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00869 Aspekte der Errettung  „
Calvinismus vs. 2Thess 2,13–14"


Calvinismus vs. 2Thess 2,13–14"

1. Viele Christen stolpern über die Frage:
Hat Gott einfach entschieden, wer gerettet wird – und wer nicht?
2Thess 2,13–14 zeigt: Nein.
Dieser Text sprengt den Calvinismus – und gleichzeitig jede Werkgerechtigkeit.

2. Paulus schreibt an eine verunsicherte Gemeinde.
Falsche Lehrer behaupten: „Der Tag des Herrn ist schon da.“
Paulus korrigiert – und dann sagt er etwas Gewaltiges:
Gott hat euch erwählt – aber nicht so, wie der Calvinismus es behauptet.

3. „… dass Gott euch von Anfang erwählt hat zur Errettung in Heiligung des Geistes und im Glauben an die Wahrheit
wozu er euch berufen hat durch unser Evangelium, zur Erlangung der Herrlichkeit Christi.“

4. A. „von Anfang“ – ἀπ᾽ ἀρχῆς

Nicht ein metaphysisches Dekret vor aller Zeit.
Sondern: seit Beginn des Evangeliums, seit Gott euch die Wahrheit brachte.

B. Erwählung – aber wie?

Paulus nennt zwei Mittel der Erwählung:

  1. Heiligung des Geistes – der Geist wirkt, zieht, überführt.
  2. Glaube an die Wahrheit – der Mensch antwortet, glaubt, nimmt an.

Beides steht grammatisch parallel.
Beides gehört zusammen.
Erwählung geschieht durch Geist und Glauben – nicht ohne sie.

C. Berufung – aber wodurch?

Paulus sagt:
„durch unser Evangelium“
Nicht durch einen geheimen inneren Zwang.
Nicht durch eine unwiderstehliche Kraft.
Sondern durch die verkündigte Botschaft, die gehört und geglaubt werden muss.

D. Verantwortung – klar ausgesprochen

Im selben Kapitel sagt Paulus über die Verlorenen:
Sie gehen verloren, weil sie die Liebe zur Wahrheit nicht annahmen.
Nicht, weil Gott sie nicht erwählt hätte.
Nicht, weil ihnen der Glaube verweigert wurde.
Sondern weil sie ablehnten.

E. Ziel der Erwählung

„zur Errettung“
„zur Erlangung der Herrlichkeit“
Erwählung ist zielgerichtet, nicht deterministisch.
Sie beschreibt Gottes Weg – nicht einen fatalistischen Zwang.

5. Calvinismus sagt:

Erwählung ohne Glauben.
Berufung ohne Evangelium.
Glaube als Folge eines geheimen Dekrets.

Paulus sagt:

Erwählung in Heiligung und in Glauben.
Berufung durch das Evangelium.
Verloren gehen die, die die Wahrheit nicht annehmen.

Das ist nicht Calvinismus.
Das ist Bibel.

6.
Du bist nicht ein Spielball eines geheimen Plans.
Du bist gerufen durch das Evangelium.
Der Geist wirkt.
Du darfst glauben.
Und Gott führt dich zur Herrlichkeit Christi.

7. 2Thess 2,13–14 zeigt:
Gottes Erwählung ist real – aber niemals ohne Evangelium, Geist und Glauben.
Und genau das macht die Gnade so groß.

 

Aspekte der Errettung

Calvinistische Prädestinationslehre und Werkgerechtigkeitlehre
und wie 2. Thessalonicher 2,13 tatsächlich etwas völlig anderes lehrt als beides.

1. Der Kontext von 2. Thessalonicher 2,13

Elberfelder 1905 (deine Standardübersetzung):

„… dass Gott euch von Anfang erwählt hat zur Errettung in Heiligung des Geistes und im Glauben an die Wahrheit.“

🔍 Was passiert im Kapitel?

  1. Thessalonicher 2 ist eine Korrektur gegen falsche Endzeitlehren.
    Einige behaupteten, der „Tag des Herrn“ sei schon da. Paulus korrigiert:

Mitten in dieser düsteren Beschreibung setzt Paulus einen Kontrast:

👉 Ihr aber seid nicht Teil dieser Verführung – denn Gott hat euch zur Errettung bestimmt.

