Bibelkreis.ch
Bibelkreis.ch auf YouTube
Fragen und Antworten BEGRIFFSERKLAERUNG
STEM Publishing Elberfelder
2023 Logos
| Logos Bible Study Platform www.Bibelkreis.ch
https://www.bibelkommentare.de/ Design

Mit Christus gestorben – vier Dimensionen eines neuen Lebens
Was geschieht
eigentlich, wenn ein Mensch zum Glauben an Jesus Christus kommt?
Ist es nur eine Entscheidung?
Ein neuer Lebensstil?
Oder eine religiöse Zugehörigkeit?
Die Bibel
antwortet tiefer.
Sie spricht von einem
Tod.
Nicht einem sichtbaren,
sondern einem geistlichen.
Der Gläubige ist
mit Christus
gestorben.
Ein für alle Mal.
Vollständig.
Wirksam.
Doch dieser eine
Tod hat Folgen.
Weitreichende Folgen.
Er verändert unser Verhältnis zur Sünde.
Er beendet unsere Abhängigkeit vom Gesetz.
Er befreit uns von menschlicher Weltweisheit.
Und er trennt uns innerlich von dieser Welt.
Die Lehrbriefe
des Neuen Testaments entfalten diese Wahrheit Schritt für Schritt.
Nicht theoretisch.
Sondern lebensnah.
Praktisch.
Und seelsorgerlich.
Römer 6 zeigt
uns:
Wer mit Christus gestorben ist,
lebt nicht mehr unter der Herrschaft der Sünde.
Die Sünde ist nicht verschwunden –
aber sie ist entmachtet.
Galater 3 macht
deutlich:
Der Gläubige steht nicht mehr unter dem Gesetz.
Nicht Leistung.
Nicht religiöser Druck.
Nicht Selbstrechtfertigung.
Sondern Sohnschaft durch Glauben.
Kolosser 2 warnt
eindringlich:
Christus braucht keine Ergänzung.
Keine Philosophie.
Keine religiösen Systeme.
Keine geistlichen Zusätze.
In Ihm ist die Fülle.
Und 1. Petrus
führt uns schließlich in den Alltag hinein:
Ein Christ lebt in dieser Welt –
aber nicht mehr für diese Welt.
Er ist ein Fremdling.
Ein Zeuge.
Ein Hoffender.
So entsteht ein
klares, starkes Gesamtbild:
Ein Tod mit
Christus –
vier Dimensionen der Befreiung.
Diese Wahrheit
ist kein theologisches Detail.
Sie ist die Grundlage eines geheiligten Lebens.
Eines freien Gewissens.
Einer festen Hoffnung.
Wer verstanden
hat,
was es heißt, mit Christus gestorben zu sein,
wird auch lernen,
mit Christus zu leben.
Der Heidelberger Katechismus (1563) behandelt die Taufe in den Fragen 69–74.
Der Katechismus lehrt:
Die Taufe ist ein Zeichen und Siegel der Gnade Gottes
Sie verweist auf:
die Abwaschung der Sünden
das Blut Christi
die Erneuerung durch den Heiligen Geist
Die Taufe wirkt nicht automatisch, sondern im Zusammenhang mit dem Glauben
👉 Wichtig:
Der Katechismus unterscheidet korrekt zwischen
Zeichen und
Sache (res sacramenti).
„Denn allein das Blut Jesu Christi und der Heilige Geist reinigen uns von allen Sünden.“ (Frage 72)
Hier liegt der entscheidende Punkt:
Der Heidelberger Katechismus lehrt ausdrücklich, dass auch Kinder getauft werden sollen, weil:
Sie „zur Gemeinde Gottes gehören“
Ihnen „die Verheißung des Evangeliums“ gilt
Sie an die Stelle der Beschneidung des Alten Bundes getreten sei
„Darum sollen auch die Kinder als Erben des Reiches Gottes und seines Bundes getauft werden.“ (Frage 74)
🔴 Kernannahme des Katechismus:
Die Taufe ist Bundeszeichen
Der neue Bund wird im Wesentlichen als Fortsetzung des alten Bundes verstanden
Die Taufe ersetzt die Beschneidung
Die Schrift spricht einheitlich und klar von einer Taufe aufgrund persönlichen Glaubens.
