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Kata Biblon
( Joh)
5,18-30)
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Die Rede des Herrn Jesus – das Eins-Sein des Vaters mit dem Sohn Der Herr Jesus nimmt den Hass und die Ablehnung der Juden nicht zum Anlass, dieses Wirken, von dem Er in Vers 17 gesprochen hatte, zu beenden. Im Gegenteil offenbart Er jetzt etwas von Seiner Herrlichkeit, wie sie in solchen Einzel-heiten in diesem Evangelium bisher noch nicht zum Ausdruck gekommen sind. Dreimal in diesem Abschnitt betont der Herr Jesus etwas mit diesem nachdrücklichen „Wahrlich, wahrlich“ (Vers 19,24 und 25). Was Er sagt, ist immer abso-lut wahr, und doch bestärkt Er 25x in diesem Evangelium Seine Worte mit dieser Ausdrucksweise. Er unterstreicht da-mit hier in diesem Abschnitt ganz besondere Aspekte, die mit Seiner Herrlichkeit verbunden sind.
Zwei Seiten der Herrlichkeit des Herrn Jesus durchziehen diesen
Abschnitt: „Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich selbst aus tun, außer was er den Vater tun sieht; denn was irgend er tut, das tut auch in gleicher Weise der Sohn“ (Vers 19). Obwohl gar keine Frage gestellt worden war, beginnt dieser Vers damit, dass der Herr Jesus antwortete. Worauf hat Er wohl geantwortet? War es nicht die Reaktion darauf, dass die Juden zum zweiten Mal Ihn zu töten versuchten? Schon der Vers 17 war eine Antwort auf diese Absicht der Juden in Vers 16; und jetzt finden wir das gleiche noch einmal in Vers 19 als Antwort auf die Absicht der Juden in Vers 18. Und diese Absicht wurde ja auch irgendwie zum Ausdruck gebracht, sie geschah nicht wortlos, auch wenn hier nicht mit Worten geschildert wird, wie sie das ausgedrückt haben. Welche Gnade! Er lässt sie nicht, sondern redet noch weiter zu ihnen. In diesem Vers finden wir eine Tiefe, die wir einfach nicht ausloten können. Wir finden hier die Einheit zwischen Vater und Sohn im Handeln, eine vollkommene Übereinstimmung, keine Unabhängigkeit voneinander. Gott ist Einer, und wenn der Vater handelt, dann handelt der Sohn in gleicher Weise. Und wenn der Sohn handelt, dann ist das in voll-kommener Übereinstimmung mit dem Vater; wer Ihn gesehen hat, hat den Vater gesehen (Joh 14,9). Gerade als Mensch auf der Erde hat der Herr Jesus niemals etwas von sich aus getan, ausschließlich das, was Er bei dem Vater sieht. Das offenbart, dass Er Gott sein muss! Es gab niemand, der irgendetwas von dem Vater gesehen hätte, au-ßer Ihm, dem Sohn. Und der Sohn tat das in gleicher Weise, wie es der Vater tat – eine göttlich vollkommene Einheit. Das Handeln des Sohnes ist immer in völliger Übereinstimmung mit dem Handeln des Vaters; und auch wenn es vor den Menschen so aussieht, als würde der Sohn als Mensch auf der Erde in eigener Machtvollkommenheit handeln (die Er ja auch in gewisser Hinsicht besaß), sagt der Herr hier, dass es eben nicht Seine eigene Machtvollkommenheit ist. Es ist die Machtvollkommenheit, die Ihm und dem Vater innewohnt, und die Er in Übereinstimmung mit dem Vater hier auf der Erde ausübte. Wenn es um den ewigen Vater und den ewigen Sohn geht, sollten wir von Einheit sprechen in Existenz und ihrer prak-tischen Auswirkung. Wenn es sich um den Sohn als Mensch handelt, dann können wir von Gemeinschaft sprechen, denn bei Gemeinschaft geht es doch um zwei oder mehr Individuen, die ein gemeinsames Interesse und Teil haben. Als Sohn des Menschen hat Er in Abhängigkeit von Gott gehandelt, aber als der ewige Sohn, der Mensch geworden ist, handelte Er in vollkommener Übereinstimmung mit dem Vater. Gott, offenbart im Fleisch in einer demütigen Haltung – und doch war und bleibt Er Gott, anbetungswürdig! Wenn wir so über die Person unseres Herrn nachdenken, befinden wir uns auf heiligem Boden. Wir wollen deshalb sehr zurückhaltend sein, wenn wir diese Unterscheidungen im Blick auf den Herrn Jesus erwägen, denn niemand erkennt den Sohn als nur der Vater (Mt 11,27). In Mk 13,32 und Mt 20,23 finden wir ähnliche Aussagen wie hier in diesem Vers 19 von dem Herrn Jesus über sich selbst; hier spricht Er davon, nicht etwas zu tun, in Markus von nicht etwas zu wissen, und in Matthäus von nicht et-was zu vergeben. Der Herr hat sich als