🔑 Wichtige Beobachtung

Paulus beschreibt nicht, wie Gott erwählt, sondern wozu:

zur Errettung – in Heiligung des Geistes – und im Glauben an die Wahrheit

Das ist entscheidend.

📘 2. Warum dieser Vers keine calvinistische Prädestination stützt

Der Calvinismus behauptet:



🔥 Der Schlüsselvers gegen Calvinismus steht im selben Kapitel:

„… weil sie die Liebe zur Wahrheit nicht annahmen, dass sie gerettet würden.“ (2Thess 2,10)

Wenn Menschen verloren gehen, dann nicht, weil Gott sie nicht erwählt hat,
sondern weil sie die Wahrheit ablehnen.

Das ist das Gegenteil von calvinistischer „doppelter Prädestination“.

📘 3. Warum Calvinismus im Wort Gottes keine Grundlage findet

Ich fasse es systematisch zusammen –

🧩 A. Calvinismus trennt Erwählung vom Glauben

Die Schrift verbindet sie immer:

Erst hören – dann glauben – dann versiegelt.
Nicht: erst erwählt – dann zwangsbekehrt.

🧩 B. Calvinismus lehrt eine „Erwählung zur Errettung“ ohne Bedingungen

Die Schrift lehrt eine Erwählung in Christus (Eph 1,4), nicht in einem abstrakten Dekret.

Erwählt ist, wer in Christus ist – und in Christus ist, wer glaubt.

🧩 C. Calvinismus macht Gott zum Urheber des Unglaubens

Die Bibel widerspricht dem klar:

Wenn Gott allen gebietet zu glauben, kann Er nicht gleichzeitig einigen den Glauben verweigern.

🧩 D. Calvinismus widerspricht dem Charakter Gottes

Die Schrift zeigt Gott als:

Eine Lehre, die behauptet, Gott habe Menschen ohne Bezug zu ihrem Glauben zur Verdammnis bestimmt, widerspricht dem offenbarten Wesen Gottes.

📘 4. Und wie passt Werkgerechtigkeit hinein?

Calvinismus und Werkgerechtigkeit sind Gegensätze – aber beide sind Irrwege.

❌ Werkgerechtigkeit sagt:

„Ich rette mich durch meine Werke.“

❌ Calvinismus sagt:

„Gott rettet mich ohne meinen Glauben.“

✔ Die Bibel sagt:

„Wir werden gerettet durch Glauben, der sich zeigt in einem Leben, das der Geist heiligt.“

Das ist genau die Struktur von 2Thess 2,13:

Errettung – in Heiligung des Geistes – und im Glauben an die Wahrheit

Kein Werk rettet.
Aber kein Glaube bleibt ohne Frucht.

📘 5. Zusammenfassung in einem Satz

2Thess 2,13 zeigt, dass Erwählung immer in Verbindung mit Glauben und Heiligung steht – und damit widerlegt der Vers sowohl die Werkgerechtigkeit als auch die calvinistische Vorstellung einer bedingungslosen, glaubensunabhängigen Erwählung.


EXEGETISCHE TIEFENSTUDIE – 2Thess 2,13–14

🧩 1. Der Text (Elberfelder 1905)

Vers 13: „Wir aber sind schuldig, Gott allezeit für euch zu danken, vom Herrn geliebte Brüder, dass Gott euch von Anfang erwählt hat zur Errettung in Heiligung des Geistes und im Glauben an die Wahrheit.“

Vers 14: „Wozu er euch auch berufen hat durch unser Evangelium, zur Erlangung der Herrlichkeit unseres Herrn Jesus Christus.“

🧩 2. Der literarische Kontext

2Thess 2 ist ein Kontrastkapitel:

Paulus stellt zwei Menschengruppen gegenüber:

  1. Die Verführten, die verloren gehen, weil sie die Wahrheit ablehnen
  2. Die Erwählten, die gerettet werden, weil sie die Wahrheit glauben

Der Kontrast ist bewusst scharf – und theologisch entscheidend.

