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00862 Apostelgeschichte 2.33, irritierende Schriftstelle
1. Der Text – Elberfelder 1905
„Nachdem er nun durch die Rechte Gottes erhöht worden ist und die Verheißung des Heiligen Geistes empfangen hat von dem Vater, hat er diesen ausgegossen, was ihr seht und hört.“
📌 2. Das Problem: Klingt so, als hätte Jesus den Geist erst nach der Himmelfahrt bekommen
Das ist der Stolperstein.
Aber der Grundtext löst das sofort auf.
📌 3. Grundtextanalyse (griechisch – deutsch transkribiert)
Der entscheidende Ausdruck lautet:
„τὴν ἐπαγγελίαν τοῦ ἁγίου πνεύματος λαβών“
„tēn epangelian tou hagiou pneumatos labōn“
Wörtlich:
Wichtig:
„Die Verheißung des Heiligen Geistes empfangen“ bedeutet NICHT: „den
Heiligen Geist bekommen“.
Es bedeutet:
👉 Die vom Vater zugesagte Vollmacht empfangen, den Geist auszugießen.
Es geht um Autorität, nicht um inneres Empfangen.
📌 4. Kontext: Pfingstpredigt des Petrus
Petrus erklärt:
Der Kontext ist also Pfingsten, nicht die persönliche Geist-Empfangung Jesu.
📌 5. Hat Jesus den Heiligen Geist erst nach der Himmelfahrt bekommen?
Nein. Ganz klar nein.
Die Schrift zeigt:
✔️ Jesus hatte den Geist von Ewigkeit her
Als der ewige Sohn ist Er wesensmäßig eins mit dem Geist.
✔️ Jesus hatte den Geist in seiner Menschwerdung
Joh 1,32–33
Der Geist kam auf Ihn und blieb.
✔️ Jesus handelte im Dienst in der Kraft des Geistes
Lk 4,1 – „voll Heiligen Geistes“
Lk 4,18 – „Der Geist des Herrn ist auf mir“
✔️ Jesus gab den Geist bereits vor Pfingsten
Joh 20,22 – „Er hauchte sie an und spricht: Empfangt Heiligen Geist.“
Er konnte den Geist geben – also hatte Er ihn.
📌 6. Was bedeutet Apg 2,33 dann genau?
Die Aussage ist:
Der erhöhte Christus hat vom Vater die Verheißung erhalten, den Geist öffentlich und machtvoll auszugießen.
Nicht:
„Jesus bekam den Geist.“
Sondern:
„Jesus bekam die Vollmacht, den Geist auszugießen.“
Das ist ein Amtshandeln, kein inneres Empfangen.
📌 7. Warum ist die Übersetzung trotzdem korrekt?
Weil „empfangen“ (lambanō) im Griechischen sehr breit ist:
Die Elberfelder 1905 ist hier wörtlich, aber nicht missverständlich, wenn man den Kontext kennt.
📌 8. Kurzform für Glaubensgeschwister
Jesus hat den Heiligen Geist nicht erst nach der Himmelfahrt bekommen.
Apg 2,33 sagt nicht, dass Jesus den Geist empfing, sondern dass Er die
Verheißung empfing, den Geist auszugießen.
Es geht um Vollmacht, nicht um inneres Empfangen.
Apg 2,33 – textnahe Wiedergabe mit Fussnoten
„Da er nun
durch die Rechte Gottes erhöht worden ist
und die Verheißung¹
des Heiligen Geistes empfangen hat²
vom Vater, hat er diesen³
ausgegossen, was ihr seht und hört.“
📌 FUSSNOTEN
1 – „Verheißung“ (ἐπαγγελία – epangelia)
Das Wort bedeutet nicht „den Geist selbst empfangen“, sondern die
Zusage, die Verheißung, die vom Vater gegebene
Zusicherung.
Gemeint ist die Verheißung des Vaters, dass der Messias den
Geist ausgießen wird (vgl. Joel 3; Joh 14–16).
👉 Es geht um die Zusage, nicht um das Empfangen des Geistes als Person.
