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00853 Kann etwas, das Gott in uns wirkt, wieder „zurückfließen“ zu Ihm?

150"
„Kann das, was Gott in uns wirkt, zu Ihm zurückfließen?“

Kann etwas, das Gott in uns wirkt, wieder zu Ihm zurückfließen?
Die Bibel sagt: Ja.
Nicht als wörtlicher Wasserstrom —
sondern geistlich, kultisch und heilsgeschichtlich.

Die Grundlinie lautet:
Was von Gott kommt, kehrt zu Gott zurück.

Gott gibt Leben — der Mensch antwortet mit Lob.
Gott schenkt Gnade — der Mensch bringt Dank.
Gott gießt seinen Geist aus — der Gläubige bringt Frucht.
Gott gibt Wasser — und der Gläubige wird selbst zur Quelle.
Gott wirkt — und der Mensch bringt es Ihm zurück.

Darum sagt Römer 11,36:
„Aus Ihm, durch Ihn und zu Ihm hin sind alle Dinge.“

Die Schrift zeigt dieses Rückströmen in vielen Bildern.

In Johannes 4 bittet Jesus die Frau am Brunnen:
„Gib mir zu trinken.“
Nicht weil Er Mangel hätte,
sondern weil Er empfangen will,
was Er selbst zuvor gewirkt hat.
Der Herr, der Quelle ist, lässt sich geben.

In Johannes 7 sagt Er:
„Aus seinem Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.“
Das Wasser kommt vom Geist —
aber es fließt aus dem Gläubigen heraus:
zu Menschen,
zu Gott,
in die Ewigkeit hinein.

In Offenbarung 22 fließt das Wasser vom Thron —
aber die Frucht des Baumes steigt als Ehre zu Gott zurück.

Das Alte Testament zeigt denselben Kreislauf:
Trankopfer, Speisopfer, Dankopfer, Lobopfer.
Alles kommt von Gott — und wird Gott zurückgebracht.
Darum sagt 1. Chronik 29,14:
„Von dir kommt alles, und aus deiner Hand haben wir dir gegeben.“

Im Neuen Bund wird es noch deutlicher:
Hebräer 13,15:
„Durch ihn nun laßt uns Gott stets ein Opfer des Lobes darbringen.“
Christus ist ins Allerheiligste gegangen —
und durch Ihn bringen wir Gott Opfer hinein.
Das ist der geistliche Rückfluss ins Heiligtum.

Unsere Gebete steigen als Räucherwerk vor den Thron
(Offenbarung 5,8).
Unsere Liebe zu den Geringen erreicht Christus selbst
(Matthäus 10,42; Matthäus 25).
↓↓↓
Wenn ich versorgt werde, bekommt der Herr zu trinken.“

Und 3. Mose 9,23 zeigt es im Bild:
Mose und Aaron gehen hinein — sie empfangen.
Sie kommen heraus — sie segnen.
Das Volk empfängt — und Gott antwortet mit Herrlichkeit.
Ein geschlossener Kreislauf von Gnade → Dienst → Herrlichkeit.

Alles, was Gott in uns wirkt,
fließt durch uns hindurch
zurück zu Ihm:
als Lob, als Liebe, als Dienst, als Gebet, als Frucht.

Das ist der Rückstrom ins Allerheiligste.
150" Ende

 

👉 Kann etwas, das Gott in uns wirkt, wieder „zurückfließen“ zu Ihm?
👉 Gibt es Stellen, wo unser Überfließen zu Gott zurückkehrt — wie Wasser, das ins Allerheiligste zurückströmt?

Ja. Die Schrift kennt dieses Motiv — nicht wörtlich als „Wasserfluss zurück“, aber geistlich, kultisch und heilsgeschichtlich sehr klar.

1. Grundgedanke: Was von Gott kommt, kehrt zu Gott zurück

Die Bibel zeigt mehrfach:

Das ist das geistliche Prinzip von:

„Aus Ihm – durch Ihn – und zu Ihm hin sind alle Dinge.“ (Röm 11,36)

Das ist die Grundlinie für alles, was jetzt folgt.

