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00749  Der Herr Jesus: nicht von der Welt, sondern vom Himmel

Adam steht am Anfang der Menschheit – aus Erde gebildet.
Er ist der erste Mensch, Haupt der alten Schöpfung.
Durch ihn kamen Sünde und Tod in die Welt.
Sein Leben ist natürlich, irdisch und vergänglich.
Alle Menschen sind von Natur „in Adam“.Christus ist der zweite Mensch – vom Himmel.
Er ist der ewige Sohn, Mensch geworden durch den Heiligen Geist.
Nicht aus Adam, sondern aus dem Himmel stammt sein Ursprung.
Er ist sündlos und der letzte Adam.
In ihm erscheint das neue Menschengeschlecht.Die Wiedergeborenen sind nicht neu geformte Adamsmenschen.
Sie sind aus Gott geboren, von oben her.
Ihr Ursprung ist nicht mehr die Welt.
Sie stehen nicht mehr in Adam, sondern in Christus.
Der Heilige Geist ist der Urheber ihres neuen Lebens.In Adam herrscht der Tod.
In Christus ist das Leben.
In den Wiedergeborenen wirkt dieses Leben.
Darum sind sie nicht von der Welt.
Ihr Bürgerrecht ist im Himmel.

1. Der Herr Jesus: nicht von der Welt, sondern vom Himmel

Johannes 17,14 (Elberfelder 1905)

„Ich habe ihnen dein Wort gegeben; und die Welt hat sie gehasst, weil sie nicht von der Welt sind, gleichwie ich nicht von der Welt bin.“

Zentraler Gedanke:
Der Herr Jesus gehört seinem Ursprung nach nicht zu diesem Weltsystem (kosmos), sondern kommt von oben, vom Vater.

Grundsprachlicher Hinweis:

👉 Jesus ist nicht aus (ek) dem Kosmos hervorgegangen, sondern hat einen anderen Ursprung.


2. Der zweite Mensch: vom Himmel

1. Korinther 15,47 (Elberfelder 1905)

„Der erste Mensch ist von der Erde, von Staub; der zweite Mensch vom Himmel.“

Griechisch (Schlüsselbegriffe):

👉
Der Herr Jesus ist wirklich Mensch, aber nicht irdischen Ursprungs wie Adam.
Seine Menschheit hat ihren Ursprung im Himmel, nicht im gefallenen Adam.


3. Geboren von einer Frau – aber gezeugt durch den Heiligen Geist

Galater 4,4 (Elberfelder 1905)

„Als aber die Fülle der Zeit gekommen war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau, geboren unter Gesetz.“

Wichtig:
Der Text sagt bewusst nicht, dass der Sohn „von einem Mann“ gezeugt wurde.

Ergänzend: Matthäus 1,20 (Elberfelder 1905)

„… denn das in ihr Gezeugte ist von dem Heiligen Geiste.“

Grundsprachlicher Hinweis:

👉
Ganz wichtig – wie du richtig betonst:

nicht mit Maria,
sondern in Maria
durch den Heiligen Geist

Maria ist Gefäß, nicht Mitursache.
Der Sohn ist der Ewige, der Mensch wurde – nicht ein Mensch, der vergöttlicht wurde.


4. Der Ewige Sohn – von Ewigkeit her

Johannes 1,1.14 (Elberfelder 1905)

„Im Anfang war das Wort … und das Wort war Gott.“
„Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns.“

Grundsprachlich:

👉
Der Sohn wurde nicht erst, sondern war schon, bevor Er Fleisch wurde.


5. Anwendung auf die Wiedergeborenen: nicht von der Welt

Johannes 1,12–13 (Elberfelder 1905)

„… die nicht aus Geblüt, noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind.“

Griechisch:

Johannes 17,16 (Elberfelder 1905)

Sie sind nicht von der Welt, gleichwie ich nicht von der Welt bin.“

👉
So wie Christus nicht aus dem Kosmos stammt,
so stammen die Wiedergeborenen nicht mehr aus diesem System, sondern aus Gott.


