Bibelkreis.ch
Bibelkreis.ch auf YouTube
Fragen und Antworten BEGRIFFSERKLAERUNG
STEM Publishing Elberfelder
2023 Logos
| Logos Bible Study Platform www.Bibelkreis.ch
https://www.bibelkommentare.de/ Design

Was
heißt eigentlich „Glauben bekennen“?
Ist es das Nachsprechen eines kirchlichen Textes –
oder das persönliche Zeugnis zu einer lebendigen Person?
Das sogenannte „Apostolische
Glaubensbekenntnis“
ist vielen Christen vertraut.
Doch stammt es wirklich von den Aposteln?
Und entspricht es dem biblischen Verständnis von Bekenntnis?
Die Schrift kennt keine verpflichtenden
Glaubensformeln.
Sie ruft nicht zum Aufsagen,
sondern zum Bekennen auf.
Nicht ein Text steht im Zentrum,
sondern Jesus Christus selbst.
Er ist der Inhalt,
der Maßstab
und das Ziel allen Bekenntnisses.
Das Neue Testament spricht von Bekenntnis
als Ausdruck des Glaubens des Herzens,
als öffentliches Zeugnis vor Menschen,
als Festhalten an der Hoffnung,
als Treue unter Druck.
Kirchliche Bekenntnisse können biblische
Wahrheiten enthalten,
doch sie besitzen keine göttliche Autorität.
Sie sind Zeugnisse der Kirchengeschichte –
nicht der Maßstab des Glaubens.
Die Bibel dagegen lässt keinen Zweifel:
„Jesus ist Herr“
ist kein liturgischer Satz,
sondern ein geistgewirktes Bekenntnis.
Wo Christus bekannt wird,
wird Gott verherrlicht.
Wo Formeln genügen müssen,
ist geistliche Nüchternheit gefragt.
Diese Ausarbeitung stellt gegenüber:
kirchliches Bekenntnis und biblisches Bekenntnis –
sachlich, schriftgebunden und prüfend.
Nicht um zu verwerfen,
sondern um zu unterscheiden.
Nicht um Tradition zu ehren,
sondern um Christus festzuhalten.
Das Neue Testament kennt kein verpflichtendes Glaubensformular, sondern das persönliche Bekenntnis zu Jesus Christus.„Lasst uns das Bekenntnis der Hoffnung unbeweglich festhalten.“ (Hebr 10,23)
Der Ausdruck stammt nicht aus der Bibel und auch nicht aus der apostolischen Zeit.
Das sogenannte Apostolische Glaubensbekenntnis entstand schrittweise zwischen dem 2. und 5. Jahrhundert.
Seine Wurzel liegt im altrömischen Taufbekenntnis (2. Jh.), das bei Taufen gesprochen wurde.
Die heutige Form ist erst im 5.–6. Jahrhundert belegt.
Nicht, weil es von den Aposteln stammt.
Sondern weil man meinte, es fasse den „apostolischen Glauben“ zusammen.
Im Mittelalter entstand sogar die Legende, jeder Apostel habe einen Satz beigetragen – das ist rein legendär.
👉 Der Name ist also theologisch-programmatisch, nicht historisch korrekt.
(also: ist die Bezeichnung sachlich wahr?)
Nein – historisch nicht.
Teilweise – inhaltlich eingeschränkt.
Kein Apostel hat dieses Bekenntnis formuliert.
Kein neutestamentlicher Text kennt ein solches festes Glaubensformular.
Die Apostel verweisen immer auf Christus selbst, nicht auf ein Bekenntnis.
„Niemand kann sagen: Jesus ist Herr! außer im Heiligen Geist.“
(1Kor 12,3)
Viele Aussagen sind biblisch korrekt (Geburt Jesu, Kreuz, Auferstehung).
Aber:
keine Rechtfertigung aus Glauben
kein Kreuz als Sühnopfer erklärt
kein neues Leben / neue Geburt
kein Evangelium im paulinischen Sinn (1Kor 15,1–4 nur teilweise)
👉 Es ist kein Evangelium, sondern ein dogmatisches Kurzschema.
Ja – und das ist sehr wichtig.