🧩 3. Exegese Vers für Vers

🔍 Vers 13 – „Gott hat euch von Anfang erwählt zur Errettung…“

A. „von Anfang“ – ἀπ᾽ ἀρχῆς (ap’ archēs)

Bedeutung im NT:

Der Kontext entscheidet.

Hier ist der Bezug nicht metaphysisch, sondern heilsgeschichtlich:

👉 Gott hat euch erwählt seit Beginn des Evangeliums, nicht seit einem geheimen Dekret.

Das passt zu:

Die Erwählung ist in der Geschichte wirksam geworden, nicht in einem zeitlosen Fatalismus.

B. „zur Errettung“ – εἰς σωτηρίαν (eis sōtērian)

Zielrichtung, nicht Ursache.

Paulus sagt wozu, nicht warum Gott erwählt.

C. „in Heiligung des Geistes“ – ἐν ἁγιασμῷ πνεύματος (en hagiasmō pneumatos)

Das ist grammatisch ein instrumentaler Dativ:

👉 Das Mittel der Erwählung ist das Wirken des Geistes.

Heiligung (ἁγιασμός) bedeutet hier nicht moralische Verbesserung, sondern:

Es ist der Startpunkt, nicht das Endprodukt.

D. „und im Glauben an die Wahrheit“ – καὶ πίστει ἀληθείας (kai pistei alētheias)

Auch hier instrumentaler Dativ:

👉 Glaube ist das zweite Mittel der Erwählung.

Das ist der exegetische Todesstoß für den Calvinismus:

Paulus nennt zwei Mittel:

  1. Heiligung des Geistes
  2. Glaube an die Wahrheit

Beide stehen parallel.
Beide sind notwendig.
Beide widersprechen einer „Erwählung ohne Glauben“.

🔍 Vers 14 – „Wozu er euch auch berufen hat durch unser Evangelium…“

A. „berufen“ – ἐκάλεσεν (ekalesen)

Aorist: ein historischer Akt.

Gott ruft durch das Evangelium, nicht durch ein geheimes Dekret.

Das Evangelium ist das Mittel der Berufung.

Das widerspricht erneut dem Calvinismus:

B. „durch unser Evangelium“ – διὰ τοῦ εὐαγγελίου ἡμῶν

Das Evangelium ist:

Es ist nicht ein innerer Zwang, sondern eine Botschaft, die geglaubt werden muss.

C. „zur Erlangung der Herrlichkeit“ – εἰς περιποίησιν δόξης (eis peripoiēsin doxēs)

„peripoiēsis“ bedeutet:

Die Erwählten sollen die Herrlichkeit erlangen, nicht automatisch besitzen.

Das ist ein Ziel, nicht ein Automatismus.

🧩 4. Theologische Struktur des Textes

Paulus beschreibt eine Heilsordnung, die völlig uncalvinistisch ist:

  1. Evangelium (V. 14)
  2. Berufung (V. 14)
  3. Heiligung des Geistes (V. 13)
  4. Glaube an die Wahrheit (V. 13)
  5. Errettung (V. 13)
  6. Herrlichkeit (V. 14)

Der Calvinismus kehrt diese Reihenfolge um:

  1. Erwählung
  2. Wiedergeburt
  3. Glaube
  4. Errettung

Paulus aber:

👉 Glaube ist nicht Folge der Erwählung, sondern Bestandteil der Erwählung.

🧩 5. Warum dieser Text den Calvinismus widerlegt

A. Erwählung ist in Heiligung und in Glauben

Nicht unabhängig davon.

B. Berufung geschieht durch das Evangelium

Nicht durch einen geheimen inneren Ruf.

C. Verloren gehen die, die „die Liebe zur Wahrheit nicht annahmen“ (V. 10)

Nicht die, die „nicht erwählt“ waren.

D. Erwählung ist zielgerichtet, nicht deterministisch

„zur Errettung“, „zur Herrlichkeit“.

