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 00908 Johannes 19,26–27 Jesus am Kreuz spricht zu Johannes bezüglich Maria
Aussage:↓↓↓↓
Ex YT: In Johannes 19,,26-27 überträgt  Jesus dem Johannes (und damit dem gläubigen Volk
Jesu das in ihm bleibt) seine Mutter die von nun an dies Rolle für die Christenheit verkörpert!

    1. Eine kurze Analyse seines Denkfehlers
    2. Eine klare, schriftbasierte Antwort zu Johannes 19,26–27
    3. Weitere Bibelstellen, die das Thema klären
  • 1. Wo der Denkfehler liegt

    Die Aussage „Jesus überträgt Maria als Mutter der Christenheit“ ist eine theologische Konstruktion, aber nicht das, was der Text sagt.
    Der Fehler entsteht, wenn man:

    Das ist eine klassische Überinterpretation, die über den Text hinausgeht.

    2. Was Johannes 19,26–27 tatsächlich sagt

    Ich zitiere nur den relevanten Teil (Elberfelder 1905):

    „… spricht er zu dem Jünger: Siehe, deine Mutter! … Und von jener Stunde an nahm der Jünger sie zu sich.“

    Exegetische Beobachtungen

    Historischer Kontext:

    Das ist Fürsorge, nicht Dogmatik.

    3. Weitere Bibelstellen, die das Thema klären

    A. Geistliche Mutterschaft in der Bibel

    Die Schrift kennt geistliche Väter (Paulus, 1Kor 4,15),
    aber keine geistliche Mutterrolle Marias.

    B. Wer ist die „Mutter“ der Gläubigen?

    Die Bibel sagt klar:

    C. Wer ist die Familie Jesu?

    Der Herr Jesus definiert seine Familie selbst:

    „Wer den Willen meines Vaters tut, der ist mir Bruder und Schwester und Mutter.“ (Mt 12,50)

    Maria wird nicht als geistliche Mutter der Gläubigen eingesetzt.

    D. Maria selbst nimmt nie eine solche Rolle ein

    In der Apostelgeschichte ist sie schlicht Teil der Gemeinde (Apg 1,14).
    Sie lehrt nicht, sie herrscht nicht, sie wird nicht verehrt.

    Lieber S. F,
    danke für deinen Gedanken zu Johannes 19,26–27. Ich möchte dich einladen, den Text ganz genau im Kontext zu betrachten.

    Der Herr Jesus spricht dort zu einer konkreten Person – dem Jünger Johannes – und überträgt ihm die Verantwortung, für Maria zu sorgen.
    Das ist ein Akt der familiären Fürsorge, nicht die Einsetzung einer geistlichen Mutterrolle für alle Gläubigen.
    Der Text selbst sagt nichts darüber hinaus.

    Wenn wir die Schrift mit Schrift vergleichen, sehen wir:

    Darum möchte ich dich ermutigen, bei Johannes 19 beim Text zu bleiben und keine Bedeutung hineinzulegen, die die Schrift selbst nicht gibt.