Die neutestamentliche Ordnung ist durchgehend:
Hören → Glauben → Taufe
Beispiele:
Markus 16,16
„Wer glaubt und getauft wird, wird
errettet werden.“
Apostelgeschichte 2,38
„Tut Buße, und ein jeder von euch
lasse sich taufen…“
Apostelgeschichte 8,36–38
(Kämmerer)
→ erst Glaube, dann Taufe
Apostelgeschichte 18,8
„…als sie glaubten, ließen sie sich
taufen.“
🔑 Niemals wird im NT jemand ohne persönlichen Glauben getauft.
Die Taufe ist:
ein Bekenntnis des Glaubens
ein Begräbnis des alten Menschen
ein Auferstehen zu neuem Leben
Römer 6,3–4
„Wir sind mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod…“
Das setzt bewusste Identifikation mit Christus voraus – etwas, das ein Säugling nicht leisten kann.
Oft angeführt werden sogenannte „Haus-Taufen“ (Apg 16):
Lydia (Apg 16,15)
Kerkermeister (Apg 16,33)
Aber der Text sagt ausdrücklich:
Apg 16,34
„…und er frohlockte mit seinem ganzen Haus, dass er an Gott gläubig geworden war.“
➡ Der Glaube wird dem ganzen Haus zugeschrieben.
❗ Kein einziger Text:
erwähnt Säuglinge
ordnet Taufe ohne Glauben an
Kol 2,11–12 wird oft als Begründung herangezogen – aber:
Die „Beschneidung“ ist geistlich, nicht äußerlich
Die Taufe folgt dem Glauben
„…mit ihm begraben in der Taufe, in welchem ihr auch mitauferweckt worden seid durch den Glauben…“
➡ Glaube ist Voraussetzung, nicht Folge.
| Heidelberger Katechismus | Bibel (NT) |
|---|---|
| Taufe als Bundeszeichen | Taufe als Glaubensbekenntnis |
| Auch für Kinder | Nur für Glaubende |
| Ersetzt Beschneidung | Kein solcher Ersatz gelehrt |
| Bundstheologische Kontinuität | Neuer Bund mit neuem Eintritt |
🔴 Der
Heidelberger Katechismus
argumentiert systematisch-theologisch
(Bundeslehre).
🟢 Die Bibel argumentiert
heilsgeschichtlich und christologisch.
Der Neue Bund kennt:
neue Geburt
persönlichen Glauben
bewusstes Bekenntnis
Jeremia 31,34
„Sie werden mich alle erkennen…“
Der Heidelberger Katechismus lehrt nicht die Glaubenstaufe, sondern die Kindertaufe aus Bundesdenken
Die Bibel lehrt ausschließlich die Taufe von Glaubenden
Die Taufe ist Antwort des Glaubens, nicht Mittel zur Aufnahme in den Bund
Die neutestamentliche Gemeinde besteht aus Wiedergeborenen
Vers-für-Vers-Widerlegung von Heidelberger Katechismus – Frage 74.
Frage 74:
Soll man auch die jungen Kinder taufen?Antwort:
Ja; denn da sie sowohl als die Erwachsenen in den Bund Gottes und in seine Gemeinde gehören und ihnen durch Christus das Blut zur Abwaschung der Sünden
und der Heilige Geist, der den Glauben wirkt, nicht weniger als den Erwachsenen zugesagt wird, so sollen sie auch durch die Taufe
als durch das Zeichen des Bundes der christlichen Kirche einverleibt und von den Kindern der Ungläubigen unterschieden werden,
wie im Alten Bund oder Testament durch die Beschneidung geschehen ist, an deren Stelle im Neuen Bund die Taufe eingesetzt ist.
Kinder gehören von Geburt an in den Bund Gottes.
Der Neue Bund ist nicht genealogisch, sondern regenerativ.
Jeremia 31,31–34
„…sie werden mich alle erkennen, vom Kleinsten bis zum Größten…“
Hebräer 8,10–11
„…ich werde meine Gesetze in ihren Sinn geben…“
🔑 Bundesmerkmal des Neuen Bundes:
Erkenntnis Gottes
innere Erneuerung
persönlicher Glaube
❗ Kein Mensch wird hineingeboren, sondern hineingeboren durch Wiedergeburt:
Johannes 1,12–13
„…die nicht aus dem Willen des Fleisches… sondern aus Gott geboren sind.“
➡ Säuglinge gehören nicht automatisch zum Neuen Bund.