E. Der Mensch bleibt verantwortlich

Der ganze Kontext betont menschliche Reaktion auf Wahrheit oder Lüge.

🧩 6. Zusammenfassung in 3 Sätzen

2Thess 2,13–14 zeigt, dass Erwählung nicht ein metaphysisches Dekret ist, sondern Gottes heilsgeschichtliches Handeln durch Evangelium, Geist und Glauben.
Der Mensch wird erwählt, indem der Geist heiligt und der Mensch die Wahrheit glaubt.
Damit widerspricht der Text jeder Form von calvinistischer Prädestination und jeder Form von Werkgerechtigkeit zugleich.

Thema Calvinistische Lehre Lehre von 2Thess 2,13–14 (Elberfelder 1905) Exegetische Beobachtung
Grundlage der Erwählung Unbedingtes Dekret Gottes ohne Bezug zum Glauben Erwählt „zur Errettung in Heiligung des Geistes und im Glauben an die Wahrheit“ Erwählung geschieht durch Geist und Glauben, nicht unabhängig davon
Zeitpunkt der Erwählung Vor Grundlegung der Welt als metaphysisches Dekret „von Anfang“ = heilsgeschichtlich, seit Beginn des Evangeliums Kontext zeigt: nicht metaphysisch, sondern geschichtlich wirksam
Mittel der Erwählung Geheimer, unwiderstehlicher innerer Ruf Heiligung des Geistes UND Glaube an die Wahrheit Zwei parallele Mittel, nicht Folgen
Rolle des Glaubens Folge der Erwählung Glaube ist Bestandteil der Erwählung Der Text widerspricht einer Erwählung ohne Glauben
Rolle des Evangeliums Nicht entscheidend für die Berufung „durch unser Evangelium“ Berufung geschieht durch die verkündigte Botschaft
Verantwortung des Menschen Der Mensch kann nicht anders als glauben oder nicht glauben Verloren given die, „die die Liebe zur Wahrheit nicht annahmen“ Verantwortung liegt beim Menschen, nicht bei einer Nicht-Erwählung
Art der Berufung Unwiderstehlich Historisch, hörbar, annehmbar, ablehnbar Berufung ist an die Predigt gebunden
Ziel der Erwählung Errettung garantiert, unabhängig vom Glaubensakt „zur Errettung“ und „zur Erlangung der Herrlichkeit“ Zielgerichtet, nicht deterministisch
Heilsordnung Erwählung → Wiedergeburt → Glaube → Errettung Evangelium → Berufung → Geist-Heiligung → Glaube → Errettung → Herrlichkeit Paulus’ Reihenfolge widerspricht der calvinistischen Ordo Salutis
Grund für Verlorengehen Gottes Nicht-Erwählung Ablehnung der Wahrheit Der Text nennt menschliche Entscheidung, nicht göttliche Vorselektion

Kurzfazit in einem Satz

2Thess 2,13–14 zeigt eine Erwählung, die durch Evangelium, Geist und Glauben geschieht – und widerspricht damit jeder Form von calvinistischer Prädestination.


Errettung


Als Schuldige brauchen wir Vergebung,
Als Verurteilte Rechtfertigung.
Als solche, die in Knechtschaft gerieten, haben wir Erlösung nötig.
Als Feinde in der Gesinnung in bösen Werken, völlig von Gott entfremdet, brauchen wir Versöhnung.
Als Verlorene, die umkommen, haben wir Errettung nötig.

Einleitung:
Die Wörter (Er)rettung, (Er)retter, (er)retten erscheinen oft im NT.

Errettung ist ein sehr breiter und umfassender Ausdruck,
der Wahrheiten wie Rechtfertigung,
Erlösung,
Wiedergeburt usw. beinhaltet.
Er beschreibt das gesamte Heilshandeln Gottes (Soteriologie = Die Lehre vom Heil).

Im Griechischen wird dieser Ausdruck hauptsächlich mit:
„sozo“ (erretten; 108 x),
„soter“ (Erretter, Heiland; 24 x),
„soteria“ (Errettung, Heil; 44 x) und
„soterion“ (Heil; 5 x) wiedergegeben.
Der eher selten gebrauchte Ausdruck „rhoumai“ (erretten) kommt nur 18 mal vor.

