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1.Korintherbrief - Abriss und Gliederung zur Bibel von R.L.

Prüfet Alles und das Gute behaltet:

1.Korintherbrief - Abriss und Gliederung zur Bibel von Robert Lee.


Schlüsselverse: Kap. 1, 2: «Unser Herr, sowohl ihrer als unser»; darum geziemt dem Volke Gottes Heiligkeit (Kap. 3,16;6,19—20).
Botschaft: Die Hoheit Christi und die Versammlung (Gemeinde), das Haus und der Tempel Gottes.
_________________________

Die Kirche:
Die Versammlung (Gemeinde) in Korinth ist durch Paulus entstanden. Sie ist das Ergebnis seiner dort geleisteten Arbeit von achtzehn Monaten.
(Vergl. 
1.Kor. 4,15 mit Apostelg. 18.)

Ursprung des Briefes:
1. Nach der Abreise des Apostels von Korinth auf seinem ersten Besuch dort — der in Apostelg. 18 berichtet ist — zeigten sich schwere Missstände in der dortigen Versammlung. Die Ankunft und der Bericht einiger Glieder einer wohlbekannten Familie (1. Kor. 1,11) und die gemeinsamen Mitteilungen anderer Besucher (1. Kor.5,1 und 11,18) bewiesen, dass in Korinth die traurige Unordnung trotz aller seiner Bemühungen fortdauerte. Er war damals längere Zeit in Ephesus tätig, von wo aus er diesen ersten Brief voller sehr ernster Ermahnungen schrieb. (Vergl. 1. Kor. 16,8—9 mit Apostelg. 19, 8—10.) Aus Kap. 7,1 ist auch zu ersehen, dass er inzwischen auch einen Brief mit diversen Anfragen aus Korinth erhalten hatte, den er nun mitbeantwortete. Man hat aus 1. Kor. 5,9—11 geschlossen, dass er noch einen frühem Brief an Korinth geschrieben haben müsse, so dass der vorliegende schon der zweite wäre. Doch scheint uns dies nicht begründet, da der Anfang von Kap. 5 eher zeigt, dass Paulus das Thema dort neu angeschnitten hat. Die Wendung: «Ich habe euch in dem Briefe geschrieben» ist vielmehr, wie Johannes in seinem ersten Brief auch tut und auch wir oft tun, ein Wiederanknüpfen an weiter oben Gesagtes.

2. Die erste Reise nach Korinth ist wie gesagt in 
Apostelg. 18 berichtet; eine zweite ist in Kap. 19,21 und 20,1—3 angedeutet. In 2. Kor. 12, 12 und 13,1 schreibt Paulus von einem dritten Besuch in Korinth. Das muss die in Apostelg. 20 erwähnte sein, da diese ja seine letzte freie Reise war. (Siehe den weitern Verlauf von Apostelg. 20; auf diese beziehen sich auch die Angaben in 2. Kor. 2,12—14 und in Kap.7. Auf dieser Reise, etwa von Mazedonien aus, hat Paulus augen scheinlich den zweiten Brief an Korinth geschrieben. Es ist nun nicht ersichtlich, ob zwischen den beiden Reisen noch ein im Wort nicht genannter Besuch liegt, oder ob Paulus seinen ersten Brief als Besuch mitrechnet (vergl. Kap. 5,3).

Leitgedanken und Schlüssel:
1. Der Schlüssel für Inhalt und Verständnis dieses Briefes ist der geistige und moralische Zustand der Korinther.
2. Obgleich die Glieder der Gemeinde zu Korinth hauptsächlich aus den untern Schichten der Bevölkerung hervorgegangen waren (
Kap. 1,26), waren sie doch nicht frei von dem besonderen Hang der Griechen zu geistigem Hochmut. Korinth war Nebenbuhler Athens. Die Griechen waren stolz auf ihre Sprache, ihre Literatur, Gelehrsamkeit und Logik. Paulus will nun mit diesem Brief dem griechischen Geist begegnen. Er beginnt damit, diese Weisheit abzulehnen (Kap. 1,17; 2,1 usw.). Dieser Brief enthält manche Zurechtweisung für die Grossen in dieser Welt, die auf ihre natürliche Weisheit vertrauen, aber in den Augen Gottes Toren sind. Die Welt erkannte Gott nicht durch ihre Weisheit (Kap. 1,21). Der natürliche Mensch nimmt nicht an und kann nicht annehmen, was des Geistes ist; die göttlichen Wahrheiten sind ihm verborgen (Kap. 2,14).