Mensch Begrenzungen unterworfen, die Er als Gott nie gekannt hat. Wir bewun-dern in diesen Stellen Seine Herablassung und betrachten Ihn mit großer Dankbarkeit und Freude und Ehrfurcht darin, dass Er völlig Gott ist, wie der Vater Gott ist, und dass wir in Ihm den Vater sehen. Der letzte Satz in diesem Vers ist keine reine Wiederholung; er zeigt mehr die Seite, dass auch die Art und Weise, in der der Herr Jesus gehandelt hat, immer in völliger Übereinstimmung war mit der Art, wie der Vater es wollte. Der Sohn handelt in jeder Hinsicht in identischer Weise wie der Vater. Wenn wir das auf die Heilung des Kranken nur ein-mal anwenden, dann war nicht nur die Heilung selbst in Übereinstimmung mit dem Vater, sondern auch die Tatsache, dass Er das gerade am Sabbat tat; jede Einzelheit dabei war wie der Vater es wollte, genauso hätte es der Vater getan. Es ist nicht Nachahmung, sondern Gleichheit – im Tun wie in den Beweggründen. „Denn der Vater hat den Sohn lieb und zeigt ihm alles, was er selbst tut; und er wird ihm größere Werke als diese zeigen, damit ihr euch verwundert“ (Vers 20). Die Art, in der der Herr als Sohn hier auf Erden gehandelt und gedient hat, war ein Anlass für die Zuneigung des Vaters zu Seinem Sohn. In dem Sohn auf der Erde findet der Vater einen, der Seiner Liebe völlig würdig ist. Der Ausdruck phileo, der hier mit lieb haben übersetzt ist, schließt den Gedanken ein, dass in dem Gegenstand der Zuneigung etwas Anziehendes gefunden wird, etwas Liebenswürdiges. Der Vater hat in dem Sohn auf der Erde Vollkommenheiten und Schönheiten gesehen, die Er wertschätzte und die Seine Zuneigung hervorriefen. Und der Sohn hat allezeit – nicht nur auf der Erde – dem Vater Anlass gegeben, Ihm zugeneigt zu sein; und Er hat auf auch der Erde das Bewusstsein dieser Zuneigung des Vaters genossen. In diesem Evangelium wird mehrfach über die Liebe des Vaters zum Sohn gesprochen, und fast immer ist es eine zeit-lose Aussage (z.B. Joh 3,35; 10,17; 15,9; 17,23). In Abraham und Isaak finden wir ein alttestamentliches Bild von der Aussage dieses Verses. Isaak war der Sohn, den Abraham lieb hatte (1.Mo 22,2), und sie sind beide miteinander gegan-gen. Wenn man auf Abraham sah, sah man ihn mit Isaak gehen – und umgekehrt. Das Zeigen des Vaters und das Sehen des Sohnes dürfen wir nicht mit unseren menschlichen Vorstellungen unserer Sinnesorgane verbinden. Hier geht es nicht um einen Lehrer, der seinem Schüler etwas zeigt und erklärt, was dieser dann tun soll. Hier geht es gerade nicht um Anleitung.
Die größeren Werke, die der Vater dem Sohn zeigen wird, werden in den
nächsten beiden Versen dann vorgestellt: Es sind nicht größere Werke, weil etwa eine andere Macht wirksam würde; es ist die gleiche Macht, die in der Heilung des Kranken wirksam wurde, aber dieser Kranke erfuhr eine zeitliche Befreiung von den Folgen der Sünde, und diese größeren Werke haben weit umfassendere Auswirkungen: der Sohn macht lebendig, und der Sohn übt das Gericht aus. Diese größeren Werke würden aber nicht dazu führen, dass die Juden glauben würden, sie würden sich verwundern. Ob-wohl Er die volle Offenbarung des Vaters ist und Seine Herrlichkeit offenbart, gibt es doch viele, die nicht glauben! Verwundern ist eben noch nicht glauben. Aber durch dieses Wirken des Vaters gerät der Sohn in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, Sein Ziel ist es, den Sohn groß zu machen. Wie der Sohn den Vater ehrt, so ehrt auch der Vater den Sohn. „Denn wie der Vater die Toten auferweckt und lebendig macht, so macht auch der Sohn lebendig, welche er will“ (Vers 21). Der Herr Jesus macht in diesen Worten einen Unterschied zwischen Auferwecken und Lebendig machen. Auch in Kol 2,12+13 und in Eph 2,5+6 finden wir diese beiden Ausdrücke nebeneinander. Die Auferweckung bringt uns in einen anderen Bereich, während das Lebendigmachen uns in einen anderen Zustand bringt. Im Blick auf den Sohn wird hier das zweite Handeln, das Lebendigmachen betont; erst in Vers 28 lesen wir dann, dass Er auch auferwecken wird. Der Sohn macht geistlich Tote lebendig, bringt sie zum Leben. Diese Leben gebende Kraft ist Ihm nicht gegeben worden, Er hat sie als Sohn wie sie der Vater hat.