Verschiedene Aspekte der Errettung

Das griechische Verb „sozo“ (erretten) hat die allgemeine Bedeutung von:
„aus einer Gefahr retten“ oder
„von einer Krankeit befreien, d.h. heilen“, wobei die Gefahr oder Krankheit physischer/körperlicher oder geistlicher, resp. moralischer Natur sein kann.

Zudem kann es je nach Zusammenhang sowohl zeitlich begrenzte (z.B. nur für das Leben auf dieser Erde, wie bei Israel),
als auch ewig-gültige Rettung bezeichnen.
Die Errettung hat im NT verschiedene zeitliche Aspekte, d.h. Errettung wird sowohl als vollendete Tatsache (Vergangenheit),
als ein ständiger Prozess (Gegenwart) und auch als zukünftiges Ereignis (Zukunft) vorgestellt.

Im AT, besonders i.V. mit Israel steht Errettung im Zusammenhang mit den Regierungswegen Gottes, d.h. wenn Israel sündigte,
gab Gott das Volk in die Hand seiner Feinde, und wenn es Busse tat, errettete ER es (zeitlich).
Das NT dagegen zeigt uns die ewigen Folgen der Sünde und wie jeder Mensch dem Gericht Gottes und der Strafe des Zornes Gottes unterworfen ist.
Von diesem Zorn und seinen ewigen Folgen ist der Gläubige errettet.

Beispiele:

- Rettung aus physischen und zeitlich begrenzten Gefahren: Mt 14:30-31; Ap 27:20.31; 1.Tim 4:10
- Befreiung von Krankheit, Heilung: Lk 8:36.48.50; 1.Tim 4:10
- Rettung aus geistlichen Gefahren/Einflüssen während des irdischen Lebens: Ap 2:40; 1.Pt 3:21; Mr 16:16
- Rettung aus geistlichen und ewig dauernden Gefahren (Seelenerrettung): Lk 7:48-50; 1.Pt 1:9; 1.Kor 5:5
- geistliche Rettung als vollendete Tatsache (STRAFE der Sünde): Eph 2:5; Tit 3:5; Lk 7:48.50; Kol 1:13; 2.Tim 1:9
- geistliche Rettung als gegenwärtiger Prozess (MACHT der Sünde): Phil 2:12; 1:19; Hb 7:25; Röm 5:10; 2.Tim 3:15; 1.Tim 2:15; 4:16; 2.Tim 4:18; Eph 5:23; Mt 6:13 (rhoumai); Röm 7:24 (rhoumai)
- geistliche Rettung als zukünftiges Ereignis (GEGENWART der Sünde): Röm 5:9; 8:23-25; 13:11; Phil 3:20-21; 1.Th 5:8; Hb 9:28; 1.Pt 1:3-5
- Rettung in den Regierungswegen Gottes (z.B. Israel): Röm 9:27; 11:26; Ap 2:40

Urheber der Errettung

Gott, Jesus Christus werden im NT als die alleinigen und ausschliesslichen Vollführer der Errettung genannt,
wenn es um die ewige Errettung vor der Hölle geht.
Die Errettung ist ein reines Gnadengeschenk Gottes und kann in keiner Weise durch irgendwelche Leistungen und Werke des Menschen „verdient“ werden.
- Eph 2:8; 2.Tim 1:9; Tit 3:5; Mt 19:25-26; Jak 4:12;
- Mt 1:21; 18:11; Lk 2:11; 19:10; Ap 4:12; Heb 2:10; 5:9; Joh 3:17; 4:42; 1.Tim 1:15

Errettung wovon?

- von Sünden: Mt 1:21; 1.Tim 1:15
- von ewiger Verlorenheit: Lk 19:10; Joh 3:17; Ap 16:30
- vom Zorn Gottes: Röm 5:9; 1.Th 1:11; 5:9
- Gewalt der Finsternis/Macht Satans: Kol 1:13 (rhoumai); Lk 8:36; Lk 1:74 (rhoumai)
- vom Bösen: Mt 6:13 (rhoumai); 2.Tim 4:18
- vom Leibe des Todes: Röm 7:23 (rhoumai)
- vom verkehrten Geschlecht/Welt: Ap 2:40; Phil 2:15; 1.Pt 3:21
- vom Tode: Jak 5:20; Joh 5:24

Errettung wozu?

