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Warum schweigen Schwestern in der Gemeindeversammlung?
Die Bibel
beantwortet diese Frage nicht mit Meinungen,
sondern mit klarer göttlicher Ordnung.
In 1. Korinther 14,34–35 spricht der Apostel Paulus
nicht von einem kulturellen Brauch,
sondern von einer Anweisung Gottes
für die Zusammenkünfte der Gemeinde.
Das Schweigen der
Schwestern betrifft
nicht ihren Wert vor Gott,
nicht ihren Dienst im Alltag
und nicht ihre geistliche Reife,
sondern allein die öffentliche Wortverkündigung
in der Gemeindeversammlung.
Paulus begründet
diese Ordnung
nicht mit der damaligen Gesellschaft,
sondern mit dem Gesetz –
also mit der Schöpfungsordnung aus 1. Mose.
Adam wurde zuerst geschaffen,
Eva wurde ihm als Hilfe gegeben.
Auch 1. Timotheus
2 bestätigt diese Linie
und zeigt: Lehren und Autorität
in der Versammlung sind dem Bruder anvertraut.
Schwestern sind vor Gott gleichwertig,
aber nicht gleich beauftragt.
Gottes Ordnung ist kein Ausdruck von Härte,
sondern von Schutz, Frieden und Liebe.
„Die Frauen sollen in den Versammlungen schweigen; denn es ist ihnen nicht erlaubt zu reden, sondern unterwürfig zu sein, wie auch das Gesetz sagt. Wenn sie aber etwas lernen wollen, so sollen si
e daheim ihre eigenen Männer fragen; denn es ist schändlich für eine Frau, in der Versammlung zu reden.“
(Elberfelder 1905)
Zunächst ist festzuhalten:
Paulus spricht von „den Versammlungen“ (ἐν ταῖς ἐκκλησίαις)
Das Schweigen wird geboten, nicht empfohlen
Die Begründung wird nicht kulturell, sondern schriftgemäß („wie auch das Gesetz sagt“)
Es wird als Ordnungsfrage Gottes verstanden, nicht als Wertfrage
Die Ordnung Gottes in der Zusammenkunft der Gemeinde
Kapitel 12: Gaben – Vielfalt, aber ein Leib
Kapitel 13: Liebe – das Motiv aller Ausübung
Kapitel 14: Ordnung – alles zur Erbauung
„Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens.“ (1Kor 14,33)
Das Schweigen der Schwestern steht nicht isoliert, sondern im Zusammenhang von:
geregeltem Reden
geordneter Autorität
öffentlicher Belehrung
Das griechische Wort σιγάω (sigáō) bedeutet:
still sein, nicht öffentlich reden, sich des Wortes enthalten
Es ist dasselbe Wort:
für Zungenredner ohne Auslegung (V. 28)
für Propheten, wenn ein anderer redet (V. 30)
➡️ Schweigen bedeutet nicht „wertlos sein“, sondern:
auf öffentliches Lehren, Fragenstellen und Beurteilen verzichten
Paulus verweist ausdrücklich auf das Gesetz, also auf 1. Mose, nicht auf rabbinische Tradition.
„Denn Adam wurde zuerst gebildet, danach Eva.“
(1Tim 2,13)
Die Reihenfolge ist nicht zufällig, sondern Ausdruck göttlicher Ordnung.
„Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm entspricht.“
(1Mo 2,18)
„Und Jehova Gott baute die Rippe, die er vom Menschen genommen hatte, zu einer Frau.“
(1Mo 2,22)
➡️ Hilfe bedeutet:
Ergänzung
Unterstützung
Mitwirken – nicht Leitung
„Und Adam wurde nicht betrogen, die Frau aber wurde betrogen und fiel in Übertretung.“
(1Tim 2,14)
Das ist keine Herabsetzung, sondern eine Begründung, warum Gott in der öffentlichen Lehre Schutz und Ordnung setzt.
