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Was bedeutet die „Taufe mit dem Heiligen Geist“
wirklich – und was nicht?
Die Bibel zeigt sie nicht als besondere Erfahrung für
wenige,
sondern als ein einmaliges Werk Christi an jedem
Gläubigen.
Sie geschieht bei der Bekehrung und führt in den
einen Leib Christi ein.
Pfingsten markiert ihren heilsgeschichtlichen Beginn.
Die Schrift unterscheidet klar zwischen Geistestaufe
und Geisterfüllung.
Übergangssituationen in der Apostelgeschichte
erklären keine Norm.
Gefühle, Zeichen oder Sprachenrede sind nicht ihr
Kennzeichen.
Entscheidend ist die Stellung des Gläubigen vor Gott.
Eine nüchterne, schriftgemäße Betrachtung schafft
Klarheit und Frieden.
Die
Taufe mit dem Heiligen Geist
ist gemäss der
Bibel (Elberfelder
1905)
kein Gefühl, keine zweite Erfahrung nach der Bekehrung,
sondern ein
einmaliges heilsgeschichtliches Handeln Gottes,
durch das der Gläubige
bei seiner Bekehrung
in den
Leib Christi eingefügt wird.
Johannes unterscheidet klar zwischen Wassertaufe und Geistestaufe:
„… er wird euch mit Heiligem Geiste taufen.“
(Matthäus 3,11 – Elb 1905)
Die Geistestaufe ist also kein Werk des Menschen, sondern ein Werk Christi selbst.
Vor Pfingsten erklärt der Herr Jesus:
„Denn Johannes taufte mit Wasser, ihr aber sollt mit Heiligem Geiste getauft werden nach diesen wenigen Tagen.“
(Apostelgeschichte 1,5)
👉 Die Geistestaufe war zukünftig, zeitlich klar begrenzt und einmalig angekündigt.
„… wurden alle mit Heiligem Geiste erfüllt …“
(Apg 2,4)
Pfingsten ist der historische Beginn der Geistestaufe:
Der Heilige Geist kommt dauerhaft auf die Erde
Die Gemeinde als Leib Christi entsteht
Juden werden zuerst einbezogen (heilsgeschichtliche Ordnung)
„Denn in einem Geiste sind wir alle zu einem Leibe getauft worden, es seien Juden oder Griechen, es seien Knechte oder Freie, und sind alle mit einem Geiste getränkt worden.“
(1. Korinther 12,13 – Elb 1905)
Wesentliche Aussagen:
„wir alle“ → jeder Gläubige
„getauft worden“ → vollendete Tatsache
„zu einem Leibe“ → Eingliederung in den Leib Christi
👉 Die Geistestaufe = die Eingliederung des Gläubigen in den Leib Christi bei der Bekehrung.
| Geistestaufe | Geisterfüllung |
|---|---|
| einmalig | wiederholbar |
| bei der Bekehrung | abhängig vom Wandel |
| Stellung | Zustand |
| objektive Tatsache | praktische Erfahrung |
Beleg für Erfüllung:
„Und berauschet euch nicht mit Wein … sondern werdet mit dem Geiste erfüllt.“
(Epheser 5,18)
👉 Niemand wird aufgefordert, sich mit dem Geist taufen zu lassen – aber zur Erfüllung schon.
Die besonderen Ereignisse in Apg 8 (Samariter), Apg 10 (Heiden) und Apg 19 (Jünger des Johannes) sind:
keine Norm, sondern
heilsgeschichtliche Bestätigungen, dass:
Juden
Samariter
Heiden
gleichberechtigt in
den einen Leib aufgenommen werden
„… dass auch auf die Nationen die Gabe des Heiligen Geistes ausgegossen worden ist.“
(Apg 10,45)
Die Taufe mit dem Heiligen Geist ist:
ein einmaliges Werk Christi
geschieht bei der Bekehrung
führt zur Eingliederung in den Leib Christi
ist keine zweite Segnung
ist nicht identisch mit Sprachenrede
gilt jedem Gläubigen ohne Ausnahme
Der Heilige Geist tauft nicht in Kraft, sondern in den Leib.
Kraft folgt aus der Erfüllung – Stellung aus der Taufe.