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00759 Zeugung des Ewigen Sohn Gottes als
Mensch und Geburt

Der Mensch vom Himmel – eine Entscheidung mit ewiger Tragweite
Die Frage nach der Herkunft des Herrn Jesus
Christus ist keine akademische Spitzfindigkeit,
sondern eine Entscheidung über Leben und Tod, über Rettung oder Verlorensein.
Die Schrift stellt uns nicht viele Wege vor,
sondern einen Christus,
nicht viele Ursprünge, sondern einen
göttlichen Ursprung,
nicht viele Heilsgrundlagen, sondern ein
Blut, das allein Sünden wegnehmen kann.
Wo menschliche Überlieferung beginnt,
da wird das klare Zeugnis der Schrift oft verdunkelt.
Wo Maria erhöht wird,
da wird Christus in seinem Ursprung herabgezogen.
Die Bibel kennt keinen Retter,
dessen Menschsein aus der gefallenen Schöpfung stammt.
Sie kennt keinen Mittler,
dessen Blut von dieser Welt ist.
Der Herr Jesus ist
nicht von dieser Welt.
Er ist vom Himmel herabgestiegen,
gezeugt durch den Heiligen Geist,
Mensch geworden – aber nicht aus dem Staub.
Jede Lehre, die sein Menschsein auf Maria
zurückführt,
mag fromm klingen,
mag jahrhundertealt sein,
mag kirchlich abgesichert erscheinen –
sie verfehlt den Kern des Evangeliums.
Denn wenn Christus nicht der Mensch vom
Himmel ist,
dann ist sein Blut nicht rein genug,
nicht fremd genug,
nicht mächtig genug,
um Sünder mit Gott zu versöhnen.
Die Schrift ruft uns zurück:
Nicht zur Kirche,
nicht zur Tradition,
nicht zur Frömmigkeit der Menschen –
sondern zum Wort Gottes allein.
„Glaubt ihr, dass ich von Gott ausgegangen
bin?“
Diese Frage stellt Christus auch heute noch.
Wer ihm glaubt,
hat Vergebung.
Wer ihm glaubt,
hat ewiges Leben.
Wer ihm glaubt,
steht nicht mehr in Adam,
sondern in Christus.
Darum:
Prüfe nicht die Bibel an der Lehre –
sondern die Lehre an der Bibel.
Kehre um von menschlichen Irrungen.
Halte fest am Zeugnis der Schrift.
Der Mensch vom Himmel allein rettet.
Die Zeugung des Herrn Jesus Christus durch
den Heiligen Geist ist kein Randthema. Sie steht in unmittelbarer Verbindung mit
der Frage: Welches Blut vergoss Christus
auf Golgatha – und konnte dieses Blut wirklich Sünden wegnehmen?
Hier wird der Glaube geprüft. Wer den Herrn Jesus im biologisch-genetischen Sinn
als „Sohn Marias“ (im Sinn von: sein Menschsein stamme aus ihr) versteht,
verlagert den Ursprung des Menschen vom Himmel in die gefallene Schöpfung. Damit
wird das Heilsfundament berührt.
Schon auf den ersten Seiten der Bibel wird sichtbar: Gott selbst bestimmt, wer Mensch ist.
Adam ist Mensch, weil Gott ihn so geschaffen und so bezeichnet hat (1Mo 1,27; 2,7).
Im Gegensatz dazu bringt Gott die Tiere zu Adam, und Adam gibt ihnen Namen (1Mo 2,19).
Damit ist ein Prinzip gesetzt: „Menschsein“ wird nicht durch menschliche Ableitungen begründet, sondern durch Gottes Festsetzung.
Das Neue Testament spricht ausdrücklich von zwei Menschen mit völlig verschiedenem Ursprung:
„Der erste Mensch ist von der Erde, von Staub; der zweite Mensch vom Himmel“ (1Kor 15,47).
