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2.Korintherbrief - Abriss und Gliederung zur Bibel von R.L.

Prüfet Alles und das Gute behaltet:

2.Korintherbrief - Abriss und Gliederung zur Bibel von Robert Lee.

Schlüsselwort: Trost, Dienst.
Botschaft: 1. Trost, Wesen und Darreichung; 2. Dienst, Wesen und Aus führung.
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Umstände:
Nachdem Paulus den ersten Brief an die Korinther geschrieben und durch Titus übersandt hatte, verliess er Ephesus — zweifellos wurde seine Abreise durch den Aufruhr (Apostelg. 19,23—41) beschleunigt — und zog, indem er unterwegs predigte, nach Troas, wo er, gemäss Verabredung, Titus nach seiner Rückkehr von Korinth treffen wollte.

Hier wirkte Paulus in reichem Segen. Aber die Rückkehr des Titus verzögerte sich. Das beunruhigte Paulus sehr. So gross war seine Sorge, etwas über die Aufnahme und das Ergebnis seines ersten Briefes zu hören, dass er, das Schlimmste befürchtend, ihm über das Ägäische Meer entgegenreiste (2. Kor. 2,12). Sie trafen sich schliesslich in Philippi.

Zweck des Briefes:
Durch Titus erfuhr Paulus, dass sein erster Brief seinen Zweck erreicht hatte. Die Gemeinde wie der Schuldige waren voll aufrichtiger Reue (2. Kor. 7,7—16; 2,1—2). Aber derselbe Bote berichtete ihm auch von einer neuen Gefahr — judaisierende Lehrer waren in Korinth angekommen; sie predigten ein anderes Evangelium und bestritten das Apostelamt Pauli. Das Ergebnis davon war das schnelle Anwachsen einer ihm feindlichen Partei (Kap. 3,1—3; 4,2; 10,10; 11,1—4.12—13). Deshalb schrieb er diesen zweiten Brief:

1. um zu erklären, warum es ihm bis jetzt noch nicht möglich gewesen war, sie zu besuchen (Kap. 1,1.5—24; 2,1—3);
2. um sie zu loben, dass sie seinem ersten Brief gehorcht hatten (Kap. 7,4.15);
3. um ihnen die Wiederzulassung des reumütigen Uebertreters nahe zu legen (Kap. 2,6—9);
4. um einige Wenige zu warnen, welche noch unbussfertig waren (Kap. 12,21; 13,2);
5. um sie vor den falschen Lehrern zu warnen (Kap. 11,3.4.13);
6. um sein Apostelamt zu verteidigen (Kap. 11 und 12) und um sie anzuspornen, den versprochenen Beitrag für die bedürftigen Gläubigen in Jerusalem zu leisten (Kap. 8,10—11).

Gliederung:
Es ist fast unmöglich, diesen Brief zu gliedern, weil er der am wenigsten systematische Brief aus der Feder Pauli ist. Er gleicht etwa einem afrikanischen Fluss. Eine Strecke lang fliesst er ganz ruhig vor wärts, dann kommt plötzlich ein Katarakt. So finden wir erregte Ausbrüche aus dem tiefsten Herzen des Apostels. Immerhin zerfällt der Brief im grossen und ganzen in drei Abschnitte:

1. Aufklärung (Kap. 1—7)
Er erklärt den Grund der Verzögerung seines Besuches, ferner, warum er so offen und streng in seinem ersten Briefe redete, und warum er sich sehr über sie beunruhigte, und gibt Bericht von seinen Leiden.

1. Kap. 1: Persönliche Drangsale Pauli, aber noch grösserer Trost von seiten Gottes, des Vaters der Erbarmungen.
2. Kap. 2 und 7,2—16: Herzensbedrängnis Pauli wegen des Zuchtfalles von 1. Kor. 5 und Belehrung, die Wiederherstellung des Fehlbaren betreffend.
3. Kap. 3—7 er Dienst des Zeugnisses in Drangsal und Leiden,
  • a) Kap. 3; der Unterschied zwischen dem Dienst des Gesetzes und dem Dienst der Herrlichkeit,
  • b) Kap. 4 bis 5,8: Der Dienst Christi in Schwachheit und Leiden, verglichen mit der zukünftigen Herrlichkeit,
  • c) Kap. 5,9—21: Verantwortlichkeit des Dienstes,
  • d) Kap. 6 bis 7,1: Leiden im Dienst infolge Absonderung von der Welt und dem Bösen.