2 – „empfangen hat“ (λαβών – labōn)
Das Verb lambanō bedeutet:
Im Kontext bedeutet es:
👉 Jesus hat die Vollmacht übernommen, die verheißene Ausgießung des Geistes zu vollziehen.
Es bedeutet nicht, dass Jesus den Geist „bekommen“ hätte.
Er hatte den Geist von Ewigkeit her und in seiner
Menschheit seit der Taufe.
3 – „diesen“ (τοῦτο – touto)
Gemeint ist:
👉 Der Heilige Geist in seiner öffentlichen, machtvollen Ausgießung an Pfingsten.
Nicht: „Jesus hat den Geist bekommen.“
Sondern: „Jesus hat den Geist ausgegossen.“
📌 Kontext-Zusammenfassung
📌 Kurzform für Glaubensgeschwister
Apg 2,33 sagt nicht, dass Jesus den Geist bekam.
Er empfing die Verheißung und die Vollmacht,
den Geist auszugießen.
Pfingsten ist nicht Jesu Geistempfang, sondern Jesu Geistgabe.
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Biblische Lehre 001
Apg 2,33 – Hat Jesus den Heiligen Geist erst nach der Himmelfahrt
empfangen?“
„Apostelgeschichte 2,33 klingt für viele so, als hätte Jesus den Heiligen
Geist erst nach der Himmelfahrt bekommen.
Aber das ist ein Missverständnis – und der Grundtext zeigt warum.“
PROBLEM (6–18 Sek.)
„Der Vers sagt: Jesus wurde erhöht und hat ‚die Verheißung des Heiligen
Geistes empfangen‘.
Viele lesen: ‚Jesus bekam den Geist.‘
Aber das wäre theologisch unmöglich – und der Text meint etwas ganz anderes.“
„Apg 2,33 spricht nicht vom Empfangen des Geistes, sondern vom Empfangen der Verheißung, den Geist auszugießen.“
Elberfelder 1905
„Nachdem er nun durch die Rechte Gottes erhöht worden ist und die Verheißung des Heiligen Geistes empfangen hat vom Vater, hat er diesen ausgegossen…“
GRUNDTEXT‑KLÄRUNG
Der Schlüssel liegt in drei Wörtern:
1. epangelia (ἐπαγγελία) – Verheißung
Nicht: „den Geist bekommen“.
Sondern: „die Zusage erhalten, den Geist auszuteilen“.
2. lambōn (λαβών) – empfangen, übernehmen, Vollmacht erhalten
Hier bedeutet es:
👉 Jesus übernimmt die Vollmacht, die Verheißung des Vaters zu erfüllen.
3. touto (τοῦτο) – diesen
Gemeint ist:
👉 die Pfingstausgießung, nicht ein persönlicher Geistempfang
Jesu.
„Petrus erklärt Pfingsten.
Jesus ist erhöht – Auferstehung und Himmelfahrt.
In dieser Erhöhung empfängt Er die Autorität, das zu tun, was
der Vater verheißen hat:
👉 den Heiligen Geist öffentlich und machtvoll auszugießen.“
Das ist die Erfüllung von Joel 3.
Es geht um Amtshandeln, nicht um inneres Empfangen.
KLARE THEOLOGIE (105–135 Sek.)
„Jesus hatte den Geist:
– von Ewigkeit her als Sohn,
– in seiner Menschheit seit der Taufe,
– in seinem Dienst in der Kraft des Geistes,
– und Er gab den Geist bereits vor Pfingsten (Joh 20,22).
Er konnte den Geist geben – also hatte Er ihn.“
ZUSAMMENFASSUNG (135–150 Sek.)
„Apg 2,33 sagt nicht: Jesus bekam den Geist.
Sondern: Jesus bekam die Verheißung und die Vollmacht,
den Geist auszugießen.
Pfingsten ist nicht Jesu Geistempfang – es ist Jesu Geistgabe.“
CALL TO ACTION (150–160 Sek.)
„Wenn du solche bibeltreuen Klarstellungen liebst, abonniere – und teile das mit jemandem, der diesen Vers immer falsch verstanden hat.“