„Der erste Mensch, Adam … der letzte Adam“ (1Kor 15,45).
Adam ist
vom Staub – geschaffen.
Christus ist vom Himmel –
nicht aus dieser Schöpfung hervorgegangen.
Schon das Alte Testament fragt nach dem Einen, der hinaufsteigt und herabkommt:
Ps 68,19
Spr 30,4 („Was ist sein Name, und was der Name seines Sohnes…?“)
Das Neue Testament greift diesen Gedanken
auf (Joh 3; Röm 10,6; Eph 4,8–9):
Der Herr Jesus ist der, der von
außerhalb dieser Welt in diese Welt herabkommt.
Darum sagt er:
„Ich bin nicht von dieser Welt“ (Joh 8,23; 17,14.16).
Der Vater liebt die, die glauben, „dass ich von Gott ausgegangen bin“ (Joh 16,27).
Das ist nicht „nur“ eine Lehrfrage – es ist die Grundlage der Errettung: Nur wenn Christus nicht aus dieser Schöpfung ist, kann sein Blut für Sünder Sühne wirken.
Die Schrift spricht sehr präzise:
„…sie war schwanger von dem Heiligen Geist“ (Mt 1,18).
„Denn das in ihr Gezeugte ist von dem Heiligen Geist“ (Mt 1,20).
„Der Heilige Geist wird über dich kommen… darum wird das Heilige, das geboren werden wird, Sohn Gottes genannt werden“ (Lk 1,35).
Entscheidend ist:
Nicht ein Mann zeugt – der Heilige
Geist zeugt.
Maria ist das erwählte Gefäß, aber nicht die Quelle des Menschseins Christi.
Gott selbst ordnet auch den Namen an:
„Du sollst seinen Namen Jesus nennen“ (Mt 1,21; Lk 1,31).
Abels Blut – das gerechteste Blut eines
Menschen vom Staub – schreit nach Rache (1Mo 4,10–11).
Das Blut Christi dagegen ist das Blut, durch das Erlösung und Vergebung gegeben
werden (Eph 1,7; Kol 1,20; Heb 13,12).
Hebräer betont:
„nicht mit Blut von Böcken und Kälbern, sondern mit seinem eigenen Blut“ (Heb 9,12).
Wenn Christus in seinem Menschsein aus der gefallenen Schöpfung stammte, wäre das Heilsfundament zerstört. Darum ist es so wichtig, festzuhalten: Er ist der Mensch vom Himmel.
(Ergänzend passt hier auch die Beobachtung: der Blutkreislauf von Mutter und Kind ist nicht identisch – aber das allein ist nicht das eigentliche Fundament; das Fundament ist die biblische Aussage, dass das Gezeugte vom Heiligen Geist ist.)
Sehr früh hat man gesehen: Wenn Christus
einfach „aus Maria“ wäre, wäre sein Bezug zur Sünde ein Problem. Daraus
entstanden „Ausweichlehren“ (z. B. die unbefleckte Empfängnis Mariens).
Aber eine solche Alternative würde – wenn sie möglich wäre – das Sühnopfer
Christi letztlich unnötig
machen: Wenn es einen Weg zur Sündlosigkeit „ohne Kreuz“ gäbe, wäre Golgatha
nicht das notwendige Zentrum.
Die Schrift sagt dagegen eindeutig über Christus:
„Den, der Sünde nicht kannte…“ (2Kor 5,21)
„der keine Sünde tat…“ (1Pet 2,22)
„Sünde ist nicht in ihm“ (1Joh 3,5)
Es wird oft argumentiert: Christus müsse biologisch aus Maria stammen, weil er „Same Davids“ sei (vgl. Lk 3) und damit auch „Same Evas“.
Hier muss man biblisch sauber denken:
Die Schrift kennt „Sohn-/Same-/Erbschafts“-Begriffe
ohne natürliche Zeugung.