„Eine Frau lerne in der Stille in aller Unterwürfigkeit; ich erlaube aber einer Frau nicht, zu lehren, noch über den Mann zu herrschen, sondern still zu sein.“
Hier wird klar:
Nicht lehren
Nicht herrschen
Still sein → gleiche Linie wie 1Kor 14
Und wiederum:
Begründung: Schöpfung
Begründung: Fall
➡️
Zwei Briefe, zwei Gemeinden, gleiche
Begründung
➡️ Also: keine kulturelle Sonderregel
Nein. Die Bibel spricht anderswo sehr klar:
„Da ist nicht Mann und Frau; denn ihr alle seid einer in Christus Jesus.“
(Gal 3,28)
➡️ Gleichwertigkeit im Heil, aber Unterschiede in der Ordnung
Schwestern:
beten (Apg 1,14)
weissagen (Apg 21,9 – nicht in der Versammlung)
lehren Kinder (2Tim 1,5; 3,15)
unterweisen jüngere Frauen (Tit 2,3–5)
dienen praktisch (Röm 16)
➡️ Kein Schweigegebot im Leben – nur in der Versammlung
Paulus schreibt dieselbe Wahrheit mit derselben Haltung:
„Alles bei euch geschehe in Liebe.“
(1Kor 16,14)
➡️ Die Ordnung Gottes ist:
schützend
ehrend
nicht unterdrückend
Wenn eine Versammlung diese Wahrheit ohne Liebe lebt, ist sie ebenso unbiblisch wie eine, die sie verwirft.
1Kor 14,34 ist ein Gebot, kein Vorschlag
Begründung: Gesetz (1. Mose), nicht Kultur
Schweigen betrifft öffentliche Wortbeiträge in der Versammlung
Die Ordnung geht zurück bis zur Schöpfung
Zwei neutestamentliche Briefe lehren dasselbe
Schwestern sind gleichwertig, aber nicht gleich beauftragt
Alles geschieht in Liebe, nicht im Geist des Gesetzes
Text mit Text,
Ordnung mit Ordnung,
Liebe mit Wahrheit.
Einwand:
„In 1. Korinther 11,5 beten und weissagen Frauen – also dürfen sie auch in der Versammlung reden.
Korinther 14,34 kann daher kein absolutes Schweigen meinen.“
Wir beantworten diesen Einwand nicht mit Ausflüchten, sondern mit dem Gesamtzeugnis der Schrift.
1Kor 11 behandelt nicht:
die Ordnung der Wortbeiträge in der Versammlung
Sondern:
Hauptbedeckung
Schöpfungsordnung
Ehre / Schande
Mann – Frau – Christus – Gott
„Ich will aber, dass ihr wisst, dass Christus das Haupt eines jeden Mannes ist, der Mann aber das Haupt der Frau, Gott aber das Haupt des Christus.“
(1Kor 11,3)
➡️ Das Kapitel setzt Ordnung voraus, nicht Diskussion über Rederechte.
„Jede Frau aber, die betet oder weissagt mit unbedecktem Haupt, entehrt ihr Haupt …“
Auffällig:
Paulus sagt nicht, dass sie es tun sollen
sondern: wenn sie es tun
er regelt die Form, nicht den Ort
➡️ Hypothetisch-regelnde Aussage, keine Anordnung.
In 1Kor 11,5:
kein „in der Versammlung“
kein Hinweis auf Zusammenkunft
kein Bezug auf Ordnung des Redens
Im Gegensatz zu 1Kor 14:
mehrfach: ἐν ταῖς ἐκκλησίαις (V. 33–35)
➡️ Schriftlich sauberer Unterschied
Weissagen bedeutet:
Offenbarung weitergeben
nicht: lehren, auslegen, beurteilen
In 1Kor 14:
„Von Propheten aber sollen zwei oder drei reden, und die anderen sollen urteilen.“ (V. 29)
➡️
Urteilen ist
Autoritätsausübung
➡️ Frauen wird genau das untersagt
(1Kor 14,34)
➡️ Also:
selbst wenn eine Frau eine Offenbarung hat,
ist die öffentliche Beurteilung ausgeschlossen
1Kor 11:
frühe Phase
Offenbarungen noch nicht abgeschlossen
keine voll entwickelte Gemeindestruktur
1Kor 14:
ordnende Zusammenfassung
abschließende Regelung
➡️ Die spätere, klarere Ordnung regelt die frühere Praxis
Paulus erklärt später eindeutig:
„Ich erlaube aber einer Frau nicht, zu lehren …“
➡️
Kein Hinweis auf Weissagung in der
Versammlung
➡️ Bestätigung von 1Kor 14
„Oder ist von euch das Wort Gottes ausgegangen? Oder ist es zu euch allein gelangt?“
(1Kor 14,36)
Das ist keine Randbemerkung, sondern:
eine Abwehr möglicher Einwände
genau solcher, die mit 1Kor 11 argumentieren würden
➡️ Paulus rechnet mit diesem Einwand – und weist ihn zurück.