2. Ermahnung (Kap. 8 und 9)
Paulus ermahnt zu einer prompten Erfüllung ihres Versprechens, zur Unterstützung der notleidenden Brüder in Jerusalem beizutragen,zumal er den mazedonischen Gemeinden gegenüber dieses Versprechen er wähnt habe. (Beachte Kap. 8,9.)

3. Verteidigung (Kap. 10—13)
In diesem Abschnitt kann man einen Wechsel im Ton des Apostels wahrnehmen — hier ist Strenge und Ironie, wenn er sein Apostelamt verteidigt; er beweist sein Anrecht auf ihre Liebe und Achtung,
  • a) Kap. 10 und 11: Verteidigende Vergleichung des Dienstes Pauli mit dem Auftreten der falschen Lehrer,
  • b) Kap. 12: Begründung des Dienstes in äusserer Schwachheit und Leiden durch seine persönlichen kostbaren Erfahrungen,
  • c) Schlussermahnungen. Paulus offenbart sich:

Dieser zweite Brief enthält mehr von Pauli persönlicher Geschichte als irgend ein anderer seiner Briefe, flr ist tatsächlich eine Offen barung von Paulus selbst, sowie eine Kundgebung von erstaunlicher Tiefe und Stärke seiner Liebe. Das Geheimnis liegt in Kap. 5,14.

Er zeigt, dass Paulus zeitweilig unter leiblicher Schwachheit litt (Kap. 1,8—10; 12,7—9), kein Wunder, wenn man seine Arbeit und seine Leiden und Beschwerden berücksichtigt (Kap. 11,23—37).Gibt uns Kap. 10,10 und 11,6 nicht ein Bild von seiner persönlichen Erscheinung und seiner Rede? Kap. 12 offenbart ein Geheimnis, das Paulus vierzehn Jahre lang verborgen gehalten hatte.

Botschaft:
Der Brief enthält viele glühende und prächtige bildliche Vergleiche (Kap. 2, 15; 3, 3. 18; 4, 7; 5, 20 usw.) und überaus vielsagende Feststellungen für Prediger des Wortes. Aber der besondere Nachdruck liegt auf den beiden Worten «Trost» und «Dienst», denen wir am häufigsten begegnen. Die Beschäftigung mit diesen beiden Worten führt zu nützlichem Bibelstudium, abgesehen davon, dass sie den Hauptinhalt des Briefes bezeichnen:

Trost: Quelle: Kap. 1,3. Zweck: Kap. 1,4. Ausgleich: Kap. 1,5. Christliche Pflicht: Kap. 2,7. Wie Gott mitunter tröstet: Kap. 7,6.7.13. Gebieterischer Befehl: Kap. 13,11. Dienst: Satans Diener: Kap. 11,15. Gottes Diener: Kap. 6,4. Wesensart: Kap. 1,19; 2,12; 4,5. Ein geistlicher Dienst, (Kap. 3,6) und ein herrlicher Dienst (Kap. 3,8) führt zu Sinnesänderung (Kap. 3,3); hilft uns, um nicht zu ermatten (Kap. 4,1); ist ein Dienst der Versöhnung (Kap. 5,18); erfordert Sorgfalt (Kap. 6,3).

In allen Teilen ist in diesem Briefe mehr als sonstwo in den Briefen Pauli die Rede davon, wie der Dienst Christi einen Weg der Leiden und Verwerfung bedeutet.

Besondere Punkte:
Dieser Brief ist in mancher Hinsicht bemerkenswert. Im Alten Testament wird von Gott oft als dem Allmächtigen gesprochen, aber im Neuen Testament nur zehnmal, davon neunmal in der Offenbarung und einmal in diesem Brief (Kap. 6,18). Sehr bemerkenswert ist der letzte Vers des Briefes (Kap. 13,13), der die heute allgemein gebräuchliche Form des «Segens» enthält, mit dem vielfach die Zusammenkünfte der Gläubigen beendet werden.


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Im HERRN JESUS CHRISTUS, der ist und der war und der kommt, der Allmächtige.
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Antonino.S