Apostolisches Glaubensbekenntnis
Westkirchlich
Kurz
Taufbezogen
Nicäno-Konstantinopolitanisches Bekenntnis (325/381)
Aus Konzilien
Stärker trinitarisch
Reaktion auf Irrlehren (Arianismus)
Athanasianisches Bekenntnis
Sehr detailliert
Stark philosophisch-theologisch
Nicht von Athanasius
Alle sind:
nachapostolisch
kirchlich formuliert
abwehrend gegen Irrlehren
Keines ist inspiriert.
Keines wird in der Bibel gefordert.
Bekenntnis zu einer Person, nicht zu einem Text:
„Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes“ (Mt 16,16)
Zusammenfassungen des Evangeliums, aber nie liturgisch fixiert:
1Kor 15,1–4
Röm 10,9–10
„Hütet euch vor der Überlieferung der Menschen“
(Kol 2,8)
👉 Die Bibel kennt kein verpflichtendes Glaubensbekenntnis außerhalb der Schrift selbst.
| Frage | Antwort |
|---|---|
| Woher kommt der Ausdruck? | Spätkirchlich, nicht apostolisch |
| Ist er ehrlich? | Historisch nein, inhaltlich begrenzt |
| Gibt es mehrere? | Ja, mehrere kirchliche Formeln |
👉
Das „Apostolische Glaubensbekenntnis“
ist ein kirchengeschichtliches Dokument, kein Maßstab des Glaubens.
👉 Maßstab bleibt allein: die Schrift
– und die Person des Herrn Jesus Christus.
Vorbemerkung: Ich prüfe nicht „kirchlich“, sondern schriftgemäß:
Gibt es klare Schriftstellen? 2) Was meint die Schrift genau? 3) Wo ist die Aussage zu knapp/mehrdeutig?
Ich nehme die übliche deutschsprachige Fassung (mit kleinen Varianten in Klammern).
Biblisch richtig.
Gott ist Vater (für Gläubige im Sohn): Joh 20,17; Eph 1,3
Gott ist allmächtig: 1Mo 17,1; Offb 19,6
Gott ist Schöpfer: 1Mo 1,1; Ps 33,6; Apg 17,24; Kol 1,16
Hinweis: Die Schrift unterscheidet: Gott ist „Vater“ in besonderer Weise für die Seinen (Joh 1,12; Eph 1,5). Als „Vater“ aller Menschen in neutestamentlichem Sinn ist es nicht einfach pauschal.
Biblisch, aber „eingeboren“ ist auslegungspflichtig.
Jesus ist Christus: Mt 16,16; Joh 20,31
Sohn Gottes: Joh 3,16; 1Joh 4,15
Herr: Apg 2,36; Phil 2,11; Röm 10,9
Sprachhinweis: „eingeboren“ (monogenēs) meint nach heutigem Sprachverständnis eher „der Einzigartige/Einzige seiner Art“ (Joh 1,14.18; 3,16). Die Gottessohnschaft ist ewig, nicht „geschaffen“.
Biblisch.
Mt 1,18–25; Lk 1,26–35
„Jungfrau“: Jes 7,14 (prophetisch), Mt 1,23 (Erfüllung)
Hinweis: Die Schrift setzt hier wirkliche Menschwerdung und wirkliche Sündlosigkeit voraus (Heb 4,15).
Biblisch und historisch verortet.
Mk 15; Lk 23; Joh 18–19
1Tim 6,13 nennt explizit Pontius Pilatus.
Biblisch.
Kreuzigung & Tod: Mt 27; Mk 15; Lk 23; Joh 19
Begräbnis: Jes 53,9; Mt 27,57–60; 1Kor 15,3–4
Sehr wichtiger Zusatz, der im Bekenntnis fehlt:
Die Schrift betont nicht nur dass er
starb, sondern warum: „für
unsere Sünden“ (1Kor 15,3), „als Sühnung“ (Röm 3,25), „hat unsere Sünden
getragen“ (1Pet 2,24).
👉 Das Bekenntnis berichtet Ereignisse, erklärt aber das
Sühnewerk kaum.
Hier ist die größte Auslegungsfrage.
Es gibt biblische Anknüpfungspunkte, aber
die Formulierung ist mehrdeutig
und wird sehr verschieden verstanden.
Texte, die oft genannt werden:
Apg 2,27.31 (Zitat Ps 16): seine Seele wurde nicht im „Hades“ gelassen.
Eph 4,9 („hinabgestiegen in die unteren Teile der Erde“) — umstrittene Deutung.
1Pet 3,18–20; 4,6 — sehr schwierige Stellen, nicht eindeutig.