3. Sie waren auch der Unsittlichkeit (Kap. 5,1—2) und Trunksucht (Kap. 11,21), den besonderen Sünden ihrer Stadt, ergeben. Ton des Briefes: Dieser Brief ist ganz deutlich ein Brief ernster Vorwürfe. Selbst die Lehre, die er enthält, wird oft in der Form des Tadelns und der Zurechtweisung gegeben (Kap. 15,12). Er ist durchaus praktisch (sogar das wunderbare Auferstehungskapitel ist ein Ansporn zum Dienst), indem er die Mißstände im gegenseitigen Verkehr und im geistlichen Leben des Volkes tadelt und richtigstellt; pnd obgleich der Brief ursprünglich nur für die Christen in Korinth bestimmt war, machen ihn die darin erläuterten Grundsätze passend und anwendbar für das ganze Volk Gottes aller Zeiten.



Gliederung:
Der Brief zerfällt von selbst in zwei Hauptteile, die sich mit Ange legenheiten befassen, welche 1. Paulus berichtet wurden, und 2. über die Paulus angefragt worden war.


A. Paulas wurde berichtet über:

1. Kirchliche Unordnung (Kap. 1 bis Kap. 4,21)
  • 1. Einleitung (Kap. 1,1—9)
  • 2. Spaltungen werden verurteilt (Kap. 1,10—18)
  • 3. Weltliche Weisheit wird verurteilt (Kap. 1,19 bis Kap. 2,16)
  • 4. Der wahre Dienst;
    • a) Hindernisse (Kap.3,1—4)
    • b) Die Quelle des Erfolgs (Kap. 3,5—10)
    • c) Zweierlei Art Dienst (Kap. 3,11—23)
    • d) Unser Meister (Kap. 4,1—21)

2. Gesellschaftliche Unordnung (Kap. 5 bis Kap. 6,11)
  • 1. Die Sittenlosigkeit verurteilt (Kap. 5)
  • 2. Der Mangel an brüderlicher Liebe wird streng getadelt (Kap. 6,1-11).

B. Paulus wurde befragt über:

1. Gesellschaftliche Unordnung (Kap. 6,11 bis Kap. 10)
  • 1. Ueber Ehe, Ehelosigkeit und Ehetrennung (Kap. 6,11 bis Kap. 7)
  • 2. Ueber das Essen des Götzenopfers (Kap. 8)
  • 3. Paulus über seine Autorität und sein Beispiel (Kap. 9)
  • 4. Lehrbeispiel Israels (Kap. 10,1—15)
  • 5. Das Gebot der Liebe in bezug auf Essen und Trinken. Essen und Trinken sind das Symbol der Gemeinschaft. In Vers 16 und 17 ist der Tisch des Herrn der Tisch der Gemeinschaft (Kap. 10,16—23).

2. Kirchliche Unordnung (Kap. 11 bis Kap. 16)
  • 1. Mann und Weib, Abbild von Christus und der Versammlung (Kap. 11,1—16).
  • 2. Unordnung betreff des Abendmahls und dessen Bedeutung (Kap.11, 17—34).

3. Belehrung über die geistlichen Gaben (Kap. 12)

4. Die Liebe die wahre Triebfeder und Kraft des Dienstes (Kap. 13)

5. Ausübung der Gaben, Weissagung die wichtigste (Kap. 14)

6. Belehrung über die Auferstehung der Gläubigen (Kap. 15)

7. Betreffend Sammlungen — Kollekten — (Kap. 16,1—4)

8. Schlusswort (Kap. 16,5—14)



Botschaft:
Ein sorgfältiges Studium des Neuen Testamentes offenbart die Tatsache, dass der volle Titel unseres Herrn, «Herr Jesus Christus», nur dann benutzt wird, wenn der Schreiber die Hoheit Christi kund zu tun und ihr Nachdruck zu verleihen sucht. Wie bedeutsam ist es deshalb, dass dieser Titel des Herrn in den ersten zehn Versen sechsmal gegeben wird (Vers 2.3.7.8.9.10). Der Name Herr ist sehr hervorgehoben (Kap. 1,31; 2,8.16; 3,20; 4,4; 5,4; 6,13 usw.).

Hierin liegt eine tiefe Bedeutung, denn alle Mißstände, die in itirem Leben gefunden wurden, waren dadurch entstanden, dass sie Jesum Christum nicht als Herrn erkannt hatten. O,mache Ihn zum Herrn deines Lebens!



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Im HERRN JESUS CHRISTUS, der ist und der war und der kommt, der Allmächtige.
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Antonino.S