Bibelkreis.ch   Bibelkreis.ch auf YouTube
Fragen und Antworten  BEGRIFFSERKLAERUNG
STEM Publishing   Elberfelder 2023  Logos | Logos Bible Study Platform  www.Bibelkreis.ch

https://www.bibelkommentare.de/   Design

https://www.bibelkreis.ch/Darby%20Synopsis%20komplett/ohne_titel_3.html
https://www.bibelkreis.ch/BEGRIFFSERKLAERUNG/kelly_william_at.html
https://www.bibelkreis.ch/BEGRIFFSERKLAERUNG/Kelly%20William%20NT.html


00759 Zeugung des Ewigen Sohn Gottes als Mensch und Geburt



Der Mensch vom Himmel – eine Entscheidung mit ewiger Tragweite

Die Frage nach der Herkunft des Herrn Jesus Christus ist keine akademische Spitzfindigkeit,
sondern eine Entscheidung über Leben und Tod, über Rettung oder Verlorensein.

Die Schrift stellt uns nicht viele Wege vor, sondern einen Christus,
nicht viele Ursprünge, sondern einen göttlichen Ursprung,
nicht viele Heilsgrundlagen, sondern ein Blut, das allein Sünden wegnehmen kann.

Wo menschliche Überlieferung beginnt,
da wird das klare Zeugnis der Schrift oft verdunkelt.
Wo Maria erhöht wird,
da wird Christus in seinem Ursprung herabgezogen.

Die Bibel kennt keinen Retter,
dessen Menschsein aus der gefallenen Schöpfung stammt.
Sie kennt keinen Mittler,
dessen Blut von dieser Welt ist.

Der Herr Jesus ist nicht von dieser Welt.
Er ist vom Himmel herabgestiegen,
gezeugt durch den Heiligen Geist,
Mensch geworden – aber nicht aus dem Staub.

Jede Lehre, die sein Menschsein auf Maria zurückführt,
mag fromm klingen,
mag jahrhundertealt sein,
mag kirchlich abgesichert erscheinen –
sie verfehlt den Kern des Evangeliums.

Denn wenn Christus nicht der Mensch vom Himmel ist,
dann ist sein Blut nicht rein genug,
nicht fremd genug,
nicht mächtig genug,
um Sünder mit Gott zu versöhnen.

Die Schrift ruft uns zurück:
Nicht zur Kirche,
nicht zur Tradition,
nicht zur Frömmigkeit der Menschen –
sondern zum Wort Gottes allein.

„Glaubt ihr, dass ich von Gott ausgegangen bin?“
Diese Frage stellt Christus auch heute noch.

Wer ihm glaubt,
hat Vergebung.
Wer ihm glaubt,
hat ewiges Leben.
Wer ihm glaubt,
steht nicht mehr in Adam,
sondern in Christus.

Darum:
Prüfe nicht die Bibel an der Lehre –
sondern die Lehre an der Bibel.
Kehre um von menschlichen Irrungen.
Halte fest am Zeugnis der Schrift.

Der Mensch vom Himmel allein rettet.

1) Einleitung: Der Prüfstein der jungfräulichen Empfängnis

Die Zeugung des Herrn Jesus Christus durch den Heiligen Geist ist kein Randthema. Sie steht in unmittelbarer Verbindung mit der Frage: Welches Blut vergoss Christus auf Golgatha – und konnte dieses Blut wirklich Sünden wegnehmen?
Hier wird der Glaube geprüft. Wer den Herrn Jesus im biologisch-genetischen Sinn als „Sohn Marias“ (im Sinn von: sein Menschsein stamme aus ihr) versteht, verlagert den Ursprung des Menschen vom Himmel in die gefallene Schöpfung. Damit wird das Heilsfundament berührt.

2) Ein biblisches Grundprinzip: Gott bestimmt, wer „Mensch“ ist

Schon auf den ersten Seiten der Bibel wird sichtbar: Gott selbst bestimmt, wer Mensch ist.

Damit ist ein Prinzip gesetzt: „Menschsein“ wird nicht durch menschliche Ableitungen begründet, sondern durch Gottes Festsetzung.

3) Zwei Menschen: der erste Adam und der zweite Mensch

Das Neue Testament spricht ausdrücklich von zwei Menschen mit völlig verschiedenem Ursprung:

Adam ist vom Staub – geschaffen.
Christus ist vom Himmel – nicht aus dieser Schöpfung hervorgegangen.

4) Der zweite Mensch kommt nicht „aus“ der Schöpfung, sondern „in“ sie hinein

Schon das Alte Testament fragt nach dem Einen, der hinaufsteigt und herabkommt:

Das Neue Testament greift diesen Gedanken auf (Joh 3; Röm 10,6; Eph 4,8–9):
Der Herr Jesus ist der, der von außerhalb dieser Welt in diese Welt herabkommt.

Darum sagt er:

Das ist nicht „nur“ eine Lehrfrage – es ist die Grundlage der Errettung: Nur wenn Christus nicht aus dieser Schöpfung ist, kann sein Blut für Sünder Sühne wirken.