Kinder sind Teil der neutestamentlichen Gemeinde.
Die Gemeinde besteht aus:
Wiedergeborenen
Glaubenden
Gliedern des Leibes Christi
Apostelgeschichte 2,41
„Die nun sein Wort annahmen, wurden getauft, und es wurden hinzugetan…“
1. Korinther 12,13
„Denn in einem Geist sind wir alle zu einem Leib getauft worden…“
➡
Geisttaufe (nicht Wassertaufe!) fügt in den Leib ein
➡ Voraussetzung: Besitz des Geistes (Röm 8,9)
❗ Säuglinge haben weder Glauben noch Geistempfang.
Die Sündenvergebung wird Kindern zugesagt, unabhängig vom Glauben.
Sündenvergebung ist immer an Glauben und Buße gebunden:
Apostelgeschichte 10,43
„…jeder, der an ihn glaubt, empfängt Vergebung der Sünden.“
Apostelgeschichte 3,19
„So tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden ausgetilgt werden.“
❗ Es gibt keine Verheißung der Vergebung ohne Glauben.
➡ Eine Zusage ohne Voraussetzung widerspricht dem Evangelium.
Der Geist wirkt Glauben unabhängig von persönlichem Hören und Antworten.
Römer 10,17
„Der Glaube kommt aus der Verkündigung…“
Galater 3,2
„Habt ihr den Geist empfangen aus Gesetzeswerken oder aus der Kunde des Glaubens?“
➡ Der Geist wirkt
durch das Wort, nicht
sakramental
➡ Kein biblisches Beispiel von Geistempfang
ohne Glauben
❗ Der Katechismus verschiebt die Ursache:
Bibel: Wort → Glaube → Geist
Katechismus: Sakrament → Geist → späterer Glaube
Wassertaufe fügt in die Kirche ein.
1. Korinther 12,13
„Denn in einem Geist sind wir alle zu einem Leib getauft worden…“
➡ Einverleibung geschieht durch Geisttaufe, nicht durch Wasser
Römer 6,3–4
„…die wir auf Christus Jesus getauft worden sind…“
➡ setzt bewusste Identifikation voraus
❗ Säuglinge können nicht „mit Christus begraben“ werden.
Direkte Analogie zwischen Beschneidung und Taufe.
Beschneidung:
ethnisch
fleischlich
an Nachkommen gebunden
Taufe:
geistlich
persönlich
glaubensgebunden
Römer 9,6–8
„Nicht alle, die aus Israel sind, diese sind Israel.“
Galater 3,26–27
„Denn ihr alle seid Söhne Gottes durch den Glauben…“
➡ Die Analogie ist heilsgeschichtlich unzulässig
Taufe ersetzt Beschneidung.
❗ Kein einziger Vers sagt das.
Kolosser 2,11–12
„…durch die Beschneidung des Christus… mit ihm begraben in der Taufe… durch den Glauben.“
➡ Geistliche Beschneidung ≠ äußere
Beschneidung
➡ Taufe folgt dem Glauben,
ersetzt nichts Äußeres
🔴 HK 74 basiert auf:
Bundesübertragung
Kontinuitätsannahme
theologischer Systemlogik
🟢 Die Schrift lehrt:
Bruch zwischen altem und neuem Bund
Eintritt durch Wiedergeburt
Taufe als Glaubensantwort
kompakte, bibeltreue Bibelarbeit zur Glaubenstaufe,
Was lehrt die Bibel?
Die Taufe rettet nicht, sondern bezeugt, dass jemand bereits gerettet ist.
Epheser 2,8–9
„Denn aus Gnade seid ihr errettet, durch Glauben… nicht aus Werken.“
1. Petrus 3,21
„…nicht ein Ablegen der Unreinheit des Fleisches, sondern das Begehren eines guten Gewissens vor Gott.“
🔑
Merksatz:
👉 Die Taufe ist kein Mittel zur
Wiedergeburt, sondern ein
Bekenntnis der Wiedergeburt.