6. Geistliche Parallele (keine Gleichsetzung!)

Christus Gläubige
Ewiger Sohn von Ewigkeit Geschöpfe
Mensch geworden durch den Heiligen Geist Wiedergeboren durch den Heiligen Geist
Nicht von der Welt Nicht von der Welt
Ursprung: Himmel Ursprung: Gott

⚠️ Wichtig:
Die Wiedergeburt macht uns nicht göttlich,
sondern teilhaftig eines neuen Ursprungs.


7. Zusammenfassender Lehrsatz (schriftgemäß)

Der Herr Jesus Christus ist der ewige Sohn Gottes, von Ewigkeit her, der in der Fülle der Zeit durch den Heiligen Geist in Maria Mensch wurde.
Darum ist Er nicht von der Welt.
Und so sind auch die durch Glauben Wiedergeborenen nicht von der Welt, weil sie aus Gott geboren sind.

 

vertiefte Wortstudie zu „ἐκ (ek) / γεννάω (gennáō) / ἄνωθεν (ánōthen)“, konsequent auf der Elberfelder Bibel 1905 aufbauend, mit klarer theologischer Linie, deutscher Transliteration und Schriftzusammenhang.

Vertiefte Wortstudie

ἐκ (ek) – γεννάω (gennáō) – ἄνωθεν (ánōthen)


I. ἐκ (ek) – „aus, ausgehend von, aus der Quelle heraus“

1. Grundbedeutung

ἐκ (ek) bezeichnet Ursprung, Quelle, Herkunft – nicht bloß Zugehörigkeit oder Richtung.

👉 Es geht um das Woher, nicht nur um das Wohin.


2. Verwendung bei Christus

Johannes 8,23 (Elberfelder 1905)

„Ihr seid von unten, ich bin von oben; ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt.“

Griechisch (sinngemäß):

👉 Christus ist nicht aus dem Kosmos hervorgegangen.


1. Korinther 15,47

„… der zweite Mensch vom Himmel.“

👉 Seine Menschheit hat himmlischen Ursprung.


3. Verwendung bei der Wiedergeburt

Johannes 1,13

„… sondern aus Gott geboren.“

👉 Wiedergeburt ist Herkunftswechsel.


4. Theologische Zusammenfassung zu ἐκ

Wer ἐκ Gott ist, hat Gott als Ursprung.
Wer ἐκ der Welt ist, hat den Kosmos als Quelle.

Es gibt keinen Zwischenzustand.


II. γεννάω (gennáō) – „zeugen, gebären, hervorbringen“

1. Grundbedeutung

γεννάω (gennáō) beschreibt das Hervorbringen von Leben.

👉 Immer echte Lebensweitergabe, kein bloßes Erklären oder Erziehen.


2. γεννάω bei Christus

Matthäus 1,20

„… das in ihr Gezeugte ist von dem Heiligen Geiste.“

👉
Der Heilige Geist ist alleiniger Urheber der Menschwerdung.


3. γεννάω bei den Gläubigen

Johannes 3,3 (Elberfelder 1905)

„Es sei denn, daß jemand von neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.“


1. Petrus 1,23

„… wiedergeboren, nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen, durch das lebendige Wort Gottes.“

👉 Wiedergeburt ist neue Zeugung, nicht Verbesserung des Alten.


4. Theologische Kernaussage zu γεννάω

Wiedergeburt ist nicht religiöse Entscheidung,
sondern göttlicher Zeugungsakt.


III. ἄνωθεν (ánōthen) – „von oben, von neuem, von Gott her“

1. Grundbedeutung

ἄνωθεν (ánōthen) hat doppelte, aber zusammengehörige Bedeutung:

👉 Nicht „noch einmal“, sondern aus einer anderen Sphäre.


2. Schlüsselstelle: Johannes 3,3

„… es sei denn, daß jemand von neuem geboren werde …“

Nikodemus denkt irdisch (zweite Geburt),
Jesus meint himmlisch (Geburt von oben).


3. Weitere Verwendung

Jakobus 1,17

„Jede gute Gabe … kommt von oben herab.“

👉 Gleiche Quelle wie bei der Wiedergeburt.


4. Theologische Bedeutung von ἄνωθεν

Wiedergeburt ist nicht Neubeginn des alten Menschen,
sondern Empfang von Leben aus dem Himmel.