5) Matthäus 1 und Lukas 1: Zeugung „in“ Maria – nicht „von“ Maria

Die Schrift spricht sehr präzise:

Entscheidend ist: Nicht ein Mann zeugt – der Heilige Geist zeugt.
Maria ist das erwählte Gefäß, aber nicht die Quelle des Menschseins Christi.

Gott selbst ordnet auch den Namen an:

6) Das Blut: Warum der Ursprung Christi entscheidend ist

Abels Blut – das gerechteste Blut eines Menschen vom Staub – schreit nach Rache (1Mo 4,10–11).
Das Blut Christi dagegen ist das Blut, durch das Erlösung und Vergebung gegeben werden (Eph 1,7; Kol 1,20; Heb 13,12).

Hebräer betont:

Wenn Christus in seinem Menschsein aus der gefallenen Schöpfung stammte, wäre das Heilsfundament zerstört. Darum ist es so wichtig, festzuhalten: Er ist der Mensch vom Himmel.

(Ergänzend passt hier auch die Beobachtung: der Blutkreislauf von Mutter und Kind ist nicht identisch – aber das allein ist nicht das eigentliche Fundament; das Fundament ist die biblische Aussage, dass das Gezeugte vom Heiligen Geist ist.)

7) Katholische „Lösungen“ sind keine Lösungen

Sehr früh hat man gesehen: Wenn Christus einfach „aus Maria“ wäre, wäre sein Bezug zur Sünde ein Problem. Daraus entstanden „Ausweichlehren“ (z. B. die unbefleckte Empfängnis Mariens).
Aber eine solche Alternative würde – wenn sie möglich wäre – das Sühnopfer Christi letztlich unnötig machen: Wenn es einen Weg zur Sündlosigkeit „ohne Kreuz“ gäbe, wäre Golgatha nicht das notwendige Zentrum.

Die Schrift sagt dagegen eindeutig über Christus:

8) „Same Davids“ und „Same Evas“: Was meint die Schrift?

Es wird oft argumentiert: Christus müsse biologisch aus Maria stammen, weil er „Same Davids“ sei (vgl. Lk 3) und damit auch „Same Evas“.

Hier muss man biblisch sauber denken:
Die Schrift kennt „Sohn-/Same-/Erbschafts“-Begriffe ohne natürliche Zeugung.

Beispiele:

Das zeigt: „Same / Nachkomme“ kann in der Schrift rechtlich-heilsgeschichtlich bestimmt sein, ohne biologische Ableitung.
Damit ist das Argument „Same Davids = genetisch aus Maria“ nicht zwingend.

9) Römer 5: Zwei Menschheitslinien – Adam und Christus

Römer 5,12–21 stellt zwei Häupter gegenüber:

Hier wird deutlich: Der Mensch steht entweder in Adam oder in Christus.
Und die „Überfülle der Gnade“ geht weit über den Verlust Adams hinaus: Christus macht nicht wieder „unschuldig wie Adam“, sondern rechtfertigt Sünder und führt zu einem Stand, der für Gottes Gegenwart passend ist.

Damit wird erneut klar: Rettung kann nicht aus der gefallenen Schöpfung kommen.
Der Retter muss von außerhalb kommen – der Mensch vom Himmel.

10) Abwehr eines Missverständnisses: Kein Doketismus

Wenn man betont, dass Christus nicht „von Maria“ stammt, muss man zugleich klar sagen:
Das ist kein Doketismus. Der Herr Jesus war kein Scheinmensch, sondern wahrhaft Mensch:

Maria spricht von ihrer „Niedrigkeit“ (Lk 1,48). Der Herr Jesus hatte nie einen „Leib der Niedrigkeit“ im Sinn eines vom Sündenfall geprägten Zustands; er war allezeit in Gemeinschaft mit dem Vater und konnte Herrlichkeit empfangen (2Pet 1,16–17).

11) Schluss: Christus ist der Mensch vom Himmel – und nur darum ist Rettung möglich

Zusammengefasst:

Wer glaubt, dass Christus von Gott ausgegangen ist, hat in seinem Blut eine Sühne, die nicht aus dieser Welt ist – und findet darin Vergebung.

Bibelstellen (geordnete Liste)

1) Schöpfung, Adam und das Prinzip „Gott bestimmt, wer Mensch ist“

2) Der Mensch vom Himmel: Herabsteigen, „nicht von dieser Welt“

3) Zeugung/Empfängnis durch den Heiligen Geist (Geburtsberichte)

4) „Gezeugt“-Stellen (Sohnschaft / Psalm 2)

5) Blut, Erlösung, Sühne

6) Christus ohne Sünde (Grundtexte)

7) Abraham, Sohnschaft ohne natürliche Zeugung, heilsgeschichtliche Linie

8) Adam–Christus-Gegenüberstellung (Römer 5)

9) Tod, Satan, Sieg Christi

10) Kinsman-Argument / Unvermögen menschlicher Erlösung

11) Bleibende Menschheit Christi und Verwandlung der Gläubigen

12) Baum des Lebens (Eden – Paradies Gottes)