Im Neuen Testament ist die Reihenfolge immer gleich:
Hören → Glauben → Taufe
Markus 16,16
„Wer glaubt und getauft wird…“
Apostelgeschichte 2,41
„Die nun sein Wort annahmen, wurden getauft.“
Apostelgeschichte 8,36–38
Der Kämmerer: erst Glaube – dann Taufe
❗ Niemals: Taufe → späterer Glaube
👉 Nur wer persönlich glaubt
Apostelgeschichte 10,47–48
„Kann wohl jemand das Wasser verwehren, dass diese nicht getauft werden, die den Heiligen Geist empfangen haben wie auch wir?“
Galater 3,26–27
„Denn ihr alle seid Söhne Gottes durch den Glauben…“
🔎 Voraussetzung:
persönlicher Glaube
bewusste Entscheidung
Bekehrung zu Christus
➡ Keine einzige Taufe im NT ohne Glauben
Römer 6,3–4
„Wir sind mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod…“
Die Taufe stellt bildlich dar:
Untertauchen → Tod des alten Menschen
Auftauchen → neues Leben mit Christus
🔑 Die Taufe ist ein sichtbares Evangelium
Matthäus 10,32
„Jeder nun, der mich bekennen wird vor den Menschen…“
Die Taufe sagt öffentlich:
Ich gehöre Jesus Christus
Mein altes Leben ist vorbei
Ich folge ihm nach
Die Taufe:
macht niemand zum Christen
fügt niemand automatisch der Gemeinde hinzu
1. Korinther 12,13
„Denn in einem Geist sind wir alle zu einem Leib getauft worden…“
➡
Geisttaufe fügt in den Leib ein
➡ Wassertaufe bezeugt diesen
geistlichen Zustand
Die Bibel kennt:
keinen Befehl
kein Beispiel
keine Lehre zur Kindertaufe
Kinder:
können nicht glauben
nicht Buße tun
nicht bekennen
Römer 10,9–10
„Wenn du mit deinem Mund Jesus als Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst…“
➡ Taufe setzt Mund und Herz voraus.
Matthäus 28,19 – Ja, es ist ein Gebot des Herrn.
Nein. Errettung ist aus Gnade – Taufe ist Gehorsam.
Nach der Bekehrung – nicht jahrelang warten.
Apostelgeschichte 16,33
„…und er ließ sich sogleich taufen…“

Die Taufe rettet nicht – Jesus rettet
Getauft werden Glaubende, nicht Ungläubige
Die Taufe ist ein öffentliches Bekenntnis
Sie zeigt: Ich bin mit Christus gestorben und auferstanden
Die Taufe ist ein Schritt des Gehorsams und der Freude
Eine historische Einordnung (Reformation / Täuferbewegung)„Nicht weil ich getauft bin, gehöre ich Christus –
sondern weil ich Christus gehöre, lasse ich mich taufen.“
Seit dem 4.–5. Jh. war die Kindertaufe allgemein üblich
Taufe galt als:
Sündenabwaschung
Wiedergeburt
Eingang in Kirche und Gesellschaft
Kirche, Staat und Volk waren eine Einheit (Corpus Christianum)
❗ Niemand stellte die Kindertaufe ernsthaft infrage, weil:
Taufe = Bürgerstatus
Nichtgetaufte galten als außerhalb von Gesellschaft und Heil
Luther verwarf die Werkgerechtigkeit
behielt aber die Kindertaufe bei
Taufe wirkt objektiv Gnade
Glaube kann später folgen
Taufe als „Wort Gottes im Wasser“
Luther: „Das Wasser tut’s nicht, sondern das Wort Gottes…“
🔴 Problem:
Glaube wird vom Zeitpunkt der Taufe getrennt
Sakrament bleibt heilswirksam gedacht
Bruch mit sakramentalem Taufverständnis
Taufe = Bundeszeichen
Kein Gnadenmittel
Taufe ersetzt Beschneidung
Kinder gehören zum Bund
Taufe = Zeichen der Zugehörigkeit
➡ Hier entsteht die klassische reformierte Argumentation, später im Heidelberger Katechismus festgeschrieben.