Frage: Welcher Unterschied besteht zwischen lebendig machen und von
neuem geboren werden? Wann finden diese beiden Ereignisse statt in
unserem Leben? Aus dem Zusammenhang von Röm 8,11 können wir vielleicht sogar sagen, dass lebendig machen noch etwas umfas-sender ist, als nur geistliches Leben zu geben, es umfasst dort auch unsere körperliche Auferstehung. Die Souveränität und Gottheit des Sohnes wird dann in dem Nachsatz deutlich, dass Er lebendig macht, welche Er will. Er tut das, Er ist souverän, aber Er handelt nicht unabhängig, Er tut das in dem Eins-Sein mit dem Vater; ständig werden diese beiden Seiten in ihrer vollkommenen Harmonie vorgestellt. „Denn der Vater richtet auch niemand, sondern das ganze Gericht hat er dem Sohn ge-geben“ (Vers 22) Die Fähigkeit und Macht, Leben geben zu können, besitzt der Sohn, ohne dass sie ihm gegeben werden musste, aber diese zweite Seite der größeren Werke, die Autorität zur Ausübung des Gerichts, hat der Vater dem Sohn gegeben, über-tragen. Der Sohn, der hier als Mensch vor den Augen der Menschen stand, die Ihn verworfen haben, Er hat das ganze Gericht ohne jede Ausnahme. Das ganze Gericht ist dem Sohn übertragen, nichts davon hat der Vater Sich selbst vorbe-halten. Wenn es in Joh 8,50 von dem Vater heißt, dass Er richtet, dann ist damit nicht das Gericht als eine Handlung gemeint, sondern Er wird die angemessene Beurteilung darüber haben und ans Licht stellen, und Er schweigt nicht dazu, wenn jemand den Herrn verunehrt. Er wird persönlich eingreifen, wenn es um Angriffe auf den Herrn geht.
Frage: Bezieht sich der Ausdruck ‚das ganze Gericht‘ auf die
verschiedenen Arten des Gerichts, die der Herr Jesus aus-übt, wobei wir
dann auch die ganzen Kriegsgerichte miteinbeziehen müssten, das Gericht
der Lebendigen und das Ge-richt der Toten, oder meint es eher das
vollständige Gericht am Ende am großen weißen Thron (Offb
20,11 ff.)? Müs-sen wir in diesem Zusammenhang auch
an den Richterstuhl denken, vor dem auch wir einmal erscheinen werden,
der aber ein Preis-Richterstuhl für die Gläubigen ist und in keiner
Hinsicht eine Gerichtssitzung darstellt? Der Herr Jesus als Mensch ist der Ausführende des Gerichts, der Richter selbst. Deshalb wird sich auch niemand wegen zu großer Anforderungen entschuldigen können, denn der Herr Jesus, der als Mensch alles durchlebt hat, ist der Richter. Es ist auffallend, dass die Verse 20 bis 22 alle mit einem ‚denn‘ beginnen. In Vers 20 geht es um den ewigen Sohn in-nerhalb der Gottheit, in Vers 21 um die göttliche Allmacht und Einheit im Handeln in der Auferweckung von Toten (aber nicht die eigene Auferweckung des Herrn selbst), und dann hier in Vers 22 um den Sohn als Mensch, denn als Gott der Sohn hat der Vater Ihm nie etwas gegeben. Wenn wir versuchen, darüber angemessen nachzudenken, empfin-den wir, wie wir an unsere Grenzen stoßen. Und doch besteht ein Unterschied zwischen dem Blickwinkel des Sohnes Gottes, der Mensch geworden ist, und dem Sohn des Menschen hier auf der Erde. Dabei ist es immer die gleiche Per-son. Das Gericht wird Ihm nicht gegeben als dem Sohn in Seinem ewigen Charakter, sondern als dem, der sich selbst freiwillig erniedrigt hat und so von Seinem Gott etwas annimmt, was Er Ihm gibt (vgl. Joh 17,22). Und alle diese drei Gesichtspunkte sind untrennbar, sie bauen auf einander auf. Wir stehen in Anbetung und Staunen vor dieser Tatsache, dass der Sohn Gottes sich so erniedrigt hat, in unsere Umstände hineingekommen ist, um darin als Mensch Gott voll-kommen zu offenbaren. „...damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat“ (Vers 23). Ein neuer Aspekt des Eins-Seins zwischen dem Vater und dem Sohn: Ihnen steht Ehre zu, und diese Ehre wird Ihnen auch zu Teil werden. Der Vater will, dass alle den Sohn ehren. Die, die lebendig gemacht werden, ehren den Sohn frei-willig; aber die anderen sollen es auch unbedingt tun. Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt letztlich auch den Vater nicht. Der Vater ist in jeder Hinsicht eins mit dem Sohn, mit Ihm als dem ewigen Sohn, und mit Ihm als den, der von Ihm als Mensch auf diese Erde gesandt wurde. Und Er nimmt keine Ehre an, die nicht Seinem Sohn gezollt wird (1.Joh 2,23). Wie viele Menschen gibt es sogar in den christlichen Kirchen, die wohl an einen Gott glauben, aber nicht an den Sohn. Es gibt ganze Religionen, wie z.B. den Islam, wo gelehrt wird, dass Gott keinen Sohn hat. Man kann heute nicht an Gott glauben (1.Joh 2,23). Wir können diese Tatsache nicht übersehen, dass man heute scheinbar aufrichtig an Gott glaubt, aber von dem Sohn nichts wissen will – das ist eine Unmöglichkeit, die wir auch bei jeder Verkündigung des Evangeliums deutlich vorstellen müssen (Apg 4,12). Wer den Herrn Jesus nicht im Leben ehrt, der wird Ihn einmal ehren müssen als den Richter (Phil 2,10). Der Vater will, dass Sein Sohn in jeder Hinsicht geehrt wird. Phil 2,10 beschreibt kein freiwilliges Unterwerfen der Menschen, denn wenn sie das Urteil ewiger Verdammnis erfahren und sich dabei freiwillig vor Ihm beugen würden (Röm 14,11; Jes 45,23), müsste ja eine Umkehr bei ihnen stattgefunden haben. Es ist eine zwangsmäßige Unterwerfung (vgl. Eph 1,20–22), keine Anerkennung. Die Verherrlichung des Herrn liegt allein darin, dass Er nach dem Maßstab göttlicher Gerech-tigkeit dem Sünder das zuteilt, was ihm zukommt. Es wird in der Hölle keine positiven Regungen geben, wie viel-leicht den Wunsch nach einer Umkehr, sondern nur den Ausdruck von schrecklicher Pein und Selbstanklage. Es gibt nur den Wurm, der nie aufhört zu nagen und das Feuer, das nie erlischt – ewig fern von Gott und Seinem Licht! Es sind die schlimmsten Vorwürfe, die ein Mensch sich machen kann, und sie werden sie sich die ganze Ewigkeit hin-durch machen. Der Herr Jesus hat auch eine Herrlichkeit als Richter, und wenn Er Gericht ausübt über solche, die Ihn nicht anerkennen, die sich beugen müssen vor Ihm, dann verherrlicht Er sich im Gericht! In Joh 18,6 sehen wir ein ähnliches Niederfallen der Feinde des Herrn; sie können nicht anders und fallen vor der Herrlichkeit des Herrn zu Boden. „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich ge-sandt hat, hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern ist aus dem Tod in das Leben übergegangen“ (Vers 24). Die Stichworte, die diese Verse bis Vers 30 prägen, sind Leben, Gericht und Tod. Diese Verse führen die beiden größe-ren Werke von Vers 21+22 weiter aus und vertiefen sie. Vers 21 hatte gezeigt, dass der Sohn in Seiner göttlichen Sou-veränität lebendig macht, welche Er will. Hier sehen wir die Seite der Verantwortlichkeit des Menschen: er muss hören und glauben, und dann empfängt er ewiges Leben. Das ist Leben in seiner ganzen Fülle, Leben in Überfluss (Joh 10,10). Das kennt kein Gläubiger aus den anderen Heilszeitaltern; diese kennen auch die neue Geburt, aber Christus Selbst als das ewige Leben empfangen nur die Gläubigen der jetzigen Gnadenzeit. Der Evangelist C.H. Spurgeon ist einmal gefragt worden, wie er diese beiden Seiten, die Souveränität Gottes einerseits und die Verantwortlichkeit des Menschen andererseits, miteinander versöhnen könne. Darauf hat Spurgeon geantwortet, er wüsste nicht, warum man Freunde miteinander versöhnen solle. Diese beiden Gesichtspunkte sind kein Gegensatz, sie sind beide wahr. Dass wir ewiges Leben bekommen, bedeutet also, dass sich unser Zustand ändert. Der Schlusssatz des Verses betont dann, dass wir in einen anderen Bereich gekommen sind. Tod und Leben sind zwei Bereiche, die sich komplett aus-schließen. Deshalb ist es absolut unmöglich, dass die, von denen hier gesprochen wird, noch einmal Gegenstand eines Gerichtes werden.
