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00863 Johannesevangelium wechselt zwischen präexistenter Herrlichkeit und inkarnierter Niedrigkeit des Herrn Jesus Christus  

 Der Ewige Sohn im Johannesevangelium – sichtbar im Fleisch“

„Im Johannesevangelium passiert etwas Erstaunliches:
Der, der müde am Brunnen sitzt… ist derselbe, der die Welt geschaffen hat.
Wie zeigt Johannes offenbart Jesus gleichzeitig als Ewigen Sohn und als wahren Menschen.
Nicht abwechselnd. Nicht halb-halb.
Eine Person – zwei Naturen – vollkommen sichtbar im Text.



„Wir sehen Hunger, Durst, Tränen, Müdigkeit…
und im nächsten Moment:
‚Ich bin‘ – Licht der Welt, Brot des Lebens, Auferstehung und Leben.
Johannes will, dass du beides gleichzeitig siehst.“

 Joh 1,1–14 – Ursprung

„Im Anfang war das Wort… und das Wort wurde Fleisch.
Der Schöpfer tritt in die Schöpfung ein.
Das ist der Startpunkt.“

Joh 4 – Der Durstige gibt lebendiges Wasser

„Jesus ist müde, bittet um Wasser.
Doch er schenkt Wasser, das ewiges Leben gibt.
Menschliche Schwachheit – göttliche Fülle.“

Joh 5 – Gleichheit mit dem Vater

„Er heilt einen Mann… und erklärt dann:
Der Sohn macht lebendig, wen er will.
Das ist göttliche Autorität.“

Joh 11 – Tränen und Auferstehung

„Jesus weint.
Und ruft Lazarus aus dem Grab.
Die tiefste Menschlichkeit und die höchste Macht in einer Person.“

Joh 20 – Wunden und Anbetung
Der Auferstandene zeigt seine Hände.
Thomas sagt: ‚Mein Herr und mein Gott.‘
Der Mensch mit Wunden ist der Ewige Sohn.“

„Johannes trennt nicht zwischen ‚Gott‘ und ‚Mensch‘.
Er zeigt dir:
Der, der weint, ist derselbe, der Leben gibt.
Der, der betet, ist derselbe, der vor Grundlegung der Welt Herrlichkeit hatte.

Das ist die Schönheit der Inkarnation.“

„Wenn du das Johannesevangelium liest, achte auf zwei Linien:
Menschliche Marker – Müdigkeit, Tränen, Hunger.
Göttliche Marker – ‚Ich bin‘, Lebensmacht, Herrlichkeit.
Und dann halte fest:
Beides gehört zu einer Person.
Dem Ewigen Sohn, der Mensch wurde – für dich.“

 

Wie erkennt man im Johannesevangelium den Ewigen Sohn vs. den Mensch gewordenen Jesus?

1. Sprachliche Marker für den „Ewigen Sohn“

Diese Stellen betonen Präexistenz, Göttlichkeit, himmlische Herkunft, Wesen, Autorität.

Typische Kennzeichen

Typische Kapitel/Abschnitte

2. Sprachliche Marker für „Jesus als Mensch“

Diese Stellen betonen Inkarnation, körperliche Begrenztheit, Emotionen, menschliche Erfahrungen.

Typische Kennzeichen

Typische Kapitel/Abschnitte

Die entscheidende hermeneutische Regel
Johannes trennt nicht zwischen „Gott“ und „Mensch“ — er zeigt eine Person, die zwei Naturen hat.
Darum gilt:
Wenn der Text von Herkunft, Wesen, Autorität, Herrlichkeit oder Sendung spricht → Ewiger Sohn.
Wenn der Text von Handlung, Emotion, Körperlichkeit oder sozialer Interaktion spricht → Mensch Jesus.

🧭 3. Die entscheidende hermeneutische Regel

 

Darum gilt:

Wenn der Text von Herkunft, Wesen, Autorität, Herrlichkeit oder Sendung spricht → Ewiger Sohn.
Wenn der Text von Handlung, Emotion, Körperlichkeit oder sozialer Interaktion spricht → Mensch Jesus.