IV. Zusammenschau: Die göttliche Ordnung

Begriff Bedeutung Wirkung
ἐκ Ursprung Herkunftswechsel
γεννάω Zeugung Neues Leben
ἄνωθεν von oben Himmlische Natur

V. Lehrmäßiger Schlusssatz

Christus ist der vom Himmel kommende Mensch, gezeugt durch den Heiligen Geist.
Die Gläubigen sind aus Gott geboren, von oben her, durch denselben Geist.
Darum ist weder Christus noch der Wiedergeborene von der Welt.

Gegenüberstellung

Adam – Christus – Wiedergeborene


I. Adam – der erste Mensch (Herkunft: Erde)

1. Ursprung und Wesen

1. Mose 2,7 (Elb 1905)

„Und Jehova Gott bildete den Menschen, Staub vom Erdboden …“

1. Korinther 15,47a

„Der erste Mensch ist von der Erde, von Staub.“

Grundsprache:

👉 Adam ist irdischen Ursprungs, aus der geschaffenen Welt.


2. Stellung und Wirkung

Römer 5,12

„… durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist …“

1. Korinther 15,22

„Denn gleichwie in Adam alle sterben …“

👉 Adam ist Haupt eines gefallenen Geschlechts.


3. Zusammenfassung Adam

Adam ist aus der Erde,
Träger des natürlichen Lebens,
Übermittler von Sünde und Tod.


II. Christus – der zweite Mensch / letzte Adam (Herkunft: Himmel)

1. Ursprung und Person

Johannes 1,1

„Im Anfang war das Wort …“

1. Korinther 15,47b

„… der zweite Mensch vom Himmel.“

Grundsprache:

👉 Christus ist ewig, aber Mensch geworden.


2. Zeugung und Menschwerdung

Galater 4,4

„… geboren von einer Frau …“

Matthäus 1,20

„… das in ihr Gezeugte ist von dem Heiligen Geiste.“

Grundsprache:

👉 Christus ist wirklicher Mensch, aber nicht aus Adam.


3. Stellung und Wirkung

1. Korinther 15,45

„Der letzte Adam wurde zu einem lebendig machenden Geist.“

Römer 5,18

„… durch eine Gerechtigkeit für alle Menschen zur Rechtfertigung des Lebens.“

👉 Christus ist Haupt eines neuen Menschengeschlechts.


4. Zusammenfassung Christus

Christus ist vom Himmel,
Sündlos,
Quelle des Lebens.


III. Die Wiedergeborenen – in Christus (Herkunft: Gott)

1. Ursprung der neuen Natur

Johannes 1,13

„… sondern aus Gott geboren.“

Johannes 3,3

„… es sei denn, daß jemand von neuem (ἄνωθεν) geboren werde …“

Grundsprache:

👉 Wiedergeborene haben neuen Ursprung, nicht neue Abstammung.


2. Stellung in Christus

2. Korinther 5,17

„Ist jemand in Christus, da ist eine neue Schöpfung.“

Römer 8,10

„… der Geist ist Leben um der Gerechtigkeit willen.“

👉 Sie sind in Christus, nicht Adam entnommen.


3. Verhältnis zur Welt

Johannes 17,16

„Sie sind nicht von der Welt, gleichwie ich nicht von der Welt bin.“

👉 Ihr Ursprung ist nicht mehr kosmisch, sondern göttlich.


4. Zusammenfassung Wiedergeborene

Wiedergeborene sind aus Gott,
in Christus,
Träger neuen Lebens.


IV. Übersichtstabelle

Merkmal Adam Christus Wiedergeborene
Ursprung Erde Himmel Gott
Art des Lebens natürlich göttlich-menschlich geistlich
Zeugung Schöpfung Heiliger Geist Heiliger Geist
Stellung Haupt der alten Schöpfung Haupt der neuen Schöpfung in Christus
Wirkung Sünde & Tod Leben & Gerechtigkeit neues Leben
Beziehung zur Welt von der Welt nicht von der Welt nicht von der Welt

V. Lehrmäßiger Schlusssatz

In Adam ist der Mensch gefallen.
In Christus ist der neue Mensch erschienen.
In den Wiedergeborenen wird dieses neue Leben wirksam.