Dieser Vers 24 ist ein gewisser Höhepunkt, ein besonderer Vers auch für
die Verkündigung des Evangeliums. Dieser Vers gibt unbefestigten Seelen
Fundament unter die Füße, er vermittelt Heilsgewissheit. Hier werden
auch wieder mit einfachsten Worten Wahrheiten ausgedrückt, die von
solcher Tiefe sind, dass wir sie nicht völlig zu erfassen vermögen. Der
Vers zeigt drei Segnungen, und er zeigt den Weg zu diesen Segnungen: Das Hören und Glauben ist eine zutiefst persönliche Sache, das wird durch das Wort wer mein Wort hört deutlich. Es werden nicht Menschengruppen angesprochen, sondern jeder Einzelne persönlich. Und was heute gepredigt werden soll, ist das Wort, ‚mein Wort‘ (2.Tim 4,2), auch in der Verkündigung des Evangeliums. Der Zusatz heißt nicht ‚an den glauben, der mich gesandt hat‘, sondern ‚dem glauben, der mich gesandt hat‘. Das, was der Sohn sagt, das sagt auch Der, der Ihn gesandt hat. Die zwei Stunden – Leben geben, Gericht ausführen
Wir haben in den Versen 21 und 22 gesehen, dass es zwei größere Werke
gibt, die der Sohn tut: Er macht lebendig, und Er wird das Gericht
ausführen, das Ihm übertragen worden ist. Und ab Vers 25 kommen jetzt
zwei Stunden vor uns, die diese beiden größeren Werke näher erklären.
Bei diesem Ausdruck Stunde geht es nicht um einen Zeitabschnitt von 60
Minuten oder einen bestimmten Zeitpunkt, sondern es sind Zeitepochen,
Zeitperioden gemeint. Hier in Vers 25 ist es die Epoche, in der
geistlich Tote ewiges Leben bekommen. Diese erste Stunde hat zwei
Phasen: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Es kommt die Stunde und ist jetzt, da die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden, und die sie gehört haben, werden leben“ (Vers 25). Zum dritten Mal in diesem Abschnitt kommt jetzt das ‚wahrlich, wahrlich‘ vor uns. Wenn wir die drei Vorkommen miteinander vergleichen, dann sehen wir bei dem ersten Vorkommen in Vers 19, dass der Sohn nicht unabhängig von dem Vater handelt. Beim zweiten Vorkommen in Vers 24 sehen wir, dass der Sohn und der Vater in Übereinstimmung sind. Jetzt bei dem dritten Vorkommen tritt nur noch der Sohn vor die Blicke, hier in dem Charakter des Sohnes Got-tes. Es geht also nicht mehr so sehr um die Beziehung des Sohnes zu dem Vater, sondern um die Natur dessen, der hier tätig wird, der in der ganzen Macht Gottes handelt. In der Zeit dieser Stunde gibt es solche, die in dem Bereich des geistlichen Todes sind und die Stimme des Sohnes Gottes hören, diese Stimme im Glauben annehmen. Der Sohn Gottes hat die Macht, jedem, der Seiner Stimme Gehör leistet, Leben zu geben. Was für eine gewaltige Veränderung, aus dem Tod in das Leben gekommen zu sein! Fast un-bemerkt wird hier gesagt, dass alle Menschen tot sind! Alle lebenden Menschen sind in Gottes Augen geistlich tot. Schon in Joh 4,23 hatten wir im Blick auf die christliche Anbetung diese Ausdrucksweise ‚es kommt die Stunde und ist jetzt‘. Sie begann damit, dass Der, der sie eröffnete, anwesend war. Hier bezieht es sich auf die Stimme des Sohnes Gottes, die gehört wird. Hier ist in dem Hören auch das Glauben miteingeschlossen, denn nur, wenn Glauben an das Gehörte da ist, bekommen die Hörer der Stimme des Sohnes Gottes dieses ewige Leben. Der Sohn Gottes in Seiner Souveränität und Macht ruft (Röm 8,30) – und da kommt auch eine Antwort. Diese Stunde hat also einen Anfang, aber sie wird auch ein Ende haben. Sie ist nicht unendlich, und da der Mensch dieses Ende nicht kennt, sollte er das Hören der Stimme des Sohnes Gottes nicht immer weiter hinausschieben. „Denn wie der Vater Leben in sich selbst hat, so hat er auch dem Sohn gegeben, Leben zu haben in sich selbst“ (Vers 26) Hier steht der Herr Jesus als Mensch vor uns, dem der Vater etwas gegeben hat. Der Vater hat Ihm als Mensch gegeben, Leben zu haben in sich selbst. In Joh 1,4 sehen wir, dass in Ihm als dem ewigen Wort Leben war, das Wort war durch den Besitz von Leben charakterisiert; in 1.Joh 5,11 sehen wir, dass das ewige Leben in dem Sohn Gottes ist. Wir besit-zen auch das ewige Leben, aber wir haben es nicht in uns selbst, sondern in Ihm, Er ist unser Leben (Kol 3,3+4). Hier haben wir den Gedanken, dass der Vater dem Menschen Jesus das gibt, was Er als das ewige Wort immer hatte: Leben in sich selbst. Und wir haben in Vers 25 gesehen, dass Er als Sohn Gottes dann auch dieses Leben anderen gibt. Gott hat Ihm dieses Recht sogar als Mensch gegeben, nicht nur für Sich Leben zu haben in sich selbst; auch als Mensch kann Er dieses Leben nun anderen geben. So verherrlicht der Vater den Sohn! Wenn wir diese Aussage mit Joh 6,53 vergleichen, könnten wir zu der Schlussfolgerung kommen, dass wir durch das Essen des Fleisches des Sohnes des Menschen und das Trinken Seines Blutes (also durch das Einsmachen im Glauben mit einem gestorbenen Christus) auch das Leben in uns selbst haben werden. Aber mit solchen Verallgemeinerungen müssen wir vorsichtig sein, es ist in Joh 6,35 ein anderer Gedanke als hier in Vers 26. In Joh 6,35 wird dasLeben als ein fester, wahrer Besitz in uns selbst gesehen, das uns durchströmt, aber nicht als wesenhaft oder autark in uns, das ist nur wahr von dem Herrn Jesus. Und deshalb kann auch nur der Herr Jesus dieses Leben weitergeben, wir können das nicht.
