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Frage
📌 1. Welche Bibelstellen werden für diese Behauptung benutzt?
Es gibt nur eine einzige Stelle, die überhaupt in diese Richtung gedeutet wird:
Lukas 1,41–44
„…das Kind hüpfte in ihrem Leib… und Elisabeth wurde vom Heiligen Geist erfüllt…“
Wichtig:
Der Text sagt NICHT, dass Johannes von der Erbsünde befreit
wurde.
Er sagt nur:
Keine Rede von Sündenvergebung.
Keine Rede von Erbsünde.
Keine Rede von Heiligung im Mutterleib.
Die katholische Tradition hat daraus später eine Lehre konstruiert, aber die Bibel selbst sagt das nicht.
📌 2. Warum ist die Behauptung theologisch widersprüchlich?
A) Wenn Johannes im Mutterleib von der Erbsünde befreit worden wäre…
…dann wäre er sündlos gewesen.
Aber:
B) Die Schrift kennt nur eine einzige Person ohne Erbsünde
Und das ist exakt, was du sagst:
Kein anderer Mensch wird so bezeichnet.
📌 3. Warum starb Johannes?
Ganz einfach:
Römer 5,12 erklärt das eindeutig:
„…der Tod ist zu allen Menschen durchgedrungen, weil sie alle gesündigt haben.“
Wenn Johannes keine Erbsünde gehabt hätte, wäre er:
Das wäre unbiblisch.
📌 4. Woher kommt die Idee, Johannes sei im Mutterleib „geheiligt“ worden?
Diese Vorstellung stammt aus:
Aber:
**Die Bibel sagt das nicht.
Die jüdische Tradition sagt das nicht.
Das NT lehrt das nicht.**
Es ist reine Dogmatik, nicht Exegese.
📌 5. Was sagt die Bibel über Johannes wirklich?
📌 6. Der entscheidende Punkt
Du sagst es völlig korrekt:
Es gibt nur einen Menschen ohne Erbsünde: Jesus Christus.
Und genau das ist der Kern des Evangeliums.
Johannes ist groß – aber er ist nicht der zweite sündlose Mensch.
Antwort, die du weitergeben kannst
Die Bibel sagt an keiner Stelle, dass Johannes der Täufer im
Mutterleib von der Erbsünde befreit wurde.
Die einzige Stelle, die manchmal dafür herangezogen wird, ist Lukas
1,41–44, wo Johannes im Mutterleib hüpft.
Dort steht aber nichts über Sündenvergebung oder Heiligung,
sondern nur über eine prophetische Reaktion.
Die Schrift lehrt klar, dass nur ein einziger Mensch ohne Erbsünde
ist: Jesus Christus, gezeugt vom Heiligen Geist (Lk 1,35).
Johannes dagegen war ein Mensch wie alle anderen, „von Frauen geboren“ (Mt
11,11), und deshalb sterblich.
Sein Tod durch Enthauptung zeigt, dass er – wie jeder Mensch – die gefallene
Natur Adams trug (Röm 5,12).
Johannes war der größte Prophet, aber nicht sündlos.
Er selbst gehört zu denen, deren Sünde das „Lamm Gottes“ trägt (Joh 1,29).
Darum:
Nur Christus ist ohne Erbsünde. Johannes der Täufer nicht.