Sichere Kernaussage der Schrift:
Jesus war wirklich tot und im Bereich des Todes, aber nicht verlassen (Apg 2,27).
Seine Worte an den Schächer: „Heute wirst du mit mir im Paradies sein“ (Lk 23,43).
👉
Biblisch sicher ist:
wirklicher Tod / Bereich des Todes.
👉 Nicht sicher ist: daraus
eine Lehre über „Predigt im Totenreich“ o.ä. zu bauen.
Voll biblisch, zentral.
Mt 28; Mk 16; Lk 24; Joh 20–21
1Kor 15,4–8 (Zeugen)
Biblisch.
Lk 24,50–51; Apg 1,9–11
Heb 4,14; 9,24
Biblisch.
Ps 110,1; Mt 22,44
Apg 2,33–36; Heb 1,3; 10,12
Biblisch, aber die Schrift differenziert die Gerichte stärker.
Kommen & Gericht: 2Tim 4,1; Mt 25; Joh 5,22–29; Apg 17,31
Offenbarung zeigt mehrere Gerichtsszenen (z.B. Offb 20).
👉 Aussage ist wahr, aber zusammengezogen (die Bibel entfaltet mehr Stufen/Aspekte).
Biblisch.
Person & Wirken: Joh 14–16; Apg 2; Röm 8
Biblisch im Kern – aber Begriffe müssen sauber gefüllt werden.
„Gemeinde/Versammlung“: Mt 16,18; Eph 1,22–23; 1Kor 12
Gemeinschaft der Heiligen: Apg 2,42; Eph 2,19
Hinweis: „katholisch/allgemein“ (in manchen Fassungen) heißt
ursprünglich „weltweit/umfassend“, nicht römisch.
Gefahr: „Kirche“ wird schnell als Institution verstanden, während die Schrift
primär den Leib Christi
meint.
Biblisch, zentral.
Lk 24,47; Apg 10,43; Eph 1,7; Kol 1,14; 1Joh 1,9
Was fehlt: Die Schrift verbindet Vergebung klar mit dem Blut und mit Glauben (Röm 3,24–26; Apg 13,38–39).
Biblisch.
Joh 5,28–29; Apg 24,15; 1Kor 15; 1Thess
4,13–18
„Fleisch“ ist missverständlich; gemeint ist
leibliche Auferstehung
(nicht bloß „Seele weiterlebt“).
Biblisch.
Joh 3,16; 5,24; 10,28; 1Joh 5,11–13
Das Bekenntnis enthält überwiegend wahre biblische Kernaussagen, ist aber nicht inspiriert, teils zu knapp, an einer Stelle („hinabgestiegen…“) deutlich mehrdeutig, und es lässt entscheidende Evangeliums-Klärungen (Sühnung, Rechtfertigung aus Glauben) weitgehend unausgesprochen.
ὁμολογέω = bekennen / eingestehen / bejahen (wörtlich: „dasselbe sagen“)
ὁμολογία = Bekenntnis (das Bekennen selbst / Inhalt des Bekenntnisses)
Ich trage dir die zentralen NT-Stellen zusammen und ordne sie thematisch. (Nicht jede einzelne Vorkommensstelle, aber die tragenden.)
Joh 9,22 – „…wenn jemand ihn als Christus bekennen würde…“ (Konflikt mit den Juden)
Joh 12,42 – viele „glaubten“, aber „bekannten“ ihn nicht (Menschenfurcht)
Röm 10,9–10 – „mit dem Mund Jesus als Herrn bekennst…“ (Bekenntnis + Glaube)
1Joh 2,23 – Wer den Sohn bekennt, hat auch den Vater
1Joh 4,2–3 – Jesus Christus im Fleisch gekommen bekennen (Prüfstein gegen Irrgeist)
1Joh 4,15 – „Wer bekennt, dass Jesus der Sohn Gottes ist…“
2Joh 7 – Warnung vor Verführern: nicht bekennen „Jesus Christus im Fleisch kommend“
Kernformeln der Schrift:
„Jesus ist Herr“ (Röm 10,9; 1Kor 12,3)
„Jesus ist der Christus“ (Joh 20,31; 1Joh 2,22)
„Jesus ist der Sohn Gottes“ (1Joh 4,15)
Mt 10,32–33 / Lk 12,8–9 – Christus bekennen oder verleugnen vor Menschen
1Tim 6,12–13 – „das gute Bekenntnis“ (Timotheus; und Christus vor Pilatus)
👉 Hier ist „Bekenntnis“ nicht Liturgie, sondern Treue zu Christus.