📘 2. Die „Rückströmung“ im Bild des Wassers

(A) Johannes 4 – „Gib mir zu trinken“

Jesus bittet die Frau am Brunnen um Wasser.
Das ist kein Mangel, sondern Offenbarung:

Das ist das erste Bild:
👉 Der Herr empfängt etwas vom Menschen.

(B) Johannes 7,37–39 – Ströme lebendigen Wassers

„Aus seinem Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.“

Das Wasser kommt vom Geist (V.39),
aber es fließt aus dem Gläubigen heraus.

Wohin?

Denn alles, was der Geist wirkt, ist Gott gewidmet.

(C) Offenbarung 22 – Wasser des Lebens

Das Wasser fließt vom Thron Gottes und des Lammes (V.1).
Aber die Frucht des Baumes (V.2) ist:

Das Wasser fließt aus,
die Frucht fließt zurück.

📘 3. Das kultische Bild: Wasser → Opfer → Wohlgeruch → zurück zu Gott

Im Alten Testament ist der „Rückfluss“ nicht Wasser, sondern:

Alles kommt von Gott — und wird Gott zurückgebracht.

1. Chronik 29,14 (Elb1905)

„Denn von dir kommt alles, und aus deiner Hand haben wir dir gegeben.“

Das ist exakt das Prinzip, das Carmen beschreibt.

📘 4. Das Allerheiligste – und der Rückfluss

Hier wird es besonders schön.

(A) Hebräer 13,15 – das Opfer des Lobes

„Durch ihn nun laßt uns Gott stets ein Opfer des Lobes darbringen…“

Das ist das Neue-Bund-Pendant zum Allerheiligsten:

👉 Das ist der geistliche Rückfluss ins Allerheiligste.

(B) Offenbarung 5,8 – die Schalen der Heiligen

„…goldene Schalen voll Räucherwerk, welches die Gebete der Heiligen sind.“

Unsere Gebete steigen bis vor den Thron.
Das ist Rückfluss.

(C) Psalm 116,12–13

„Was soll ich Jehova vergelten…?
Den Kelch des Heils will ich nehmen…“

Er nimmt — und gibt zurück.

📘 5. Die „Rückströmung“ durch Werke der Liebe

(A) Matthäus 10,42

„Wer einem dieser Kleinen nur einen Becher kalten Wassers gibt…“

Der Herr sagt:

👉 Was ihr ihnen gebt — gebt ihr mir.

Das ist Rückfluss.

(B) Matthäus 25,35–40

„Ich war durstig, und ihr gabt mir zu trinken…
Was ihr einem dieser Geringsten getan habt — habt ihr mir getan.“

↓↓↓

„Wenn ich versorgt werde, bekommt der Herr zu trinken.“

Ja.
Denn der Empfangende ist der Ort, an dem der Herr sich identifiziert.

📘 6. Die tiefste Linie: Der Geist wirkt – und bringt es zu Gott zurück

Römer 8,26–27

Der Geist wirkt Gebet in uns —
und bringt es gemäß Gott zurück zu Gott.

Das ist der vollkommenste Rückfluss.

📘 7. Zusammenfassung in einem Satz

Alles, was Gott in uns wirkt —
Wasser, Leben, Gnade, Geist —
fließt durch uns hindurch zurück zu Ihm:
als Lob, als Liebe, als Dienst, als Gebet, als Frucht.

Das ist der geistliche Rückstrom ins Allerheiligste.


 3. Mose 9,23 (Elberfelder 1905)

„Und Mose und Aaron gingen in das Zelt der Zusammenkunft hinein;
und sie kamen heraus und segneten das Volk.
Da erschien die Herrlichkeit Jehovas dem ganzen Volke.“

Hier geschieht dreierlei:

  1. Mose und Aaron gehen hinein → Zugang zu Gott
  2. Sie kommen heraus → Vermittlung zu den Menschen
  3. Die Herrlichkeit erscheint → Gottes Antwort auf den Dienst

Das ist ein Hin-und-Zurück‑Bewegung zwischen Gott und Volk.