Systematisiert Zwinglis Bundeslehre
Starke Betonung der Kontinuität der Bünde
Kirche = sichtbare Bundesgemeinschaft
Calvin: „Die Kinder der Gläubigen gehören dem Bund an.“
🔴 Problem:
Neuer Bund wird funktional dem Alten gleichgestellt
Jeremia 31 / Hebräer 8 werden
umgedeutet Reformation ist im Prinzip aus Israel- Hass =
Ersatztheologie Irrlehre

Januar 1525 in Zürich
Conrad Grebel, Felix Manz, Georg Blaurock
Ehemalige Schüler Zwinglis
📌 Sie wollten:
konsequent der Schrift folgen
Glauben vor Taufe setzen
Gemeinde der Wiedergeborenen
Taufe nur für Glaubende
Gemeinde aus Bekehrten
Trennung von Kirche und Staat
Nachfolge Jesu als Lebenshingabe
Apg 2,41 war ihr Grundtext.
Täufer lehnten den Begriff ab
Sie sagten:
„Kindertaufe ist keine Taufe.“
➡ Sie tauften erstmals biblisch, nicht „wieder“
Katholiken: Ketzer
Lutheraner: Schwärmer
Reformierte: Staatsfeinde
📜 Reichstagsbeschluss von Speyer (1529):
Täufer sind mit dem Tod zu bestrafen
📌 Felix Manz:
1527 in Zürich ertränkt
„Wer tauft, soll ersäuft werden“
🔴 Tragik:
Reformatoren, die Gewissensfreiheit forderten, verweigerten sie den Täufern
Bundeskontinuität
Angst vor „Zerreißen“ der Bibel
Traditionelle Lesart
Taufe = Bürgerstatus
Glaubenstaufe zerstört Volkskirche
Verlust staatlicher Ordnung
❗ Glaubenstaufe hätte bedeutet:
Kirche ohne Zwang
Gemeinde ohne Ungläubige
Christsein ohne Geburt
Aus der Täuferbewegung entstanden:
Mennoniten
Hutterer
später Baptisten
Freikirchen weltweit
📌 Grundsatz:
„Die Gemeinde besteht aus Gläubigen – nicht aus Getauften.“
✅ Wiederentdeckung:
Rechtfertigung aus Glauben
Autorität der Schrift
❌ Versäumnis:
Konsequente Umsetzung in der Ekklesiologie
Taufe blieb staatlich verknüpft
✅ Stärken:
Schriftprinzip
Glaubenstaufe
Jüngerschaft
Gewissensfreiheit
❌ Schwächen (bei Einzelgruppen):
Vereinzelte Radikalisierungen
soziale Abschottung
➡ Diese rechtfertigen keine pauschale Verurteilung.

Die Reformation reformierte die Lehre vom Heil,
die Täufer reformierten die Gemeinde nach dem Neuen Testament.
Oder:
Die Reformatoren reformierten die Kirche –
die Täufer fragten: Was sagt die Bibel?
eine zusammenhängende, lehrmäßige Ausarbeitung zu den vier zentralen Taufstellen in den Lehrbriefen zusammen:
Römer 6
Galater 3
Kolosser 2
1. Petrus 3
Dabei ist entscheidend:
👉 Keine dieser Stellen lehrt die
Wassertaufe als Heils- oder Bundesmittel, sondern sie erklären die
geistliche Wirklichkeit, die
der Gläubige durch den Glauben
besitzt – und die in der Wassertaufe
bildhaft bekannt wird.
Römer 6,3–4
„Oder wisst ihr nicht, dass wir, so viele auf Christus Jesus getauft worden sind, auf seinen Tod getauft worden sind?“
Römer 6 spricht nicht primär von Wassertaufe, sondern von der Einführung des Gläubigen in den Tod und die Auferstehung Christi.
🔑 Schlüsselgedanke:
Taufe = Identifikation
Tod Christi → mein Tod
Begräbnis Christi → mein Begräbnis
Auferstehung Christi → mein neues Leben
„getauft auf Christus Jesus“ = in Christus hineinversetzt
Das geschieht:
bei der Bekehrung
durch den Geist (vgl. 1Kor 12,13)
Grundlage für:
Heiligung
Absterben der Sünde
❗ Ein Säugling kann weder „mit Christus sterben“ noch „in Neuheit des Lebens wandeln“.
➡ Römer 6 setzt bewussten Glauben voraus.
Galater 3,26–27
„Denn ihr alle seid Söhne Gottes durch den Glauben an Christus Jesus. Denn so viele euer auf Christus getauft worden sind, ihr habt Christus angezogen.“
Paulus sagt nicht:
Ihr seid Söhne Gottes durch die Taufe
sondern:
durch den Glauben → darum getauft
🔑 Die Taufe folgt der Sohnschaft, sie bewirkt sie nicht.