Beispiele:
Gläubige sind „Söhne Abrahams“ aus Glauben (Gal 3,7–9.29), obwohl Abraham sie nicht gezeugt hat.
Gläubige sind „Kinder der Freien“ (Gal 4,31), ohne dass „die Freie“ sie natürlich geboren hat.
Das zeigt:
„Same / Nachkomme“ kann in der Schrift
rechtlich-heilsgeschichtlich bestimmt sein, ohne biologische Ableitung.
Damit ist das Argument „Same Davids = genetisch aus Maria“ nicht zwingend.
Römer 5,12–21 stellt zwei Häupter gegenüber:
Durch den einen (Adam) kommt Sünde und Tod.
Durch den einen (Jesus Christus) kommt Gnade und Rechtfertigung.
Hier wird deutlich: Der Mensch steht
entweder in Adam oder in Christus.
Und die „Überfülle der Gnade“ geht weit über den Verlust Adams hinaus: Christus
macht nicht wieder „unschuldig wie Adam“, sondern rechtfertigt Sünder und führt
zu einem Stand, der für Gottes Gegenwart passend ist.
Damit wird erneut klar:
Rettung kann nicht aus der gefallenen
Schöpfung kommen.
Der Retter muss von außerhalb kommen – der Mensch vom Himmel.
Wenn man betont, dass Christus nicht „von
Maria“ stammt, muss man zugleich klar sagen:
Das ist kein Doketismus. Der
Herr Jesus war kein Scheinmensch, sondern wahrhaft Mensch:
Fleisch und Blut
wirklich gelitten
wirklich gestorben
wirklich auferstanden
und er bleibt ewig Mensch (Phil 3,21).
Maria spricht von ihrer „Niedrigkeit“ (Lk 1,48). Der Herr Jesus hatte nie einen „Leib der Niedrigkeit“ im Sinn eines vom Sündenfall geprägten Zustands; er war allezeit in Gemeinschaft mit dem Vater und konnte Herrlichkeit empfangen (2Pet 1,16–17).
Zusammengefasst:
Adam ist der Mensch vom Staub.
Christus ist der Mensch vom Himmel.
Adam bringt Sünde und Tod.
Christus bringt Gnade, Rechtfertigung und ewiges Leben.
Seine Zeugung durch den Heiligen Geist ist darum nicht Nebensache, sondern Fundament.
Wer glaubt, dass Christus
von Gott ausgegangen ist, hat
in seinem Blut eine Sühne, die nicht aus dieser Welt ist – und findet darin
Vergebung.
Mose 1,27
Mose 2,7
Mose 2,19
Korinther 15,45
Korinther 15,47
Korinther 15,45–49
Psalm 68,19
Sprüche 30,4
Johannes 3 (gesamt; besonders 3,13)
Römer 10,6
Epheser 4,8–9
Johannes 8,23
Johannes 16,27
Johannes 17,14
Johannes 17,16
Matthäus 1,18–20
Matthäus 1,21
Lukas 1,31
Lukas 1,35
Lukas 1,46–55 (Marias Lobgesang; besonders 1,48)
Psalm 2,7
Apostelgeschichte 13,33
Hebräer 1,5
Hebräer 5,5
Mose 4,10–11
Epheser 1,7
Kolosser 1,20
Hebräer 9,11
Hebräer 9,12
Hebräer 13,12
Korinther 5,21
Petrus 2,22
Johannes 3,5
Römer 4,16–18
Galater 3,7–9
Galater 3,29
Galater 4,31
Johannes 3,10
Johannes 8,37
Johannes 8,44
Johannes 8,56–58
Hebräer 11 (gesamt)
Römer 5,1–2
Römer 5,12–21
Hebräer 2,14
Judas 1,14–16
Psalm 49,8
Philipper 3,21
Petrus 1,16–17
Mose 1,29
Mose 3,22–24
Offenbarung 2,7
Offenbarung 22,2
Offenbarung 22,14
Offenbarung 22,19