 42–72) Ps 72,18–19
Buch 3 (Ps 73–89) Ps 89,53
Buch 4 (Ps 90–106) Ps 106,48
Buch 5 (Ps 107–150) Ps 150

👉 Tora endet mit Worten – Psalmen enden mit Lobpreis.
👉 Matthäus verbindet beides: Lehre + Autorität → Reaktion der Menschen.

Beispiel Mt 7,28–29:

„… denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat …“

➡️ Das ist funktional eine Doxologie, nicht in Lobform, sondern in Staunen und Anerkennung göttlicher Autorität.


6. Jesus als Erfüllung von Tora und Psalmen

Lk 24,44:

„… alles muss erfüllt werden, was über mich geschrieben steht im Gesetz Moses und in den Psalmen …“

Matthäus zeigt:

Der Schlusssatz jeder Rede ist damit:


7. Theologische Tiefe: Warum gerade der Schlusssatz entscheidend ist

Der Schlusssatz zeigt:

  1. Autorität – Jesus spricht nicht aus Ableitung

  2. Vollendung – keine Korrektur, keine Ergänzung nötig

  3. Entscheidung – der Hörer wird herausgefordert

Wer diese Worte hört und tut sie … (Mt 7,24)

Wie bei Mose:

„Ich habe euch heute Leben und Tod vorgelegt …“ (5Mo 30,19)


8. Zusammenfassung

Die fünf großen Reden Jesu im Matthäusevangelium sind bewusst als Gegenstück zu den fünf Büchern Mose gestaltet.
Ihre jeweils formelhaften Schlusssätze fungieren als literarische „Buchenden“ und entsprechen sowohl der mosaischen Vollendungsformel als auch der doxologischen Struktur der Psalmen.
Matthäus stellt Jesus damit als den endgültigen Offenbarer Gottes vor: größer als Mose, Gegenstand des Lobes der Psalmen und Mittelpunkt aller Schrift.