- zur ewigen Herrlichkeit Gottes: 2.Tim 2:10; 2.Th 2:14
- um Gott/Christus wohlgefällig zu leben/dienen: Lk 1:74-75; Kol 1:13; 2.Tim 1:9

Wer benötigt Errettung?

- Sünder: 1.Tim 1:15
- alle Menschen: Tit 2:11; 1.Tim 2:4; Ap 13:47; Joh 10:9
- Verlorene: Mt 18:11
- die Welt: Joh 3:17; 4:42; 12:47; 1.Joh 4:14

Wie wird ein Mensch errettet? (Bedingungen)
- durch Glauben: Eph 2:5.8; Ap 16:30; 1.Kor 1:21; Röm 1:16; 10:9
- durch das Evangelium, resp. durch glauben an das Evangelium, das Wort Gottes: 1.Kor 15:2; Lk 8:12; Jak 1:21; 2.Tim 3:15; 2.Th 2:10-13; Eph 1:13
- durch Christus, resp. durch glauben an IHN: Joh 10:9; Ap 4:12; 2:21; Röm 10:13; Röm 5:10; Hb 7:25
- durch Busse: 2.Kor 7:10
- durch Bekenntis: Röm 10:9.10; Ap 2:40; 1.Pt 3:21; Mr 16:16
- durch das Wirken des Heiligen Geistes: 2.Thess 2:13; Tit 3:5

AT-Vorbilder der Errettung

- Sinflut: Heb 11:7; 1.Mo 6-9
- Lot aus Sodom und Gomorra: 2.Pt 2:7; 1.Mo 19
- Israel aus Aegypten: Jud 5; 2.Mo

Schwierige Schriftstellen zur Errettung

- Werke und Errettung: Phil 2:12; Jak 2:14; Mt 10:22
In Jak 2:14 wird der echte, errettende Glaube, der sich immer durch entsprechende Glaubenswerke zeigt, dem unechten, rein bekenntismässigen Glauben, der ohne Auswirkung ist, gegenübergestellt.
In Phil 2:12 und Mt 10:22 ist die Art der Errettung durch den Zusammenhang definiert, d.h. es handelt sich nicht um die ewige Errettung von der Hölle, sondern um die Errettung aus einer speziellen Gefahr/Notsituation (Phil 2:12 Streit/Uneinigkeit und Mt 10:22 grosse Drangsalszeit).

- Taufe und Errettung: Mr 16:16; 1.Pt 3:21; Ap 2:40
Die Errettung in Verbindung mit der Taufe bezieht sich konkret auf die „Trennung“
(Stellungswechsel) von einem System, das unter dem Gericht Gottes steht. In Ap 2:40 vom Judentum und in 1Pt 3:21 von der Welt.

- Errettung durch Kindergebären: 1.Tim 2:15
Hoffnung für alle: „Ausserdem liess sich auch nicht Adam von der Schlange verführen, sondern Eva. Sie hat Gottes Gebot übertreten.
Doch auch sie wird errettet werden, wenn sie ihre Aufgabe als Frau und Mutter erfüllt, ihr Vertrauen auf Gott setzt, in seiner Liebe bleibt und bereit ist, seinen Willen zu tun.“

- Erwählung und Errettung: 2.Th 2:13; 2.Tim 2:9-10

2.Th 2:13 ist die einzige Stelle im NT, in der die Errettung in direktem Zusammenhang mit der Auserwählung steht.

Der Ausdruck „von Anfang“ wird in einigen guten Handschriften mit „als Erstlinge“ wiedergegeben.
Gottes ewige Erwählung basiert auf seiner Vorkenntnis
(Röm 8:29; 1.Pt 1:2), d.h. Gott weiss im voraus um die Reaktion jedes Menschen auf das Evangelium des Heils.