Das Bild stammt aus:
römischem Recht
Kleidungswechsel bei Statusänderung
Bedeutung:
neue Identität
neues Auftreten
neue Zugehörigkeit
➡ Die Taufe bekennt öffentlich:
Ich stehe jetzt in Christus.
❗ Kein Wort über:
Kinder
Bundeseingang
Ersetzung der Beschneidung
Kolosser 2,11–12
„In ihm seid ihr auch beschnitten worden mit einer Beschneidung, nicht mit Händen geschehen … mit ihm begraben in der Taufe, in welchem ihr auch mitauferweckt worden seid durch den Glauben…“
Paulus unterscheidet drei Dinge:
Geistliche Beschneidung (nicht fleischlich!)
Begräbnis mit Christus
Auferweckung durch Glauben
🔑 Schlüsselwort:
„durch den Glauben“
➡ Taufe ist keine Bundesübertragung, sondern Ausdruck einer inneren Realität.
Oft wird behauptet:
Beschneidung = Taufe
Aber Paulus sagt:
äußere Beschneidung → überwunden
geistliche Beschneidung → geschehen in Christus
Taufe → Bild dieser geistlichen Einheit
❗ Die Taufe ersetzt
nicht die Beschneidung,
sie bekennt eine neue, geistliche
Wirklichkeit.
1. Petrus 3,21
„Welches Gegenbild auch euch jetzt errettet, das ist die Taufe – nicht ein Ablegen der Unreinigkeit des Fleisches, sondern das Begehren eines guten Gewissens vor Gott…“
Petrus schränkt sofort ein:
❌ nicht:
äußere Reinigung
fleischliche Handlung
✅ sondern:
Gewissensentscheidung
innere Hinwendung zu Gott
🔑 „Begehren eines guten Gewissens“
= bewusste Bitte / Antwort des Glaubens
➡ Das kann kein Säugling leisten.
Acht Personen wurden durch Wasser hindurch gerettet
Wasser trug das Gericht – nicht die Rettung
Rettung war in der Arche
➡ Rettung ist
in Christus, nicht im Wasser
➡ Taufe bekennt: Ich bin in der Arche
✔ Taufe ist:
Identifikation mit Christus
Ausdruck des Glaubens
öffentliches Bekenntnis
Folge der Errettung
❌ Taufe ist nicht:
Wiedergeburt
Sündenabwaschung an sich
Bundeseingang
Ersatz der Beschneidung
| Stelle | Hauptaussage |
|---|---|
| Römer 6 | Mit Christus gestorben & auferstanden |
| Galater 3 | Sohnschaft durch Glauben – Taufe als Bekleidung |
| Kolosser 2 | Geistliche Beschneidung – Taufe durch Glauben |
| 1. Petrus 3 | Gewissensantwort – nicht äußere Handlung |
Die Lehrbriefe erklären nicht, wie man tauft,
sondern was die Taufe geistlich bedeutet.
Und sie setzen durchgehend Glauben voraus.
Römer 6,2
„Wir, die wir der Sünde gestorben sind, wie sollten wir noch in ihr leben?“
Tod gegenüber der Sünde als Herrschaft
nicht Sündlosigkeit, sondern:
gebrochene Macht
neues Lebensprinzip
Römer 6,6
„…damit der Leib der Sünde abgetan sei, dass wir der Sünde nicht mehr dienen.“
🔑 Römer 6 beantwortet die Frage:
Wie kann ein Gerechtfertigter noch in der Sünde leben?
➡ Deine Aussage ist exakt.
(mit Ergänzung aus Galater 2)
Galater 2,19
„Denn ich bin durch Gesetz dem Gesetz gestorben, damit ich Gott lebe.“
Galater 3,24–25
„…nachdem aber der Glaube gekommen ist, sind wir nicht mehr unter einem Zuchtmeister.“
Tod gegenüber dem Gesetz als Heilsweg
Ende von:
Gesetzesgerechtigkeit
Gesetz als Identitätsgrundlage
➡ Galater 3 zeigt:
Sohnschaft durch Glauben
nicht mehr „unter Gesetz“, sondern in Christus
🔑 Galater beantwortet die Frage:
Wodurch bin ich gerecht – durch Gesetz oder durch Glauben?