Diese beiden Linien laufen parallel, nicht abwechselnd. Johannes zeigt:
Der, der müde am Brunnen sitzt, ist derselbe, der die Welt geschaffen hat.

📘 4. Übersichtstabelle (kompakt)

🔍 5. Praktische Methode für  Exegese

Du kannst jeden Abschnitt des Johannesevangeliums mit drei Fragen prüfen:

A. Spricht der Text über Herkunft oder Wesen?

Ewiger Sohn

B. Spricht der Text über Handlung oder Erfahrung?

Mensch Jesus

C. Gibt es eine bewusste Verbindung beider Ebenen?

Johannes zeigt die Einheit der Person

Beispiel:
Joh 11,35 (Jesus weint) → Mensch
Joh 11,43 (ruft Lazarus aus dem Grab) → Ewiger Sohn
Joh 11,25 (Ich bin die Auferstehung) → Ewiger Sohn
Joh 11,36 (siehe, wie lieb er ihn hatte) → Mensch

Johannes verschränkt beides meisterhaft.



5. Praktische Methode für  Exegese

Du kannst jeden Abschnitt des Johannesevangeliums mit drei Fragen prüfen:

A. Spricht der Text über Herkunft oder Wesen?

Ewiger Sohn

B. Spricht der Text über Handlung oder Erfahrung?

Mensch Jesus

C. Gibt es eine bewusste Verbindung beider Ebenen?

Johannes zeigt die Einheit der Person

Beispiel:
Joh 11,35 (Jesus weint) → Mensch
Joh 11,43 (ruft Lazarus aus dem Grab) → Ewiger Sohn
Joh 11,25 (Ich bin die Auferstehung) → Ewiger Sohn
Joh 11,36 (siehe, wie lieb er ihn hatte) → Mensch

Johannes verschränkt beides meisterhaft.


Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12

Kapitel 13

Kapitel 14

Kapitel 15

Kapitel 16

Kapitel 17

Kapitel 18

Kapitel 19

Kapitel 20

Kapitel 21

🧭 Gesamtmuster des Johannesevangeliums


Johannes zeigt keinen Wechsel zweier Personen,
sondern die eine Person des Sohnes,
die in zwei Naturen handelt.


Johannes 1,1–3.14 – Der Ewige Sohn wird Fleisch

1. Textbewegung

2. Ewiger Sohn

3. Mensch Jesus

4. Einheit der Person

Johannes 4,6–26 – Müder Mensch, lebendiges Wasser

1. Menschliche Seite

Hier ist er ganz sichtbar als Mensch Jesus: unterwegs, erschöpft, durstig.

2. Göttliche Seite

Das sind Marker des Ewigen Sohnes, der Leben gibt und Gottes Willen offenbart.

3. Christologische Spannung

Johannes 5,17–27 – Gleichheit mit dem Vater

1. Kontext

2. Ewiger Sohn

Hier ist die Linie des Ewigen Sohnes maximal verdichtet: Lebensspender, Richter, Wesenseinheit mit dem Vater.

3. Mensch Jesus

4. Einheit der Person

Johannes 11,33–44 – Tränen und Auferstehung

1. Menschliche Seite

Das ist reine, unverstellte Menschlichkeit: Emotion, Trauer, Mitgefühl.

2. Göttliche Seite

3. Einheit der Person

Johannes 17,1–5 – Herrlichkeit vor Grundlegung der Welt

1. Ewiger Sohn

Das ist einer der explizitesten Texte für den Ewigen Sohn: vor der Welt, bei dem Vater, in Herrlichkeit.

2. Mensch Jesus

3. Einheit der Person

Johannes 20,26–29 – „Mein Herr und mein Gott“

1. Menschliche Seite

2. Göttliche Seite

3. Einheit der Person