„Wir aber sind schuldig, Gott allezeit für euch zu danken, vom Herrn geliebte Brüder, daß Gott euch von Anfang erwählt hat zur Seligkeit (*)
in Heiligung des Geistes und im Glauben an die Wahrheit.“ Kommentar dazu:

Die calvinistische Deutung des Verses ist, dass das Wort (*)

Seligkeit auch mit „Errettung“ übersetzt werden kann.
Daraus folgern die Calvinisten, dass Gott uns von Anfang erwählt hat zur Errettung
zum Heil vor den Folgen der Sünde der ewigen Hölle.
Diese Lesart von: 2Thess 2.13 beinhaltet die Spekulationen, dass es angeblich beim Wort
„Errettung“ in 2Thess 2.13 um die grundsätzliche Errettung vor der Hölle geht.

Nur oberflächliche Leser der isolierten Bibelstelle 2Thess 2.13 fallen auf die calvinistische Röhrenblickdeutung von 2Thess 2.13 rein.
Sobald man den Verskontext des ganzen zweiten Kapitels bzw. des ganzen 2. Thessalonicher Briefes liest, bricht die Spekulation haltlos in sich zusammen.

Denn es geht im 2 Thessalonicherbrief NICHT um die grundsätzliche Errettung vor der Hölle,
denn das war für die Thessalonicher schon seit ihrer Wiedergeburt und Bekehrung klar geregelt.
Vielmehr hatten die Thessalonicher eine ganz andere brennende Frage die es zu klären galt: Ist der „Tag des Herrn“ schon da?

War der Abfall schon da?
Es geht um eine Errettung vor dem Abfall in der Endzeit, wo die echten Christen nicht rein kommen können, weil sie vorher entrückt werden, siehe erster Thessalonicher Brief.

Im Grunde genommen wird man nur vom Calvinismus frei,
wenn man Gottes Wort im Zusammenhang liest und versucht den Sinn des gesamten Textes zu erfassen und nicht aus isolierten Teilsätzen sich selbst eine Theologie zusammenbastelt.

für sich selber – alleine – Gottes ganzes Wort lesen, selbst im Gebet zu Jesus Christus gehen, ist die Lösung!
Lese doch mal selber den ganzen 1. + 2. Thessalonicherbrief und frage Dich, ob es im zweiten Brief um:

a) die Errettung vor der Hölle (= Sündenvergebung) geht, oder
b) die Errettung vor der letzten großen Verführung und Drangsal geht, wo „der Sohn des Verderbens“ erscheint nachdem das was zurückhält
(der Heilige Geist in den Wiedergeboren Christen) entrückt ist?

Speziell in besagten Vers 2Thess 2.13 wird den Thessalonicher versichert, dass sie nicht in dieses Endzeitgericht hinein kommen,
wie es bereits im ersten Thessalonicher Brief klar bestätigt wurde.

Calvinisten können das aber nicht verstehen,
weil sie ja keine Erretteten sind, also den Heiligen Geist nicht haben.

Den Werkgerechtigkeitsirrlehrern reicht es eben nicht, dass der Herr für die Menschen gestorben ist,
nein, sie denken, sie können nur gerecht werden durch Werke,
aber wie denn jeder Mensch hat gesündigt somit ist jeder Mensch bloß gerecht gesprochen, wenn man den Herrn Jesus Christus angenommen hat
und nicht durch irgendwelche Werke.

Glaubenswerke wie im Jakobus Brief,
ja, das macht ein Christ freiwillig aus liebe zum Herrn, aber nicht um gerecht zu werden.

Schreckliche Irrlehre diese Werkgerechtigkeitsirrlehre.

Diese Werkgerechtigkeitsirrlehrer können nicht zwischen Glaubenswerken und Werkgerechtigkeit unterscheiden,
eben weil sie nicht Wiedergeboren sind.


Römer 3,23-24
23 denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten,[5] 24 sodass sie ohne Verdienst gerechtfertigt werden durch seine Gnade[6] aufgrund der Erlösung[7], die in Christus Jesus ist.