➡ Deine Zuordnung ist theologisch korrekt.
(sehr treffend formuliert!)
Kolosser 2,8
„Seht zu, dass niemand euch einfange durch Philosophie und leeren Betrug…“
Kolosser 2,20
„Wenn ihr mit Christus den Elementen der Welt gestorben seid…“
Mit „Philosophie“ meint Paulus:
religiöse Weltweisheit
asketische Systeme
menschliche Heilswege
Mischformen aus:
Gesetz
Mystik
Engelverehrung
➡ Tod gegenüber:
menschlichen Systemen
äußeren Regeln
geistlicher Selbstoptimierung
🔑 Kolosser beantwortet die Frage:
Brauche ich neben Christus noch etwas anderes?
➡ Deine Formulierung „Philosophie“ ist präzise, solange man sie biblisch füllt.
(mit Blick auf Leiden & Gericht)
1. Petrus 3,18
„Denn es hat auch Christus einmal für Sünden gelitten…“
1. Petrus 4,1–2 (unmittelbare Fortsetzung!)
„…wer im Fleisch gelitten hat, ruht von der Sünde, um die im Fleisch übrige Zeit nicht mehr den Lüsten der Menschen, sondern dem Willen Gottes zu leben.“
Abbruch der alten Weltordnung
Nicht mehr:
Anerkennung durch Menschen
Anpassung an die Welt
Sonderstellung als Fremdling
1. Petrus 2,11
„…als Fremdlinge und ohne Bürgerrecht…“
🔑 1. Petrus beantwortet die Frage:
Wie lebt ein Christ in einer feindlichen Welt?
➡ „gestorben der Welt“ ist inhaltlich zutreffend.
| Lehrbrief | „Gestorben …“ | Bewertung |
|---|---|---|
| Römer 6 | der Sünde | ✅ exakt |
| Galater 3 | dem Gesetz | ✅ korrekt |
| Kolosser 2 | der Philosophie | ✅ sehr treffend |
| 1. Petrus 3 | der Welt | ✅ biblisch gedeckt |
Man muss hinzufügen:
🔴
Nicht vier verschiedene Tode,
🟢 sondern ein Tod mit Christus – mit
vier Wirkungsrichtungen.
Römer 6,10
„Denn was er gestorben ist, ist er ein für alle Mal der Sünde gestorben…“
➡ Ein Tod – viele Konsequenzen:
gegenüber der Sünde
gegenüber dem Gesetz
gegenüber der Weltordnung
gegenüber menschlichen Systemen
In Christus gestorben:
– der Sünde (Röm 6)
– dem Gesetz (Gal 3)
– der Weltweisheit (Kol 2)
– der Welt (1Pet 3)
In Christus lebend:
– Gott (Röm)
– als Sohn (Gal)
– in der Fülle (Kol)
– als Fremdling (1Pet)
Grundsatz:
Der Gläubige ist ein für alle Mal mit Christus gestorben.
Dieser eine Tod hat mehrere Wirkungsrichtungen, die in den Lehrbriefen entfaltet werden.
„Wir, die wir der Sünde gestorben sind…“ (Röm 6,2)
„…damit wir der Sünde nicht mehr dienen.“ (Röm 6,6)
Tod gegenüber der Sünde als Herrschaft
Nicht Sündlosigkeit, sondern:
gebrochene Macht
neues Lebensprinzip
👉 Die Sünde ist nicht mehr mein Herr, sondern Christus.
„Ich bin durch Gesetz dem Gesetz gestorben…“ (Gal 2,19)
„…nicht mehr unter einem Zuchtmeister.“ (Gal 3,25)
Tod gegenüber dem Gesetz als Heilsweg
Ende von:
Gesetzesgerechtigkeit
religiöser Selbstleistung
👉 Meine Stellung vor Gott gründet sich allein auf Christus, nicht auf Gesetz.
„…Philosophie und leerer Betrug…“ (Kol 2,8)
„Wenn ihr mit Christus den Elementen der Welt gestorben seid…“ (Kol 2,20)
Tod gegenüber:
menschlichen Systemen
religiöser Weltweisheit
Zusatzlehren neben Christus
Christus ist genug
👉 Ich brauche nichts neben Christus, um vollkommen zu sein.