Carmen fragte nach Stellen, wo das, was Gott wirkt, zurückfließt
wie Wasser, das ins Allerheiligste zurückströmt.

  1. Mose 9 zeigt genau dieses Muster:

Gott gibt → der Mensch empfängt → der Mensch dient → Gott antwortet.

Es ist ein heiliger Kreislauf:

Das ist geistlich gesehen ein Rückfluss in die Gegenwart Gottes.

🌿 3. Der Kontext macht es noch deutlicher

  1. Mose 9 ist der erste offizielle Priesterdienst nach der Weihe Aarons.
    Alles, was geschieht, ist:

Die Opfer steigen auf →
der Segen kommt herab →
die Herrlichkeit erscheint →
das Volk fällt nieder (V.24).

Das ist exakt das Prinzip:

Was von Gott kommt, kehrt zu Gott zurück — durch den Dienst der Menschen.

🌿 4. Verbindung zu: „Gib mir zu trinken“

In Johannes 4 bittet der Herr um Wasser.
Nicht weil Er es braucht, sondern weil Er empfangen will,
was Er selbst zuvor gewirkt hat.

In 3. Mose 9 ist es ähnlich:

Und doch „empfängt“ Er etwas:

👉 den Gehorsam, den Dienst, den Segen, die Anbetung des Volkes.

Das ist der Rückfluss.

🌿 5. Verbindung zu Hebräer 13,15

„Durch ihn nun laßt uns Gott stets ein Opfer des Lobes darbringen…“

Das ist das neutestamentliche Gegenstück zu 3. Mose 9:

Wieder: Gott wirkt → wir überfließen → es kehrt zu Gott zurück.

🌿 6. Warum 3. Mose 9 besonders gut passt

Weil es zeigt:

✔ Der Mensch kann nur geben, was Gott zuvor gewirkt hat

✔ Der Dienst des Menschen steigt zu Gott zurück

✔ Gott antwortet auf das, was Er selbst gewirkt hat

✔ Der Kreislauf von Gnade → Dienst → Herrlichkeit ist geschlossen

Das ist genau die geistliche Dynamik, die Carmen gespürt hat.

🌿 7. Kurzfassung

Ja — 3. Mose 9,23 ist ein starkes Bild dafür,
dass das, was Gott in uns wirkt,
durch uns zu Ihm zurückkehrt.
Gott gibt, wir empfangen, wir dienen —
und Gott antwortet mit Herrlichkeit.



150"

„3. Mose 9,23 – Wenn das, was Gott wirkt, zu Gott zurückkehrt“

  1. Mose 9,23 ist eine der stärksten Stellen, um zu verstehen,
    wie Gottes Wirken im Menschen wieder zu Gott zurückfließt.

„Und Mose und Aaron gingen in das Zelt der Zusammenkunft hinein;
und sie kamen heraus und segneten das Volk.
Da erschien die Herrlichkeit Jehovas dem ganzen Volke.“

Hier geschieht ein heiliger Kreislauf:

Gott ruft Mose und Aaron hinein.
Sie treten in Seine Gegenwart.
Sie empfangen.
Dann kommen sie heraus — und geben weiter.
Sie segnen das Volk.
Und Gott antwortet mit Herrlichkeit.

Das ist das geistliche Prinzip:
Was von Gott kommt, kehrt zu Gott zurück.

Gott gibt Zugang.
Der Mensch empfängt.
Der Mensch dient.
Und Gott verherrlicht sich in dem, was Er selbst gewirkt hat.

Genau das spürt Carmen, wenn sie sagt:
„Wenn ich versorgt werde, bekommt der Herr zu trinken.“
Denn der Herr identifiziert sich mit den Geringen.
Matthäus 10,42:
Wer einem Kleinen nur einen Becher Wasser gibt —
gibt es Christus.
Matthäus 25:
Was ihr einem der Geringsten getan habt —
habt ihr mir getan.

So fließt das Wasser, das Gott schenkt,
durch uns hindurch zurück zu Ihm.