1Kor 11 regelt das Auftreten, nicht die Rederechte
Kein Hinweis auf Versammlung in 1Kor 11
„Wenn“ ≠ „du darfst“
Weissagen ist nicht Lehren oder Urteilen
1Kor 14 ist die ordnende Schlussfolgerung
1Tim 2 bestätigt dieselbe Linie
Kein Widerspruch in der Schrift –
nur falsche Gleichsetzung
Gott ehrt die Schwester, indem Er sie schützt vor einer Aufgabe, die Er dem Bruder anvertraut hat – nicht indem Er sie schweigen lässt, sondern indem Er Ordnung gibt.
(1. Korinther 14,34–35 im Licht der ganzen Schrift)
„Die Frauen sollen in den Versammlungen schweigen …“
(1Kor 14,34)
Gilt für die Gemeindeversammlung
Betrifft öffentliche Wortbeiträge
Ist Gebot, kein kultureller Rat
1Kor 12–14: Gaben – Liebe – Ordnung
Ziel: Erbauung in Frieden
Gott ist kein Gott der Unordnung (1Kor 14,33)
„… wie auch das Gesetz sagt“ (1Kor 14,34)
➡️ Rückgriff auf 1. Mose, nicht auf Kultur
Adam zuerst geschaffen (1Mo 2,7; 1Tim 2,13)
Eva als Hilfe gegeben (1Mo 2,18)
Ordnung bestätigt durch den Sündenfall (1Tim 2,14)
Nicht öffentlich reden
Nicht lehren
Nicht urteilen
➡️ Kein Schweigen im Leben, sondern in der Versammlung
1Kor 11 regelt Auftreten, nicht Rederecht
Kein Hinweis auf „Versammlung“
„Wenn“ ≠ „du sollst“
Weissagen ≠ Lehren ≠ Urteilen
➡️ 1Kor 14 ordnet abschließend
„Ich erlaube aber einer Frau nicht, zu lehren …“
(1Tim 2,12)
Gleiche Lehre
Gleiche Begründung
Andere Gemeinde, gleicher Grundsatz
Die Bibel ehrt den Dienst der Frau:
Gebet
Seelsorge
Unterweisung von Kindern und Frauen
Praktischer Dienst
Zeugnis im Alltag
➡️ Gleichwertig vor Gott – unterschiedlich beauftragt
„Alles bei euch geschehe in Liebe.“
(1Kor 16,14)
Keine Härte
Kein Zwang
Keine Herabsetzung
Ordnung aus Liebe
Gottes Ordnung schützt die Schwester, ehrt den Bruder und verherrlicht Christus.
„Mir ist wichtig, dass wir diese Frage nicht aus Gewohnheit oder Meinung beantworten,
sondern gemeinsam hören, was Gott selbst dazu sagt – und das in Liebe.“
„Die Frauen sollen in den Versammlungen schweigen …“
(1Kor 14,34)
Paulus spricht nicht allgemein, sondern über die Gemeindeversammlung
Es geht um Ordnung, nicht um Wert
Gott ist ein Gott des Friedens (1Kor 14,33)
„… wie auch das Gesetz sagt“
➡️ Paulus geht zurück zur Schöpfung:
Adam zuerst geschaffen
Eva als Hilfe
Ordnung bestätigt nach dem Fall (1Tim 2,13–14)
Das ist keine kulturelle Frage, sondern eine Schöpfungsordnung.
„Aber Frauen beten und weissagen doch in 1Kor 11?“
Antwort:
1Kor 11 regelt das Auftreten, nicht das Rederecht
Kein Hinweis auf die Versammlung
1Kor 14 ordnet abschließend
Die Bibel widerspricht sich nicht – sie ergänzt sich.
„Da ist nicht Mann und Frau; ihr seid einer in Christus.“ (Gal 3,28)
Gleicher Wert
Gleiches Heil
Unterschiedliche Aufgaben
Ordnung bedeutet nicht Unterdrückung, sondern Schutz.
„Gott ehrt die Schwester nicht, indem Er sie übergeht,
sondern indem Er ihr einen Dienst gibt, der ihrem Platz in Seiner Ordnung entspricht.“
„Alles geschehe in Liebe.“
Nicht Schweigen aus Zwang – sondern Ordnung aus Liebe.