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00850  Warum der ewige Gott als Mensch zu uns Sündern kam

1. Um uns zu offenbaren – Gott sichtbar und greifbar zu machen
"Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen." (Joh 14,9). In Jesus können wir Gottes Herz, sein Wesen, sein Mitleid und seine Wahrheit vollkommen erkennen.
Gott ist nicht mehr ein ferner Gedanke, sondern ein Mensch, den wir hören, sehen und berühren können (1. Joh 1,1).

2. Um unser Mittler und wahrer Hohepriester zu sein
"Ein solcher Hohepriester tat uns not, der heilig, unschuldig, unbefleckt, von den Sündern geschieden und höher als die Himmel ist." (Hebr 7,26).
Als Mensch konnte er sich wahrhaftig mit unserer Schwachheit identifizieren ("der in allem versucht worden ist in ähnlicher Weise", Hebr 4,15)
und doch sündlos bleiben, um das vollkommene Opfer für uns zu werden.

3. Um das Gesetz zu erfüllen und den Fluch auf sich zu nehmen
Er kam "unter das Gesetz" (Gal 4,4), um es vollkommen zu halten – was wir nicht konnten. Dadurch konnte er "den Fluch des Gesetzes"
für uns tragen (Gal 3,13). Der Schuldschein wurde an sein Kreuz geheftet (Kol 2,14).

4. Um den Tod zu besiegen – von innen heraus
Der Tod hatte Macht durch die Sünde. Nur indem der Schöpfer des Lebens selbst in das Reich des Todes eintrat – durch Seinen Leib –
konnte er ihn von innen besiegen und auferstehen. Die Auferstehung wäre nicht möglich gewesen ohne die wahre Menschlichkeit.

5. Um uns zu erheben – der große Tausch
"Er, der reich war, wurde arm um euretwillen, damit ihr durch seine Armut reich würdet." (2. Kor 8,9). Er nahm unsere menschliche Natur an,
 damit wir an seiner göttlichen Natur Anteil bekommen (2. Petr 1,4). Gott wurde, was wir sind, damit wir werden, was er ist – durch Gnade.

6. Um ein für alle Mal die Frage der Sünde zu klären
Gott hätte vom Himmel aus vergeben können. Aber er kam, um die Sünde an ihrer Wurzel – in der menschlichen Natur –
zu richten und zu reinigen. Nicht von oben herab, sondern von innen heraus. Die Liebe sucht die größtmögliche Nähe, selbst in den Abgrund.

Ein Gedanke zum Brotbrechen heute:
Wenn ihr das Brot nehmt, denkt daran: Dies ist nicht das Symbol eines fernen Gottes, sondern das gebrochene Brot des Gottes, der herunterkam.
Er betrat unsere Dunkelheit, kostete unseren Schmerz, trug unsere Schuld. Jede Spur von Distanz wurde in Jesus Christus überbrückt.
Das Brotbrechen ist die Feier dieser unergründlichen Herablassung – Gott bei uns, für uns, in uns.

"Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit." (Joh 1,14). Das ist das Wunder, das wir heute anbeten.