Frage: In 1.Kor
15,45 wird der Herr Jesus als ein lebendig machender
Geist bezeichnet, und in Joh
20,22 haucht Er nach Seiner Auferstehung als
lebendig machender Geist in Seine Jünger. Dadurch empfangen sie dieses
Auferstehungs-leben, dieses Leben in Überfluss. Besteht ein Zusammenhang
zwischen diesem Vers 26 und dem Handeln des Herrn in Joh
20,22? Was wird das ewige Leben in seiner Fülle für uns sein? Im Haus des Vaters zu sein und den Herrn Jesus zu sehen! Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Dann werden wir das ewige Leben in Vollkommenheit genießen, ohne jede Stö-rung und Unterbrechung. Christus, unser Leben – welch ein Reichtum! „...und er hat ihm Gewalt gegeben, Gericht zu halten, weil er des Menschen Sohn ist“ (Vers 27). Dieser Vers beschreibt einen zweiten Grund, warum der Herr Jesus das Gericht empfängt. In Vers 23 hatten wir gesehen, dass das geschieht, damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Hier sehen wir, dass es zu Seiner persönlichen Würde als Sohn des Menschen gehört, dass Er auch das ganze Gericht ausführen wird – weil Er Mensch geworden ist! Er, der immer Sohn war, war jetzt als Mensch auf der Erde und war bereit, sich von Seinen Geschöpfen anfeinden zu lassen, ohne sofort zu richten, sondern vielmehr noch Gnade zu üben. Deshalb hat der Vater Ihm diese Gewalt gegeben; es war Ihm so gewaltig, dass sich der Sohn als Mensch zu nichts gemacht hat und in alle Ewigkeit Mensch bleiben wird, dass Er Ihm deswegen auch das ganze Gericht übergeben hat. Der Herr Jesus ist Mensch geworden, aber Er hat nicht ein einziges Attribut der Gottheit, das Ihm gehört, irgendwie aufgegeben, alles gehört Ihm als dem ewigen Sohn nach wie vor. Und hier stellt Er es uns so vor, dass Er als Mensch von Seinem Gott und Vater alles empfängt, was Ihm von Seinem Wesen als ewiger Sohn her schon immer gehört hat. Die erste Stunde ist geprägt durch das Wort des Sohnes Gottes, die zweite Stunde wird gekennzeichnet durch das Wort des Sohnes des Menschen – und es handelt sich um dieselbe Person. Er ist ewiger Sohn im Himmel in Gestalt Gottes (Phil 2,6) und das Bild des unsichtbaren Gottes; Er ist Mensch geworden als Sohn Gottes; und Er wurde Sohn des Menschen. Wenn es um den Sohn als Mensch geht, steht mehr Seine Göttlichkeit vor uns; wenn es um den Sohn des Menschen geht, steht mehr Seine Menschwerdung, Seine Erniedrigung und wahrhaftige Menschheit vor uns. Und doch sind in beiden Gesichtspunkten auch beide Wesenszüge enthalten, denn der Sohn des Menschen kann z.B. auf der Erde Sünden vergeben. Wir wollen diese aus dem Wort Gottes erkennbaren Unterschiede anbetend bewundern, und mit aller Demut und Vorsicht darüber nachdenken, ohne die Würde und Heiligkeit Seiner Person in Gedanken oder Worten ir-gendwie anzutasten! „Wundert euch darüber nicht, denn es kommt die Stunde, in der alle, die in den Grä-bern sind, seine Stimme hören und hervorkommen werden: die das Gute getan haben zur Auferstehung des Lebens, die aber das Böse verübt haben, zur Auferstehung des Gerichts“ (Vers 28+29). Der Herr Jesus hatte diese für uns kaum fassbaren Wahrheiten vor ungläubigen Juden entfaltet. Ob sie wohl überhaupt etwas davon verstanden haben? Vielleicht sah Er ein wenig Unverständnis bei ihnen und beginnt deshalb diesen Vers mit den Worten „wundert euch nicht...