1Joh 1,9 – „Wenn wir unsere Sünden bekennen…“
Jak 5,16 – „Bekennt nun einander die Sünden…“
👉 Das ist kein „Glaubensbekenntnis“, sondern Schuld-Eingeständnis im Licht Gottes.
Heb 3,1 – „Apostel und Hohenpriester unseres Bekenntnisses“ (Jesus selbst als Inhalt)
Heb 4,14 – „Lasst uns das Bekenntnis festhalten“
Heb 10,23 – „Lasst uns das Bekenntnis der Hoffnung unbeweglich festhalten“
👉 Im Hebräerbrief ist „Bekenntnis“ eng verbunden mit Jesus als Hohenpriester und der Hoffnung.
Apg 24,14 – Paulus „bekennt“, Gott nach „dem Weg“ zu dienen
Tit 1,16 – „Sie bekennen, Gott zu kennen, aber in den Werken verleugnen sie ihn“
👉 Hier ist „bekennt“ oft: behaupten/zugeben — das NT deckt Heuchelei auf.
Das NT kennt kein verpflichtendes „Kirchenformular“, sondern Bekenntnis als lebendiges Bekennen:
zu Christus (Herr/Christus/Sohn Gottes), 2) vor Menschen (Treue), 3) im Licht (Sündenbekenntnis), 4) als festgehaltene Hoffnung (Hebräerbrief).
| Satz des Bekenntnisses | Zentrale Schriftstellen | Kurze biblische Prüfung / Notiz |
|---|---|---|
| Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen | 1Mo 17,1; Mt 6,9; Eph 1,3 | Gott offenbart sich als allmächtig; Vater besonders für die Gläubigen im Sohn |
| den Schöpfer des Himmels und der Erde | 1Mo 1,1; Ps 33,6; Apg 17,24 | Klar biblisch, schöpferische Alleinwirksamkeit Gottes |
| Und an Jesus Christus | Mt 16,16; Joh 20,31 | „Christus“ = der Gesalbte, messianischer Titel |
| seinen eingeborenen Sohn | Joh 1,14.18; 3,16; 1Joh 4,9 | monogenēs = einzig / einzigartig, nicht geschaffen |
| unseren Herrn | Apg 2,36; Röm 10,9; Phil 2,11 | NT-Kernbekenntnis: Jesus ist Herr |
| empfangen durch den Heiligen Geist | Mt 1,18.20; Lk 1,35 | Betonung göttlicher Initiative, sündlose Menschwerdung |
| geboren von der Jungfrau Maria | Jes 7,14; Mt 1,23; Lk 1,27 | Prophetisch verankert, historisch bezeugt |
| gelitten unter Pontius Pilatus | Mt 27; 1Tim 6,13 | Historische Verortung des Leidens |
| gekreuzigt | Mt 27,35; 1Kor 1,23 | Zentrales Heilsgeschehen |
| gestorben | Röm 5,8; 1Kor 15,3 | Wichtig: Tod für unsere Sünden (fehlt im Wortlaut) |
| und begraben | Jes 53,9; Mt 27,59–60 | Bezeugt den wirklichen Tod |
| hinabgestiegen in das Reich des Todes | Apg 2,27.31; Lk 23,43 | Biblisch schwierig; Tod real, aber Aussage mehrdeutig |
| am dritten Tage auferstanden von den Toten | Mt 28; 1Kor 15,4 | Fundament des Evangeliums |
| aufgefahren in den Himmel | Apg 1,9–11; Heb 4,14 | Beginn des himmlischen Dienstes |
| er sitzt zur Rechten Gottes | Ps 110,1; Heb 1,3; 10,12 | Herrschaft & Hoherpriesteramt |
| von dort wird er kommen zu richten | Mt 25,31ff; Joh 5,22; Apg 17,31 | Gericht biblisch, aber NT differenziert mehrere Gerichte |
| die Lebenden und die Toten | 2Tim 4,1; Offb 20 | Zusammenfassend korrekt |
| Ich glaube an den Heiligen Geist | Joh 14–16; Apg 2; Röm 8 | Person und Wirken des Geistes |
| die heilige christliche Kirche | Mt 16,18; Eph 1,22–23 | Gemeint ist der Leib Christi, nicht Institution |
| Gemeinschaft der Heiligen | Apg 2,42; Eph 2,19 | Biblische Realität der Gläubigen |
| Vergebung der Sünden | Eph 1,7; Apg 13,38–39 | Wichtig: durch Blut & Glauben (nicht explizit gesagt) |
| Auferstehung des Fleisches | Joh 5,28–29; 1Kor 15 | Leibliche Auferstehung gemeint |
| und das ewige Leben | Joh 3,16; 5,24; 1Joh 5,11–13 | Besitz des Gläubigen durch Christus |
Kurzfazit A1:
Biblische Wahrheiten – ja.
