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3. Mose 21.18 -23 Vs. Mt 21.14 Blinde und Lahme im Tempel
3. Mose 21 und Mt 21,14 – Vom Ausschluss zur Heilung
1. Der Kontrast, der alles öffnet
Im Alten Bund durften Blinde und Lahme nicht zum Altar.
Im Tempel Jesu kommen Blinde und Lahme – und werden
geheilt.
2. Was bedeutet „das Brot seines Gottes“?
„Brot“ = alle Opfergaben, die auf Gottes Altar kommen (hebr.
lechem).
Es ist Gottes Tischgemeinschaft mit den Priestern.
Wer davon isst, steht im Bereich des Heiligen.
3. Die Gebrechen (3. Mose 21,18–22)
Die körperlichen Mängel zeigen geistlich:
Kern: Der Dienst am Altar verlangt geistliche Ganzheit.
4. WENDEPUNKT – Jesus im Tempel (Mt 21,14)
Jesus tut im Tempel, was das Gesetz nicht konnte:
Er reinigt den Tempel – und erneuert ihn durch Heilung.
5. EVANGELIUM – Der wahre Hohepriester
Christus macht Menschen fähig, Gott zu dienen.
Er schafft eine neue priesterliche Realität:
Wer zu ihm kommt, wird geheilt und befähigt.
6. ANWENDUNG – Für uns als königliches Priestertum
Unsere „Gebrechen“ hindern uns nicht, zu Christus zu kommen.
Aber Christus heilt sie, damit wir priesterlich leben:
7. Der Satz, der bleibt
Was das Gesetz ausschließt, macht Christus dienstfähig.
Im Tempel Jesu wird jeder geheilt, der kommt.
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1. Was bedeutet „das Brot seines Gottes“ (3. Mose 21,6.8.17.21)?
In der Elberfelder 1905 lautet der Ausdruck „das Brot seines Gottes“ mehrfach. Gemeint ist:
A. Das gesamte Opfermahl Gottes
„Brot“ (hebr. לֶחֶם – lechem) bedeutet im Hebräischen nicht nur Backbrot, sondern jede Speise, die auf den Altar kommt:
Es ist Gottes Tischgemeinschaft mit den Priestern.
B. Der Priester „nährt sich“ von Gottes Tisch
Der Priester lebt von dem, was Gott gehört.
Er isst, was Gott geweiht ist.
Er steht damit in unmittelbarer Nähe Gottes.
C. Der Ausdruck betont die Heiligkeit der priesterlichen Berufung
Wer „das Brot seines Gottes“ isst, steht im Bereich des Heiligen, nicht des Profanen.
2. Was bedeuten die Gebrechen geistlich (3. Mose 21,18–22)?
Die körperlichen Gebrechen disqualifizierten einen Priester nicht vom Priestertum selbst, aber vom Dienst am Altar.
Geistlich zeigen sie innere, moralische oder geistliche Entsprechungen, die den Dienst im Heiligtum beeinträchtigen.
Ich gebe dir eine präzise, exegetisch belastbare Übersicht:

Kernbotschaft
Gott verlangt für den priesterlichen Dienst Ganzheit, Klarheit, Reinheit, Ausgewogenheit und geistliche Gesundheit.
Nicht Perfektion — aber Integrität.
3. Wie entspricht Jesu Heilung der Blinden und Lahmen im Tempel (Mt 21,14) diesen Gebrechen?
Das ist der theologische Höhepunkt.
A. Jesus tut im Tempel, was das Gesetz nicht konnte
Das Gesetz identifiziert Gebrechen.
Jesus heilt Gebrechen.
Im Tempel (!) — genau dort, wo die Priester mit Gebrechen nicht dienen durften — stellt Jesus wieder her, was das Gesetz ausschloss.
B. Jesus schafft eine neue priesterliche Realität
Nach 3. Mose 21 durften Blinde und Lahme nicht zum Altar.
In Matthäus 21 kommen Blinde und Lahme zu Jesus — und er
macht sie dienstfähig.
Das ist eine direkte, bewusste Kontrastsetzung:
C. Jesus ist der wahre Hohepriester, der den Tempel reinigt und erneuert
Unmittelbar zuvor reinigt er den Tempel (Mt 21,12–13).
Dann heilt er im Tempel (Mt 21,14).
Er zeigt:
Der wahre Tempel ist dort, wo ich bin.
Und wer zu mir kommt, wird geheilt und befähigt.
D. Geistliche Bedeutung für heute
Wir sind „ein königliches Priestertum“ (1. Petr 2,9).
Unsere „Gebrechen“ hindern uns nicht, zu Christus zu kommen —
aber Christus heilt sie, damit wir priesterlich dienen können.
Zusammenfassung in drei Sätzen