“. Wir bewundern Ihn auch in Seiner moralischen Herrlichkeit, in der Er hier vor solchen, die Ihn ablehnten und töten wollten, derart hohe Wahrheiten entfaltet. Diese beiden Verse widerlegen in aller Klarheit zwei böse Irrlehren in der Christenheit. Zum einen wird hiermit die Vernichtungslehre widerlegt, die behauptet, dass man nach dem Tod aufhört zu existieren; der Herr Jesus sagt, dass alle, die in den Gräbern sind, hervorkommen werden. Zum anderen wird auch die Allversöhnungslehre widerlegt, nach der auch die gefallenen Geschöpfe irgendwann einmal wieder mit Gott in Harmonie kommen werden; aber der Herr Jesus sagt hier, dass es eine Auferstehung des Gerichts geben wird, und das ist ein unveränderliches, ewiges Gericht, für ewig getrennt von Gott. Es geht in diesem Vers auch nicht darum, dass man durch gute Werke sich die Auferstehung des Lebens verdienen könnte, eine Werkgerechtigkeit wird an keiner Stelle des Neuen Testaments gelehrt. Das Gute in diesem Vers meint, den Herrn Jesus im Glauben angenommen zu haben und dann die guten Werke tun, die aus dem neuen Leben hervor-kommen (Eph 2,10; Röm 2,10); und das Böse ist, Ihn abgelehnt zu haben und in diesem Zustand böse Taten verübt zu haben. Das Entscheidende oder der Ausgangspunkt von allem ist dabei sicher die Frage, ob der Mensch an den Sohn Gottes glaubt (Joh 6,28+29), aber aus diesem Hauptpunkt ergeben sich als Konsequenz entweder gute Werke oder böse Werke. Wir können diese Worte des Herrn deshalb nicht auf die Bekehrung oder Ablehnung beschränken. Am großen weißen Thron werden die Toten nach ihren Werken gerichtet, nicht nur, weil sie nicht geglaubt haben. Da ist das ganze Leben eine einzige schwarze Liste. Nehmen wir als Beispiel den Humanisten Albert Schweitzer, die Per-sonifizierung von guten Werken; wenn dieser Mann sich nicht noch auf seinem Sterbebett bekehrt hat, ist sein ganzes Leben voller sozialer Werke verlorene Mühe im Blick auf die Ewigkeit. Ein Vorzeigemodell eines edlen Menschen, und doch alles ohne Gott getan, alles böse in den Augen Gottes! Unsere Gefahr besteht oft darin, dass wir Dinge nach den Resultaten oder dem äußerlichen Anschein beurteilen, und das kann uns total in die Irre führen. Gott beurteilt nach den Beweggründen, nach der Quelle, aus der sie kommen und zu wessen Ehre sie geschehen.
Die Auferstehung des Lebens und die Auferstehung des Gerichts liegen
zeitlich gesehen mindestens 1000 Jahre ausei-nander. Die Auferstehung
des Lebens hat sogar verschiedene Etappen:
Die aber das Böse verübt haben, werden bei diesem wunderbaren Ereignis
nicht auferstehen, sie werden in ihren Gräbern bleiben. Erst am Ende des
1000-jährigen Reiches, wenn die ganze Weltgeschichte zu Ende gegangen
sein wird, findet dann die Auferstehung des Gerichts aller ungläubig
Gestorbenen statt, die in Offb
20,14 der zweite Tod genannt wird. Zwei Zeugnisse
werden bildlich gesprochen dazu herangezogen: In diesen beiden Versen wird deutlich, dass Gott einen Unterschied macht zwischen dem Gerechten und dem Gottlosen (Mal 3,18). Es wird eine Auferstehung sowohl der Gerechten als auch der Ungerechten geben (Apg 24,15). Alle werden die Stimme des Sohnes des Menschen hören. Eine gewisse Andeutung davon haben wir in Joh 11,43, wo der Herr Je-sus den Lazarus aus dem Tod und dem Grab herausruft. Was für ein gebietender Zuruf wird das sein (1.Thess 4,16)! In der Christenheit ist das Verständnis über diese beiden wichtigen Seiten der Auferstehung größtenteils verloren ge-gangen, es wird fast überall als eine einzige Tatsache angesehen. Aber der Zusammenhang des ganzen Neuen Testaments macht eindeutig klar, dass es diese beiden verschiedenen Arten der Auferstehung zu völlig unterschiedlichen Zeitpunk-ten geben wird. In dem Augenblick, wo die Wahrheit von der Entrückung verlorenging, verlor man auch das Licht über diese Belehrung von der Auferstehung. Schon in der Generation nach den letzten Aposteln, ungefähr in der ersten Hälfte des 2.Jahrhunderts, wurde die Entrückung beiseite geschoben, und man sagte, die Apostel hätten sich getäuscht. Und wenn sich die Apostel schon darin getäuscht hatten, dann