Biblische Vollständigkeit & Präzision – nein.
Inspiration – nein.
(nach Grundbedeutung sortiert, dann kanonisch)
Mt 7,23 – „Ich habe euch niemals gekannt; ich werde euch bekennen…“
Mt 10,32–33 – Christus bekennen oder verleugnen
Lk 12,8–9 – Bekenntnis vor den Menschen
Joh 1,20 – Johannes bekennt: „Ich bin nicht der Christus“
Joh 9,22 – Jesus als Christus bekennen
Joh 12,42 – Glauben, aber nicht bekennen (Menschenfurcht)
Apg 23,8 – Sadduzäer bekennen keine Auferstehung
Apg 24,14 – Paulus bekennt den „Weg“
Röm 10,9–10 – Jesus als Herrn bekennen
Röm 14,11 – Jedes Knie bekennt Gott
Phil 2,11 – Jede Zunge bekennt: Jesus Christus ist Herr
1Tim 6,12–13 – Das gute Bekenntnis (Timotheus / Christus)
1Joh 1,9 – Sünden bekennen
1Joh 2,23 – Den Sohn bekennen
1Joh 4,2–3 – Jesus im Fleisch bekennen
1Joh 4,15 – Jesus als Sohn Gottes bekennen
2Joh 7 – Nicht bekennen = Verführer
2Kor 9,13 – Bekenntnis zum Evangelium
1Tim 6,12 – das gute Bekenntnis
Heb 3,1 – Jesus, der Hohepriester unseres Bekenntnisses
Heb 4,14 – Lasst uns das Bekenntnis festhalten
Heb 10,23 – Bekenntnis der Hoffnung unbeweglich festhalten
Wichtig:
Im Hebräerbrief ist Jesus selbst
der Inhalt des Bekenntnisses, nicht ein Text.
Mt 3,6 – Sünden bekennen bei Johannes
Mk 1,5 – Sünden bekennen
Lk 10,21 – Jesus bekennt (preist) den Vater
Apg 19,18 – Gläubige bekannten ihre Taten
Jak 5,16 – Einander die Sünden bekennen
Bekenntnis ist personenbezogen,
nicht formulargebunden
→ Jesus Christus selbst ist der Inhalt
Bekenntnis geschieht
mit dem Mund (Röm 10)
vor Menschen (Mt 10)
im Licht (1Joh 1)
in Treue (Hebr 10)
Kein einziges inspiriertes
Glaubensbekenntnis als Textform
– aber viele klare
Bekenntnisinhalte
Das Neue Testament kennt kein kirchliches Glaubensformular,
sondern ein lebendiges, persönliches Bekennen des Herrn Jesus Christus
im Glauben, im Leben und vor den Menschen.