„Christus hat einmal für Sünden gelitten…“ (1Pet 3,18)
„…nicht mehr den Lüsten der Menschen, sondern dem Willen Gottes zu leben.“ (1Pet 4,2)
Bruch mit der alten Weltordnung
Christ lebt:
als Fremdling
unter Leiden
mit Blick auf Gottes Gericht
👉 Ich lebe nicht mehr für diese Welt, sondern für Gott.
| Lehrbrief | Gestorben … | Kernfrage |
|---|---|---|
| Römer 6 | der Sünde | Wer ist mein Herr? |
| Galater 3 | dem Gesetz | Wodurch bin ich gerecht? |
| Kolosser 2 | der Weltweisheit | Brauche ich mehr als Christus? |
| 1. Petrus 3 | der Welt | Für wen lebe ich? |
🔴
Nicht vier verschiedene Tode
🟢 sondern ein Tod mit Christus – mit
vier Auswirkungen
„Denn was er gestorben ist, ist er ein für alle Mal der Sünde gestorben.“ (Röm 6,10)
Mit Christus gestorben:
– der Sünde
– dem Gesetz
– der Weltweisheit
– der WeltMit Christus lebend:
– Gott zur Ehre
– als Sohn
– in der Fülle
– als Fremdling
„Denn was er gestorben ist, ist er ein für alle Mal der Sünde gestorben.“
(Römer 6,10)
Gedanke:
Wenn ein Mensch zum Glauben an Jesus Christus kommt, stirbt er
nicht mehrmals, sondern
ein einziges Mal mit Christus.
Dieser eine Tod hat jedoch verschiedene
Wirkungsrichtungen, die die Lehrbriefe entfalten.
👉 Heute schauen wir uns vier Dimensionen dieses einen Todes an.
„Wir, die wir der Sünde gestorben sind, wie sollten wir noch in ihr leben?“
(Röm 6,2)
Erklärung:
„Gestorben der Sünde“ heißt:
Die Sünde ist nicht mehr mein Herr
Ich stehe nicht mehr unter ihrer Macht
Es bedeutet nicht, dass ich keine Sünde mehr habe
Aber: Ich muss der Sünde nicht mehr dienen
Kernaussage:
👉 Der Christ lebt aus einer neuen
Herrschaft – Christus regiert.
„Ich bin durch Gesetz dem Gesetz gestorben, damit ich Gott lebe.“
(Gal 2,19)
Erklärung:
Das Gesetz konnte:
Sünde aufdecken
aber nicht retten
In Christus:
bin ich nicht mehr unter dem Gesetz
sondern Sohn Gottes durch Glauben
„…nicht mehr unter einem Zuchtmeister.“ (Gal 3,25)
Kernaussage:
👉 Mein Stand vor Gott gründet sich
nicht auf Leistung, sondern auf
Gnade.
„Seht zu, dass niemand euch einfange durch Philosophie und leeren Betrug…“
(Kol 2,8)
Erklärung:
In Kolossä:
wollte man Christus „ergänzen“
durch Regeln, Mystik, menschliche Weisheit
Paulus sagt:
In Christus habt ihr die Fülle
Ihr seid den „Elementen der Welt“ gestorben
„Wenn ihr mit Christus den Elementen der Welt gestorben seid…“ (Kol 2,20)
Kernaussage:
👉 Christus allein genügt –
nichts muss hinzugefügt werden.
„Christus hat einmal für Sünden gelitten…“
(1Pet 3,18)
Erklärung:
Petrus schreibt an Christen:
die leiden
die ausgegrenzt werden
Der Christ lebt:
nicht mehr für Anerkennung
sondern für den Willen Gottes
„…nicht mehr den Lüsten der Menschen, sondern dem Willen Gottes zu leben.“
(1Pet 4,2)
Kernaussage:
👉 Der Christ gehört nicht mehr zu
dieser Welt, sondern zu Gott.
Ein Tod – vier Wirkungen:
Römer 6 → der Sünde gestorben
Galater 3 → dem Gesetz gestorben
Kolosser 2 → der Weltweisheit gestorben
Petrus 3 → der Welt gestorben
👉 Nicht vier Tode, sondern ein Tod mit Christus.
Mit Christus gestorben –
der Sünde, dem Gesetz, der Weltweisheit und der Welt.
Mit Christus lebend – Gott zur Ehre.