könnten die nachfolgenden Gläubigen erst recht keine Klarheit darüber haben. Und so ist die Wahrheit von der Entrückung verlorengegangen. Man richtete sich auf ein Leben auf der Erde ein, bis irgendwann mal in weiter Ferne der Herr einmal kommen würde, um die Ewigkeit einzuläuten. Damit verbunden ist dann auch die Überzeugung, dass wir Gläubigen noch durch die Drangsalszeit gehen müssen, und viele andere Irrtümer. Heute gibt es im christlichen Bereich in Europa nur noch wenige Randgruppen wahrer Gläubiger, die noch die Wahrheit von der Entrückung und den beiden Auferstehungen kennen und glauben. Durch den sogenannten Mitternachts-Ruf (Mt 25,6) ist vor ca 200 Jahren wieder ins Bewusstsein gerückt worden, dass der Herr wiederkommt, um Seine Braut heim-zuholen. Alle übrigen glauben an ein einmaliges Endgericht und beurteilen diese Wahrheiten als eine Sonderlehre der Brüder. Dabei gibt es keine Lehre über die Zukunft, in der alle Teile des Wortes wie bei einem Puzzle so wunderbar zu-sammenpassen, wie das, was wir hier betrachtet haben. Wir empfinden deshalb, wie wichtig es ist, dass wir das Wort Gottes daraufhin gründlich untersuchen und erforschen, damit wir eine feste Überzeugung über diese Wahrheiten gewin-nen. Wir können jeden Augenblick mit dem Wiederkommen des Herrn zur Entrückung rechnen, es muss kein propheti-sches Ereignis vorher noch eintreten; und danach wird sich die ganze Zukunftsgeschichte abwickeln, wie sie in den alt-tetstamentlichen Propheten und den neutestamentlichen Büchern beschrieben wird. Was sich nach der Entrückung auf der Erde ereignen wird, wird nicht mehr wahre Christen betreffen. Wie dankbar dürfen wir sein, dass uns der Herr eine so große Klarheit über diese Dinge gegeben hat! An uns ist es, dieses Bild gesunder Worte festzuhalten (2.Tim 1,13). „Ich kann nichts von mir selbst aus tun; so, wie ich höre, richte ich, und mein Gericht ist gerecht, denn ich suche nicht meinen Willen, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat“ (Vers 30). Selbst in dem Bereich, wo der Herr als Mensch die Autorität in jeder Hinsicht zur Ausübung des Gerichts bekommen hat, tut der Sohn nur das, was dem Willen des Vaters entspricht und handelt nicht in unabhängiger Weise. Er hatte sehr wohl einen eigenen Willen, aber Er hatte keinen Eigenwillen. Aber diesen eigenen Willen stellt Er jetzt nicht in den Vordergrund, sondern den Willen Dessen, der Ihn gesandt hatte. Er will nur das, was immer der Vater wollte! Selbst in diesem Punkt ist alles in vollkommener Harmonie und Übereinstimmung mit dem Vater. Sein Urteil ist gerecht; es ist ein göttliches Urteil, und darüber kann es keine unterschiedlichen Meinungen geben. In dem ganzen Abschnitt empfinden wir zwischen den Zeilen das wunderbare vertrauensvolle Verhältnis zwischen dem Sohn und dem Vater. In all den Worten, die wir hier von dem Herrn Jesus hören, schwingt die Freude mit, die Er an Seinem Vater hat. Der Vater liebt den Sohn, der Vater möchte den Sohn ehren, und andererseits hat auch der Sohn den einzigen Wunsch, den Vater zu ehren – anbetend betrachten wir dieses wunderbare Verhältnis zwischen Vater und Sohn. Das Geschenk des ewigen Lebens für uns beinhaltet die Fähigkeit, den allein wahren Gott, und den Er gesandt hat, Je-sus Christus, zu erkennen (Joh 17,3). Es ist ein Stück vom Himmel, das wir schon jetzt auf der Erde genießen können. Gemeinsam mit dem Vater betrachten wir den Sohn und haben Freude daran, wie Er den Vater liebt und Ihn ehrt; und gemeinsam mit dem Sohn betrachten wir den Vater, der den Sohn ehrt und Ihn liebt (1.Joh 1,3) – das ist es, was in Ewigkeit uns völlig befriedigen wird und alles Verlangen stillen wird, es wird der Gegenstand unserer ewigen Anbetung sein! |