(Grundsätzliche Gegenüberstellung)
Kirchliches Bekenntnis
Entstanden nachapostolisch (2.–5. Jahrhundert)
Formuliert durch kirchliche Autorität
Reaktion auf Irrlehren
Ergebnis theologischer Systematisierung
Biblisches Bekenntnis
Entspringt direkt der Offenbarung Gottes
Gegeben durch Propheten, Apostel und den Herrn selbst
Kein System, sondern Zeugnis
Vom Heiligen Geist gewirkt (1Kor 12,3)
Kirchliches Bekenntnis
Textlich fixiert
Zusammenfassung von Lehrpunkten
Formal, oft liturgisch
Kann korrekt sein, aber bleibt sekundär
Biblisches Bekenntnis
Personal (Bezug auf Christus)
Lebendig, bezeugend
Ausdruck des Glaubens
Untrennbar mit Leben und Wandel verbunden
Kirchliches Bekenntnis
Dogmatische Aussagen über Gott und Christus
Betonung von Ereignissen (Geburt, Tod, Auferstehung)
Lehrhafte Kürze
Biblisches Bekenntnis
Jesus Christus selbst
(Herr – Christus – Sohn Gottes)
Evangelium als Kraft Gottes (Röm 1,16)
Kreuz als Sühne, nicht nur Ereignis
Kirchliches Bekenntnis
Abgeleitete Autorität
Gilt innerhalb einer Konfession
Untergeordnet zur Schrift
Biblisches Bekenntnis
Göttliche Autorität
Für alle Gläubigen verbindlich
Maßstab für jede Lehre (Gal 1,8)
Kirchliches Bekenntnis
Bezieht sich auf die Schrift
Wählt und bündelt Aussagen
Gefahr der Verkürzung oder Verschiebung
Biblisches Bekenntnis
Ist Schrift
Vollständig, selbstdeutend
Kein Ergänzungsbedarf
Kirchliches Bekenntnis
Lehrabgrenzung
Einheit nach außen
Katechetischer Zweck
Biblisches Bekenntnis
Verherrlichung Christi
Zeugnis vor Menschen
Festhalten der Hoffnung (Heb 10,23)
Kirchliches Bekenntnis
Beschreibt Heilstatsachen
Sagt oft nicht wie Heil empfangen wird
Biblisches Bekenntnis
Verknüpft Heil klar mit:
Glauben (Joh 3,16)
Bekenntnis (Röm 10,9–10)
Blut Christi (Eph 1,7)
Kirchliches Bekenntnis
Mechanisches Nachsprechen
Verwechslung von Formel und Glauben
Beruhigung ohne Herzensbezug
Biblisches Bekenntnis
Verfolgung, Ablehnung
Verantwortung vor Gott
Ruf zur Treue
Kirchliches Bekenntnis
Zustimmung zu einer Lehrformel
Biblisches Bekenntnis
Offenbarung des Herzens
(Mt 10,32; 1Joh 2,23; Heb 4,14)
Kirchliches Bekenntnis
Historisch bedingt
Sprachlich und kulturell geprägt
Biblisches Bekenntnis
Zeitlos
In jeder Epoche gleich gültig
| Kirchlich | Biblisch |
|---|---|
| Text | Person |
| Formel | Zeugnis |
| Dogma | Glaube |
| Institutionell | Geistlich |
| Nachgesprochen | Gelebt |
Die Schrift ruft nicht dazu auf, ein Glaubensbekenntnis zu lernen,
sondern den Sohn Gottes zu bekennen.
Oder mit Hebräer 3,1 zusammengefasst:
„Betrachtet den Apostel und Hohenpriester unseres Bekenntnisses, Jesus.“
Die Bibel kennt kein verpflichtendes Glaubensformular, sondern ein
persönliches Bekenntnis zu Christus.
(Röm 10,9; 1Kor 12,3)
In der Schrift ist nicht ein Text, sondern eine Person der Inhalt des
Bekenntnisses: Jesus Christus.
(Heb 3,1; Joh 20,31)
Ein kirchliches Bekenntnis kann Wahrheiten enthalten, besitzt aber keine
göttliche Autorität.
(Gal 1,8; Kol 2,8)
Biblisches Bekenntnis entsteht aus Glauben und wird durch den Heiligen Geist
gewirkt.
(1Kor 12,3; 1Joh 4,15)
Das Neue Testament verbindet Bekenntnis untrennbar mit dem Herzen und dem
Leben.
(Röm 10,10; Tit 1,16)
Bekenntnis ist nicht liturgisches Nachsprechen, sondern öffentliches Zeugnis
vor Menschen.
(Mt 10,32; Lk 12,8)
Das Evangelium wird nicht nur
bekannt, sondern bekannt als rettende
Botschaft.
(1Kor 15,3–4; Röm 1,16)
Ein richtiges Bekenntnis hält an
Christus fest, auch unter Druck und Widerspruch.
(Heb 4,14; 10,23)
Wo Christus bekannt wird, wird
Gott verherrlicht – nicht die Form, sondern die Wahrheit.
(Phil 2,11; Joh 17,6)
Der christliche Glaube steht nicht auf einem Bekenntnis,
sondern auf dem Bekenntnis zu dem gekreuzigten und auferstandenen Herrn.