Johannes 4 zeigt es im Bild:
Der Herr bittet die Frau: „Gib mir zu trinken.“
Er, der Quelle ist, lässt sich geben.
Er empfängt, was Er selbst gewirkt hat.

Johannes 7 ergänzt:
„Aus seinem Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.“
Das Wasser kommt vom Geist —
aber es fließt aus dem Gläubigen heraus
zu Menschen
und zu Gott.

Hebräer 13,15 fasst es zusammen:
„Durch ihn nun laßt uns Gott stets ein Opfer des Lobes darbringen.“
Christus ist ins Allerheiligste gegangen —
und durch Ihn bringen wir Gott Opfer zurück.

Das ist der Rückfluss:
Gnade → Empfang → Dienst → Herrlichkeit.

  1. Mose 9 zeigt es im Bild.
    Das Neue Testament zeigt es in der Wirklichkeit.
    Und unser Leben zeigt es im Alltag:
    Alles, was Gott wirkt,
    kehrt durch uns zu Ihm zurück.

150 "

„3. Mose 9,23 – Wenn das, was Gott wirkt, zu Gott zurückkehrt“

  1. Mose 9,23 beschreibt einen der schönsten Momente im ganzen Alten Testament:

„Und Mose und Aaron gingen in das Zelt der Zusammenkunft hinein;
und sie kamen heraus und segneten das Volk.
Da erschien die Herrlichkeit Jehovas dem ganzen Volke.“

Hier geschieht ein heiliger Dreischritt:

Mose und Aaron gehen hinein – Zugang zu Gott.
Sie kommen heraus – Vermittlung zu den Menschen.
Die Herrlichkeit erscheint – Gottes Antwort auf den Dienst.

Das ist eine Hin‑und‑Zurück‑Bewegung zwischen Himmel und Erde.
Ein geistlicher Kreislauf:
Gott gibt – der Mensch empfängt – der Mensch dient – Gott antwortet.

↓↓
Gibt es Stellen, wo das, was Gott wirkt, wieder zu Ihm zurückfließt?
Wie Wasser, das ins Allerheiligste zurückströmt?

Ja. 3. Mose 9 zeigt es im Bild.

Gott wirkt im Heiligtum.
Mose und Aaron treten hinein.
Sie empfangen Auftrag, Segen, Gegenwart.
Dann kommen sie heraus und segnen das Volk.
Das Volk empfängt – und Gott offenbart erneut seine Herrlichkeit.

Was von Gott kommt, kehrt zu Gott zurück.
Durch den Dienst der Menschen.
Durch Gehorsam.
Durch Segen.
Durch Anbetung.

Der Kontext macht es noch deutlicher:
Dies ist der erste offizielle Priesterdienst nach der Weihe Aarons.
Alles ist von Gott angeordnet, durch Menschen ausgeführt, von Gott bestätigt.

Die Opfer steigen auf.
Der Segen kommt herab.
Die Herrlichkeit erscheint.
Das Volk fällt nieder.

Das ist der geschlossene Kreislauf von Gnade → Dienst → Herrlichkeit.

Und es verbindet sich wunderbar mit Johannes 4.
Der Herr bittet die Frau am Brunnen: „Gib mir zu trinken.“
Nicht weil Er Mangel hätte,
sondern weil Er empfangen will,
was Er selbst zuvor gewirkt hat.

So ist es auch in 3. Mose 9:
Gott gibt Opferordnung.
Gott gibt Priester.
Gott gibt Zugang.
Gott gibt Segen.
Gott gibt Herrlichkeit.
Und doch empfängt Er etwas:
Gehorsam, Dienst, Lob, Hingabe.

Das ist der Rückfluss.

Hebräer 13,15 fasst es im Neuen Bund zusammen:
„Durch ihn nun laßt uns Gott stets ein Opfer des Lobes darbringen.“
Wir treten durch Christus hinein.
Wir kommen heraus mit Frucht und Segen.
Und Gott empfängt Lob, Dank, Hingabe.

Alles, was Er wirkt,
fließt durch uns hindurch
zurück in seine Gegenwart.